Kreisdirektor Erik Werdel leitet den Krisenstab, Foto: Joachim Rieger

Das Land NRW hatte die Maskenpflicht am Sitzplatz im Klassenraum aufgehoben, jetzt geht der Kreis RheinBerg mit einem dringenden Appell auf Gegenkurs: Wer im Klassenraum eine Mund-Nase-Bedeckung trage, werde davon profitieren. Damit reagiert der Kreis auf die steigende Zahl von Einzelfällen in den Schulen und fordert flächendeckend ein, was einige Schulen ohnehin praktizieren.

„Eindringlich“ empfiehlt der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises den Schüler:innen, am letzten Schultag vor den Herbstferien, im Unterricht weiterhin eine Maske zu tragen. „Angesichts steigender Infektionszahlen folgt der Krisenstab damit einer Einschätzung des Gesundheitsamtes“, erklärt Kreisdirektor Erik Werdel. Alleine am Mittwoch und Donnerstag waren sechs Fälle in der Lehrer- und Schülerschaft in fünf Schulen gemeldet worden.

Die Fachleute würden das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, das regelmäßige Lüften sowie die gewissenhafte Handhygiene als einzige wirksame Mittel zur Minderung des Ansteckungsrisikos mit dem Corona-Virus an Schulen befürworten.

Sabine Kieth, Leiterin des Gesundheitsamtes

Man wolle den Hauptübertragungsweg des Virus – winzige Speicheltröpfchen in der Atemluft – durch das Tragen von Masken weitmöglichst abschneiden, erläutert die Leiterin des Gesundheitsamtes, Sabine Kieth.

„Zwar bieten die üblichen Behelfsmasken den Tragenden keinen Schutz vor einer eigenen Infektion. Sie mindern jedoch die Anzahl feinster Tröpfchen, die beim Atmen und Sprechen mit der Luft ausgestoßen und von anderen eingeatmet werden“, führt Kieth weiter aus.

Ohne Maske droht großflächige Quarantäne

Personen, die den Empfehlungen folgen, würden nicht nur ihre Mitmenschen schützen sondern auch selbst profitieren: „Wer die Mund-Nase-Bedeckung konsequent und richtig trägt, nämlich über der Nase, wird im Falle von positiv getesteten Mitschülerinnen und Mitschülern nicht unbedingt als Kontaktperson mit dem höchsten Infektionsrisiko eingestuft“, erklärt Kieth. Eine Ansteckungsgefahr sei dann nicht gegeben, und damit auch keine Notwendigkeit eines Tests und häuslicher Isolation.

Der Krisenstab ruft generell alle Bürger:innen auf, freiwillig Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Damit sollten möglichst viele Menschen dazu beitragen, Neuansteckungen und Quarantänen zu verhindern.

Verzichten hingegen die Mitglieder einer Klasse oder eines Kurses auf ihre Masken und wird danach eine Person positiv getestet, müsse im schlimmsten Fall der ganze Klassenverband oder sogar die gesamte Jahrgangsstufe in Quarantäne.

„Steigen die Zahlen zu stark, sind die einzelnen Kontaktwege für das Gesundheitsamt nicht mehr nachverfolgbar. In diesem Fall müssen wir großflächige Quarantänemaßnahmen verhängen“, warnt Kieth.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigte sich am Donnerstag: Im Gymnasium Herkenrath wurde eine komplette Jahrgangsstufe unter Quarantäne gesetzt. In der Nelson Mandela Gesamtschule hatte war am Vortag ebenfalls ein Fall gemeldet worden; hier wurden jedoch alle Betroffenen als Kontaktpersonen 2. Grades eingestuft, weil sie durchgehend Masken getragen hatten. Eine Quarantäne war daher nicht notwendig.

Starkes Druckmittel

Im Klartext: Der Mund-Nasen-Schutz schützt den Träger zwar nicht vor einer Infektion, aber im Zweifelsfall vor der Quarantäne. Damit macht der Kreis Druck, um die Maskenempfehlung flächendeckend in den Schulen durchzusetzen.

Mit dem Appell kehrt der Kreis von der Linie der Landesregierung ab, die zum 1. September die Maskenpflicht am Sitzplatz im Schulunterricht hat auslaufen lassen.

Schulgemeinschaften können sich seither aber auf freiwilliger Basis verständigen, dass im Unterricht Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden. Sobald die Schüler:innen ihre Sitzplätze verlassen, gilt auf dem gesamten Schulgelände laut Coronaschutzverordnung ohnehin die Maskenpflicht.

