Nur einmal im Jahr Ostereier färben ist mit definitiv zu wenig. Dafür macht das viel zu viel Spaß. Und schmeckt einfach zu gut. Schließlich backt man ja auch nicht nur einmal im Jahr Weihnachtsplätzchen. Also hatten wir schon vor der Corona-Krise beschlossen, die Pinsel und Farbtöpfe auch schon an Palmsonntag und nicht erst Karfreitag auszupacken.

Nun sorgte das deutliche Plus an Freizeit einmal mehr für mehr Freiraum, um sich dieser Tradition zu widmen. Farben hatten wir schon. Aber die Eier zu besorgen war eine kleine logistische Herausforderung. Bei zwei Supermärkten reihten sich die Produkte der Geflügelwirtschaft in die Sparte Toilettenpapier, Mehl, Nudeln und Hefe ein: „Ausverkauft“. Also flugs zum Wochenmarkt, dort gab es noch welche. Im Internet hätten wir definitiv keine bestellt.

Kurz überlegten wir, ob wir angesichts der schwindenden Vorräte in den Märkten schon mit der Planung des Weihnachtsfestes beginnen sollen. Schließlich ist das Beschaffen von Geschenken, Süß- und Backwaren sowie passenden Dekoartikeln nicht einfacher geworden. Schürt es die Hysterie wenn wir jetzt schon einen Weihnachtsbaum vorbestellen? Und mal im Freundeskreis (per WhatsApp – dem Synonym für Abstand schlechthin) vorsichtig nach Rezeptideen für Makronen, Spritzgebäck und Co. nachfragen?

Haben wir dann doch nicht gemacht. Und die erworbenen Eier brav in der Farbe versenkt, mit Pinseln bestrichen, mit Banderolen und Hasengesichtern verziert. Und uns gefreut, als wir die ersten Eier schälen und verzehren konnten. Die Stärkung tat not, denn anschließend ging es ins Trainingslager. Kind 1 und 2 wollten schon mal das Suchen und Finden von Süßigkeiten im Garten üben. Klappte gut, nichts blieb verborgen. Die Eiermahlzeit hatte eine gute Basis gelegt.

Wir sind also voll im Fahr-, nein Farbplan. Ostern kann kommen. Aber Eier für die nächste Färberunde an Karfreitag müssen wir nochmal besorgen. Das wird hoffentlich einfacher als zuvor. Sonst müssen Hühner her!

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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1 Kommentar

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  1. Im Hofladen von Steffens gibts ganz sicherlich Eier. Und Essers Hofladen hat Eier von dem Hühnerbauern in Lerbach. Ihr könnt sicher in beiden Läden vorbestellen. ;)