Die Polizei kontrolliert Flüchtlinge am Münchener Hauptbahnhof. Foto: Wikiolo/Wikimedia

Am Montag meldete das Bürgerportal, dass die Turnhalle in Sand wieder mit 92 Flüchtlingen belegt ist. Nach wenigen Minuten kam die erste Reaktion: „Ein paar wurden gerade schon in Edeka beim Diebstahl erwischt und an die Polizei übergeben,” kommentierte ein Augenzeuge in der Facebook-Gruppe „Politik in BGL”.

Immer mal wieder melden sich Leser und berichten von privaten Gesprächen mit Polizisten. Täglich, so die Angaben eines dieser Polizisten, gebe es Einsätzen in den Unterkünften. Und auch in Köln in der Silvesternacht seien Flüchtlinge aus Bergisch Gladbach dabei gewesen.

Gleichzeitig schreibt das Bürgerportal mit Bezug auf die Polizei immer wieder, dass bis auf sehr wenige Einzelfälle keine gravierende Kriminalität bei den Flüchtlingen vor Ort aktenkundig ist. Über alle relevanten Vorfälle werde berichtet. Aber was ist relevant? Wird in Bergisch Gladbach die Wahrheit vertuscht?

Ein Faktencheck

Die Faktenlage sieht nach Aussagen von Claudia Kammann, Sprecherin der Polizei RheinBerg, wie folgt aus.

Einsätze: In der zweiten Jahreshälfte 2015 hat die Polizei 69 Einsätze registriert, die im weitesten Sinne mit Flüchtlingen zu tun hatten. Dazu gehören auch Hilfersuchen der Stadtverwaltung bei der Verlegung von Personen oder der Lagerleitung bzw. der Flüchtlinge bei der Schlichtung von Streitigkeiten. Nur ein Teil der Einsätze hat zu Anzeigen geführt.

Anzeigen: In der zweiten Jahreshälfte 2015 hat die Polizei 72 Anzeigen aufgenommen, die im weitestens Sinne mit Flüchtlingen zu tun hatten. Die Vorwürfe reichen von Sachbeschädigung und Ladendiebstahl bis hin zu gefährlicher Körperverletzung. Auch wenn Flüchtlinge in einer Dienststelle Asyl beantragen löst das eine Eintragung als Anzeige in der Statistik aus. Die meisten dieser Anzeigen befinden sich noch in der Bearbeitungen, entweder bei der Polizei oder bei der Staatsanwaltschaft.

Zum Teil geht es bei Einsätzen und Anzeigen um die selben Fälle; es gibt aber auch Einsätze, die nicht zu einer Anzeige führen. Und es gibt Anzeigen, denen kein Einsatz vorangegangen ist.

Viel oder wenig – urteilen Sie selbst

69 Einsätze, 72 Anzeigen in sechs Monaten – ob das viel oder wenig ist, müssen Sie selbst beurteilen.

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Aktualisierung:
Inzwischen hat die Pressestelle der Polizei doch noch die Gesamtzahl von Einsätzen und Anzeigen ermittelt und mitgeteilt. Demnach gab es in der 2. Jahreshälfte 2015 im Stadtgebiet Bergisch Gladbach insgesamt

  • 9920 Einsätze (davon 69 im Zusammenhang mit Flüchtlingen)
  • 5570 Anzeigen (davon 72 im Zusammenhang mit Flüchtlingen).

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Ein paar weitere Anhaltspunkte:

  • Als im Sommer zunächst die Turnhalle in Sand mit 90 Menschen belegt wurde stieg die Zahl der Flüchtlinge, die von der Stadt untergebracht werden, auf 769 Menschen.
  • Ende des Jahres waren allein in der Regelunterkunft 1500 Menschen untergebracht, weitere 350 Betten gab es in den Erstaufnahmeeinrichtungen.
  • Das zweite Halbjahr hatte 183 Tage. Um die Aussage „tägliche Einsätz in einer Flüchtlingsunterkunft” zu rechtfertigen reichen 69 Einsätze nicht aus.

