Liebe Leserinnen und Leser, liebe Jecke,

ich kann es kaum erwarten, mit meinem Sohn Karneval zu feiern! Nach den Corona-Ausfällen wird es das erste Mal, dass wir uns gemeinsam verkleiden, den Zoch gucken, Kamelle fangen und (vermutlich) gegen die Kälte antanzen.

Das wirft mich zurück in meine Kindheit: Ich bin in Odenthal aufgewachsen und erinnere mich daran, wie ich mit meiner Mutter und einer Reihe befreundeter Familien mit dem Bollerwagen zum Zoch marschiert bin. Wie ich es geliebt habe, Kostüme zu basteln und mich wild zu schminken. Ich hoffe, mein Kind wird ähnlich schöne Gefühle mit der fünften Jahreszeit verbinden.

Eigentlich wollte ich für diesen Newsletter eine jecke Familie porträtieren, das hat aber leider wegen Krankheit (Überraschung!) nicht geklappt. Dafür bin ich in unserem Archiv auf ein Karnevals-Porträt gestoßen, das ich immer noch sehr mag: Et Vingströschen. Das ist Karneval!

Mein Kollege Holger Crump hat sich mit weniger schönen Themen beschäftigt: Nach einem Bericht über die Halbierung der Betreuungszeiten in der AWO-Kita Kunterbunt erreichten die Redaktion weitere Hinweise von Eltern über Probleme in ihren Kitas. Das Thema wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Wie ist die Lage bei euch in der Kita? Oder auch an der Schule?

Bei allen Schwierigkeiten, denen mal als Familie so ausgesetzt ist, finde ich es wichtig, nicht den „Spass an d’r Freud“ zu verlieren. In diesem Sinne: Dreimol Gläbbisch Alaaf!

PS. Wenn ihr jemanden kennt, die/den dieser Newsletter interessieren könnte: leitet ihn gerne weiter. Wir freuen uns über neue Leserinnen und Leser!


Schwerpunkt: Gläbbisch Alaaf!

Et Vingströschen: Die etwas andere Superheldin

Sabine Holzdeppe aus Hebborn und Rosi aus Vingst sind sehr verschieden. Eins haben sie gemeinsam: Sie machen ihr Ding. Holzdeppe glaubt, das hat Rosi von ihr. Von Rosi aber hat sie den Spruch dazu übernommen: „Sei du selbst, die anderen gibt’s alle schon.“

Rosi ist Holzdeppes Erfindung. Ihre Figur als Büttenrednerin – das Vingströschen. Aber längst hat Rosi ein Eigenleben entwickelt. Ein Doppelporträt aus unserem Archiv.

3 Geheimtipps für den Zoch:

Leserin Anke aus Schildgen: „Als Standort für den Zoch in Gladbach fand ich immer die Richard-Zanders-Straße ideal, zwischen Kaufland und Senefelder Straße. Da kann man super von hinten anfahren und eben auch jederzeit weg. Mit kleinen Kindern dauert der Zoch doch sehr lange.“

Leserin Sabrina: „Ich empfehle den Bensberger Zug! Der lässt sich gut Auf der Kaule gucken. Der Refrather Zug ist auch schön. Den habe ich früher immer auf In der Auen geschaut. Ich freue mich schon, das dieses Jahr das erste Mal zusammen mit meiner Tochter zu machen.“

Bürgerportal-Reporter Holger Crump: „Wir gucken den Gladbacher Zoch gerne von der Ferrenbergstraße aus. Da kann man gut sehen, weil es den Berg hoch geht, und man kann sich mit Kindern auch mal aus dem Getümmel nach hinten zurückziehen. Kamelle kriegt man trotzdem genug: Als die Kinder noch kleiner waren, sind wir schon mal mit einem Bollerwagen voll nach Hause gegangen.“

Fünf Züge in fünf Stadtteilen

Wusstet ihr, dass es nicht „nur“ in Gladbach, Refrath und Bensberg Karnevalszüge gibt – sondern auch in Herkenrath und Sand? Gerade diese kleineren Züge sind für Familien eine schöne Alternative. Ingesamt werden in Bergisch Gladbach 7000 Jecke mit knapp 300 Tanzgruppen und Wagen unterwegs sein, die Zahl der Zuschauer liegt voraussichtlich weit über 100.000.

Die Details zu den Zugwegen, was es mit dem Glasverbot auf sich hat und wo Menschen mit Behinderung einen geschützten Platz am Zugweg finden, haben wir in diesem Beitrag aufgeschrieben:

Alle Karnevalstermine für Groß und Klein

…. gibt es in unserem Karnevalsportal. Falls noch etwas fehlt, meldet euch bitte bei der redaktion@in-gl.de.


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Buch-Tipp der Buchhandlung Funk

Lena Hach: Fred und ich.
Beltz & Gelberg 2023, € 12,00.

Anni und Fred begegnen sich in der Bäckerei. Anni fällt Fred auf, weil sie einen Hammer dabei hat. (Womöglich ein geplanter Sachertortenraub, frisch aus der Glasvitrine?!) Fred fällt Anni auf, weil er sie so intensiv anschaut (siehe oben).

Es geht um die wundervolle Wärme nach dem Eisbaden im See. Es geht um Dinge, die man machen will, um sich lebendig zu fühlen (Anni) und um Dinge, die man machen muss, um sich selbst nicht zu verlieren (Fred). Und es geht darum, lieber etwas Unperfektes zu sagen, als gar nichts zu sagen.

