Bund und Länder haben sich auf einen umfangreichen Katalog von Maßnahmen geeinigt, die am 2. November in Kraft treten und die Ausweitung des Corona-Virus bremsen sollen. Wir listen die wichtigsten Regeln auf und dokumentieren die Beschlüsse im Wortlaut.

In der Geschäftswelt geöffnet / geschlossen

Gastronomiebetriebe müssen bis zum 30.11. schließen. Ausgenommen sind Lieferung und Abholung von Speisen, ebenso Kantinen.

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Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios schließen. 

Friseursalons und Physiotherapeuten dürfen weiter arbeiten. 

Der Einzel- und Großhandel bleibt geöffnet. In den Geschäften dürfen sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten.

Freizeit und Sport

Freizeit- und Unterhaltungsveranstaltungen werden untersagt, Theater, Opern oder Konzerthäuser schließen, ebenso Messen, Kinos, Freizeitparks.

Spielhallen, Wettbüros und Bordelle sind dicht.

Fitnessstudios, Saunen, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen.

Der Mannschaftssport im Freizeit- und Amateurbetrieb wird untersagt, nur Individualsport blelibt erlaubt. 

Profisport findet ohne Zuschauer statt.

Schulen und Kindergärten

Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben. Die Länder sollen dort weitere Schutzmaßnahmen einführen.

Kontakte, Besuche, Reisen

Maximal zehn Personen aus zwei Hausständen dürfen sich im Freien treffen. Das ist bei einer Inzidenz von über 50 ohnehin schon so.

Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind im November verboten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden.

Alle Bürger werden angehalten, Kontakte jenseits des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren: „Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel.”

Nicht notwendige private Reisen und Besuche von Verwandten sollen vermieden werden.

Weitere Regeln

Gottesdienste bleiben erlaubt. 

Finanzielle Hilfen

Betroffene Firmen sollen große Teile ihres Umsatzausfalls ersetzt bekommen. Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 erhalten, größere Betriebe bis zu 70 Prozent. Dafür stehen bis zu 10 Mrd. Euro bereit.

Dokumentation: Die Erklärung von Mittwoch

Wir dokumentieren die Erklärung des Bundeskanzleramts zu den Beschlüssen von Mittwoch im Original:

Die bisherigen Regeln

Grundsätzlich bleiben alle anderen Regeln und Gebote, vor allem die Maskenpflicht und die Abstandsgebote weiter in Kraft. Eine Übersicht über diese Regeln auf Basis der aktuellen Allgemeinverfügung des Kreises Rhein-Berg finden Sie hier.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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11 Kommentare

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  1. Eddy: Genau so sehe ich das auch. Sicher nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen gab es kaum Reisebeschränkungen, und auf vorsorgliche Quarantänemaßnahmen wurde verzichtet (soviel Urlaub haben die Leute ja nicht).
    Eberhard Urban: Covid mag wie auch Grippe- und Rhinoviren keine Hitze. Mein Tip: Nach Berührung von Flächen Hände, Finger an rauhem Stoff mehrmals hin und her reiben; das dürfte etwa 40 Grad bringen.

  2. Eberhard Urban; Covid mag keine Hitze. Mein Tip. Es könnte helfen nach Kontakt mit Flächen etc. zunächst – bis zur nächsten Desinfektionsmöglichkeit bzw. Händewäsche – die Finger/Hände an rauhem Stoff zu hin- und her zu reiben – könnte 40 Grad bringen.

  3. Bei allen Diskussionen, Maßnahmen und Regeln wird wenig Information über die Überlebensfähigkeit des Virus außerhalb des Körpers veröffentlicht. Wenn man den/das Virus an der Hand hat und irgendwo anfaßt und dorthin überträgt, sitzt es dort und wartet auf sein nächstes Opfer. Der Fachbegriff dieser Übertragungsart lautet “Schmierinfektion”.
    Nach einer älteren Veröffentlichung des Bundesinstituts für Risikobewertung können alle Corona-artigen Viren z.B. auf Kupferoberflächen 3-4 Stunden überleben, auf Pappe ca. 1 Tag, auf Kunststoff- und Edelstahloberflächen sogar 3-4 Tage.
    Beim Blick in die Praxis heißt das dann, daß man z.B. Herd, Küchen- und Eßtisch, Türklinken und Fenstergriffe usw. öfters mit Desinfektionsmittel abwischen muß. Das ist noch recht einfach umzusetzen. In öffentlichen Räumen kann man die Tür meistens mit dem Ellenbogen aufstoßen oder sanft mit den Füßen.
    Aber was ist z.B. mit frischem Obst und Gemüse im Geschäft, das schon jemand anderes in die Hand genommen und wieder hingelegt hat, ebenso wie die Nudelpackung oder die Dose Katzenfutter etc. etc.?
    Details hierzu sind nachzulesen beim o.g. Institut unter https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html

