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ist Fotograf, Designer und Kommunikationsberater.

11 Kommentare zu “Das große Radweg-Kuddelmuddel”

  1. Herr Hansen hat mal wieder mit Text und Fotos den Nagel auf den Kopf getroffen, und auch in den Kommentaren steht viel Wahres. Dem möchte ich nichts hinzufügen.

    Ich möchte aber die Gladbacher Autofahrer etwas in Schutz nehmen. Von ihnen erlebe ich viele (wenn auch nicht alle) als recht rücksichtsvoll – insbesondere wenn sie mich an den bekannten frischvermurksten Stellen über die Zebrastreifen lassen, auch ohne dass ich absteigen muss. Ohne das wäre alles noch schlimmer.

    Und nun auf zum ADFC-Test! Wenn sich in der Gladbacher Politik und Verwaltung nichts ändert, dann soll sich das auch beim Ranking nicht tun.

  2. Bergisch Gladbach ist für mich die Fahrradfahrer unfreundlichste Stadt überhaupt.
    Es wird nichts aber auch gar nichts an den Fahrradwegen gemacht. Wenn denn überhaupt einer vorhanden ist.
    Die Öffnung der Fußgängerzone auf nur bestimmte Zeit ist eine Farce.

  3. Da Bergisch Gladbach keine Umgehung hat fährt alles durch Stadt. DIE Bensberger Straße beispielsweise wird täglich von über 30.000 Fahrzeugen befahren, 35 % sind Scherlastverkehr. Feinstaub, giftige Abgase, unerträglicher Lärm, Vibrationen sind die Folge. Wer fährt den hier mit dem Fahrrad???

  4. Hallo,
    wir haben mehr als 30 Jahre in den Niederlanden gewohnt und wohnen nun seit einem halben Jahr in GL. Es ist sowieso eine Umstellung, aber das Radfahren ist sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht allein, dass die Radwege in einem schrecklichen Zustand sind, auch hören sie plötzlich auf und man muss auf eine befahrene Strasse ausweichen oder man muss ohne zwingenden Grund für ein kurzes Stück die Seite wechseln. Autofahrer kommen schnell und ohne zu gucken aus Seitenstrassen geschossen, Bäume stehen auf dem Radweg, nehmen die Sicht und müssen umfahren werden, An Ampeln muss man sich hinter allen Autos anstellen, da die Autofahrer rechts keinen Platz lassen. All dies funktionniert in den Niederlanden – Ausnahmen gibt es natürlich – problemlos.
    Dies alles ist nicht dazu angetan, das Radfahren zu stimulieren und die Menschen insbesondere bei Kurzstrecken im täglichen Leben dazu zu bewegen, das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad zu fahren.
    Lange Abstands-Radwege sind zwar schön, aber in erster Linie für den sportlichen Fahrer oder für den Ausflug am Wochenende. Das Radfahren im täglichen Leben zum Einkaufen, Arzt, Frisör usw. erfordert im innerstädtischen Bereich eine wesentlich bessere Infrastruktur für Radfahrer.
    Herzliche Grüsse

  5. “In vielen deutschen Städten fehlt der politische Wille zur Veränderung – immer dann, wenn das Auto Platz hergeben soll.”
    Ein Zitat aus der Sendung ZDF Zoom: Auto gegen Fahrrad/Zdf Mediathek.
    Dort wird auch mal gezeigt wie es anders gehen kann. Und das in richtig großen Städten wie London. Hut ab.
    Als aktive Radfahrerin muss ich sagen das Mann/Frau schon starke Nerven haben muss, um in Bergisch Gladbach von A nach B zu kommen.
    Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit benutzen nicht nur Autofahrer den Radweg als Parkstreifen.Nein, dahinter kommt dann der ungepflegte Buckelpistenradweg.Und wenn ich an der Strasse die Fussgängerampel drücke um überhaupt auf die andere Seite wechseln zu können, fahren laufend Autofahrer bei Rot rüber,weil sie zu schnell sind.
    Trotzdem fahre ich hundertmal lieber mit dem Rad.Ich bin fit, geniesse die frische Luft und bin unwesentlich langsamer als mit dem Auto.
    Zum Thema neuer Kreisel: Ein Alptraum.
    Da schieb ich lieber durch die Fussgängerzone!
    Mein Tipp: Sprecht die Autofahrer an.Zeigt das ihr da seid und Euch nicht alles gefallen lasst. Und in der grössten Not macht ein Foto fürs Ordnungsamt.
    Macht mit bei Unterschriftenaktionen. Aktuell “Aufbruch Fahrrad” in der Radstation B-GL und ab 1.9. die Klima Umfrage wie oben schon erwähnt.
    Andererseits wünsche ich mir von Radfahrern das Sie sich wie verkehrsmündige Teiilnehmer benehmen.
    Nicht bei Rot auf den Bürgersteig wechseln-entgegen der Einbahnstrasse fahren-durch die Fussgängerzone rasen etc…….
    Lieber Herr Hansen , Herzlichen Dank für diesen Artikel!!!

