Ulrich Schwartz. Illustration: Klaus Dill (1922 – 2000)

Ulrich Schwartz ist Bestatter. Als solcher ist er Eigentümer und Geschäftsführer des Bestattungshauses Dohm-Schwartz in Bergisch Gladbach, er wohnt mit seiner Frau Christina in Odenthal-Osenau. Die beiden Kinder des 60-Jährigen sind bereits erwachsen und arbeiten im Familienunternehmen mit.

Ulrich Schwartz ist aber auch Protagonist der Bestatter-Krimi-Reihe aus der Feder von Reiner M. Sowa – und gerät dabei immer wieder in ungewöhnliche Situationen. So hat sich Schwartz seit der Bestattung des Zahnarztes Dr. Wagner mit dem 2CV-Virus infiziert, er ist inzwischen stolzer Besitzer zweier Enten.

Und er mischt sich ein, immer wieder. Sein Berufsmotto lautet: „Für die Verstorbenen kann ich nichts mehr tun, aber den Angehörigen kann ich helfen. Trauerarbeit funktioniert nur, wenn die Angehörigen die Umstände des Todes kennen. Deshalb mische ich mich oft und gern in die Ermittlungsarbeit der Polizei ein.“

Und auch bei brisanten Themen der Lokalpolitik kann er sich oft nicht heraushalten. Immer wieder engagiert er sich in der Stadtentwicklung und vielen Vereinen. Seit Kriminalhauptkommissar Kascheck ihm den Floh ins Ohr setzte, als Bürgermeister in Bergisch Gladbach zu kandidieren, überlegt er, ob er sich dieser Aufgabe und Verantwortung tatsächlich stellen soll.

Doch seither überschlagen sich die Ereignisse. Ausgerechnet Schwartz wird des Mordes verdächtigt, sein Leben droht aus den Fugen zu geraten. Die ganze Geschichte wird in dem Buch „Ein Bestatter auf der Flucht“ erzählt – aber zuvor will Ulrich Schwartz im Fragebogen erläutern, was ihn antreibt.

Genug der Vorrede. Los geht’s.

Wie starten Sie in den Tag? Mit Kaffee und drei Tageszeitungen.

Was wollten Sie als Kind werden? Feuerwehrmann.

Und was sind Sie geworden? Bestatter.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Ich wohne in Odenthal-Osenau. Von da aus ist das Restaurant „Zur Post“ sogar zu Fuß erreichbar.

Das neue Buch erscheint am 25.4.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Am liebsten in meinen Wintergarten.

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Die Premierenlesung findet
am 29.4. um 19.30 Uhr bei 
Pütz-Roth statt, 
Einladung per Facebook

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Ich fahre. Mit meiner Ente durch das Bergische Land. Dabei kann ich richtig abschalten.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Wenn Genuss und Arbeit deckungsgleich sind. Das gelingt leider nur selten.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Ich mag alles, je nach Anlass und Tageszeit.

Was ist für Sie das größte Unglück? Meine Unabhängigkeit zu verlieren.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… eine sehr lebenswerte Stadt. Das gilt es zu erhalten!

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Das Tor zum Bergischen Land am Rande einer Weltstadt zu sein.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem.
Der Parteienklüngel.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
… die Bürger in wichtigen Fragen der Stadt entscheiden lassen.
… Kultur und Bildung in den Vordergrund stellen.
…  die Amtszeit des Bürgermeisters auf eine Legislaturperiode beschränken, um Machtmissbrauch vorzubeugen.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… ein Sabbatjahr machen und die Seidenstraße mit der Ente bereisen.

Was war Ihre größte Leistung?
Den Mut zu haben, ein Bestattungshaus zu kaufen.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Das ist schon lange her und wird sehr ausführlich in „Ein Bestatter auf der Flucht“ beschrieben.

Mein großes Ziel ist es, …
… den Tod ins Leben zurückzuholen. Geburt und Tod sind in ihrem Zusammenspiel einzigartig.

Was ist Ihre Stärke?
Ich kann die Menschen genau dort abholen, wo sie gerade sind.

Was ist Ihre Schwäche?
Manchmal bin ich ungeduldig, weil ich zu viel auf einmal erreichen möchte.

Wie sind Sie als Chef?
Ich delegiere viele Aufgaben und lasse meine Mitarbeiter selbstständig arbeiten.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Dann lass uns noch selbstständiger arbeiten.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Engstirnigkeit, Intoleranz. Manchmal auch über die Polizei, wenn sie die Falschen verdächtigt.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Es mag vermessen klingen, aber es ist Jesus. Er hatte keine Angst vor dem Tod und nutzte ihn bewusst, um seine Lebensideale fortzuführen.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Der griechische Philosoph Diogenes. Von der Einfachheit seines Lebens („Geh mir aus der Sonne“) würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
„Kauf das Bestattungshaus Dohm!“

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Folge deinem Herzen, es kennt den Weg.

Warum spielen Sie mit dem Gedanken, Bürgermeister zu werden?
Stadtpolitik sollte transparent und für die Bergisch Gladbacher Bürger nachvollziehbar sein. Nur unabhängige Kandidaten können das gewährleisten. Ich gehöre keiner Partei an, die Menschen kennen mich und meine Ideen. Der Parteienklüngel hätte endlich ein Ende.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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