Erneut meldet das Gesundheitsamt einzelne Corona-Fälle in Schulen, dieses Mal geht es auch um weiterführende Schulen, drei der fünf betroffenen Bildungseinrichtungen befinden sich in Bergisch Gladbach. Von den insgesamt gemeldeten zwölf neuen Fällen im Kreis entfallen sechs auf die Kreisstadt.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes sind am Mittwoch zwölf weitere Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis gemeldet worden. Davon sechs in Bergisch Gladbach, jeweils zwei in Kürten und in Leichlingen sowie jeweils einer in Overath und Rösrath.

Die 7-Tage-Inzidenz für den gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis stieg leicht von 23,6 auf 24,7. Wird der Wert isoliert für Bergisch Gladbach berechnet, dann liegt er jetzt bei 34, nach 33 am Vortag. Dieser Wert bildet die Zahl der Fälle der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner ab; die kritischen Grenzwerte liegen bei 35 und 50 Fällen.

In RheinBerg wurden am Mittwoch zehn weitere Personen als genesen gemeldet. Damit sind 102 Personen aktuell infiziert, zwei mehr als am Dienstag. In Quarantäne befinden sich 448 Personen, 13 mehr als gestern. 

Drei Fälle in drei Bergisch Gladbacher Schulen

In einer weiterführenden Schule in Bergisch Gladbach ist ein Schüler / eine Schülerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die weiteren Ermittlungen finden derzeit statt. Wie immer nennt der Kreis den Namen der Schule erst mit 24 Stunden Verzögerung, damit die Betroffenen direkt informiert werden können.

In einer anderen weiterführenden Schule in Bergisch Gladbach ist laut Gesundheitsamt eine Person aus der Lehrerschaft positiv getestet worden. Auch hier laufen die Ermittlungen noch.

Auch in der GGS Bensberg wurde die Infektion einer Lehrerin oder eines Lehrers bestätigt. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es aber keinen Zusammenhang mit dem Fall einer infizierten Person aus der Schülerschaft, die schon am Sonntag gemeldet worden war. In der GGS Bensberg sind damit zwei weitere Schulklassen betroffen, insgesamt stehen jetzt vier unter Quarantäne.

Auch in einer weiterführenden Schule in Wermelskirchen ist eine Person aus der Schülerschaft positiv getestet worden. Auch hier finden weitere Ermittlungen statt.

Bei der Abstrichaktion nach dem am Freitag gemeldeten Fall in der Albert Einstein Schule in Rösrath wurde nach Angaben des Gesundheitsamtes ein weiterer positiver Fall in der Lehrerschaft bestätigt. Auch hier finden weitere Ermittlungen statt.

Von den gestern angesetzten Abstrichaktionen in der Gemeinschaftsgrundschule Overath, der Kita Robin Hood in Lückerath und in der GGS Bensberg liegen noch keine Ergebnisse vor. In den Kitas der Caritas in Odenthal und in Kürten-Olpe soll erst am Donnerstag abgestrichen werden.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Ortneue FälleFälle gesamtToteGenesenInfiziert7-T-Inzidenz
Bergisch Gladbach6385163165334
Burscheid050046411
Kürten235031420
Leichlingen2700571329
Odenthal03213100
Overath1732581337
Rösrath185079618
Wermelskirchen010539399
RheinBerg128352271110224,7

Die 7-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Fälle der vergangenen sieben Tage hochgerechnet auf 100.000 Einwohner an. Die Daten für die einzelnen Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis weichen stark voneinander ab, daher nehmen wir sie in der Tabelle auf, um die Lage in den jeweiligen Orten aufzuzeigen.

In Odenthal hat es in den vergangenen sieben Tagen keinen einzigen bestätigten Fall gegeben, daher liegt die 7-Tage-Inzidenz dort bei Null. In Bergisch Gladbach ist sie heute leicht auf 34 gestiegen, noch höher ist sie mit 37 in Overath.