Diese Girl Meets Boy – Geschichte ist so frisch, neu und besonders erzählt, wie sie sich für die Figuren anfühlt. Und das Beste ist: Wenn man das Buch zuschlägt, fängt die Geschichte erst an. Für alle ab 11 Jahren. (Evi Junker)

Das Buch gibt es im Onlineshop der Buchhandlung Funk und im Geschäft in der Schlossstraße 73, Bensberg. Mehr Tipps aus dem Hause Funk (für Erwachsene und Kinder) findet ihr hier.


Mehr Infos für Eltern

Welche Themen liegen euch am Herzen? Worüber würdet ihr hier gerne etwas lesen? Schreibt uns an redaktion@in-gl.de


Familienrat: Kinder im Alltag stärken

Wie wichtig es ist, junge Menschen für Krisen zu wappnen, haben wir spätestens in der Pandemie gelernt. Häufig hört man in diesem Zusammenhang den Begriff Resilienz. Doch was heißt das eigentlich genau? Und wie können Eltern ihre Kinder dabei unterstützen, Resilienz aufzubauen? Sozialarbeiterin Lea Gietz hat sich im Rahmen ihrer Master-Thesis intensiv mit dem Thema beschäftigt und gibt eine Reihe ganz praktischer Tipps, wie man Kinder im Alltag stärken kann.

Die Kolumne von Lea Gietz findet ihr hier. Sie beantwortet im Wechsel mit anderenExpert:innen aus der Praxis eure Fragen rund ums Familienleben. Was möchtet ihr wissen? Schreibt der redaktion@in-gl.de.


Empfehlung: Kunst-Workshop für Kinder

Stempel schnitzen? Klingt ganz schön schwierig, ist es aber nicht, sagt die Designerin Michaela Müller. Schon länger bietet sie in ihrem Müllerin Art Studio Kunst-Kurse für Erwachsene an. Dieses Jahr legt sie nun auch Workshops für Kinder nach. Am Freitag, 3. März, lernen Kinder ab 8 Jahren, wie sie ihren eigenen Stempel machen können: Zuerst entwerfen sie ein Motiv. Dieses übertragen sie auf ein weiches Gummi und schneiden es aus. Und dann geht’s ans losstempeln!

Freitag, 3. März, 16 – 18 Uhr
ab 8 Jahren, 25,- Euro

Anmeldung mit Name und Alter des Kindes auf der Webseite oder per E-Mail an hallo@muellerin-art-studio.de.


Noch ein Tipp: Flohmärkte in der Region

Die Flohmärkte kehren aus dem Winterschlaf zurück! Das ist in den nächsten Wochen in der Region los:

  • Samstag, 11.2., 11-14 Uhr: Kindertrödel, Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde „Am Bielert“, Bielertstraße 16, Leverkusen (Infos und Standreservierung: elternrat-am-bielert@web.de)
  • Sonntag, 26.2., 9-15 Uhr: Kindersachen Flohmarkt, Krewelshof Lohmar (Anmeldung online)
  • Samstag, 4.3., 14-16.30 Uhr: Flohmarkt rund ums Kind, Pfarrsaal Herz Jesu, Altenberger-Dom-Straße 140, Schildgen (Tischvergabe: 0178-3249081)
  • Samstag, 4.3., 11-13 Uhr: Kleiderbörse für Frühlings- und Sommermode, Kindertagesstätte Küerter Botzeknööfe, Hommermühle 1B, Kürten (Anmeldung: elternbeirat@kita-kuerten.de)
  • Samstag, 18.3., 10-12 Uhr: Flohmarkt rund ums Kind der Caritas-Kindertagesstätte, Pfarrsaal über der Kita, Hofwiese 5, Kürten (Anmeldung für Verkäufer:innen: info@foerderverein-kita-olpe.de)


Termine für Familien

10.2., 14:00 Exergames – Sport mit der Konsole, Stadtbücherei 
11.2. 14:00 Kunstlabor, inklusiver Workshop, Villa Zanders 
11.2. 19:00 Oliver Twist, Theaterstück, Freie Waldorfschule 
11.2. 20:00 ReimBerg Slam, Engel am Dom 
12.2. 17:00 Oliver Twist, Theaterstück, Freie Waldorfschule 
14.2. 19:30 Verantwortung für meine/deine Welt, Paar-Beratung, Laurentiushaus
22.2. 09:00 Still- und Babytreff, Elternschule des EVK 
23.2. 18:00 Öffentliche Führung, Ausst. Carola Willbrand, Villa Zanders 
25.2. 15:00 Die Prinzessin ist futsch, Kasperspiel, Theas 

Fehlt noch etwas? Vorschläge bitte an termine@in-gl.de. Alle Veranstaltungstermine in GL (für Erwachsene) gibt es hier.


Das war’s für diese Woche. Wenn ihr auch die nächste Ausgabe bekommen wollt, meldet euch hier an!

Wenn ihr Lob, Kritik oder Hinweise habt, schreibt gerne der redaktion@in-gl.de.

Wenn ihr unsere Arbeit mit einem Beitrag unterstützen wollt, dann schaut euch bitte unseren Freundeskreis und seine Angebote an.

Danke, dass ihr GL Familie lest. Eure Laura Geyer und das Team des Bürgerportals


Wissen, was läuft: Ihr könnt euch das Wichtigste in Bergisch Gladbach jeden Tag frei Haus schicken lassen, als Newsletter: morgens um kurz nach 7 kommt „Der Tag in GL“ mit dem kompakten lokalen Überblick, am Donnerstag um 17 Uhr „GL MAX“ mit den Empfehlungen für das Wochenende. Hier findet ihr alle Newsletter in der Übersicht.

Laura Geyer

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.