Aus der freiwilligen Basis macht der Kreis nun eine regionale, dringende Empfehlung. Für eine bindende Anordnung fehlt die Grundlage, die Maskenpflicht im Unterricht ist derzeit nicht Bestandteil der Coronaschutzverordnung. Sie kann allerdings verfügt werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz im Kreis die Schwelle von 35 oder gar 50 Fällen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner überschreitet.

Im NCG herrscht im Unterricht ohnehin Maskenpflicht – weil die Schulkonferenz es so entschieden hat.

Bereits geübte Praxis am NCG

Die aktuelle Empfehlung des RBK ist bereits geübte Praxis am NCG. Dort hatte sich die Schulkonferenz aus Lehrern, Eltern und Schülern vor Wochen laut Schulleitung einstimmig dafür ausgesprochen, den Mund-Nasen-Schutz im Unterricht weiter zu tragen.

Hintergrund seien in erster Linie der aktuelle Neubau sowie die Renovierungsarbeiten an der Schule, erklärt Schulleiter Sven Hees. Der damit verbundene Baulärm würde ein Lüften der Klassenräume während des Unterrichts nahezu unmöglich machen.

Zudem fände aufgrund der Arbeiten viele Unterrichtsstunden in Containern statt. Hier sei das Platzangebot geringer als im Klassenraum, die Schüler:innen säßen dichter beieinander, die Einhaltung des gebotenen Abstands nicht möglich. Daher mache der Einsatz des Mund-Nasen-Schutzes einmal mehr Sinn, so Hees.

Ausbildungsbetriebe befürworten Masken

Auch am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Bergisch Gladbach setzt man trotz Lockerungen seitens des Landes nach wie vor auf den Mund-Nasen-Schutz. “Wir haben direkt nach der Abschaffung der Maskenpflicht einen Eilausschuss einberufen und dort haben sich alle (Eltern, Schüler, Ausbilder und Lehrer) zum freiwilligen Tragen der Maske verpflichtet”, erklärt Schulleiterin Nicole Schuffert gegenüber dem Bürgerportal.

Der Beschluss sei insgesamt eine sehr gute Entscheidung gewesen. Man habe bereits zweimal nur den/die „kranke(n)“ Schüler(in) aus der Lerngruppe nehmen müssen. Die restliche Klasse habe weiter normal am Unterricht teilnehmen können. In der Folge kam es zu keiner weiteren Erkrankung in der Klasse, so Schuffert.

Keine Vorabinfo der Schulen

“Maßgeblich bei dieser Entscheidung waren die Unternehmen, die sich vehement für das weitere Tragen der Maske ausgesprochen haben”, schildert Schuffert. Rein wirtschaftlich seien diese nicht in der Lage, eine Quarantäne des Auszubildenden zu stemmen, da diese die Azubis als Arbeitskraft benötigen würden. “Auch ist ihnen das Risiko zu hoch, dass der Azubi das Virus oder auch eine etwaige Quarantäneverordnung mit in das Unternehmen trägt. Die Unternehmen waren schon durch den Lockdown stark betroffen und können eine weitere Schließung oder Ausfall von Mitarbeitern nicht verkraften”, heißt es beim BKSB.

Über den Appell des Kreises sei man im Vorfeld nicht informiert worden, meint Nicole Schuffert. “Mir war aber klar, dass etwas passieren muss, da das Lüften der Klassenräume bei den sinkenden Temperaturen ein großes Problem darstellt.”

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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17 Kommentare

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  1. Das ist nun mal im Leben so, es gibt welche die verharmlosen und Dramatiker. Wer recht hat, werden wir wohl im Frühjahr 2021 erfahren, wenn die Verstorbenen von 2020 mit denen von 2019 abgeglichen werden. Dabei würde natürlich eine Auflistung der Verstorbenen nach Alter sehr hilfreich sein und die Gefährlichkeit von Covid 19 klar erkenntlich machen. Bis dahin ist es aber auf jeden Fall sinnvoll behördlichen Anordnungen Folge zu leisten.

  2. Sehr geehrte S., erstens ist es in dieser Debatte sinnvoll, mit vollem Namen aufzutreten. Zweitens nutzen Sie hier unsere Kommentarunktion, die nicht geeignet ist, seitenlange Texte zu veröffentlichen – die Länge ist begrenzt. Das ist kein Formularfehler, sondern Absicht.

    Wenn Sie einen Kommentar abgeben wollen, dann machen Sie das bitte in einer angemessenen Länge.