Diese Werte übernehmen wir von Hilger Müller, der sie täglich aktuell auf der Basis der Zahlen des Gesundheitsamtes für seine Facebookgruppe „Corona – Rheinisch-Bergischer Kreis“ berechnet.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

4 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Zum Kommentar von „guenther“ möchte ich folgendes bemerken. Es ist glücklicherweise in der Tat bis auf zwei Monate bisher zu keiner relevanten „Übersterblichkeit“ in 2020 gekommen. Aber das kann man gerade auch auf die getroffenen Maßnahmen und die eingehaltene Hygiene-Disziplin zurückführen. Denn alle Atemwegserkrankungen und infektionsbedingten Krankheiten sind durch die Corona- Maßnahmen zurückgedrängt worden. Eine relativ geringe „Übersterblichkeit“ ist also kein Beweis für mangelnde Sinnhaftigkeit der Maßnahmen. Außerdem wäre es schön, wenn man hier mit Klarnamen diskutieren könnte.

  2. Kommentare zu Corona Maßnahmen sollte man auf den Januar 2021 zurückstellen. Vielleicht klärt sich dann vieles auf, wenn man die Verstorben vom Jahr 2020 denjenigen vom Jahr 2019 gegenüber stellt. Dann könnte es spannend werden.

  3. Meiner Ansicht nach hat die Gesamtzahl der JEMALS Infizierten und Genesenen keinen aktuellen Informationswert. Interessant sind doch die AKTUELL Infizierten und Hospitalisierten sowie die Positiv-Rate der Testungen. Ein Balkendiagramm mit diesen Werten über den gesamten Zeitraum würde den Verlauf des Infektionsgeschehens und die aktuelle Dynamik besser darstellen.

  4. Luftreiniger aus dem Baumarkt (150,-€) zur schnellen Gefahrenabwehr !
    In einer jüngsten Studie hat ein Team der Arbeitsgruppe Experimentelle At-mosphärenforschung an der Goethe-Universität Frankfurt Luftreiniger erprobt, die im Fachhandel und Baumärkten erhältlich sind. Die Erprobung erfolgte im Klassenraum eines Gymnasiums mit einer Länge von 8,24 m, einer Breite von 6,18 m und einer Höhe von 3,66 m. Dort wurden 27 Schüler unterrichtet. Die Geräte setzten zusammen zwischen 760 und 1.460 m3 Luft pro Stunde um, was bedeutet, dass die Raumluft pro Stunde etwa 5,5 Mal gefiltert wurde. Dies hatte nach den Messungen einen kontinuier¬lichen Abfall der Aerosolkonzentration zur Folge. Sie fiel innerhalb von 37 Minuten um mehr als 90 % gegenüber dem Beginn der Unterrichtsstunde. Die verwendeten Luftreiniger werden für etwa 150 Euro das Stück angeboten. Ein Nach¬teil ist die Lärmbelastung. Eine Umfrage unter den Schülern und Lehrern hat laut der Stu¬die jedoch ergeben, dass das Geräusch des Luftreinigers überwiegend als nicht störend empfunden wurde, sofern das Gerät nicht auf höchster Stufe lief. Angesicht der Tatsache, dass die öffentlichen Hände zur Zeit relativ leer sind und es zu lange dauern würde leistungsfähige Gebäude-Lüftungsanlagen überhaupt erst ein- oder umzubauen halte ich es für eine pragmatische schnell umsetzbare Lösung solche Geräte jetzt einzusetzen. Dabei könnte doch auch einmal die Elternschaft in Eigenleistung treten, denn 150,-€ für eine Klasse (ca 6 €/Schüler) sollten doch für Eltern tragbar sein. Wenn ich noch ein schulpflichtiges Kind hätte, wäre mir das auch mehr wert.
    (Quelle zu Luftreinigerstudie: medRxiv (2020; DOI: 10.1101/2020.10.02.20205633))