Christian Buchen

Die CDU-Stadtratsfraktion setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass die neuralgischen Problembereiche im Straßenverkehr in Bergisch Gladbach sorgfältig erfasst und lösungsorientiert behandelt werden. Dazu hat die CDU einen Verkehrs-Check entwickelt und mit der SPD einen Antrag eingebracht.

„Unsere Fraktion ist dabei, in allen Stadtteilen die Stausituationen und andere Verkehrsprobleme zu analysieren; dabei setzen wir auch auf die derzeit laufende Bürger-Befragung ‚Verkehrs-Check‘ unserer Stadt-Partei und erwarten belastbare Erkenntnisse aus dieser Erhebung“, betont der stellvertretend Fraktionsvorsitzende Christian Buchen, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr (AUKIV) ist.

„Wir brauchen für das gesamte Stadtgebiet eine verlässliche Darstellung und Priorisierung der Verkehrssituation, damit rascher als bisher in Sachen Verkehr gehandelt werden kann“, unterstreicht Buchen. Darauf sei auch der im AUKIV kürzlich verabschiedete gemeinsame Antrag an die Verwaltung der kooperierenden Fraktionen von CDU und SPD ausgerichtet.

Schon jetzt werde deutlich, dass für Problemstrecken etwa an der Stationsstraße am Bus- und S-Bahnhof oder für bestimmte Kreuzungsbereiche und Straßenzüge in Paffrath, Schildgen, Refrath, Herkenrath und Bensberg dringender Handlungsbedarf bestehe, so Buchen.

Thomas Hartmann

Auch Thomas Hartmann, Vorsitzender der Bergisch Gladbacher CDU, spricht sich dafür aus, die Entzerrung des Straßenverkehrs an diesen und weiteren Stellen im Stadtgebiet zur Schwerpunktaufgabe zu machen. „Die Resonanz auf unsere Aktion ‚Verkehrs-Check“ ist bemerkenswert. Ich kann jetzt schon sagen, dass die bis Ende April laufende Bürgerbefragung viele Aussagen über die neuralgischen Punkte liefern wird“, betont Hartmann.

Die Stadt-CDU hatte für diese Aktion rund 5.000 Flyer verteilt. Eine eigene Internet-Seite informiert ebenfalls über diese CDU-Initiative. Sie steht noch bis Ende April für alle Bürgerinnen und Bürger offen.

„Gefahrloses und faires Miteinander“

Die CDU-Politiker plädieren dafür, dass „mit Elan an einem klugen Verkehrsmix“ gearbeitet werden sollte.

Dazu gehören, wie der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hermann-Josef Wagner, ausführt, der vollständig zweigleisige Ausbau der S-Bahn-Verbindung nach Köln, die weitere Taktverdichtung des ÖPNV, die Schaffung eines geschlossenen Fahrradwegenetzes sowie sichere Bürgersteige und Überwege für Fußgänger.

Die erfolgte Teilöffnung der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone für den Radverkehr sollte als Chance begriffen werden. Die Politik habe bei einer solchen Maßnahme an alle Beteiligten – Kinder, Erwachsene, alte und behinderte Menschen sowie die Fahrradnutzer – zu denken, bekräftig Wagner.

Er fügt hinzu: „Wir werden die Situation genau im Blick halten, um in einem Jahr zu entscheiden, ob ein gefahrloses und faires Miteinander in der Fußgängerzone möglich ist oder nicht.“

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2 Kommentare

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  1. “Besser spät als nie”, ist man geneigt, zu bemerken. Andererseits gibt es diese leidvolle Vergangenheit, die der Bevölkerung aufgezwungen wird, weil nichts, aber auch gar nichts geschieht. Seit 30 Jahren streitet man über den Bahndamm, der, schnell zur Straße umgebaut, heute vielleicht Entlastung für die Innenstadt bringen würde, aber auch nur für die. Alle an die Innenstadt grenzende Gebiete hätten von dieser Entlastung nichts, im Gegenteil. Bis heute ist der Bahndamm ein Streitpunkt, umkämpfter denn je, nicht entlastend wie nie, für motorisierten Individualverkehr völlig ungeeignet.

    Wie viele Foren gaben es schon, wie viele “runde Tische”, Nachbar-, Kreis-, Regional- und überregionale Konferenzen, die sich jahrelang schon mit dem Thema Verkehr befassten und befassen. Ergebnis: NULL ! ! !

    Immer neue Politiker möchten sich mit diesem Thema profilieren, alle sind gescheitert. Nun werfen die Herren Buchen und Hartmann ihre Hüte in den Ring. Wenn die ebenso lange konferieren wie das bisher geschah oder gar 30 Jahre diskutieren, dann armes Bergisch Gladbach.

  2. Die Probleme sind bekannt, aber die Lösungsideen bisher viel zu zaghaft. Ohne wirklich leistungsfähige Radwege und einen Ausbau des Schienennetzes wird sich an der Verkehrssituation in Gladbach wenig ändern lassen. Was wäre naheliegender als eine Straßenbahn auf dem alten Bahndamm – und wann kommt die Verbindung nach Schildgen und Odenthal?