Foto: Thomas Merkenich

Bergisch Gladbach ist die teuerste Stadt Deutschlands bei den Müllgebühren. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Ranking der 100 größten deutschen Städte, das Haus & Grund regelmäßig veröffentlicht. Für die Interessenvertretung der Hauseigentümer in Rhein-Berg ist das ein deutliches Warnsignal für Politik und Verwaltung.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Haus und Grund Rhein-Berg e.V.

„Es kann niemanden zufriedenstellen, dass Bergisch Gladbach bei den Müllgebühren bundesweit den Spitzenplatz einnimmt. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine überdurchschnittlich hohe finanzielle Belastung bei einer kommunalen Pflichtaufgabe, der sich niemand entziehen kann“, erklärt Sylvia Schönenbröcher, Geschäftsführerin des Haus und Grund Rhein-Berg e.V..

Besonders bemerkenswert ist der Abstand zu anderen Städten. Nach dem aktuellen Ranking liegen die Müllgebühren in Bergisch Gladbach nahezu dreimal so hoch wie in der günstigsten der 100 größten deutschen Städte. Dies macht deutlich, dass die Gebührenhöhe keineswegs zwangsläufig ist und erhebliche Unterschiede in der Kostenstruktur und Wirtschaftlichkeit der kommunalen Entsorgung bestehen.

„Wenn die Bürger in Bergisch Gladbach für die Müllentsorgung fast das Dreifache dessen zahlen müssen wie die Einwohner der günstigsten Vergleichsstadt, dann besteht erheblicher Erklärungsbedarf. Die Stadt darf sich mit diesem Negativrekord nicht abfinden“, so Schönenbröcher weiter.

Hinweis der Redaktion: Höhe und Struktur der Müllgebühren beschäftigt die Stadt bereits seit Jahren. Daher hier ein Verweis auf den Versuch einer Erklärung durch die Stadt aus dem Jahr 2019:

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Der Eigentümerverband fordert deshalb eine umfassende Analyse der Ursachen für die bundesweit höchsten Müllgebühren. Rat und Verwaltung seien aufgefordert, sämtliche Kostenstrukturen kritisch zu überprüfen und Einsparpotenziale konsequent zu nutzen.

Umso kritischer bewertet Haus und Grund Rhein-Berg e.V., dass die Müllgebühren zum 1. Januar 2026 bereits erneut angehoben wurden. Während andere Städte ihre Gebühren auf einem deutlich niedrigeren Niveau halten, müssen die Bürgerinnen und Bürger in Bergisch Gladbach nicht nur die höchsten Müllgebühren Deutschlands tragen, sondern zusätzlich weitere Kostensteigerungen verkraften.

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„Bergisch Gladbach sollte nicht bundesweit als Stadt mit den höchsten Müllgebühren bekannt sein. Politik und Verwaltung müssen alles daransetzen, diesen Negativrekord schnellstmöglich zu beenden. Die Bürger haben Anspruch auf eine leistungsfähige und zugleich wirtschaftliche Abfallentsorgung.“

Haus und Grund Rhein-Berg e.V. wird die weitere Entwicklung der Gebühren aufmerksam begleiten und erwartet von den Verantwortlichen konkrete Vorschläge, wie die Belastung der Gebührenzahler künftig reduziert werden kann.


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  1. Zusätzlich befremdlich finde ich auch, daß es ordentlich Zusatzgebühren kostet, wenn man an der Umladestation Kieppemühle z.B. aus einer Aufräumaktion für Müllsäcke extra bezahlen muß, wenn man sowieso schon die Müllgebühren als Einwohner bezahlt hat. Und Grünschnitt in Moitzfeld kostet auch nochmal Gebühren. Für den daraus gewonnenen Humus wird dann nochmal extra kassiert. In Köln z.B. ist jegliche Abgabe von Sperrmüll, Grünschnitt und sonstigen Abfällen kostenfrei, wenn man denn an der Umladestation die Kölner Adresse vorweisen kann. Dies kann auch helfen, wilde Müllkippen zu vermeiden. Klappt zugegebenermaßen in Köln nur semi-gut, ist aber ein anderes Thema.