Der Stein des Anstoßes: Die bislang letzte „unmögliche" Skizze des Club L94 für das „Emilienplätzchen" und den Emilienbrunnen

Im Hintergrund haben die Stadtplaner in den vergangenen Monaten an der Entwurfsplanung für die Schlossstraße weitergearbeitet. Ein Blick in die Unterlagen zeigt, dass es für den stark umstrittenen Standort des Emilienbrunnens jetzt eine klare Vorstellung gibt.

In den Dokumenten für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr (AUKIV) gibt es einen 91-seitigen Entwurfsplan für den bereits angelaufenen Komplettumbau der Bensberger Schlossstraße. Darin findet sich nun auch der Vorschlag der Verwaltung, in welcher Form der geschichtsträchtige Emilienbrunnen in das neue Straßenbild eingefasst werden soll.

Der Emilienbrunnen im vergangenen Winter

Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte, zunächst war der Brunnen in der Neuplanung ganz verschwunden, nach Protesten von Heimatforschern und Bensbergern, einem Studentenwettbewerb und einer Umfrage war klar, dass der Brunnen am alten Standort bleibt. Aber in neuer Form und um ein paar Meter verschoben.

Beim diesem Entwurf aus dem November 2019 war der Brunnen bis an die Trafowand zurückgerückt. Davon ist das Planungsbüro inzwischen wieder abgegangen.

Ziel sei es, den öffentlichen Raum zwischen Nikolaus-Kirche, Schloss und Schlosstraße „aufzuweiten und hierdurch ein angemessenes Entrée für die historische Lindenallee zum Schloss hinauf zu schaffen”, bestätigen die Planer in der Beschlussvorlage.

Dazu werde der Emilienbrunnen „neu interpretiert und deutlich zurückgesetzt”. Die Skizzen (siehe Foto oben) zeigen einen sehr reduzierten, offenen Platz – doch immerhin sollen dabei die charakteristischen alten Wasserschalen und auch die Basis aus Muschelkalk eingesetzt werden. Wenn auch ganz anders als bislang.

Neu ist die Idee, zwei Meter vor der alten Trafoanlage im Hintergrund eine Trennwand einzuziehen, die den Brunnen trägt. Links davon soll eine neue Treppenanlage den Höhenunterschied zum Fußweg in Richtung Schloss ausgleichen. In der Mitte des neuen Platzes steht ein großer Solitärbaum mit einer Rundbank. Um fünf Meter rückt der Emilienbrunnen vom alten Standort nach hinten – was insgesamt einen „Ort zum Verweilen” ergeben soll.

Mit der Einfassung beider Seiten der Treppenanlage mit Muschelkalk werde eine „würdige Reminiszenz an die bisherige Situation” geschaffen – was auch mit dem Berrgischen Geschichtsverein abgestimmt sei.

Dieser Entwurf ist Teil einer Beschlussvorlage zur Schlossstraße, die am 9. Juni im AUKIV beraten werden soll. Den gesamten Entwurf und die Beschlussvorlage dokumentieren wir im folgenden.

Dokumentation

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30 Kommentare

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  1. Der Link zu der hier vorliegenden Dokumentation „Emilienbrunnen“ des Bürgerportals wird auch späterhin als unverzettelter Beleg für die Beiträge zahlreicher engagierter Bürger zur Verfügung stehen. Ich wiederhole an dieser Stelle einen vorher woanders platzierten Kommentar, auch um sicherzustellen, dass ich nicht als Kritiker einer einzelnen Partei verstanden werde und ergänze ihn mit einem Postscriptum:

    Wenn man die Entwicklung der Planung des Brunnenumfeldes von der Planungsvorgabe bis zur letzten AUKIV-Sitzung verfolgt, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass eine unselige Verkettung von Unklarheiten, Missverständnissen, Fehlern, Fahrlässigkeiten, Versäumnissen und Unaufmerksamkeiten zwischen den Beteiligten, also der Verwaltung, dem Planungsbüro und den zuständigen Lokalpolitikern für das Ergebnis ausschlaggebend war. Hierbei trägt das Planungsbüro noch die geringste Verantwortung: es hat im guten Glauben seine Hausphilosophie umgesetzt, die zwar nicht bei jedem Bürger Beifall findet, aber immerhin die Jury überzeugt hat.

    In der ersten Konzeptvorlage war die Schloßstraße im Kreuzungsbereich Brunnen zu einem „Emilienplätzchen mit Sichtachsen auf Schloß und St. Nikolaus als Entree zum „Boulevard der Begegnung“ aufgeweitet, allerdings war der Emilienbrunnen ersatzlos gestrichen, weil dem Club L 94 die historische Bedeutung nicht bewusst war. Abgelenkt durch den Durchwinkprozess der furchtbaren Vorlage des ersten Centerscapeentwurfes für die Schloßgalerie, dauert es eine Weile bis auch in der ortsbezogenen Bürgerschaft klar wurde, dass der Emilienbrunnen ersatzlos gestrichen war. Natürlich hatten die Verwaltung und die Lokalpolitik davon schon Kenntnis, haben jedoch nicht korrigierend eingegriffen, vielleicht aus Fahrlässigkeit, vielleicht aber auch, weil sie es schlicht nicht für nötig hielten. Das war der erste entscheidende Fehler!

