Diego Faßnacht

Die konservative WerteUnion kündigt eine öffentliche Veranstaltung mit Hans-Georg Maaßen an, dem umstrittenen Ex-Verfassungsschützer und Merkel-Kritiker. Die lokale CDU war vorab nicht informiert – und ganz öffentlich ist die Veranstaltung nicht. 

Der Sprecher der WerteUnion Bergisches Land, der CDU-Kreistagsabgeordnete Diego Faßnacht, stellt Maaßen als „wohl bekanntesten Sicherheitsexperten unseres Landes” vor, der in Bergisch Gladbach über die Flüchtlingspolitik in Deutschland reden werde. „Seit vier Jahren besteht die illegale Massenmigration nach Deutschland fort – wir werden darüber sprechen wie wir diesen Zustand ändern,“ erklärt Faßnacht in einer Pressemitteilung.

Der Auftritt sei für den 16. Januar geplant, der Ort der „großen, öffentlichen Veranstaltung” werde jedoch erst nach einer „erfolgreichen Anmeldung” bekannt gegeben.

Die Vorsitzenden der CDU in Stadt und Land haben von der Veranstaltung über einen Facebook-Post erfahren, sagt Kreisgeschäftsführer Lennart Höring auf Anfrage. Weder der Ortsvorsitzende Thomas Hartmann noch der Kreisvorsitzende Uwe Pakendorf seien eingeladen oder auch nur informiert worden, daher nehme die CDU zum Auftritt von Maaßen keine Stellung.

Die Werteunion versteht sich als eine konservative Basisbewegung innerhalb der CDU/CSU und ist als eingetragener Verein organisiert. Sie besitze aber nicht den Status einer Parteigliederung wie etwas die SeniorenUnion oder die FrauenUnion, betont Höring.

Maaßen war Ende 2018 wegen seiner Äußerungen zu den Ausschreitungen von Chemnitz und zur SPD als Präsident des Bundesverfassungsschutzes in den Ruhestand versetzt worden. Seither wirft der Jurist der Bundeskanzlerin und den Parteispitzen von CDU und CSU ein komplettes Versagen vor. Vor allem in der Flüchtlingspolitik, aber auch in der Klimapolitik.

Mit diesem Programm ist Maaßen zuletzt vor 100 Zuhörern in Bonn aufgetreten, berichtet der General-Anzeiger.

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Redaktion

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13 Kommentare

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  1. Wir leben doch in einer Demokratie und da bin ich schon etwas verwundert wie man anders Denkende abqualifiziert. Warum sollte man Herrn Maßen nicht sprechen lassen. Man muss sich das Gesagte doch nicht zu eigen machen. ” Ist das Wort nicht frei, herrscht die Tyrannei”.

  2. Es scheint der krampfhafte Versuch einiger CDU Politiker zu sein, Stimmen am rechtem Rand zu fischen. Gut, moralisch höchst fragwürdig für Mitglieder einer demokratischen Partei, aber das müssen die Personen mit Ihrem Gewissen bzw die Partei dringend intern klären. Gut, das Politiker der hinteren Glieder versuchen sich mit solchen Aktionen in die vorderen Reihe zu katapultieren, ist ja nichts neues. DenNoch zeigt es ihre nicht vorhandenen Kompetenzen. Für mich ist das nur arm. Allein die Ankündigung und nicht offene Bekanntgabe des Veranstaltungsortes zeigt doch deutlich deren Verständnis für demokratische Prozesse. Für mich ein weiterer Grund solch eine Partei nicht zu wählen!

  3. Werte Union polemisiert mit rechten Parolen!

    Es ist ein Unterschied, ob man wie die Werte Union von “illegalen Massenmigration” spricht, so wie Herr Diego R. Faßnacht (CDU Bergisch Gladbach) in der Presse und auf Twitter oder ob man einen “Rechtsbruch” durch die Regierung vermutet und kritisiert. Wer offenkundig absichtlich rechtextremen Nazijargon verwendet muss sich das auch vorwerfen lassen. Denn mit dieser ganz bewussten Wortwahl sollen die hilfesuchenden Menschen, die nach Deutschland (warum auch immer) geflüchtet sind, kriminalisiert und herabgewürdigt werden. Ziel dieser Rhetorik ist das Anfeuern von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Damit werden Positionen der AfD mit Hilfe der Union hoffähig gemacht.
    Dabei geht es der Werte Union und Faßnacht offensichtlich nicht um juristische Fragen, über die man vortrefflich und sachlich streiten könnte. Tatsächlich gibt es keine “illegale Massenmigration”, denn dies ist polemische rechte Angstmacherei, um die Menschen aufzuhetzen.

