Die drei Rad- und Verkehrsverbände in Bergisch Gladbach werten die Absage des Runden Tischs durch die Verwaltung als Beleg, dass die Stadt über unverbindliche Absichtserklärungen nicht hinaus kommt.

Das für den heutigen Dienstag geplante Treffen des „Runden Tisches Fahrradfreundliches Bergisch Gladbach” findet nicht statt. Als Fahrrad- und Verkehrsverbände sehen wir die erneute Absage durch die Stadtverwaltung mit Unverständnis, nachdem bereits der letzte Termin im April kurzfristig gestrichen wurde.

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Wir haben den Eindruck, dass der politische Wille in unserer Stadt für mehr als unverbindliche Absichtserklärungen pro Radverkehr nicht ausreicht. Sobald Dinge konkret geplant und beschlossen werden sollen, geht es nur im Schneckentempo voran – oder gar nicht, so wie jetzt.

Der „Runde Tisch” wurde Ende 2017 ins Leben gerufen, seine bisher einzige Sitzung fand am 9. Januar 2018 statt. Hier sollten Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen, der Stadtverwaltung, von Verkehrs- und Fahrradverbänden sowie Polizei und Ordnungsamt gemeinsam über Maßnahmen zur Erleichterung des Radverkehrs sprechen.

Insbesondere sollte es um die Umsetzung der entsprechenden Punkte des städtischen Mobilitätskonzepts aus dem Jahr 2016 gehen. Realisiert wurden davon in zwei Jahren lediglich die Schutzstreifen auf der Kölner Straße sowie die (Teil-)Öffnung der Fußgängerzone für Fahrräder.

Wir wollen nicht, dass der „Runde Tisch” sang- und klanglos einschläft, und wünschen eine zeitnahe Wiederaufnahme von konstruktiven, ergebnisorientierten Gesprächen mit Politik und Verwaltung.

Dass die Stadt zunächst eine Übersicht über alle geplanten Verkehrsmaßnahmen erstellen will, darf nicht zu weiteren Jahren des Stillstands in Sachen Radverkehr führen. Manche Maßnahmen könnten kurzfristig auf den Weg gebracht werden, da sie andere Verkehrsarten nicht oder nur wenig beeinflussen.

Eine zukünftige Zusammenarbeit kann fruchtbar sein, wenn es das gemeinsame Ziel gibt, unsere Stadt fahrradfreundlicher zu machen.

Pro Velo Bergisch Gladbach
ADFC RheinBerg-Oberberg
VCD Bergisch Gladbach

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des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. “Die Stadt, das unbekannte Wesen”.

    Oder besser

    “Die Verwaltung, was kümmert sie ihre Aussagen von gestern”.

    Verlässlichkeit von Aussagen und Ankündigungen die Luft, die Stadt, die Menschen entlastenden Maßnahmen sind keine zu finden. Mit Alibiaktionen (Kölner Straße, Bensberger Straße, Radfahrer in der Fußgängerzone) will man Radfahrer beruhigen. Grundsätzliche Entscheidungen zum chaotischen, immer weiter wachsenden Verkehr – nicht zuletzt des FNP-E. wegen – will man Bebauungsplänen, die erst in ein paar Jahren greifen, überlassen.

    Armes Bergisch Gladbach, bald gibt es statt mehr weiniger Radfahrer, und die City ist wegen Schadstoffausstößen von 8:00 bis 18:00 Uhr gesperrt.