    Dann kam der Aufschrei aus der Bürgerschaft: der Brunnen muss bleiben! 1300 Unterschriften, viele entsprechende Kommentare in den Medien und Korrespondenzen. Die Konsequenz war, dass nun Club L94 sein Plätzchen/ Sichtachsen-Konzept um den Erhalt des Brunnens erweitern musste. Das führte dann nach einigen krampfhaften Versuchen zwangsläufig zu dem Murks, den wir heute haben, da die örtlichen Gegebenheiten offensichtlich genau diese Kombination in der notwendigen Harmonie und Ästhetik nicht ermöglichen. Die also vorgelegte Plätzchen-/Sichtachsen-Kombination mit seitlich und zurück verlegter Brunnenwand wurde von der Bürgerschaft rundherum als Verunstaltung zum Nachteil Bensbergs unüberhörbar und klar abgelehnt und der Erhalt des Bestands gefordert. Alle Gegenargumente wurden auf den Tisch gelegt, sie brauchen hier nicht wiederholt zu werden. Das wurde zwar von den Lokalpolitikern zur Kenntnis genommen, aber weder kommentiert noch angemessen berücksichtigt. Dieser Faux Pas war der zweite entscheidende Fehler.

    Nun fragt man sich, aus welchem Grund ortsansässige Politiker diese Wünsche, Empfehlungen und Gründe einfach kommentarlos übergehen und eine sachbezogene und kluge Bürgerbeteiligung meiden wie der Teufel das Weihwasser und das auch noch mitten im Wahlkampf. Der Grund, sie seien als gewählte Mandatsträger der übergeordneten Sache, also dem Allgemeinwohl und nicht Einzelinteressen verpflichtet, lässt sich dafür ja wohl kaum strapazieren. Oder ist es nicht vielmehr, die Angst, Versäumnisse und Fehler eingestehen zu müssen? Diesen Murks also mitverschuldet zu haben?

    Eine gewisse Rückendeckung versprach man sich noch von einem Experten, der im Sold der Stadt steht und vorgibt, im Namen des Geschichtsvereins zu sprechen, ohne je eine belastbare Mehrheitsmeinung seiner Mitglieder eingeholt zu haben. Seine Meinung zählt nicht mehr und nicht weniger als alle anderen sorgfältig unterdrückten Einzelstimmen, also auch meiner. Dass das Brunnenbauwerk nicht als Denkmal geschützt ist, ist allgemein bekannt und tut der positiven Einstellung vor Ort keinen Abbruch und rechtfertigt nicht seine Beschädigung.

    Ich glaube, dass in diesem Bereich des schlechten Gewissens einiger Beteiligter der wahre Grund für das unmögliche Abstimmverhalten unserer Politstrategen liegt, sie wollen unter allen Umständen ihr Gesicht wahren und keine Fehler eingestehen, mögen sie auch noch so offensichtlich sein! Woran sie Herr Honecker ja auch noch einmal in der Sitzung nett erinnert hat.

    Hilfreich ist natürlich, wenn von backstage ohne Rücksicht auf die Konsequenzen der Zuruf ertönt, ein Emilien-Plätzchen sei doch schön. Dann soll er eben sein Plätzchen mit Brunnen bekommen, egal ob Murks oder nicht! Danke, dann muss ich so stimmen und bin den Schwarzen Peter los. So entstand der Mehrheitsbeschluss im AUKIV. Die Kombination im Prinzip: ok, zur Gestaltung: schauen wir mal. Dieses Ergebnis ist eine Schande!

    Nein! Wenn der Preis für die Kombination Plätzchen/ Sichtachse eine an den Rand verschobene hässliche Brunnenwand vor einem Trafohäuschen ist, dann ist der Erhalt und Einpflegung des Bestandes in angrenzenden Planungsbereiche die einzig sinnvolle Lösung, die man vor Ort begrüßen würde. Da hilft auch kein „Nachbessern“ oder weitere aufgehübschte Bildchen. Zum Erhalt des Bestandes müssten natürlich einige Herrschaften über ihren eigenen Schatten springen. Selbst, wenn das für den ein oder anderen mit einem verkraftbaren Gesichtsverlust verbunden sein sollte, ist das immer noch besser als die peinliche dauerhafte Verschandelung des Entrees für Schloß und Innenstadt…aber noch ist es nicht zu spät!

