Ein Ford Mondeo Hybrid mit noch ausladender Technik, die aber bald kleiner werden wird. Quelle: Ford

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Autoexperte Markus Lüttgen, Ford Lüttgen, Bergisch Gladbach

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Ab und zu macht es Spaß, einen Blick in die Zukunft zu werfen, obwohl ich natürlich keine funktionierende Glaskugel besitze. Es gibt aber einige Trends und Entwicklungen, die Hinweise darauf geben, wie wir in Zukunft mobil sein werden.

Ein spannendes Thema bleibt auf der einen Seite die Frage nach dem Antriebskonzept, das sich künftig durchsetzen wird. Denn es ist immer noch nicht ausgemacht, dass es Elektromotoren sein werden, die uns demnächst fortbewegen.

In Sachen Elektroantrieb wird kräftig investiert

Zwar deuten viele Indikatoren auf dieses Konzept. Aber im Markt ist es – zumindest in Deutschland – heute noch nicht so recht angekommen. Obwohl Deutschland mit 24.667 öffentlichen Ladestationen die zweitbeste Infrastruktur für Elektroautos in Europa hat (laut European Alternative Fuels Observatory EAFO) und obwohl es seit Mai eine staatliche Zulassungs-Prämie gibt, ist der Markt für reine Elektrofahrzeuge rückläufig: So sanken die Zulassungen (Stand November 2016) im Markt für reine Elektroautos um 3,5 Prozent auf 10.076 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In anderen Ländern wie Norwegen und China sieht es hingegen deutlich anders aus. Man darf gespannt sein, was sich in dieser Hinsicht tut. Die Industrie hat auf jeden Fall schon neue Investitionen angekündigt.

Unser Partner Ford z. B. arbeitet mit einigen anderen deutschen Automobilherstellern am Ausbau des Schnell-Ladestationen-Netzes, den so genannten Power-Chargern, an deutschen Autobahnen. Ebenso hat Ford für die nächsten vier Jahre 17 Modelle angekündigt, die elektrisch oder teilelektrisch (Hybridfahrzeuge) betrieben werden.

Das nächste große Ding

Die Automobilindustrie arbeitet zudem schon am nächsten großen Ding: Das autonome Fahren kommt auf uns zu! Und ganz ehrlich: Das finde ich technisch noch viel spannender als die Frage des Antriebes!

Viele Hersteller beschäftigen sich sehr intensiv mit diesem Thema und ich glaube, dass unser Partner Ford ganz vorn dabei ist.

Ein Ford Mondeo Hybrid mit noch ausladender Technik, die aber bald kleiner werden wird. Quelle: Ford

In einer eigens errichteten Test-Stadt in den USA sind Ford-Fahrzeuge schon ohne Fahrer unterwegs. Bereits für 2017 sind Praxistests für autonom fahrende Fahrzeuge auf Europas öffentlichem Straßennetz angekündigt und Ford geht davon aus, dass schon im Jahr 2021 ein Fahrzeug serienreif (!) sein wird.

Ich bin von dieser Entwicklung ebenso überzeugt wie begeistert. Unsere Nutzung von Fahrzeugen wird sich dadurch drastisch verändern.

Sicherlich sind noch viele Rahmenbedingen zu setzen und viele Dinge zu klären, z. B. wie es sich bei einem Unfall verhält. Braucht man noch eine Versicherung oder ist der Hersteller aus der Produkthaftung für mögliche Schäden verantwortlich?

Und es stellen sich obendrein ethische Fragen, die der Mensch dem dann fahrenden und entscheidenden Computer einprogrammieren muss. Einer der meist angewandten Kritikpunkte ist: Das autonom fahrende Fahrzeug erkennt, dass ein Zusammenprall nicht mehr zu vermeiden ist. Nun muss es aber die Entscheidung treffen, ob es nach links ausweicht, wo es eine junge Familie treffen wird oder nach rechts, wo ein älterer Herr steht. Der Computer wird immer die Entscheidung treffen, die der Mensch ihm für diesen speziellen Fall einprogrammiert hat.

Wie hätten Sie sich entschieden? Und wie, wenn Sie erkannt haben, dass der älterer Herr auf dem Bürgersteig an der Ampel wartet, während die Familie vorschriftswidrig bei Rot die Kreuzung überquert? Es gibt noch viele spannende Fragen dieser Art, die es zu beantworten gibt.

Vor- und Nachteile, beide werden auf uns zukommen. Mir fallen beim Thema autonomes Fahren folgende Punkte ein.

  • Menschen, die wegen eines Handicaps nicht (mehr) am Straßenverkehr teilnehmen können, werden mit dieser Technologie wieder mobil und nehmen aktiver am gesellschaftlichen Leben teil.
  • Und wäre es nicht schön, wenn man sich nach einem netten Abend (und möglicherweise dem einen oder anderen Glas Wein oder Bier) von seinem Auto sicher nach Hause fahren lassen könnte.
  • Die Technik wird künftig die Unfallzahlen drastisch reduzieren können, denn meist ist der Faktor Mensch die Unfallursache. Eine weitere Komponente: Die Fahrzeuge werden künftig untereinander kommunizieren und vor Gefahren wie Glatteis warnen.
  • Über ein zentrales Verkehrsinformationssystem werden die Verkehrsströme optimal gelenkt. Automatisch angepasste Geschwindigkeiten und terminierte Fahrten können Staus vermeiden helfen und Fahrzeiten verkürzen.
  • Möglicherweise werden künftig mehr Autos geteilt als gekauft. Denn wenn ein Auto selbst fährt, kann man es auch zum Standort „rufen“ – diese Vorstellung gefällt mir als Autohändler natürlich nur bedingt – ebenso wenig, wie ganz sicher, den Taxifahrern

Schöne neue Welt? Gerne würde ich zu diesem Thema Ihre Meinung erfahren und auch diskutieren. Ich möchte Sie gerne anregen, Ihre Meinung zu diesem Thema an mich zu senden.

  • Wie beurteilen Sie diese Technik?
  • Welche praktischen Anwendungen sehen Sie?
  • Erkennen Sie Gefahren oder Risiken?

Auf unserer Facebook-Seite freuen wir uns auf eine lebhafte Diskussion zu diesem Thema, zu der ich Sie gerne einlade. Sie können mir Ihre Anregung auch gerne per E-Mail senden, dann stelle ich Ihren Kommentar anonym ins Forum.

Bis zum nächsten Mal, Ihr Markus Lüttgen

Das Autohaus Lüttgen in Bergisch Gladbach

Das Autohaus Lüttgen wurde 1928 vom Bergisch Gladbacher Huf- und Wagenschmied Jean Lüttgen als einer der ersten zehn Fordhändler in Deutschland gegründet. Heute führen seine Enkel Markus und Michael Lüttgen das Unternehmen mit knapp 40 Mitarbeitern. Vor 87 Jahren ging das Unternehmen die mutige Verpflichtung ein, mindestens vier „Motorwagen“ im Jahr abzunehmen. Derzeit verkauft Lüttgen mehr als 800 Neu- und Gebrauchtwagen jedes Jahr.

Odenthaler Str. 153, 51465 Bergisch Gladbach
Website, Facebook, Mail: service@luettgen.de

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Markus Lüttgen

geboren 1968, hat in Köln Betriebswirtschaftslehre studiert und ist verheiratet. Seit 1994 arbeitet er im Familienunternehmen Autohaus Lüttgen, seit 1998 in verantwortlicher Position. Sein Auto ist ein Ford Mustang, rot.

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