Die Spielplätze sind abgesperrt und verwaist

Die Stadt Bergisch Gladbach hatte sich am Freitag gegen eine komplette Ausgangssperre entschieden, aber ein Kontaktverbot bestätigt. Jetzt zieht die Landesregierung nach.

Das Wochenende verlief ausgesprochen ruhig in Bergisch Gladbach, die Geschäftsschließungen und die ausgesprochenen Kontaktverbote zeigten offenbar Wirkung. In den städtischen Zentren und auf den Straßen war sehr wenig los, dafür waren viele Spaziergänger unterwegs, meistens zu zweit und peinlich auf Abstand bedacht.

Die Landesregierung beriet am Sonntag über weitere Maßnahmen, schreckte aber ebenfalls vor einem Ausgangsverbot zurück. Statt dessen sprach Ministerpräsident Armin Laschet ein Kontaktverbot ab zwei Personen aus – wie es in Bergisch Gladbach bereits seit Tagen gilt.

Scharfe Sanktionen bei Verstößen

Ansammlungen von mehr als zwei Menschen sind nun landesweit nicht mehr erlaubt. Ausnahmen vom Verbot gelten für Kernfamilien, Lebenspartner, Arbeit, Beerdigungen und ÖPNV. Das Kontaktverbot gilt nicht für das Arbeitsleben.

Polizei und Ordnungsämter sollen das Verbot scharf überwachen und sanktionieren. Laschet kündigte drastische Bußgelder von bis zu 25.000 Euro bei Verstößen an. Es könnten Strafen bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Es gelte eine „Null-Toleranz-Politik gegen Regelbrecher“.

Raus an die frische Luft

Laschet betonte, dass es wichtig für die Menschen sei, die Wohnungen verlassen und an die frische Luft zu gehen – „aber nicht mit anderen Menschen in Gruppen“.

An Montag wird der Regionalverkehr deutlich zurückgefahren – die S11 fährt dann nur noch im Stundentakt, die Busse der Wupsi fahren nach dem Ferienfahrplan.

Bürgermeister Lutz Urbach will am Dienstagnachmittag in einer virtuellen Sprechstunde in Kooperation mit dem Bürgerportal die Fragen der Bürger:innen beantworteten. Fragen können schon jetzt per Mail eingereicht werden.

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3 Kommentare

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  1. Kontaktverbot ob das hilft ? Wahrscheinlich nicht. Meisten Länder gibt es direkt Ausgangssperre. Ich verstehe die Politiker einfach nicht …..

  2. APELL AN ALLE HÄNDLER VON ATEMSCHUTZMASKEN
    Bitte liebe Händler / Großhändler in ganz Deutschland , hört auf Eure Atemschutzmasken / Desinfektionsmittel , Schutzkleidung usw zu Horrorpreisen anzubieten.
    Spendet es den Krankenhäusern, oder überlast es ihnen wenigstens zum Einkaufspreis.

    Wenn wirklich noch mehr Menschen erkranken oder sterben , und Ihr hättet das mit Euren Schutzartikeln verhindern können , könnt Ihr dann noch in ruhe schlafen , ohne Gewissensbisse.

    An alle anderen Leser dieses Textes richte ich die BITTE , diesen Appel so viel wie möglich im Netzt zu verbreiten, vielleicht haben ja doch einige Händler Gewissensbisse und überlassen den Krankenhäusern ihre Lagerbestände.
    Vielen Dank , bleibt alle gesund!

  3. Das finde ich gut , das Kontaktverbot , prima …hoffentlich klappt es.
    Ich muss hier aber mal was grundlegendes loswerden, was mich massiv stört !!
    Ich habe gerade die Nachrichten im TV gesehen, wo dort Kliniken & Krankenhäuser aussagen das es immer noch massiv an Schutzkleidung , Atemmasken usw fehlt.
    Auch habe ich das Interview mit Herrn Laumann verfolgt , der Masken bestellt , aber wohl noch nicht bekommen hat.
    Ich habe auch eine email direkt an Herrn Laumann gesendet, mit folgender Aussage.
    Ich verstehe die Politiker nicht , wie kann es sein, das den Kliniken die ganzen Sachen fehlen, aber Händler im Internet zu Horrorpreisen die Schutzmasken usw anbieten. Warum werden diese Sachen nicht vom Bund alle konfeziert ??
    Deutschland befindet sich in einer Krise , in einem Krieg gegen einen unsichtbaren Feind.
    Früher im oder nach dem Krieg mußten Bauern auch ihr Gemüse und Vieh abgeben , wieso geht das heute nicht , nur wegen dem blöden Grundgesetzt ? Das müßte in dieser Beziehung außer Kraft gesetzt werden.
    Alle Schutzmasken , Schutzanzüge usw sollten von allen Händlern konfeziert werden, so hätten die Krankenhäuser wenigstens etwas um vernüftig zu arbeiten.
    Was nützen uns die zu wuchrpreisen gekauften Masken , wenn es nachher keine Krankenhäuser mehr gibt die uns behandeln können.
    Es müßte eine Stelle im Web geben , wo sich alle Bürger melden können , die solche Angebote gefunden haben, damit der Bund den Händlern die Sachen abnimmt.
    Alle Arbeitskräfte von Restaurants , Imbiss , Kiosk , Nagelstudio usw müssen durch die Schließung mit hohen Einbußen rechnen , und ich meine mit diesen Einbußen können auch die Händler dieser Schutzartikel leben, andere Kleinunternehmer müssen das auch.