  3. Vielleicht liegt die Kunst darin, den langen Text auf die wesentlichen Fakten zu komprimieren.

    Meine Vermutung ist, dass hier die Virengröße mit der minimalen Filtergröße des HEPA-Filters verglichen wird. Aerosole bestehen aber nicht aus einzelnen Viren, sondern aus Tröpfchen.

  4. Ich habe keinerlei Verständnisproblem, sondern das Formular auf dieser Seite hat ein Problem, so dass mein langer Text falsch und zur Unverständlichkeit gekürzt hier veröffentlicht wurde. Ich habe das der Redaktion per eMail mitgeteilt und meinen vollständigen Test gemailt mit der Bitte um Veröffentlichung. Die Redaktion hat stattdessen den unverständlichen Rumpftext weiter auf der Seite gelassen und nur die zweite und dritte Veröffentlichung desselben entstellen Textes gelöscht.

    Liebe Redaktion, ich bitte nochmals um Veröffentlichung meines gesamten Textes, da ich das durch den Programmierungsfehler in Ihrem Formular nicht selbst tun kann. Vielen ein Voraus.

  5. Vielleicht hilft auch ein Auszug (Page 6) der Originalveröffentlichung =>
    2. Methods
    This section describes the air purifiers that were used in our tests. Furthermore, the instrumentation for
    characterizing the aerosol is described, as well as the design of the tests that were conducted.
    2.1. Air purifiers
    The tests were performed with commercially available mobile air purifiers (Philips Model 2887/10), which
    are available as regular household appliances. The air purifiers are equipped with HEPA filters (High
    Efficiency Particulate Air Filter) that remove more than 99.95% of the particles in the size range of 0.1 to
    0.3 µm according to the manufacturer (filter type H13). The volume flow through the purifier can be
    adjusted in five stages: “sleep“, 1, 2, 3 und “turbo“. Table 1 shows the measured volume flows for the
    higher flow regimes (stages 2, 3 or „turbo“) that were used during our tests. To reduce the risks of aerosol
    transmission, the ventilation rate should be set as high as possible. Furthermore, we determined the energy
    consumption and the noise level during operation at these stages. The noise level was determined using a
    simple mobile phone app. We measured 1 m above the instrument but outside the main airflow exiting the
    instrument. The air purifier’s dimensions are 24,0 cm x 35,9 cm x 55,8 cm.
    The purifier includes a simple pre-filter for coarse dust and aerosol (metal screen with mesh width ~0,5
    mm), an active charcoal filter with screens with mesh width of ~0,7 mm. Following the recommendation
    of the German commission for indoor hygiene we avoided air purifiers that rely on the use of ozone
    generators, ionizers, UV light, etc. (Birmili et al., 2020

  6. Beate S., welche Verständnisprobleme haben Sie mit den Angaben von Philips in der von Ihnen angegebenen Quelle ?
    (siehe: http://www.philips.de/c-p/AC2887_10/luftreiniger )
    Philips-Originaltext:
    Gesündere Luft jederzeit
    AeraSense – macht das Unsichtbare sichtbar
    • Entfernt 99,97 % an Partikeln mit 3 nm
    • Anzeige von Allergenen
    • Bis zu 79 m²
    • Auto- und Ruhemodus
    • Leistung Zimmergröße bis zu 79 m²
    Filtert Viren heraus in einer halben Stunde, 99,9 %
    CADR 333 m³/h
    • Technische Daten
    Kabellänge 1,6 m
    Frequenz 50/60 Hz
    Leistung 11 ~ 60 W
    Geräuschpegel 20,5 bis 51 dB (A)

  7. @ Beate S.

    Die Filter sind wirksam:

    “Denn auch die Ausatemluft kann Viren enthalten. Wie Influenzaviren sind vermutlich auch Coronaviren in der Ausatemluft eines Infizierten nachweisbar. Viren wie z. B. Influenza (mit einer Größe von 120 nm) und Corona (mit max. 160 nm) fliegen nicht vereinzelt in der Luft herum, sondern sind in der Luft immer in größere Tröpfchen eingeschlossen, bewegen sich also in Form eines Aerosols. Beim Atmen stößt jeder Mensch kleinste Tröpfchen (von einer Größe von 1 µm) aus. Pro Atemzug können 1000-50.000 Tröpfchen enthalten sein. Beim Husten sind die Tröpfchen um ein Zehnfaches größer (über 10 µm). Somit bleiben über 90 % der Aerosole auch in Filtern hängen, die eine Maschengröße von 2µm haben. ”

    Quelle:
    https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/covid-19/schutz-vor-ansteckung/

    Das hier genannte Gerät soll (nach Herstellerangaben) 99,97 % an 0,3 µm großen Partikel filtern.