    Dabei geht es der Werte Union und Faßnacht offensichtlich nicht um juristische Fragen, über die man vortrefflich und sachlich streiten könnte. Die aktuell sachliche und öffentlichen Diskussion über konkrete Rechtsfragen der Migration und Einwanderungsgesetz liegt völlig anders als die politische und menschenverachtende Polemik im Naziwortlaut, so wie wir sie von der Werte Union in einer Pressemitteilung lesen müssen.

    Über Humanität und Barmherzigkeit für die Menschen, die in Not gekommen sind, kann man nicht diskutieren. Der Kriminalisierung von unschuldigen Menschen, so wie es Faßnacht, die NPD, die AfD und die Werte Union tun, muss man sich als Demokrat, Humanist oder Christ in aller Deutlichkeit entgegenstellen. Kein Mensch ist illegal!

    Ich finde es gelinde gesagt “zum Kotzen”, dass die lokalen Medien und hier im Bürgerportal genau diesen Begrifflichkeit als Zitat von CDU-Kreistagsmitglied Faßnacht aus der letzten Woche völlig unreflektiert und unkommentiert verwendet und veröffentlicht haben. Kritische Stimmen und Pressemitteilung zur Werte Union werden dagegen ausgeblendet und nicht verlinkt.

  4. Ein hervorragender Vortrag, der uns Bürgern aus der Seele sprach. Ruhig vorgetragen, ohne Agression und Beleidigungen. Extrem peinlich war der Auftritt der Jusos vor dem Bock. Wenn der Vorsitzende der SPD Rheinberg dies initiiert hat, so wie angekündigt, dann wird uns Bürgern auch klar, warum die SPD immer weniger Stimmen bekommt und warum dieses eigenartige Duett den Vorsitz der SPD mit Hilfe dieser Jusos vereinnahmt hat. Übrigens wurden von den Jusos in Gemeinschaft mit der Antifa alle Lieder aus dem sozialistischen Repertoire bis hin zur Internationale (im Ansatz) angestimmt.
    Dr. Elker

  5. Aus dem Amt verjagt da großer Vertrauensverlust und Unfähigkeit reist jetzt durch die Lande um alles schlecht zu reden.Das es so viele gibt die ihn überhaupt hören wollten ist mir nicht begreiflich zu machen.Für mich ist er einer der in eine Partei gehört die weiter rechts ist.Wer das nicht begriffen hat tut mir leid.Eingeladen von warscheinlich auch Rechten erzählt er das Blaue von Himmel.Mir ist meine Lebenszeit zu schade um mir so einem Verlierer anzuhören.
    Kann man die CDU noch wählen nachdem sie gezeigt hat das man sie am Nasenring durch den Ort ziehen kann??????

  6. Beleidigungen werden von uns gelöscht. Erst recht, wenn sie anonym abgegeben werden. Admin

  7. Mein Glückwunsch für die Stadt Bergisch Gladbach, dass dort so eine wichtige politische Persönlichkeit auftritt. Für den Kreisverband der CDU eine gute Gelegenheit, konservative Werte aufzufrischen.

    Für die WerteUnion wünsche ich mir, dass über die Veranstaltung weitere Mitglieder gewonnen werden können!

    Viele Grüße
    Andreas Müßener (Ratsmitglied der Stadt Wermelskirchen & 1. Vorsitzender Zukunft Wermelskirchen)