Was die Polizei meldet – und was nicht

Die Polizei in Bergisch Gladbach, das betont Sprecherin Claudia Kammann ausdrücklich, hat keine Anweisungen von oben, wie sie über Flüchtlingskriminalität zu berichten habe. Hier gelte die übliche Richtschnur : es werden Ereignisse öffentlich gemeldet, die über Alltagskriminalität hinaus gehen oder aufgrund der Umstände ungewöhnlich sind.

So wird zum Beispiel ein Ladendiebstahl gemeldet, bei dem zwei junge Mütter ihre Kinderwagen eingesetzt haben. Oder ein Handydiebstahl in einer Flüchtlingsunterkunft, weil er eine Verfolgungsjagd ausgelöst hat.

Die Nationalität der Verdächtigen oder Schlüsselworte wie „Notunterkunft” nennt die Polizei nur, wenn es für den Sachverhalt erheblich ist. Merkmale wie „südländisch” werden genannt, wenn sie für die Fahndung eine Rolle spielen.

Was und wie ein Vorfall gemeldet werde sei „eine Gratwanderung”, räumt Kammann ein. Die Entscheidung liege immer bei der Polizei RheinBerg.

Was in Bergisch Gladbach konkret passiert ist … 

Welche Anzeigen gegen Flüchtlinge über die Alltagskriminalität hinaus hat es in Bergisch Gladbach bislang gegeben?

  • Am 6.1.2016 hat ein junger Mann in der Flüchtlingsunterkunft Feldstraße eine DRK-Mitarbeiterin mit seiner Krücke beworfen, die ihn auf das Rauchverbot aufmerksam gemacht hatte. Dafür erhielt er eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Feldstraße ist eine zur Erstunterkunft umfunktionierten Sporthalle mit 340 Betten. Berichte: Polizei, KSTA/BLZ, iGL
  • Am 17.12. 2015 randalierte ein Mann aus Afghanistan, der in der Feldstraße untergebracht war, betrunken in einer Pizzeria und bezahlte ein Bier nicht. Die Anzeige lautet auf Sachbeschädigung und räuberischer Diebstahl. iGL
  • Am 15.12.2015 stritten sich zwei Flüchtlinge in der Unterkunft Taubenstraße mit einem Dritten, der zur Verteidigung eine Eisenstange hervor holte. Die Polizei nahm alle drei für eine Nacht in Gewahrsam, eine Person wurde auf eigenen Wunsch in eine andere Unterkunft verlegt. In der Taubenstraße wohnen rund 60 Menschen in der Regelzuweisung in Wohncontainern. iGL
  • Am 28. 11.2015 kam es in der Unterkunft Katterbach zu einem Streit über ein verschwundenes Handy. Dabei standen sich plötzlich rund 40 Syrer in zwei Gruppen gegenüber. Der Wachdienst alarmierte die Polizei, die drei Beteiligte in eine andere Unterkunft brachte. In Katterbach wohnten zu dem Zeitpunkt rund 200 Menschen in der Regelzuweisung in Leichtbauhallen, inzwischen sind es 350. Polizei, iGL, Hintergrund

… und was nicht passiert ist Belege

Zahlreichen Gerüchten (Überfall auf Juwelier, sexuelle Übergriffe in Sand, Leergutraub mit einem Bagger, … ) sind wir nach gegangen, bislang hat sich davon nichts erhärtet.

Hinweis der Redaktion: Sie haben (andere) Informationen? Dann melden Sie sich, per Mail (gwatzlawek@in-gl.de) oder im Kommentarfeld unten. Sie können anonym bleiben, erhöhen die Glaubwürdigkeit aber durch eine Namensnennung. Hinweise per Mail werden vertraulich behandelt.

Beim Ladendiebstahl, der am Anfang dieses Berichtes geschildert wird, handelte es sich nicht um ein Gerücht. Es wurde ein Tchibo-Schlafanzug im Edeka in Sand gestohlen. Der Täter konnte davon laufen. Weder das Bürgerportal noch die Polizei haben dazu eine Meldung gemacht.