  8. Philips schreibt zum in der Studie der Uni Frankfurt in einem Klassenraum getesteten Philips-Luftreiniger AC2887/10 (siehe: http://www.philips.de/c-p/AC2887_10/luftreiniger ):

    “VitaShield IPS mit aerodynamischem Design und NanoProtect-Filter (…). Die Technologie entfernt ultrafeine Partikel mit einer Größe von nur -> 0,02 Mikrometern 60 bis 140 80 und 120 60 0,3 Mikrometer 300 Dieser teurere Luftreiniger eignet sich also nicht für SARS-CoV-2-Viren.

  9. Leider zieht auch unsere Seite immer mehr Corona-Leugner und Verharmloser aus der ganze Republik an, die hier Ihren Unsinn posten. Diese Kommentare werden gelöscht, es handelt sich hier um ein Forum für den lokalen Austausch.

    U.a. wurde die Aussage angezweifelt, Infizierte, die (noch) keine Symptome könnten das Virus übertragen. In dieser Sache verweisen wir auf das Robert-Koch-Institut:

    „Übertragung durch asymptomatische, präsymptomatische und symptomatische Infizierte

    Generell wird unterschieden, ob eine ansteckende Person zum Zeitpunkt der Übertragung bereits erkrankt (symptomatisch) war, ob sie noch keine Symptome entwickelt hatte (präsymptomatisches Stadium) oder ob sie auch später nie symptomatisch wurde (asymptomatische Infektion).

    Eine große Bedeutung haben die Übertragungen von infektiösen Personen, wenn sie bereits Krankheitszeichen (Symptome) entwickelt haben (42, 43). Dabei können diese Symptome relativ subtil sein, wie z. B. Kopf- und Halsschmerzen. Eine solche Phase mit leichteren Symptomen kann einer späteren Phase mit „typischeren“ Symptomen, wie z. B. Fieber oder Husten, um ein oder zwei Tage vorausgehen (44). “Typischere” Symptome können aber auch ausbleiben.
    Darüber hinaus steckt sich ein relevanter Anteil von Personen bei infektiösen Personen innerhalb von 1-2 Tagen vor deren Symptombeginn an (42, 45). Wie groß dieser Anteil ist, kann nicht genau beziffert werden, da in vielen der Studien der „Symptombeginn“ nicht oder nicht gut definiert wurde.

    Schließlich gibt es vermutlich auch Ansteckungen durch Personen, die zwar infiziert und infektiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung). Diese Ansteckungen spielen vermutlich jedoch eine untergeordnete Rolle (46).

    Zur Verminderung des Übertragungsrisikos sind in allen drei Konstellationen die schnelle Isolierung von positiv getesteten Personen, die Identifikation und die frühzeitige Quarantäne enger Kontaktpersonen wirksam. Das Abstandhalten zu anderen Personen, das Einhalten von Hygieneregeln, das Tragen von (Alltags-)Masken sowie Lüften (AHA + L-Regel) sind Maßnahmen, die insbesondere auch die Übertragung von (noch) nicht erkannten Infektionen verhindern.“

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText10

  10. Für die von Klaus Wagner dankenswerter Weise hier genannte deutsche Luftreiniger-Studie wurden VIER Philips-Luftreiniger vom Typ “AC2887/10” in EINEM Klassenraum eines Gymnasiums aufgestellt. Dieser Raum hatte eine Länge von 8,24 m, Breite von 6,18 m und Höhe von 3,66 m. In ihm hielten sich 28 Menschen auf (27 SchülerInnen und eine Lehrkraft).

    Eine ausführliche Beschreibung des Versuchs in einem Klassenraum auf Deutsch findet sich im Deutschen Ärzteblatt vom 6. Oktober 2020 unter der Überschrift “SARS-CoV-2: Luftreiniger beseitigen 90 % der Aerosole in Schulklassen”, nachzulesen hier:

    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117171/SARS-CoV-2-Luftreiniger-beseitigen-90-der-Aerosole-in-Schulklassen

    Weitere Infos hier:

    http://www.muk.uni-frankfurt.de/92900358/Infektionsrisiko__Luftreiniger_beseitigen_90_Prozent_der_Aerosole_in_Schulklassen

  11. Birgit Suliman, zu Ihrer Frage “Wie wird der Anstieg erklärt ?” Die Positivrate der Testungen in D ist bei etwa gleicher Anzahl Testungen(weil ziemlich am Limit) in den letzten Wochen von 1,16 über 1,22 auf 1,64% in der 40. KW angestiegen (RKI).