    Also bitte: bedienen Sie die Resettaste, bevor es endgültig nicht mehr geht. Vielleicht nimmt ja sogar mal ausnahmsweise jemand von den Angesprochenen Stellung, schließlich ist ja auch noch Wahlkampf.“

    PS:
    Bürgermeister Urbach hat inzwischen auf FB als Einziger folgende Aussage von n.n. geliked: „Ihr habt echt Probleme – Ein Brunnen, der offensichtlich seine besten Zeiten hinter sich hat. lebt doch mal mit Veränderungen und verschränkt euch nicht immer vor allem Neuen – so ist das Leben nun mal. Dinge kommen und gehen.“

    ……Nein, vielen Dank, genau das sehen wir hier vor Ort nicht grundsätzlich so! Jedenfalls wollen wir ein zuviel à la Forumpark für Bensberg verhindern.

  2. Welche Bedeutung hat der Emilienbrunnen für Bensberg? Diese Frage stellt sich, wenn ich mir die zahlreichen Kommentare aus Politik, Verwaltung und den Bürgern der Region vor Augen führt.
    Dieser Brunnen hat eine überragende Bedeutung, nicht nur für Bensberg.

    Für mich ist der Brunnen Institution, er gehört, so, wie er ist zu Bensberg. Die Historie ist oft beschrieben worden. In diesem Bauwerk steckt jedoch noch viel mehr, er gehört zum Geist dieser Stadt, gibt Orientierung und Wertschätzung.

    So etwas verändert man nicht, man ändert auch nicht den Bau, der so gewollt ist. Wenn man diese Schenkung richtig interpretiert, dann kann man dieses Bauwerk an dieser Stelle nur durch den Erhalt sichern und für dessen dauernde Pflege sorgen.

    Das jedoch kann man nur, wenn man die eigentliche Bedeutung des Brunnens für Bensberg richtig übersetzt.

  3. Emilienbrunnen: Schön ist anders. Es ist eine Schande, den Bürgern so was zuzumuten. Was ist daran so schwer, hat im Rat keiner auch nur für 5 Cent Geschmack und so eine Geschmacklosigkeit zulässt. Die Bevölkerung ist damit ganz und gar nicht einverstanden, ich empfinde es als eine direkte Lüge. Im Geschichtsverein wäre das unter dem vorherigen Vorstand sicher nicht zustande gekommen. Wenn die dem wirklich zugestimmt haben, dann sollte der Verein sich auflösen da absolut unfähig. Es ist beschämend und peinlich, die wie an die Wand geklatschte Geschmacklosigkeit das Ortsbild verschandelt.

  4. Abgestimmt mit dem Geschichtsverein?! Über das Warum, Wieso, Weshalb würde man wohl gerne etwas Offizielles von seinem Vorstand hören.

  5. Liebe Leser,

    mit Erschrecken habe ich den Artikel zum neuen Standort und der Verunstaltung eines alten Bensberger Denkmals –Emilienbrunnen—gelesen.
    Wenn dieser dann auch noch die Information enhält, dass der Geschichtsverein solch einem Schwachsinn zustimmt, frag man sich, was die Meinung der Bevölkerung noch wert ist.

    Nur weil ein paar junge Architekten aus Köln, das Bauamt unserer Stadt und die von uns gewählten führenden Politiker dies so wollen, kann man sich nicht über die Wünsche vieler, ja tausender Bensberger einfach hinwegsetzen.

    Wir haben gegen das Versetzen des Brunnens und das unsinnige Abholzen der Bäume ( die dieses Jahr zu größten Teil mit einer traumhaften Blüte die Bürger erfreut haben und jetzt in vollem Saft stehen aber in „Wirklichkeit“ ja „krank“ sind) über 3000 Unterschriften beim Bürgermeister Urbach abgegeben, die dieser mit Widerwillen und respektlos entgegen genommen hat und anscheinend keinen dieser oben genannten Institutionen interessiert hat.

    Und wenn ich dann lese, „ die Bevölkerung ist beteiligt worden“, schwillt mir der Hals.

    Auch wenn der alte Brunnen inkl. Gestaltung dort ja die Architekten in Ihren Plänen für den neuen Eingang Bensberg stört, hat keiner das Recht unsere Wünsche zum Erhalt dieses Denkmales mit Füßen zu treten und statt Dessen eine „sterile“ Steinwand mit den Resten des Brunnens ins Abseits zu stellen.

    Statt wie es der Bürger gerne hätte, den alten Brunnen so wie er ist stehen zu lassen, oder einfach nur nach hinten (genau so) zu verlegen und ein altes Denkmal damit zu erhalten, will man mit aller Macht einen neuen Platz erschaffen, um eine freie Sichtachse auf die Kirche zu erhalten.

    Wer bitte schön wird diesen von Zugwind geprägten Platz denn jemals nutzen um auf die Kirche zu gucken oder sich „ruhig“ hin zu setzen und ein Eis zu essen. Auch wenn hier die Gehfläche größer wird und eine Bank um einen Baum stehen soll, bleibt diese Fläche eine unruhige, zugige Ecke an einer Kreuzung mit Autoverkehr und Wind.

    Sollte diese Planung in die Tat umgesetzt werden, kann man nur hoffen, dass die Bürger bei der kommenden Wahl diese Entscheidung gegen sie, bei ihrer Stimmvergabe berücksichtigen.

