Wie viele Wochen sind wir jetzt schon zuhause? Das Gefühl für die Zeit geht verloren. Statt in Wochentagen denke ich nur noch in Tag und Nacht, in hell und dunkel. Die Inspiration geht verloren. Das merken wir auch in der Küche.

„Och nein, mag ich nicht” – die Reaktion bekommen wir immer öfter von den Kids zu hören. Gleichzeitig fragen sie häufiger: „Was gibt es heute zu essen?” Kein Wunder. Denn neben dem Home Schooling helfen regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten, die Tage zu strukturieren.

Speise-Plan

Beim Brüten über dem Einkaufszettel merken wir, wie unkreativ wir geworden sind. Zwar ist Schmalhans nicht Küchenmeister, aber ein kulinarisches Feuerwerk brennen wir auch nicht gerade ab.

Sieben Mahlzeiten ausdenken – eine echte Cooking-Challenge. Geht aber nicht anders: Die Organisation des Einkaufs bringt es während der Corona-Krise mit sich, für rund eine Woche im voraus zu denken. Speise-Plan kommt eben von „planen”.

Und die Planung wird zunehmend schwierig. Früher orientierte sich der Spieseplan meist an unseren Terminen: Wer kommt wann zurück, soll es schnelle Küche sein, gehen wir für frische Produkte auf den Markt, vielleicht mal leichte Küche weil alle erst am Abend da sind. Sie kennen das. Das fehlt jetzt.

Kinderküche

Aber: Mit ein paar Tricks haben wir das kreative Tief gelöst. Kochbücher raus – und gemeinsam mit den Kids durch die Seiten blättern, Lieblingsrezepte aussuchen. Hilft in punkto Kreativität und sorgt anschließend für leergegessene Teller.

In der Serie „Leben mit Corona“ berichten unsere Reporter, wie sich ihr persönliches Leben verändert. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns, siehe unten!

Eine vielversprechende Ansage ist auch: „Liebe Kids, stellt mal ein echtes Menü zusammen, mit Speisekarte, schön gedecktem Tisch, und kocht für alle, von A bis Z. Wenn Ihr Hilfe braucht – bitte melden!”

Da kommen die herrlichsten Kreationen zustande. Und Junior ist stolz wie Oskar, wenn er liebevoll dekorierte Tellergerichte in seiner Schürze an den Tisch schleppt. Steht auf keinem Stundenplan, ist aber Home Schooling par excellence.

Als Highlight nehmen wir frische Kräuter vom Balkon dazu. Die Kids sähen sie ein, gießen, ernten – und genießen die selbst gezogene Frische. Oder sie schauen zu, wie die Sprossen im Glas auf der Fensterbank wachsen. Ui, die sehen ähnlich aus, schmecken aber alle unterschiedlich.

Das sind alles Kleinigkeiten, klar. Aber sie können im tristen Corona-Alltag extrem nützlich sein.

Welche kreativen Ideen haben Sie in der Küche? Entdecken Sie alte Rezepte neu, feiert die Frische-Küche ein Revival, entpuppen sich Koch-Chaoten als echte Herd-Helden? Schreiben Sie per Mail an die Redaktion.

Bild von tookapic auf Pixabay

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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