  12. Aktualisierung zu meiner vorigen Anregung: Das in der Studie verwendete Gerät “Air-Purifier Philips Model 2887/10 ” wird aber jetzt für 265,94 € (also nicht 150,-€) angeboten. Der Luftschallwert liegt bei 51 db. Saturn bietet ein Folgemodel 2889/10 für 342,46€ an. Wahrscheinlich kam es durch die Studie zu Preiserhöhungen.

  13. Vielleicht sollte der Kreis auch einmal selbst (evtl. mit Hilfe der Elternschaft) aktiv werden und ein paar tragbare Anschaffungen tätigen.
    => Luftreiniger aus dem Baumarkt (150,-€) zur schnellen Gefahrenabwehr !
    In einer jüngsten Studie hat ein Team der Arbeitsgruppe Experimentelle Atmosphärenforschung an der Goethe-Universität Frankfurt Luftreiniger erprobt, die im Fachhandel und Baumärkten erhältlich sind (genannt wird Air Purifier Philips Model 2887/10). Die Erprobung erfolgte im Klassenraum eines Gymnasiums mit einer Länge von 8,24 m, einer Breite von 6,18 m und einer Höhe von 3,66 m. Dort wurden 27 Schüler unterrichtet. Die Geräte setzten zusammen zwischen 760 und 1.460 m3 Luft pro Stunde um, was bedeutet, dass die Raumluft pro Stunde etwa 5,5 Mal gefiltert wurde. Dies hatte nach den Messungen einen kontinuierlichen Abfall der Aerosolkonzentration zur Folge. Sie fiel innerhalb von 37 Minuten um mehr als 90 % gegenüber dem Beginn der Unterrichtsstunde. Die verwendeten Luftreiniger werden für etwa 150 Euro das Stück angeboten. Ein Nachteil ist die Lärmbelastung. Eine Umfrage unter den Schülern und Lehrern hat laut der Studie jedoch ergeben, dass das Geräusch des Luftreinigers überwiegend als nicht störend empfunden wurde, sofern das Gerät nicht auf höchster Stufe lief. Angesicht der Tatsache, dass die öffentlichen Hände zur Zeit relativ leer sind und es zu lange dauern würde leistungsfähige Gebäude-Lüftungsanlagen überhaupt erst ein- oder umzubauen halte ich es für eine pragmatische schnell umsetzbare Lösung solche Geräte jetzt einzusetzen. Dabei könnte doch auch einmal die Elternschaft in Eigenleistung treten, denn 150,-€ für eine Klasse (ca 6 €/Schüler) sollten doch für Eltern tragbar sein. Wenn ich noch ein schulpflichtiges Kind hätte, wäre mir das auch mehr wert.
    (Quelle zu Luftreinigerstudie: medRxiv (2020; DOI: 10.1101/2020.10.02.20205633))

  14. Wo können sich BürgerInnen von Bergisch Gladbach auf Corona testen lassen, wenn sie Symptome haben, aber nicht von einer Reise zurückgekehrt sind und auch nicht von einem Kontakt zu einer infizierten Person wissen? (Kein Hausarzt vorhanden.) Weder auf der Internetseite der Stadt noch des RBK finden sich dazu Infos.

    Die Stadt Köln hat auf Ihrer Internetseite einen Punkt “Ich fühle mich krank -was soll ich tun?” siehe:

    https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/infektionsschutz/corona-virus/ich-fuehle-mich-krank-was-soll-ich-tun

    Solch eine klare Info wäre auch für GL sinnvoll.

  15. “Im Klartext: Der Mund-Nasen-Schutz schützt den Träger zwar nicht vor einer Infektion, aber im Zweifelsfall vor der Quarantäne. Damit macht der Kreis Druck…”

    Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und weil das nicht ganz untypisch für das ist, was wir seit rund einem dreiviertel Jahr in diesem Land in Sachen Corona so erleben und/oder zur Kenntnis nehmen dürfen, kann es nicht wirklich verwundern, dass es immer mehr Leuten langsam zu bunt wird.

  16. Nein, nicht alle positiv Getesteten leiden unter Symptomen. Aber in der Regel lässt man sich testen, wenn man einen Verdacht hat.

    Bei der Unterbrechung von Infektionsketten spielt das auch keine Rolle, weil auch symptomfreie Infizierte das Virus weitertragen können.

  17. Mich würde wirklich interessieren, ob alle die positiv Getesteten auch mit Symptomen erkrankt sind. Sagt die Statistik hier im Portal darüber was aus? (Ich bin nicht gut im Verstehen von Statistiken.)