    Wolfgang Boden

  6. Auch wir schließen uns den Aussagen der Kommentatoren in allen Punkten an!Wir haben soeben nochmals die begrünte Rückwand und die Bepflanzung insgesamt angesehen und können uns nicht eine kühle Betonwand mit Brunnen vorstellen,schon garnicht im Hinblick auf die damit verbundene Freilegung des dahinterstehenden Gebäudes!(Was geschieht dann eigentlich mit der hässlichen Mülltonnenecke direkt neben dem Brunnen !?)Für uns liegt jedoch die gravierendste Veränderung darin,daß die Symmetrie der Sichtachse am Beginn der Auffahrt zum Barockschloß verlorengeht.Diese Sichtachse erscheint uns in jedem Fall deutlich wichtiger als die Sichtachse in Richtung St.Nikolaus.

  7. Absolute architektonische Fehlleistung in Bezug auf die Wahl der Komponenten und der Proportionen. Wieso verzichtet man auf die Möglichkeit, auch umgebende pflanzliche Gestaltung mit einzubeziehen?

  8. Als „Alte Bensberger“ und unmittelbar betroffene Nachbarn der „neu interpretierten“ Umgebung des Emilienbrunnens schließen wir uns den Aussagen der vorstehenden Kommentatoren an und unterstützen diese mit mit großer Dringlichkeit. Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, zuallererst an den AUKIV, in seiner Sitzung am 9.6., gegen die vorgeschlagene Veränderung des Bereiches zu stimmen.

    Marlis Sauer

  9. War es das, was die ehemalige CDU-Bürgermeisterin mit mehr als 1300 Unterschriften von Bürgern erreichen wollte?
    Zur Erinnerung: Die ehemalige Bürgermeisterin Maria-Theresia Opladen sowie die Bensbergerin Hildegard Linde überreichten am Freitag, den 5. Juli 2019, 1.354 Unterschriften an Bürgermeister Lutz Urbach. Die Unterstützer setzen sich für den Erhalt des historischen Brunnenbauwerks am jetzigen Standort ein….
    Diese Verwaltung scheint durch nichts zu stoppen, das Primat der Politik scheint ausgehebelt. Herr Christian Buchen, der Bürgermeisterkandidat der CDU und langjähriger Vorsitzender des zuständigen AUKIV-Ausschusses trägt hier die Hauptlast der Verantwortung.
    Am 9. Juni 2020, 17 Uhr im Rathaus in Bensberg findet die nächste Ausschusssitzung statt.
    Es wäre im Sinne der Bensberger, wenn der AUKIV die Umgestaltung des Bereiches Emilienbrunnen untersagt und lediglich die angrenzenden Planungsbereiche seiner Einbettung anpasst.
    Dieser Teil des “Siegerentwurf” entstellt die Stadt, er entfremdet sie den Menschen, die hier aufgewachsen sind, die hier wohnen, leben und arbeiten. Die Menschen, die die “Reste vom alten Bensberg” nach der ersten “Entstellung” der 70-iger Jahre liebgewonnen haben, auch mit „Aapefelse“ und „Franzen-Riegel“. Leider bleiben auch der „Gestaltungsausschuss“ und die externen “Kompetenzen” ohne jedes Gefühl für die Örtlichkeit, ohne Empathie. Und der Geschichtsverein mit seinem umstrittenen Vorsitzenden Professor soll zur Legitimation herhalten. Anketten wollte er sich an den Brunnen, der Vorsitzende.
    Man kann den Ausschussmitgliedern nur empfehlen vor Sitzungsbeginn mit den “Bildern” der Planer mal eben, wenige Minuten vom Sitzungsort entfernt, die Örtlichkeit in Augenschein zu nehmen, sich mitten auf die Auffahrt zum Schloss zu stellen, verinnerlichen, Empathie entwickeln.
    Die Planer haben ganz offensichtlich nicht wahrgenommen, dass die historische Lindenallee zum Schloss hinauf das angemessene Entrée für das Schloss ist.
    Streichen sie den Brunnen-Bereich aus dem Auftrag an L94, da kann nichts Gutes mehr bei rauskommen. Wir in Bensberg wissen wo die Kirche steht und behalten sie auch so im Blick, am Brunnen vorbei.
    Viel schlimmer ist bei dieser Planung allerdings der Schaden, der sich an der Anfahrt/Auffahrt zum Schloss ergibt, der ist nicht wieder gut zu machen. Die bislang gleichschenkelige Auffahrt mit Kopflinden dekoriert, wird an der rechten Seite erheblich gekürzt. Kopflinden fallen weg, die Gleichseitigkeit der Auffahrt zu einem der bedeutendsten Barockschlösser Europas, auch durch die gleichverlaufenden Treppen auf beiden Seiten betont, die wird unwiederbringlich zerstört.
    Es gibt trotz oder wegen „Siegerentwurf“ und erklärter Planungsabsichten von L94 keinen überzeugenden Grund, am Istzustand etwas zu ändern und dafür auch noch Geld in die Hand zu nehmen. Vorsorglich hat die Verwaltung das Ergebnis der eigenen Bürgerbefragung zum Emilienbrunnen am Tag der Städtebauförderung 2019 bis heute nicht bekannt gegeben. Nicht nur weil es gefördert wird, muss es auch gemacht werden, es ist gut so, wie es ist!
    Vergleichbares passierte schon einmal. Ein Blick von gleicher Stelle auf der Auffahrt zum Schloss Mitte der Straße in Richtung Köln, Sichtachse Dom, zeigt bei der Überbauung des Bürgersteigs auf der linken Seite, welch dauerhaft schreckliche Wirkung solch schnelle Entscheidungen an historischer Stelle haben.
    Hier ist im Kern die Historie des Ortes irreparabel betroffen.