Die Angriffe auf Frauen in Köln

In der Silvesternacht in Köln waren offenbar auch Flüchtlinge aus Bergisch Gladbach am Hauptbahnhof. Ob und in welcher Form sie an den Überfällen auf Frauen beteiligt waren, ist offen.

Nach Angaben der Polizei RheinBerg hat es rund sechs Ermittlungsersuchen der Kölner Polizei gegeben. Dabei ging es jeweils um die Befragung einzelner Personen als Zeugen, deren Namen im Zuge der Untersuchungen in Köln aufgetaucht sind – entweder bei Kontrollen oder bei der Vernehmung anderer Personen.

Diese Befragungen haben unter anderem in Katterbach und im Haus Pohle in Schildgen statt gefunden. Keine dieser Personen wurde bisher vorgeladen oder festgenommen. Die Kölner Polizei erteilt dazu keine Auskunft.

Flüchtlinge distanzieren sich

Die Überfälle in Köln sind in den Unterkünften ein großes Thema, viele Flüchtlinge sind entsetzt und befürchten negative Reaktionen der Bevölkerung, berichten ehrenamtliche Betreuer. Eine Gruppe von Flüchtlingen vor allem aus Syrien in den Unterkünften in Refrath und Frankenforst will sich am Freitag auf dem Wochenmarkt in Refrath der Diskussion stellen und sich von den Taten distanzieren.

Die Gruppe „Die Syrer in Bergisch Gladbach” beteiligen sich an der Kundgebung „Syrische Flüchtlinge sagen Nein zu den Übergriffen von Köln!” am Samstag vor dem Dom.
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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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13 Kommentare

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  1. Ich heiße Angela Nölke und finde den Bericht über die Taten der Flüchtlinge sehr gut. Aber er zeigt, dass die Flüchtlinge in der Mehrzahl nicht böse sind. Jeder Flüchtling der etwas Böses tut sollte aber bestraft werden. Angemessen der Tat. Aber man muss auch berücksichtigen,, was sie erlebt haben.

  2. Danke für den objektiven Artikel, Herr Walzlawek! Leider wird die meisten Leute, die grundsätzlich gegen Fremde sind, auch das beste Argument nicht überzeugen und die eigene Meinung hinterfragen.

  3. Füchtlingskriminalität: Ich finde den Watzlawek Artikel sehr hilfreich und als gute Hilfe, sich eine faktenbasierte Meinung zu bilden.
    Selbst wenn die Kriminalitätsrate bei Migranten aus verschiedensten Gründen höher sein sollte als in der Durchschnittsbevölkerung, sollten wir extrem vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen. Wenn die Zahl der Flüchtlingsbedingten Einsätze und Anzeigen bei 1% liegt, ist unser Polizei-System offensichtlich noch nicht überfordert. Trotzdem muss natürlich jeder Einzelfall bedauert und verfolgt werden und es werden sicher noch weitere Vorfälle folgen. Eine Forderung nach kompletten Aufnahmestop für GL darf man daraus nicht ableiten. Irgendwann ist natürlich eine Grenze erreicht, die von der Politik und der Verwaltung definiert werden muss. Aber in sozialen Netzenzu suggerieren, dass die meisten Flüchtlinge kriminell seien, ist Volksverhetzung. Für eine sachliche Diskussion brauchen wir diese ungeschönten Zahlen der Polizei und es wird ja m.E. auch nichts Relevantes zurückgehalten.
    Bitte weiter so mit dieser Art der Berichterstattung!

  4. @Barricada Danke für ihre Nachfrage, sonst hätte ich wohl nicht noch einmal bei der Polizei darauf gedrängt, nach den Zahlen zu forschen. Wie sich nun herausgestellt hat lag es an den Zugangsrechten der Pressestelle zur Datenbank, die eine Aussage verhinderte. Doch jetzt liegen die offiziellen Zahlen vor:

    Einsätze der Polizei im 2. HJ 2015 für das Stadtgebiet Bergisch Gladbach: 9920
    Davon Einsätze mit einem Flüchtlingsbezug: 69

    Anzeigen für das 2.HJ 2015 für das Stadtgebiet Bergisch Gladbach: 5570
    Davon Anzeigen mit Beteiligung von Flüchtlingen: 72

