Dorothee Wasmuth ist die jugendpolitische Sprecherin der FDP

Vorausschauende Konzepte und eine dynamische belastbare Bedarfsermittlung für eine ausreichende Kinderbetreuung – das fordern und beantragen die Freien Demokraten im Sinne der betroffenen Eltern in unserer Stadt wiederholt seit nunmehr einem Jahr.

Erhebliche Defizite im Bereich der Kinderbetreuung sind in Bergisch Gladbach offensichtlich, dies betrifft neben der Bedarfsermittlung und sinnvoller Planung auch die Transparenz der Platzvergabe.

Die Stadt reagiert auf Beschwerden betroffener Eltern mit den immer gleichen Argumenten: Wir arbeiten sehr intensiv an Lösungen. Wir haben ja schon einiges verbessert. Die Freien Demokraten sind der Meinung, das allein reicht nicht!

Die Stadt hat nur unzureichende Daten zum Bedarf für Betreuungsplätze. Ein sinnvolles Prognoseverfahren ist nicht etabliert worden. Hier sind andere Kommunen bereits deutlich weiter.

Es ist für uns angesichts der demografischen Entwicklung mit Anstieg der Geburtenrate und Flüchtlingszuzug unverständlich, dass auch noch immer kein Schulentwicklungsplan vorliegt. Dieser soll nun bis Ende 2018 erarbeitet werden – „Mit Hochdruck“ klingt anders!

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen wird angesichts einer Familienrealität mit zwei Erwerbstätigen weiter steigen. Damit ist die logische Konsequenz, dass es nach einem Kindergartenplatz auch einer weiteren Versorgung mit einem OGS-Platz bedarf.

Insbesondere dieses Themas hat sich die Stadt in den letzten Jahren nicht mit der notwendigen Stringenz angenommen. Statt proaktiv anzupacken wurde nur unzureichend auf den Bedarf an OGS-Plätzen reagiert und auf die im Landesvergleich hohe Versorgungsquote verwiesen.

„Was nützt den Eltern, die wegen eines fehlenden OGS-Platzes ihre Berufstätigkeit einschränken müssen, die Statistik“, fragt der FDP-Fraktionsvorsitzende Jörg Krell. „Was für sie zählt, sind die Ergebnisse. Und die sind noch immer unzureichend.“

Ebenso stiefmütterlich wird die Transparenz bei der Platzvergabe behandelt. Bergisch Gladbach ist weit entfernt von z. B. einem Punktekatalog, mit dem man Anträge gewichten könnte, wie ihn andere Kommunen bereits nutzen.

Die Freien Demokraten sind diese Herausforderung nun konstruktiv angegangen. Auf Initiative unserer jugendpolitischen Sprecherin Dorothee Wasmuth und der FDP-Fraktionsvorsitzenden im Kreis haben wir uns nicht nur mit Eltern sondern auch mit Kinderbetreuungsanbietern und den zuständigen Ausschussvertretern kreisweit zusammengesetzt. Andere Kommunen unseres Kreises und auch über den Kreis hinaus sind bei der Lösung der Problematik deutlich vorausschauender und kreativer unterwegs als die Stadt Bergisch Gladbach.

„Wir haben die Knackpunkte in der Diskussion um fehlende Kinderbetreuungsplätze herausgearbeitet und kreative praktikable Lösungsansätze zusammengetragen“, so Dorothee Wasmuth.

Den entsprechenden Antrag werden die Freien Demokraten in die nächste Ratssitzung einbringen.

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FDP

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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