Das Loch mitten in der Fußgängerzone wurde am Mittwoch wieder geschlossen, die große Baustelle direkt in der Kreuzung der Buchmühlenstraße besteht weiter – und soll „hübsch gemacht” werden.

Die Zusage von Strundeverband und Stadt, die Baustelle an der Buchmühle bis zum Weihnachtsgeschäft abzuräumen, ist hinfällig. Statt dessen sollen Zäune und Betonsilo weihnachtlich dekoriert worden. 

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Bislang hatte der Bauherr gegenüber den anliegenden Geschäften immer wieder betont: bis zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes werden alle Bauzäune und Behinderungen auf der Hauptstraße vor dem Forumpark abgebaut, nur hinter dem Reisebüro in der Gasse hinter dem Reisebüro werde noch bis in den Januar hinein gebaut. 

Diese Zusage nahm Martin Wagner, Geschäftsführer des Strundeverbands, jetzt zurück. Leider sei das aus bautechnischen Gründen nicht möglich, sagte er im Aussschuss für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr am Donnerstag. Die Hauptstraße werde nicht komplett frei.

Stadt und Strundeverband wollten die Baustellen sowie den Betonsilo „weihnachtlich gestalten”. Außerdem werde derzeit noch geprüft, ob der Fußweg von der Hauptstraße zur Buchmühle wieder eingerichtet werden könne. Das sei eine Kostenfrage. 

In einer am Nachmittag verschickten Presseerklärung des Strundeverbands heißt es lapidar:

„Die Baustelle an der Ecke Hauptstraße/Buchmühlenstraße soll für Weihnachten schön gemacht werden. Dazu gab es jetzt mehrere Abstimmungsgespräche von „Strunde hoch vier“ mit den ansässigen Händlern und Gastronomen. Aus logistischen Gründen kann die Baustelle nicht komplett zurückgebaut werden. Deshalb soll das eigentliche Baufeld so klein wie möglich gehalten werden. „Strunde hoch vier“ prüft zurzeit verschiedene Optionen, die Zäune optisch ansprechend und weihnachtlich zu gestalten”

Vor allem die Geschäfte, das Café und die VHS in der Buchmühle leiden. 

Vor allem an der Buchmühle leiden die Geschäfte, das Café Laurentius und auch die VHS massiv. In den vergangenen Monaten hatte bereits ein gerade erst geöffnetes Geschäft für Reinigungsbedarf geschlossen, eine weitere Geschäftsschließung ist bereits beschlossene Sache, das Café hat seine Öffnungszeiten weit zurück gefahren. 

Gewerbemieter rund um die Baustelle sind längst verbittert; seit fünf Jahren, seit dem Beginn der Regionale 2010, sei die Buchmühle von Baustellen umzingelt. Auf Anträge auf eine Entschädigung habe es bislang keine Antworten gegeben, sagt ein Vertreter. 

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Bauarbeiten am Tunnel an der Gohrsmühle sollen noch in diesem Monat abgeschlossen werden; dann kann auch die Umleitung zwischen dem Kriescher Kreisel und dem neuen Turbokreisel aufgehoben werden.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Die Stadt sollte an der Hauptstraße/Ecke-Buchmühle-Baustelle am Baukran noch ein Musikbeschallung mit dem Weihnachtslied “last Christmas” in “Dauerschleife” ab dem 1. Adventswochenende anbringen und laufen lassen. Hiermit würde sich der “Ärger der Anwohner und der Bergisch Gladbacher Bürger” noch etwas steigern lassen….. und man hätte von Seiten des Strundeverbandes dann auch ein “ruhigeres Gewissen” wirklich das maximale für die Geschäftsleute im Laurentiusviertel getan zu haben….