  5. @Barricada In der Tat handelt es sich bei 69 und 72 um absolute Zahlen, denen eine aussagekräfte Bezugsgröße fehlt. Leider war die Polizei gestern nicht in der Lage, diese Zahlen zu ermitteln – das habe ich nun wiederholt erläutert. Wörtlich heißt es im Text:
    „69 Einsätze, 72 Anzeigen in sechs Monaten – ob das viel oder wenig ist, müssen Sie selbst beurteilen.“
    Außerdem habe ich die Pressestelle der Polizei noch einmal gebeten, die Gesamtzahl herauszufinden, wie auch immer.

  6. @Watzlawek
    Ich arbeite täglich mit Datenbanken. Und wenn ich dort eine Teilmenge X aus einer Gesamtmenge heraus betrachte, dann kann ich diese Gesamtmenge auch stets bennen. Wenn das bei der Polizei offensichtlich nicht der Fall ist, müssen Sie das schon entsprechend erläutern.

    Es ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass die Zahl von 72 Anzeigen keine Bezugs- sowie keine Vergleichsgröße besitzt und damit auch überhaupt keine Aussagekraft.

  7. @Barricade. Nein, nicht logisch. Haben Sie schon einmal eine Datenbankabfrage gemacht? Von allen Anzeigen im 2. Halbjahr in der Datenbank der Polizei stehen 72 mit Flüchtlingen in Zusammenhang. Die Polizei kann nach eigenen Angaben die Gesamtzahl nicht in der Datenbank ermitteln, sie ist aber weit höher. Dafür spricht auch die Plausibilität: 200 Anzeigen innerhalb von sechs Monaten in einer Stadt mit 110.000 Einwohner? So ruhig ist Bergisch Gladbach nun auch wieder nicht.

  8. Sehr geehrter Herr Watzlawek,

    Ich merke schon: Sie möchten hier krampfhaft etwas darstellen, was diese Zahlen einfach nicht hergeben.

    Wenn das Auswertungstool der Polizeipressestelle aus technischen Gründen nur 200 Anzeigen ausgibt und 72 davon auf Flüchtlinge entfallen, ergibt das natürlich 30%.

    Denn dann ist nicht nur die tatsächliche Gesamtzahl aller Anzeigen viel höher, sondern auch die Zahl der auf Flüchtlinge entfallenden Anzeigen.

    Logisch, nicht wahr?

  9. Sehr geehrte „Barricada“, da haben sich offenbar ein paar Missverständnisse eingeschlichen.

    Zum Thema Schlüsselwörter: Diese Passage bezieht sich auf Vorfälle, die so gravierend sind, dass Pressemitteilungen dazu herausgegeben werden. Die Kriterien dafür sind im Text genannt. Unabhängig davon geht jeder Einsatz, jede Anzeige, egal wie bedeutend, in die Statistik ein. Daher bildet die Zahl 69 die vollständige Zahl der Einsätze im Zusammenhang mit Flüchtlingen ab.

    Zu den 72/200 Anzeigen: Die Gesamtmenge der von der Polizei in Bergisch Gladbach aufgenommenen Anzeigen im 2. Halbjahr beträgt nicht 200 – sondern ein Vielfaches davon. Das Auswertungstool der Polizeipressestelle zeigt aber aus technischen Gründen nur 200 Anzeigen an. Das ist im Text auch erläutert. Dass 30 % der Anzeigen auf Flüchtlinge entfallen ist also falsch.

    Im konkreten Fall Bergisch Gladbach gibt es belastbare Fakten. Das Bild ist natürlich nicht vollständig, lässt aber eine sachliche Beurteilung zu. Wenn Sie die Fakten (wenigstens die, die verfügbar sind) lieber ignorieren wollen, ist das Ihre Sache.

  10. Es mag ja sein, dass hier ein Faktencheck abgebildet wird. Allerdings sollte man sich auch genau anschauen, mit welchen Fakten bzw. Daten hier jongliert wird um zu dem offensichtlich gewollten Ergebnis zu gelangen, Flüchtlinge seien nicht krimineller als Inländer.