  10. Dass sich der Emilienbrunnen in der Vergangenheit nicht immer optimal gepflegt und liebevoll gestaltet dargestellt hat, möchte man als bekannt voraussetzen. Jetzt ist es mir aber ein besonderes Anliegen, meine Meinung zu dem sehr umstrittenen Entwurf zur Neugestaltung des Brunnens und zum “angemessenen Entrée für die historische Lindenallée zum Schloss” zu äußern.

    Natürlich und zwangsweise musste sich Bensberg in den letzten Jahrzehnten zeitgemäß entwickeln, was leider nicht immer glücklich gelungen ist – die Veränderung der Innenstadt ist ein schmerzhaftes Beispiel.

    Dankenswerterweise haben einige Bürgerinitiativen nachdrücklich versucht, ihre Meinung demokratisch an die Parteien und Verantwortungsträger für Stadtentwicklung heranzutragen. Unterschriftenaktionen, Leserbriefe und weitere Kommentare (s. Bürgerportal) zeugen von bürgerlichem Engagement, das aber im Sande zu verlaufen scheint. Warum wird in diesem Zusammenhang der klare Wunsch zahlreicher Bürger so missachtet und negiert?

    Der augenblickliche Plan zur Neugestaltung des Emilienbrunnens ist kalt, unpassend und geschmacklos. Das Andenken an eine engagierte Wohltäterin und edle Gönnerin Bensbergs muss in angemessener Weise liebevoll gestaltet sein und nicht frevelhaft historisch verändert werden!

    Ich appelliere an den AUKIV alles zu tun, dass dieser geschichtsträchtige Brunnen in seiner heutigen Form erhalten bleibt und nicht ein weiteres Erinnerungsstück in ein hässliches Neutrum umgebaut wird.

  11. Zitat: “Ziel sei es, den öffentlichen Raum zwischen Nikolaus-Kirche, Schloss und Schlosstraße „aufzuweiten und hierdurch ein angemessenes Entrée für die historische Lindenallee zum Schloss hinauf zu schaffen”, bestätigen die Planer in der Beschlussvorlage”. Zitat Ende.

    Wenn man dann das Ergebnis in “Bildern” sieht, dann kann man nur zu dem Schluß kommen: Thema verfehlt, sechs, setzen!!!

    Man kann den Ausschussmitgliedern nur empfehlen vor Sitzungsbeginn am 9. Juni 2020 um 17 Uhr mit den “Bildern” mal eben, wenige Minuten vom Sitzungsort entfernt, die Örtlichkeit in Augenschein zu nehmen, sich mitten auf die Auffahrt zum Schloss zu stellen, verinnerlichen.

    Die Planer haben ganz offensichtlich gar nicht wahrgenommen, dass die historische Lindenallee zum Schloss hinauf das angemessene Entrée für das Schloss ist. Es bedarf keiner Ausweitung, es muss im Gegenteil allein schon zur Verhinderung einer Verstümmelung der historischen Lindenallee dieser Eingriff untersagt werden.

    Völlig abgesehen davon, dass diese Planung nur eine Ausweitung hin zur Schlossstrasse bedeutet, weil Richtung Schloss die Abgrenzung durch den Berg nur höher wird und zur dann nur einseitig verkürzten Auffahrt hin auch nochmals eine Treppe entsteht.

    Ein Blick von gleicher Stelle in Richtung Köln, Sichtachse Dom, zeigt bei der Überbauung des Bürgersteigs, welch dauerhafte nachteilige Wirkung solch schnelle Entscheidungen an historischer Stelle haben. Hier ist im Kern die Historie des Ortes betroffen. Die Kenntnis der Örtlichkeit lohnt sich.

  12. Ich bin kein alteingesessener Bürger Bensbergs, der die Veränderungen in diesem Stadtteil über Jahrzehnte selbst miterlebt oder von seinen Eltern erzählt bekommen hat. Gleichwohl sehe ich es als mein Recht, nein, sogar meine Pflicht an, mich zu der geplanten Umgestaltung des Emilienbrunnens zu äußern.

