Die Bergisch Gladbacher Straße in Köln ist vom Autoverkehr massiv belastet

Am Freitagnachmittag droht zwischen Köln und Bergisch Gladbach ein Verkehrschaos: Die Initiative „Frische Luft” Köln-Mülheim will die Kreuzung Bergisch Gladbacher / Delbrücker Hauptstraße erneut mit einem Straßenfest sperren. 

Hintergrund ist die hohe Verkehrs- und Feinstaubbelastung auf der Hauptverkehrsader im Rechtsrheinischen. An die Autofahrer gerichtet heißt es im Aufruf unter der Schlagzeile „Feinstaub tötet”:

„Sicher ärgern Sie sich, wenn Sie am Freitag im Stau stehen müssen. Dabei wäre es doch so einfach, dafür zu sorgen, dass die Verkehrslawinen aus unseren Veedeln verschwinden, und dass alle wieder tief durchatmen können.”

Hinter der Initiative steht ein Bündnis lokale Akteure und linker Parteien, aber auch die SPD in Dellbrück wirbt für die Aktion.

Im Aufruf werden „zehn Vorschläge für den Stau in Mühlheim” aufgelistet, die in vielen Punkten auch Bergisch Gladbach betreffen:

  1. Ausbau des gesamten ÖPNV. Insbesondere:
  2. Zweigleisiger Ausbau der S-Bahn nach Bergisch Gladbach
  3. Wiederaufnahme der Stadtbahn von Leverkusen über Mühlheim, Bhf Deutz nach Porz (frühere Linie O)
  4. Stadtbahn von Mühlheim Bhf – Ostheim – Porz (rechtsrheinische Ringbahn)
  5. S-Bahn Haltestelle an der Berliner Straße
  6. Ausbau der Park and Ride-Plätzen (P&R) in Bergisch Gladbach und Opladen
  7. Verkehrspange von Bergisch Gladbach zur A4
  8. Sechsspuriger Ausbau der A4 bis Moitzfeld
  9. Kreuzungsfreie Radschnellwege von Bergisch Gladbach und Bensberg durch die Stadt bis nach Weiden und Braunsfeld
  10. Güterstrecke nach Bergisch Gladbach

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2 Kommentare

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  1. “Dabei wäre es doch so einfach, dafür zu sorgen, dass die Verkehrslawinen . . .” meint “Frische Luft” Köln-Mülheim und fügt einen Katalog mit 10 Vorschlägen an, wie das vonstatten gehen soll. Wer das einfach nennt, verkennt die Gemengelage.

    Ohne interkommunale Zusammenarbeit wird sich nichts von diesem Katalog verwirklichen lassen. Außerdem scheint mir, auch wenn kein Zeitfenster genannt wird, die Annahme, eine Auflistung von Problemen bzw. eine für deren Beseitigung würde zu irgendeiner Verbesserung führen, doch sehr blauäugig. Dafür nun aber einige 100 Autofahrer sozusagen als Geiseln zu nehmen, ist unsozial und ähnelt manchen Gewerkschaftsaktionen, kann aber andererseits nicht sonderlich verwundern, wenn man liest, wer die Veranstalter sind.