    So wird etwa schon im Text genannt, dass die Polizei Schlüsselwörter wie „Notunterkunft“ etc. nur nennt, wenn es für den Sachverhalt von Bedeutung ist. Das dürfte wohl auf die allerwenigsten Einsätze zutreffen – oder ist die Nationalität bei einem „gewöhnlichen“ Diebstahl, Einbruch oder einer Körperverletzung von Bedeutung? Wohl kaum. Die Zahl von 69 Einsätzen im Zusammenhang mit Flüchtlingen kann daher nur einen Bruchteil der tatsächlichen Zahl abbilden und ist völlig Nichtssagend.

    Das selbe gilt für die Anzahl der Anzeigen – was sagt mir diese, wenn hier Fälle auch mehrfach abgebildet werden oder schon das Stellen eines Asylantrags eine solche auslöst? Im Text lese ich von 72 Anzeigen im Zusammenhang mit Flüchtlingen – aus einer Gesamtmenge von 200. Wenn ich die Zahlen als belastbar betrachten würde (was ich wie gesagt nicht mache) könnte man ja eher zu gegenteiligem Ergebnis kommen: 72 von 200 – über 30% aller Anzeigen stehen im Zusammenhang mit Flüchtlingen.

    Was ich damit sagen möchte: Mit diesen Fakten lässt sich keine Aussage darüber treffen, ob Flüchtlinge nun außergewöhnlich kriminell sind oder nicht. Das Problem liegt in der Erfassung der Daten, weil nicht jedes Ereignis im Zusammenhang mit Flüchtlingen auch als solches gekennzeichnet wird. Vermutlich muss es das auch nicht – denn ein Einbruch bleibt ein Einbruch, egal ob er von einem Flüchtling, EU-Ausländer oder von einem Inländer begangen wurde.

    Das fehlen belastbarer Daten führt aber nun mal auch dazu, dass die Aussagen befreundeter Polizisten, Nachbarn etc dann doch wieder die glaubwürdigste Quelle darstellen. Deshalb sollte man auch solche Artikel besser unterlassen – die Presse hat in den letzten Wochen und Monaten schon genug Vertrauen verspielt.

  11. Die Probleme der DDR2.0 sind dieselben wie beim Original. Dass man sich darüber wundert ist für einen ehemaligen DDR Bürger nicht wirklich verwunderlich.
    Jeder klardenkende Mensch würd erwarten dass bspw. der Häuptling der Bullen immer auch selbst ein Bulle sein sollt. Ist irgendwie ein Gebot von Qualität. Nein weit gefehlt. In der DDR2.0 wird Polizeipräsident wer ein Parteibuch hat. Natürlich eins aus dem Zentralkomitee. Schließlich geht es längst nichtmehr darum wer der beste ist und den Job am besten macht, schließlich ist Recht und Ordnung, dessen durchsetzen, keine Parteiideologische Frage in einem „Rechts Staat“ . Nein es geht darum wer einem Politisch gewogen ist und beim Rechtsbruch und dem durchsetzen parteiideologischer Zielsetzungen von oben herab behilflich ist bzw. beim Vertuschen unangenehmer Tatsachen.
    Das nunmehr niemand mehr Vertrauen hat in irgendeine Institution war auch das Hauptproblem der Sozis in der Original DDR. Bald drauf ist dann seinerzeit der Laden auseinandergeflogen. :-))

  12. Das mag jeder selbst beurteilen. Der Originaltext (der verlinkten) Polizeimeldung lautet:
    „Als sie den 18-Jährigen auf das bestehende Rauchverbot hinwies, flog ihr schon im Eingangsbereich des Schlafsaals die erste Krücke entgegen.Davon unbeeindruckt, setzte die 30-Jährige Bergisch Gladbacherin das Gespräch fort und wurde bei einer Drehbewegung des 18-Jährigen mit ausgestreckter zweiter Krücke erneut fast getroffen. Daraufhin informierte die Bergisch Gladbacherin die Polizei, die eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung aufnahm.“