    Ich empfinde die Planung als gefühlskalt und ohne jegliche Sensibilität für die Gegebenheiten vor Ort sowie die Historie des Brunnens!
    Anstatt die naturbelassene Platzierung des Brunnens zu verschönern, bevorzugen die Planer die Radikalkur mit einer kalten Wandkonstruktion.
    Das Planungsziel, den öffentlichen Raum zwischen Nikolaus-Kirche, Schloss und Schlossstraße „aufzuweiten und hierdurch ein angemessenes Entrée für die historische Lindenallee zum Schloss hinauf zu schaffen” und den Brunnen durch die Zurücksetzung neu zu interpretieren ist mal wieder ein Meisterwerk der einlullenden Architektensprache. Da kommt mir doch gleich die Bewertung des ersten, ausgesprochen voluminös ausgefallenen Erstentwurfs der Schlossgalerie in den Sinn, wo von in allen Himmelsrichtungen stimmigen Sichtachsen gesprochen wurde (Welch ein Glück, dass dieser Entwurf nicht verwirklicht wurde).

    Ich werde darüber hinaus das Gefühl nicht los, dass auf Seiten der Verwaltung eine Gestaltungsform angestrebt wird, die möglichst wenig pflegeintensiv ist.

    Um es klar zu formulieren: Was „angemessen“ für den Stadtteil Bensberg ist, hat sich entscheidend nach dem Willen der Bürger zu richten und nicht nach den Vorstellungen von Planern, die tendenziell immer mehr ein städtebauliches Einerlei erzeugen anstatt die individuellen Verhältnisse vor Ort als dominierend in die Planung einfließen zu lassen.
    Und damit bin ich auch (schon wieder) bei meinem Lieblingsthema, der Bürgerbeteiligung. Es ist – und dafür bin ich dankbar – erkennbar, dass die Parteien sich zunehmend ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen (möchten), zum Wohle unserer Stadt und ihrer weiteren Entwicklung.
    Wenn diese Politiker jetzt aber die vorgeschlagene Planung des Emilienbrunnens durchwinken, dann würden sie jegliche Glaubwürdigkeit beim Thema Bürgerbeteiligung verspielen, noch bevor sie sich hier richtig warm gelaufen haben. Ich kann nur inständig hoffen, dass es nicht so weit kommt.

  13. Der Brunnen vor einer Betonwand wirkt deplaziert wie ein Hängeklo in der Fußgängerzone.

    Ist diese Sichtachse so viel wichtiger als die, die durch den Neubau gerade verbaute von der Schloßstraße zum Schloß, bzw. Rathaus?

    Städteplanung von Ortsfremden und aus Vogelperspektive hat zu einem Konzept geführt, welches einen Preis bekommen hat (!) und bei Umsetzung Gelder vom Land erwirkt. Jetzt müssen wir wohl die Planung umsetzen oder es kommt kein Geld.

    Bezahlen müssen wir dann trotzdem mit jahrzehntelangem Betrachten der neuen Sünden.

  14. Der Spruch: “Schlimmer geht immer” kommt hier tatsächlich an seine Grenze und nähert sich in nicht mehr steigerbare Vollendung.
    “Da! Habt Ihr Euren (doofen) Brunnen (endlich)”: Stimmt. So findet in dieser empathielosen Ausführung eine jähe Herabsetzung bis zu seiner und dem Gedenken der Emilie bestürzende, verletzende Verachtung statt.
    Schade.
    In der starken Hoffnung, daß die gefühlsentstellende Ausführung durch einen empathischen Geistesblitz der Planungskollegenschaft in eine sympathische Erscheinung eine Umplanung erfährt.
    Platte Planung poltert partout nicht in die Herzen der Bürger!

  15. “Ein Ort zum Verweilen”. Ja, klar! Und nebenan brettert alle paar Sekunden ein Auto übers Kopfsteinpflaster.
    Haben die Planer Lack gesoffen?