  8. Die hier schon heftigen Reaktionen gegen den Auftritt von Herrn Maaßen erklären doch, warum es keine umfassenden Informationen im Vorfeld geben konnte. Deshalb fühle ich mich als parteiloser Bürger gemüßigt, für etwas mehr Toleranz gegenüber der Werte-Union und Herrn Maaßen zu werben. Man muss heute bei nicht im Mainstream liegenden Vorträgen nicht nur an Unis oder anderen öffentlichen Einrichtungen leider mit massiven gewaltsamen Störungen rechnen (Beispiel=De Maiziere, Lucke u.a.). Dass es nach einer willkürlich verlängerten Krisensituation löblichen Einsatz von freiwilligen Hilfskräften gab, die zu einer humanen, vorläufigen Bewältigung der akuten Lage beigetragen haben, wird doch von niemandem, auch von Herrn Maaßen nicht, in Frage gestellt. Insofern verstehe ich die Aussage eines Kommentators „Die Einladung von Herrn Maaßen ist maßlos: ein Schlag ins Gesicht der Helfer“ überhaupt nicht. Es gibt viele Bürger, die der Meinung sind, dass die einsamen Entscheidungen von Frau Merkel zur Migration zu einer tiefen Spaltung in unserer Gesellschaft, zu einer nur übertünchten größeren Distanz zur Schwesterpartei CSU, einer weitgehenden Isolierung Deutschlands in dieser Frage innerhalb Europas sowie zu einer verhängnisvollen Abhängigkeit zu dem Despoten Erdogan geführt haben. Deshalb dürften die Darstellungen von Herrn Maaßen durchaus interessant werden. Ich halte es für einen Fehler, die Veranstaltung schon im Vorfeld zu attackieren, statt mit doch hoffentlich guten Argumenten vor Ort mit Herrn Maaßen zu diskutieren. Da die stark wachsende Werte-Union wie beschrieben (noch) keine CDU-Parteigliederung sondern ein eV ist, ist in angeblich mangelhafter Informationen der CDU-Leitung schlimmstenfalls ein Höflichkeitsdefizit zu sehen.

  9. Dem Kommentar von Peter und Susanne Schlösser kann ich nur zustimmen.
    Die Einladung von Herrn Maaßen durch die sog. “Werteunion” ist maßlos:
    ein Schlag ins Gesicht der zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern im Kreis, die in der zurückliegenden Flüchtlingskrise eine erfolgreiche und wertvolle Arbeit geleistet haben.
    Vom Kreisvorstand der CDU erwarte ich eine Stellungnahme.

    H.P. Bergner

  10. Die Vorstellungen der Werteunion sind zum Teil in Ordnung. Aber viele Vorstellungen sind nicht zu realisieren, sie gehen weit über jedes Verständnis hinaus. (Beispiel: Die Vorsitzende NRW der Wertunion vertrat bei einer Vorstellung der Werteunion auf einer Sitzung des Ortsverbandes Paffrath-Hand der CDU den Standpunkt, dass mehr für alleinstehende Mütter mit Kindern getan werden müsse. Diesen wäre nicht zuzumuten, Ihr Kind zu Fuß zum Kindergarten zu bringen. Ich habe Ihr dann vorgeworfen, dass die Übernahme der Kosten für einen PKW als Forderung nicht akzeptiert werden könne
    Die Werteunion soll sich auf das Machbare beschränken.

    Peter Hillebrand

  11. Zu diesem Beitrag wurden einige Kommentare gepostet, von angeblichen Maaßen-Anhängern mit Doktor-Titel, schwachen Rechtschreibkenntnissen und fragwürdigen Absenderadressen. Wir haben diese Personen per Mail um eine Bestätigung ihrer Identität gebeten, bis diese vorliegen werden die Kommentare nicht freigeschaltet.

    Zur Erklärung: hier handelt es sich um ein lokales Forum für Menschen aus Bergisch Gladbach und der Region.

  12. Wir finden es peinlich, den seinerzeit zu Recht geschassten Verfassungsschützer Maaßen wie ein „Leuchtfeuer“ vor sich her zu tragen und ihn als „wohl bekanntesten Sicherheitsexperten unseres Landes“ in Bergisch Gladbach vorstellen zu wollen. Zu dieser Peinlichkeit passt ins Bilde, dass die Bergisch Gladbacher „WerteUnion“ …oder sagen wir besser „AFD-light“? … unter der Federführung eines Diego Fassnacht mit Maaßen über die Flüchtlingspolitik in Deutschland reden wolle – ausgerechnet in Bergisch Gladbach, wo die Flüchtlingsaufnahme von über 1.600 Menschen geradezu mustergültig abgelaufen ist.

    Wir empfinden die hierzu abgegebene Erklärung des CDU-Kreistagsabgeordneten Diego Fassnacht, der sich offensichtlich als „WerteUnionist“ wohler fühlt, anmaßend, dass seit vier Jahren die illegale Massenmigration nach Deutschland fortbestehe und darüber zu sprechen sei, wie dieser Zustand geändert werden könne.

    Es ist bezeichnend, dass diese Vorankündigung völlig an der CDU vorbei publiziert worden ist. Parteischädigend nennen wir so etwas. Wie lange möchte sich die Bergisch Gladbacher CDU von Diego Fassnacht noch auf der Nase herumtanzen lassen?
    Peter und Susanne Schlösser