Der Stadtelternbeirat lädt erneut zum Stammtisch ein. Vor allem diejenigen Eltern, die bei der „Verlosung” der OGS-Plätze leer ausgegangen sind. Sie sollen sich austauschen und vernetzen – und alternative Betreuungsideen entwickeln.

Der Stammtisch findet unter dem Titel „Glückslos OGS-Platz – was tun, wenn er fehlt?“ am Dienstag, den 8. Mai 2018, ab 20 Uhr statt. Die Eltern sollen sich in einer lockerer Runde im Wirtshaus am Bock austauschen können, schreibt die Elternbeiratsvorsitzende Michaela von Nocks in einer Mitteilung.

Das Thema bleibe brisant, weil wie in den vergangenen Jahren würden auch im kommenden Schuljahr viele Plätze in den Offenen Ganztagsschulen fehlten. Das sei ein großes Problem für betroffene Eltern: „Während die Kinder im Kindergarten bis in den Nachmittag hinein betreut werden, endet die Betreuung mit Eintritt in die Grundschule oftmals bereits am späten Vormittag, eine Uhrzeit, die noch nicht einmal mit einer Teilzeitstelle kompatibel ist.”

Da es bislang keinen Rechtsanspruch auf eine längere Betreuung gibt, müssten Eltern, die leer ausgegangen sind, nun eigene Lösungen finden. Dabei soll der Austausch am Stammtisch helfen – mit dem Ziel, „sich gegenseitig zu unterstützen und alternative Betreuungsideen zu entwickeln”.

Eine Vertreterin des Jugendamts werde während des Stammtischs für Fragen zur Verfügung stehen.

Außerdem können sich die Eltern auf der Facebook-Seite „Ohne OGS in Bergisch Gladbach“ austauschen.

Nachdem das Bürgerportal im Juli 2017 einen ersten Stammtisch zum Thema angeboten hatte war der Elternbeirat im November mit einer eigenen Veranstaltung gefolgt, die nun wiederholt werden soll. 

Auch die lokalen Parteien beschäftigen sich mit dem Thema. Die SPD lädt an diesem Dienstag (17.4., 20 Uhr) zu einem „öffentlichen Fachgespräch zu Kitas, Kindertagespflege und Offenen Ganztagsgrundschulen” im Bürgerzentrum Steinbreche in Refrath ein.

Dort hält Sabine Floßdorf, Referentin Kinder und Jugend im AWO Bezirksverband Mittelrhein, einen Vortrag zum Thema „Gesellschaftliche Bedeutung frühkindlicher Bildung“. Anschließend nimmt Frank Stein, Kämmerer und Jugenddezernent, mit einem Referat unter Überschrift „Kitas, Kindertagespflege und OGS in Bergisch Gladbach: Stand und Perspektiven“ Stellung. 

Die FDP hat gerade zum wiederholten Mal „vorausschauende Konzepte und eine dynamische belastbare Bedarfsermittlung für eine ausreichende Kinderbetreuung” gefordert (siehe unten). 

Weitere Beiträge zum Thema:

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Warum ist es in nahezu allen Bundesländern möglich, sich Plätze zu teilen? Viele Familien benötigen z.B. 2 Tage oder 3 statt 5.
    Und warum geben in meinem Umfeld Familien ihre Kinder in die OGS obwohl sie zuhause sind und andere betreuen mit Großeltern/Kinderfrauen usw. weil sie arbeiten müssen/wollen. Wer überprüft die Notwendigkeit??