  16. Emilienbrunnen „neu interpretiert“ – Nein Danke!
    Von Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist Bensberg einigermaßen verschont geblieben. Das hat die Schlossstadt auch dem mutigen Handeln einiger Bensberger Frauen zu verdanken. Erna Klug, Elisabeth Fritzen, meine spätere Mutter und einige andere Frauen haben durch ihr mutiges Intervenieren am Tage des Einmarschs der Amerikaner am 13. April 1945 entscheidend dazu beigetragen, dass Bensberg nicht dem Erdboden gleichgemacht wurde.
    Doch vieles, was der Krieg verschont hat, wurde danach in den sechziger und siebziger Jahren dem Neubauwahn geopfert. Die alte Burg Bensberg, das Rathaus an der Steinstraße, traditionsreiche Gasthäuser (wie die „Alte Post“), das „Alte Amtsgericht“, dutzende malerische Fachwerkhäuser und historische Winkel wurden für das sogenannte „moderne Bensberg“ beseitigt, der historische Stadtkern zerstört und gewachsene Strukturen auseinander gerissen. An der Stelle der harmonischen Ensembles hat man Waschbeton-Einheitsbauten hingesetzt, Betonriegel, die seitdem den freien Blick auf Schloss und Burg unmöglich machen.
    Nun soll auch noch eines der wenigen Überbleibsel des alten Bensbergs dem Modernisierungswahn geopfert werden. Diese „Neuinterpretierung“ des Emilienbrunnens macht mich fassungslos. Diesen Brunnen kenne ich seit meiner Kindheit und ich bin oft an seinen rauen Steinen herumgeklettert. Jetzt stört der Brunnen nach der Meinung ortsfremder Planer die freie Sicht auf die Kirche St. Nikolaus.
    Diese Backsteinbasilika steht dort seit fast 150 Jahren. Auch der Emilienbrunnen hat seit dem Ende des 19. Jahrhunderts seinen Platz an der Auffahrt zum Schloss. Mir ist nicht bekannt, dass sich jemals ein Bensberger über die bestehenden Blickverhältnisse auf die Kirche beklagt hat.
    Nachdem man bereits früher den freien Blick auf Schloss und Burg bedenkenlos beseitigt hat, ist es geradezu ein Witz, den Abbruch des Brunnens jetzt mit der Schaffung notwendiger Sichtachsen zu begründen. Bei diesem Entwurf bliebe nichts übrig vom Emilienbrunnen. Denn schon einmal wurde an ihm herumgebastelt. Ursprünglich gab es nur ein Wasserbecken. Die heute vorhandenen vier Kaskaden wurden vor Jahren nachgerüstet. Im Original erhalten ist nur das charakteristische Korallengestein und gerade das soll nach den aktuellen Plänen ersatzlos wegfallen und durch eine triste Wand ersetzt werden.
    Für wen wird hier aufwändig saniert? Für die ortsfremden Planer oder die Menschen, die hier leben? Die vielen Kommentare in den Internetmedien belegen doch eindeutig, wie sehr die Bevölkerung den Brunnen erhalten möchte. Ist das der Verantwortlichen Im Rathaus gleichgültig? Müssen Bensberger akzeptieren, was “die im Rathaus” beschlossen haben?
    Ich kann nur hoffen, dass es wenigstens noch einige vernünftige und mutige Politiker*innen gibt, die diesem Zerstörungswahn Einhalt gebieten und verhindern, dass eines der letzten Zeugnisse des historischen Bensbergs vernichtet wird.

  17. Sieht aus wie eine an die Wand geklatschte Notlösung,denkt man schon darüber nach es nach einiger Zeit wieder abzureißen.??

  18. Man kann über Geschmack streiten oder auch nicht. Aber es geht hier nicht um Geschmack sondern um den Willen der Bensberger, den Brunnen so im Satdtbild zu erhalten, wie man es seit Genarationen kennt. Ob Schlossstraße oder Schlossgalerie, die Bevölkerung war nie wirklich beteiligt. Nun soll auch noch ein Brunnen, der von einer Ur-Bensbergerin gestiftet wurde, eine verschlimmbesserte Position erhalten, der von Anfang egal mit welchem Aussehen von den Bensbergern widersprochen wurde. Wann will man in dieser Stadt mit der vielbesprochenen “Bürgerbeteiligung” beginnen, wann wird man der Verwaltung einmal beikommen können, wann darf auch hier der Bürger mitreden?

  19. Herr Weyhenmeyer hat völlig Recht! Ich unterstelle dem Planer, dass auch er selbst seine „optimale“ Lösung furchtbar findet und damit nur darauf hofft, endlich unseren Freibrief dafür zu bekommen, ohne den aus seiner Sicht störenden Brunnenhügel planen zu können. Sein Ziel, nämlich die „historisch wichtige Sichtbeziehung zur Nikolauskirche“ für einem geringfügig erweiterten Blickwinkel aus der oberen Schloßstraße zu ermöglichen, erscheint ihm wichtiger als jede Rücksichtnahme auf historisch Gewachsenes. Wir Bürger folgen dem aber nicht und haben das auch eindeutig klar gestellt. Wenn es also nicht besser geht, verzichten wir gerne auf das bisschen mehr Kirchenblick als auf den Brunnen und zwar so wie er ist und genau an der Stelle, wo er ist!
    Wenn also ein planbares „Optimum“ für den Bürger nicht annehmbar ist, bleibt logischerweise nur eine Alternative: dem Planungsbüro Club L94 den Auftrag zur Umplanung dieses Teils der Schloßstraße zu entziehen!

  20. Ziemlich billig und einfallslos sieht die neue Lösung für den Emilienbrunnen nun aus. Es fehlen noch Druckspüler und Handwaschbecken …

    Es wäre wirklich sehr schade um das individuelle und für Bensberg historisch bedeutsame Brunnenensemble, derzeit einbettet in Naturstein und Begrünung.

    Schade auch um die interessierten Diskussionen und Stellungnahmen in der Bürgerschaft.

