Unser Reporterhund macht sich Gedanken über eine Installation im Diepeschrather Wald, die dort seit dem Frühling steht und bis heute nicht entfernt wurde. 

„Frauchen? Ist das Kunst oder kann das weg?”

Frauchen meinte, es könnte eigentlich weg, denn es sei keine Kunst, sondern Kunststoff und der hätte im Wald nichts zu suchen. Auch wenn er sich nicht so rasend schnell auflösen würde, wäre es nicht ausgeschlossen, dass er erst durch Auflösung verschwindet, weils vorher keiner wegmacht.

Aber ich erzähl euch lieber erst mal, warum das da steht. Das weiß ich nämlich ganz genau.

In der Nähe der Diepeschrather Mühle hatte mein Mutzbach vor Jahren schon begonnen, den Weg aufzufressen, ganz langsam aber immer mehr. Das alte Bachbett war mit Treibgut verstopft und ein bisschen verlandet. Darum musste er sich einen neuen Weg suchen und begann am Wanderweg zu nagen.  2017 sah das dort schon so aus:

Juli 2017

Dezember 2017

Dieses Jahr im Frühling war dort aber ein tiefes Loch entstanden und ich fand, dass sich da jemand drum kümmern müsste, schließlich können da Kinder und auch Hunde reinfallen. Frauchen hat das dem Wupperverband gemeldet.

Denn mein Bach fließt letztlich in die Dhünn und mit der Dhünn in die Wupper und darum muss der Wupperverband dafür sorgen, dass er keine Wanderwege frisst. Ein paar Tage später stand dann die Kunst im Wald, genau so, dass niemand mehr in den Bach fallen konnte. Praktisch, diese Installation.

Mai 2018

Mai 2018

Dann passierte eine Weile nichts und wir waren auch wegen der Sommerhitze nicht dort. Als wir im September wieder dort entlang gingen, haben wir gestaunt. Der Wupperverband hatte das alte Bachbett von allem Treibgut befreit, einen Baum abgeschlagen und das Bachufer mit dicken Steinen gegen Fraß gesichert.

29. September 2018

29. September 2018

Aber so ist das ja nicht fertig. Dort könnten ohne diese Kunst-Installation immer noch Kinder und Hunde runterfallen. Im Oktober begann Gras drüber zu wachsen.

12.Oktober 2018

Uns dämmerte, dass der Weg jetzt vielleicht von unserer Stadt repariert werden muss. Frauchen hat beim Wupperverband noch mal nachgefragt, ob das stimmt, und die haben uns das bestätigt.

Auf der Kunst steht ja auch drauf: Stadt GL.

Und jetzt ist schon Dezember und es sieht immer noch so aus. Die Kunst steht immer noch da und der Weg ist immer noch kaputt.


Nun streiten wir uns, Frauchen und ich. Ich sage das ist eine dauerhafte Kunst-Installation im Wald. Vielleicht, dass der Wald bis zum Frühling – oder vielleicht noch länger – ein bisschen bunt bleibt? Denn das Kunstwerk hat auf einer Seite ein paar rote Flecken.

Frauchen sagt, die Leute von der zuständigen Stelle in der Stadt hätten das vergessen oder kein Geld für den Weg oder so was. Kunst sei das jedenfalls nicht, das gehörte weg.

Was meint ihr?

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BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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