Rathaus Bensberg. Foto: Markus Ruhkiek

In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr hat die Stadtverwaltung am Dienstag über den Sachstand einiger Großprojekte informiert. Anschließend traf der Ausschuss einige Entscheidungen, zum Beispiel in Sachen Straßenquerung in Romaney:

Die Sanierung der Schulen läuft weitgehend im Plan. Bei den Otto-Hahn-Schulen wird derzeit eine parallele Containerschule aufgebaut. Allerdings fehlen noch die (angemieteten) Container für die Naturwissenschaften und die Sanitäranlagen. Daher gebe es eine Verzögerung, der Umzug werde nicht wie geplant in den Herbstferien sondern erst in der Weihnachtszeit erfolgen; die Sanierung beginne direkt danach, berichtete Ko-Dezernent Bernd Martmann. Beim NCG seien die statischen Nachweise inzwischen erbracht (obwohl es dazu keine Unterlagen mehr gab), soweit laufe alles nach Plan. Derzeit prüfe die Verwaltung, ob der alte Nordwest-Trakt saniert oder ganz abgerissen wird.

Das Projekt Handy-Parken steht kurz vor der Testphase. Fünf Unternehmen haben sich für den Betrieb beworben, am 12. Juli soll ein Probelauf beginnen, berichtete Kämmerer Jürgen Mumdey.

Die Baustellen im Rahmen des Projektes „Strunde hoch vier” laufen derzeit in vier Losen gleichzeitig, nachdem die Belkaw nun endlich alle vorbereitenden Bauarbeiten abgeschlossen hat, berichtetet der Geschäftsführer des Strundeverbands Martin Wagner. Allerdings habe es aufgrund der mehrfachen Verschiebungen auf Seiten der Belkaw und der Schadstofffunde an der Schnabelsmühle Verzögerungen und Umstellungen der Planungen gegeben. Insgesamt werde das 24-Millionen-Euro-Projekt nach derzeitigem Stand 1,57 Millionen Euro teurer. Einen Teil hofft der Strundeverband, von der Belkaw einklagen zu können. Der gesamte Zeitplan sei nicht in Gefahr.

Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung hat gleich auf zwei Seiten der Wirtschaftlichkeitsberechnung gravierende Änderungen erfahren, berichtete Mumdey. Nach der Ausschreibung des Projektes habe sich herausgestellt, dass die Kosten um einen Millionenbetrag höher liegen, als zunächst gedacht. Allerdings seien auch die Einsparungen durch die modernen Lampen noch viel höher, als ursprünglich erwartet. Die Wartungskosten seien dagegen um 20 bis 30 Prozent niedriger Daher lohne sich das Projekt noch mehr als erhofft.

Bei der Behandlung des Regenwassers befindet sich die Stadt mit Bezirksregierung und Kreis im Clinch. Die von der Stadt bevorzugte und eigentlich auch von der Bezirksregierung vorgesehene dezentrale Versickerung wird nun beanstandet. Daher will die Verwaltung einen Kompromissvorschlag erarbeiten, wonach es in den weniger stark verschmutzten Gebieten bei der dezentralen Lösung bliebt und nur in stark verschmutzten Zonen eine teurere Lösung im Rahmen eines Versuchsprojektes geprüft wird.

Auf ein behindertengerechtes Rathaus müssen die Bürger weiter warten. Ein entsprechende, variantenreicher Vorlage wurde erneut zur Überprüfung vertagt, die Fraktion „Die Linke mit Bürgerpartei GL”, vertreten durch den sachkundigen Bürger Ramin Farzanehfar (BPGL) fügt eine weitere Variante in Form eines Außenaufzuges an der Giebelseite hinzu. Der Vertreter des Inklusionsbeirates drängte den Ausschuss, in der nächsten Sitzung endlich einen Beschluss zu fassen.

Ein Vorschlag der Grünen, sich einer Forderung von Gemeinden der Grenzregion gegen das Atomkraftwerk im belgischen Thiange anzuschließen wurde nach ausführlicher Debatte über Sinn und Unsinn solcher Resolutionen an den Rat weiter gereicht. Dafür stimmten die Grünen, die Mehrheit der CDU-Vertreter, die SPD und Linke/BPGL. Dagegen waren Teile der CDU und die FDP.

Eine Fußgängerquerung an der B 506 in Romaney in Form einer Verkehrsinsel wurde einstimmig gebilligt. Selbst eine Bedarfsampel sei nicht ausgeschlossen. Nach einer Ortsbesichtigung kamen Verwaltung und Ausschuss (plötzlich) zur Erkenntnis, dass es dort zwar sehr, sehr wenige Fußgänger geben, für diese die Überquerung aber zu gefährlich sei. Für die SPD wies Michael Zalfen darauf hin, dass die Überquerung der Alten Wipperfürther Straße in Höhe des Vogelherdes ebenso gefährlich sei, das Fußgängeraufkommen (auch von Schülern) deutlich größer sei – und dennoch etliche Vorstöße bislang gescheitert seien.

Das war’s. Die gesamte Tagesordnung und alle Vorlagen finden Sie hier.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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