Foto: Pixabay, Andrés Rodríguez.

Aktuell arbeiten bei uns beide Eltern im Home Office, die Kids an ihren Schulaufgaben. Wir sind jetzt gut eine Woche in freiwilliger Corontäne. Siehe da: Der Spagat zwischen Arbeit und Betreuung der Kids ist doch nicht so einfach wie anfangs gedacht.

Die Kinder haben ja auch mal Rückfragen zu ihren Aufgaben. Oder müssen – jaja, das soll es geben – mal sanft motiviert werden, weiter an ihren Aufgaben zu arbeiten. 

Wir geben zu: Wenn wirklich mal der Schuh drückt, wir eine Terminsache erledigen müssen oder eine Telefonkonferenz stattfindet, greifen wir gerne mal zur Netflix-Nanny. Sprich: Wir schalten das Smart TV mit Clips von Netflix an, um kurz etwas Ruhe zu haben.

+ Anzeige +

Das mag pädagogisch nicht immer wertvoll sein. Ich bin jederzeit für Tipps von Zeitgenossen dankbar, die im Home Office eine 360° Betreuung ihrer Kinder OHNE Fernsehen realisieren.

Wie der Name „Netflix-Nanny“ schon sagt: Wir setzen gerne auf diesen Streaming-Dienst. Es gibt eigene Programmbereiche für die Kids, mit brauchbaren TV-Sendungen.

Nun gehört aber das Internet, über das Netflix verbreitet wird, zu den kritischen Infrastrukturen. Sie werden für die Aufrechterhaltung z.B. von Sicherheit und Wirtschaft benötigt. Das Streamen von Kinderprogrammen gehört nicht unbedingt dazu, da werden wir uns alle einig sein.

Entsprechend hat Netflix nach einem Vorstoß der EU angekündigt, für die nächsten 30 Tage seine Datenraten zu senken. So soll das Internet angesichts der ohnehin schon starken Nutzung durch Home Officler in Corontäne entlastet werden. 

In der Serie „Leben mit Corona“ berichten unsere Reporter, wie sich ihr Leben verändert. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns, siehe unten!  
Alle aktuelle Infos zum Coronavirus im Liveblog. 
# Mehr Hintergrund zum Thema auf der Schwerpunktseite.

Was passiert, wenn gar eine Abschaltung von Netflix drohen sollte? Davon wollen wir uns nicht abhängig mache. Wir besinnen uns wieder auf das gute alte TV, das über Sat, Kabel oder Antenne verbreitet wird. Und damit nicht so störanfällig ist wie das World Wide Web.

Kika ist zum Beispiel ein beliebter Kindersender der Öffentlich-Rechtlichen. Die Sendung mit der Maus kommt täglich im WDR. ARD Alpha bietet Schulfernsehen an. 

Geht also. So wird aus der Netflix-Nanny das Kika-Kindermädchen. Problem gelöst, aber das schlechte Gewissen bleibt.

Und wie läuft das bei Ihnen, mit der Kinderbetreuung in den eigenen vier Wänden? Schreiben Sie uns, unten in den Kommentaren oder per Mail an redaktion@in-gl.de.

Weitere Tagebucheinträge

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Es geht nicht ganz ohne. Vormittags Hausaufgaben zwischen durch mal in Garten auf das Trampolin und zum Nachmittag gibt es Tv oder Spielekonsole für 30-60 Minuten. Dann wieder raus oder spielen per Brettspiel wie früher zu unsere Zeit.