  21. Man merkt den Planern an, dass sie den Brunnen weghaben wollten; da habt ihr euren Brunnen! Scheußlicher geht es wohl nicht. Warum nicht lassen wie es ist?

  22. Auf Facebook läuft ein wahrer Sturm der Entrüstung gegen diese völlig unpassende Kiste, hier im Bürgerportal findet sich auch nicht der Hauch einer Zustimmung! Die Urteile der Leserbriefschreiber im KStA werden wohl kaum grundsätzlich anders ausfallen. Alle tun wir das mit vollem Recht. Das passt doch wunderbar in die laufende Diskussion über die zu verstärkende Bürgerbeteiligung an wichtigen Entscheidungen.
    Die bisher veröffentlichten Versuche der Planer von Club L 94, den Emilienbrunnen „umzuinterpretieren“, kommen in meinen Augen zu Ergebnissen, die nicht an den Reiz des Istzustandes herankommen, seiner Bedeutung nicht gerecht werden und die zudem keineswegs überzeugend begründet sind.
    Der AUKIV möge am 09.06.20 eine solche Beschädigung von Bensberg verhindern.

  23. Mir fällt gerade nicht ein, welcher Kaberettist dem Nachkriegs-Köln eine Neigung zu Kacheln an den Hausfassaden nachsagt. Diese hätten den Vorteil, dass man nach dem nächsten Krieg einmal feucht durchwischen müsste und alles wäre wieder gut. Die Entwürfe, die Bergisch Gladbach beglücken soll(t)en bzw. jetzt Bensberg, erinnern mich daran. Irgendwie für etwas funktional, aber niemals so, dass sich jemand dafür begeistern könnte oder es den Aufenthalt angenehm gestalten könnte.
    Natürlich ist nicht alles im Bensberger Stadtbild erhaltenswert, das hat aber auch damit zu tun, dass kaum etwas wirklich gepflegt wird. Lieber werden neue Bänder zur Eröffnung von Politikern durchschnitten als sich zwanzig Jahre + x später um den Erhalt zu kümmern, siehe Emilienbrunnen.
    Wer Bensberg wirklich verschönern will, soll sich um Waschbetonplatten im Straßenbild, z.B. direkt neben dem neuen Einkaufscenter kümmern!

  24. Wurde eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, dass es sich um Altendiskriminierung handeln könnte, wenn immer mehr Bänke mit Lehne durch Bänke ohne Lehne ersetzt werden? Oder besteht der Sinn darin, Menschen davon abzuhalten, sich längere Zeit auf einer Bank aufzuhalten? Haben die Planer schon einmal auf einer solchen Bank gesessen, und wie lange, und wie alt sind sie?

  25. Lieber Frankenforster,
    seien Sie bitte nicht unfair zu blinden Menschen: Die sehen auch, nämlich mit den Händen – und hätten absolut keinen Grund, nach Bergisch Gladbach auch Bensberg in einen Borg-Kubus zu verwandeln, wie es die Stadtplanung hier offensichtlich vorhat. Nach der Fußgängerzone und dem Stunde-“Park” in der Stadtmitte wird nun eben auch Bensberg assimiliert… Es zwingt uns zwar niemand, dahin zu gehen – aber trist ist das Leben in solchen Mauern schon!

  26. Ich finde das Super mit der Inklusion, das jetzt auch Blinde Menschen in Planungsbüros arbeiten dürfen bzw. Stadtplaner werden können. Man sollte ihnen dann aber auch fairerweise sagen wenn man einem Entwurf direkt anmerkt das er von einem Blinden gestaltet wurde.

  27. Mehr Treppe und mehr Betonwand? Bergisch Gladbach wird immer mehr zugebaut. Das kann doch nicht gut für das (Mikro-)Klima in der Stadt sein!

    Wir müssen etwas gegen die Erwärmung in unserer Stadt tun. Wir brauchen mehr Grünflächen und Flächen mit Aufenthaltsqualität.

  28. ein wunderschön, sich seit Jahrzehnten in die Umgebung “eingewachsener” Brunnen soll nun in eine statische Wand versetzt werden. Grauenvoll! Warum? nur weil die Treppe nun anstatt von links von rechts aus stehen soll? solch ein gewachsenes Bild wird in unseren Lebzeiten nicht mehr entstehen. Lassen Sie es wie es ist.

  29. Fällt den Stadtplanern wirklich nichts andereres ein als eine Steinmauer?
    Ob das schön ist oder nicht mag noch diskutabel sein, allerdings frage ich mich, wem eine Mauer gefällt.
    Aber warum kann man das Ganze nicht auch mit mehr Grün gestalten? Der Bereich ist nach Südwesten ausgerichtet und wird sich im Sommer stark aufheizen. Und wollten wir nicht eigentlich auch Lebensraum für Bienen (und andere Insekten) schaffen?
    Die Aufenthaltsqualität an diesem Ort würde deutlich gesteigert, wenn sich der AUKIV zu einer Variante mit mehr Grünpflanzen entscheiden würde.