Klaus Graf, Antje Schlenker-Kortum, Oliver Buslau und Georg Watzlawek ließen das Publikum hinter die Kulissen von „Gero Gladberg ermittelt“ blicken.

Ohne Oliver Buslau und Georg Watzlawek gäbe es keinen Gero Gladberg. Ohne Antje Schlenker-Kortum hätte er kein Gesicht. Und ohne Klaus Graf keine Stimme. Zusammen geben sie dem Ermittler des Bürgerportal-Krimis seinen Charakter. Beim Werkstattgespräch in der Redaktion erzählten alle vier, was hinter den Kulissen abläuft.

Streng genommen hat Gero Gladberg natürlich nur einen Schöpfer. Oliver Buslau hat sich die Figur ausgedacht, die seit Mitte März jeden Monat im Bürgerportal einen Bergisch-Gladbach-Fall löst. Doch, denken Sie bei Gero Gladberg nicht auch sofort an den schrägen Typen mit Schnurrbart und rotem Fahrradhelm? An die dunkle Stimme des Krimi-Podcasts?

Der Gero Gladberg, den Sie, liebe LeserIn, kennen, hat nicht nur einen, sondern vier SchöpferInnen. Georg Watzlawek hat das Format zusammen mit Oliver Buslau entwickelt, Antje Schlenker-Kortum gibt dem Ermittler ein Gesicht und Klaus Graf verleiht ihm eine Stimme. Beim Werkstattgespräch in der Redaktion eröffneten sie dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen der Produktion von „Gero Gladberg ermittelt“.

Hinweis der Redaktion: Das Werkstattgespräch war eine Veranstaltung für Mitglieder des Bürgerportal-Freundeskreises und Gewinner des Gladberg-Rätsels. Hier finden Sie Informationen über den Freundeskreis. Der nächste Krimi mit Rätselfrage erscheint am 13. Mai.

Tatsächlich trafen die vier an diesem Abend erstmals alle zusammen. Es war spannend zu verfolgen, wie sie sich untereinander und mit den Gästen über den Charakter Gero Gladbergs unterhielten.

Für Oliver Buslau ist die Figur das zentrale Element seiner Geschichten. „Ohne Handelnde kann es keine Handlung geben“, sagte er. Gero Gladberg hat er sich ausgedacht als einen Einzelgänger, der sich mit keiner gesellschaftlichen Strömung gemein macht, als einen verhinderten Krimi-Autor, den seine Arbeit als Detektiv immer wieder beim Schreiben stört.

Mit dem Nachnamen „Gladberg“ siedelte Buslau seinen Protagonisten bewusst zwischen Bergisch Gladbach und Bensberg an – „da gibt es ja bis heute Empfindlichkeiten“, so Buslau schmunzelnd – und Gero war dann die logische Folge: Vor- und Nachname eines Ermittlers müssen einfach mit dem gleichen Buchstaben beginnen, findet der Autor.

Auch Antje Schlenker-Kortum setzte sich intensiv mit Gladbergs Charakter auseinander. „Ich fragte mich: Was ist das für ein Typ? Wie zieht er sich an? Was für ein Fahrrad fährt er?“ Für sie ist Gladberg ein Individualist. So einer trägt einen „Mustache“, ein Halstuch, eine Bundhose wie in den 1920er-, 30er-Jahren.

Sie zeichnete ihm einen Fahrradhelm mit einem eigenen Logo und seinen Initialen darin, „GG“. Rot musste der Helm sein, wie bei Superman, und das Logo blau – passend zum Bürgerportal.

Tatsächlich beginnt Schlenker-Kortum jede Illustration mit dem Bleistift auf Papier – „ich gehe da sehr handwerklich vor“. Wenn die Zeichnung fertig ist, scannt sie sie ein und bearbeitet sie digital weiter. Koloriert die Grafik und reduziert sie auf ihre wesentlichen Elemente; schließlich muss das Bild am Ende auch auf dem Smartphone wirken.

Klaus Graf zeigte im Werkstattgespräch, wie unterschiedlich man eine (ausgebildete) Stimme wie seine einsetzen kann. Auch er überlegte sich vor dem ersten Einsprechen, wie sich Gero Gladberg anhören könnte. „Er klingt oft ein bisschen genervt“, erzählte Graf, „denn seine Klienten halten ihn ja von dem ab, was eigentlich machen will, nämlich an seinem Krimi weiterschreiben.“

Viel Spaß hatte der Sprecher auch mit Engelhard von Schwanenstein, dem vornehmen Adelsspross aus Folge 2. Ihm legte Graf eine gehörige Portion Arroganz in die Stimme, im Kontrast zu Gero Gladberg.

Die ZuschauerInnen nutzten die Gelegenheit, interessierte Rückfragen zu stellen, auch im Anschluss an das Werkstattgespräch bei einem gemütlichen Umtrunk.

Die Gero Gladberg-Serie zum Nachlesen (und -hören):

Gero Gladberg und das Bruch-Rätsel: Die Lösung

Gero Gladberg und das Max-Bruch-Rätsel

„Gero Gladberg und die Fahrerflucht”: Die Lösung

Gero Gladberg … und die Fahrerflucht

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Laura Geyer

Journalistin. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg, ein Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro. Jetzt glücklich zurück in Schildgen.

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