  6. Man sollte mal damit beginnen, die vorhandenen Fahrradwege zu sanieren. Sie sind eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern, schlecht markiert und eine Zumutung für Fahrrad und Wirbelsäule. Zum Beispiel der an der B506.

  7. Vielen Dank für den Beitrag und jeden Kommentar!

    Ich finde es auch schlimm. Egal von wo nach wo in Bgl man fahren möchte, es ist eine Herausforderung. Wie toll wäre ein vernünftiger Radschnellweg nach Köln. Und was ist in Städten wie Brügge anders, dass es dort ein Umdenken gibt? (Städte wie Kopenhagen lasse ich mal außen vor.) Unser Kreis ist halt einer der Kreise in Deutschland mit der höchsten Autodichte. Ich habe ein wenig Hoffnung, dass ein Pedelec zum Statussymbol wird. Muss dann nur noch bewegt werden und dann fallen die Probleme auf.

  8. Zum Glück ist bald wieder der ADFC Klimatest 2018. Ab 1 September geht es los. Ich hoffe das sich trotz der wenigen augenscheinlichen Verbesserungen in den letzten zwei Jahren die Bürger der Politik & Verwaltung einen Denkzettel verpassen. Die Stadt gehört wieder auf den verdienten letzten Platz gewählt. Warum?
    -Die Teile der regierenden Räte verhindert erfolgreich seit 1,5 Jahren eine zügige Umsetzung des beschlossenen MobiK.

    -Planer der Stadt bzw. der beauftragten Büros haben den Turbokreisel nicht Radgerecht geplant. Scharfe und zu hohe Kanten an Inseln und Übergängen gehen extrem auf Körper und Material. Der angebliche Schutz für Radfahrer, der dadurch erreicht werden soll (nicht zu schnelles Überfahren) birgt dafür weit andere Gefahren durch Speichenbrüche, verzogene Felgen oder sogar Sturzgefahr. Man soll sich eigentlich mehr auf den Verkehr konzentrieren als auf den Hindernissparkur der dem Radfahrenden in den Weg gebaut worden ist.

    -Sinnhaftigkeit der derzeitigen Umweltspur vom Forum- Turbokreisverkehr darf gerne (auch von Radfahrern) angezweifelt werden. Kein weiterführendes Konzept über den Driescher Kreisel in nächster/ naheliegender Zukunft hinaus in Sicht. Zurzeit fördert dies eher Aggression gegen Radfahrende Mitbürger als das die knapp 250 Meter an Gewinn bringen, vor allem weil man eine attraktive und sichere Lösung sofort nebenan hat.

    -Freigabe der FGZ mit den komplizierten Zeitenregeln ein Hohn. Da hat die Politik der CDU/SPD eine Glanzleistung hingelegt.

    -Sinnvolle und ungefährlichere Umfahrungen der Hauptstraße/ Schnabelsmühle werden zugunsten von Kirmes usw. für Radfahrer mal eben für Tage Still gelegt.
    Für die Gleichberechtigung wäre Ich für eine Gokart Bahn im Turbokreisel bis Driescher Kreisel für die Zeit der Kirmestage. Tolle Attraktion ;-)

    -Null Zukunftspläne für den Bereich obere Hauptstraße/Kürtener Str. was die Sinnhaftigkeit der wenigen Meter Umweltspur zur jetzigen Zeit weiter in Frage stellt.
    Wurzelschäden/ Aufbrüche, Schlaglöcher usw. werden schon seit Jahren nicht ordentlich behoben. Schild hin- fertig- zumindest rechtlich aus dem Schneider.
    Von den ganzen alten nicht ERA kompatiblen Pinselmalereien mal abgesehen findet man immer noch ein Wirrwarr an alten Wegen die teils zugewachsen sind.

    Einzig positives Ergebnis ist die neue Rampe an der Bensberger Str. die es zumindest einigen Radfahrern das Leben jetzt erleichtert.

    Ansonsten kann man Herrn Hansen nur Recht geben. Es ist ein Kuddelmuddel aus rotem, karrierten, bepinseltem, beschildertem oder aber halt unbeschildertem Mischmasch, der es einem nicht einfach macht sich gerne und regelkonform in Bergisch Gladbach per Rad zu bewegen.

  9. Wer wird wohl einmal in der Lage sein, den Verwaltern unserer Stadt beizubringen, wie schändlich sich ihr Umgehen mit den hier lebenden Menschen darstellt. Kaum ein Thema, dass diesen Schreibtischtätern vermeintlich am Herzen liegt, wird einer sinnvollen und menschen- und naturachtenden Lösung zugeführt.

    Der FNP, angeblich zum Wohle der Stadt neu aufgestellt, wurde durch das Engagement und die Einwirkung der Bürgerinnen und Bürger auf ein Maß zusammengestutzt, das den Planungsansatz der Verwalter völlig ad absurdum führt. Und sie Potentialgebiete sind immer noch zu groß.

    Das Projekt Bahndamm, durch die Arbeit weniger Lobbyisten und auf Druck der Stadt Köln bzw. auf dem der SPD in Person des Herrn Börschel zum einzig gangbaren Weg für die Entlastung der Gladbacher Innenstadt hochstilisiert, dümpelt seit über 30 Jahren vor sich hin und wird nie zu einer gar vierspurigen Straße zur Autobahn führen. Sinnvollen Vorschlägen versagt man die Akzeptanz.

    Die Kanalverbesserungsmaßnahmen der Stadt haben etliche Einzelhändler wegen ihrer unsagbar langen Dauer zur Aufgabe oder zum Bankrott getrieben.

    Der Verkehr ist sich selbst überlassen, das Chaos wächst. Andere Städte machen sich umsetzbare Gedanken und führen sie auch aus, in Gladbach werden Radwege angeboten, die gefährlicher sind als alles, was vorher war. Das Versprechen, Radfahren so attraktiv zu machen, dass viele Menschen vom Auto umsteigen, kann man vergleichen mit dem, dass die SG 09 übernächstes Jahr Deutscher Meister wird.

    In Frankenforst sieht der Bürgermeister im Bau begriffene Wohnungen als Beweis für einen erfolgreich aufgestellten FNP – Durchschnittspreis € 635.000,00 und somit preiswertes Wohnen! Hä? In welchen finanziellen Sphären lebt der Mann?

    Die Liste ließe sich ohne Weiteres verlängern, würde aber den Umfang dieses Forums sprengen. Fragen muss man sich, was der 1. Bürger und Chef der Verwaltung vorhat, wo er Bergisch Gladbach in ein paar Jahren sieht. Wenn die falschen Entscheidungen fortgesetzt werden, dann armes Bergisch Gladbach, “Das grüne Tor zum Bergischen Land”

  10. Hier in Bergisch Gladbach verlernt man das Radfahren, denn es ist hier lebensgefährlich, sch auf den Drahtesel zu setzen, von daher benutzt man immer wieder das Auto. Die Krönung ist ja die Bus- und Radspur am neuen Turbokreisel – was ergibt das für einen Sinn für ein paar hundert Meter die 2. Autospur einzusparen – unnötige Staus und gefährliches Einordnen mit Autos, die aus dem Tunnel kommen zu provozieren – ein Aufwand an Markierungen und Schildern – man ist als Radfahrer auf die rücksichtsvolle Fahrweise von Autofahrern angewiesen – hat man es geschafft, den Kreisel zu durchfahren , endet man dann im Nirwana!

  11. “Die Radwege in der Stadt sind katastrophal.”
    “Brauchen wir nicht, es gibt hier ja auch kaum Radfahrende.”
    “Stimmt leider…aber warum wohl?”

    Die Ausreden der örtlichen Politik, warum so wenig für den Radverkehr getan wird, sind seit Jahrzehnten dieselben. Das zeigt, dass es leider (immer noch) an ernsthaftem Willen fehlt, sich vom Modell der ‘autogerechten Stadt’ zu verabschieden. In Sonntagsreden sind fast Alle fürs Fahrradfahren – aber da sie selbst nicht radeln, ist ihnen der Zustand der Radwege letztlich egal. Wo kämen wir da hin, wenn ein paar Parkplätze verloren gingen!

    Solange das so ist, sind die Bürger*innen gefordert, sich lautstark bemerkbar zu machen. In Eltern- oder Nachbarschafts-Initiativen, Interessenverbänden, oder auch alleine. Danke für den Beitrag!

    (Der erste abgebildete ‘Schutzstreifen’ mit dem Gulli ist m.W. Alt-Refrath. Dort gibt es nur eine sinnvolle Lösung: Weg mit dem sinnlosen Streifen, der Radfahrende nicht schützt, sondern gefährdet! Weiter in der Mitte werden z.B. Schüler*innen im morgendlichen Berufsverkehr viel besser gesehen.)

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