  4. Ich denke, dass jeder, der hier seine Meinung schreibt, in irgendeiner Weise Recht hat. Meiner Meinung nach liegt der Fehler schon etwas früher vor den Sommerferien wo jedes Land in Europa darum bettelte die Grenzen wieder auf zu machen was ja dann auch tatsächlich geschah.

    Meiner Meinung nach hätten die Grenzen geschlossen bleiben müssen, dann wäre es mit Sicherheit nicht so gekommen wie es jetzt ist,aber man wurde sich ja unter den Bundesländern nicht einig und jetzt sind alle am Jammern.

    Im Frühjahr wurde schon gesagt das es im Sommer durch die Wärme nicht so schlimm werde aber wenn die Kälte kommt würde wohl auch die 2te Welle dieses Virus wieder kommen also waren wir doch alle gewarnt aber kaum einer hats geglaubt.

    Jetzt haben wir die Quittung dafür und können mal wieder die meiste Zeit zu Hause verbringen, danke an alle Mitbürger in Deutschland, die meinten, im Ausland ihr Geld zu lassen, die deutschen hätten es auch gut gebrauchen können und damit mein ich all diejenigen deutschen die jetzt wieder schließen dürfen und kurz vor der Pleite stehen werden.

    So das musste mal raus, ich hoffe ich bin keinem auf den Schlipps getreten und meine Rechtschreibung war einigermaßen.

  5. Ursula Schinkel, da kann ich nur zustimmen. Die aktuell beschlossenen Schutzmaßnahmen sind zu begrüßen und längst überfällig. Das ständige Herumgewusel in Straßenbahnen, Geschäften, Gaststätten und Einkaufszonen ohne Distanz, ganz gleich ob mit oder ohne Maske, ist einfach nur gedankenlos und leichtsinnig. Mit etwas mehr Abstand, Umsicht und Bedacht auch bei der Urlaubsplanung wäre es sicher nicht so weit gekommen. Mit Bestrafung haben die Verordnungen ganz und gar nichts zu tun. Wir sind das ganze Covid-Theater doch alle leid – mit Ignoranz und Egomanie aber kommen wir da nicht heraus!
    Die Anforderungen an unseren Langmut scheinen unangemessen hoch; werfen wir jedoch mal einen Blick in andere Länder, z. B. Indien (überwiegend arme Menschen ohne jegliche soziale Absicherung) oder – gar nicht so weit weg – Frankreich (auf dem Weg in die Anarchie), dann geht es uns doch immer noch prächtig.
    Übrigens, Gesa L., ich gehe schon seit Jahrzehnten nicht mehr ins Kino, weil ich mir einen guten Film lieber gemütlich mit hochgelegten Beinen, Tee, Snacks, Zigaretten und ohne nervige Geräusche reinziehe.
    In Gaststätten werden in den letzten Jahren meiner Verdauung nach ohnehin überwiegend schwer bekömmliche Fertiggerichte serviert. Möchte man sich mal das Kochen sparen, gibt es reichlich Fett, Stärke und Essig ja auch außer Haus, welches sich mit einem (oder auch zehn) Glas Bier oder Wein herunterspülen lässt.

  6. Marianne Weingarten wenn Sie meinen das es der falsche Weg ist dann machen Sie einen Vorschlag wie es besser wäre. Wer Kritik übt, sollte den richtigen Weg aufzeigen, denn nur Kritik macht es nicht besser und bringt uns nicht weiter. Ich bin froh, da nicht in der Verantwortung sein. Bei unseren Nachbarn geht es strenger zu. Sogar Schweden macht jetzt lokale Lockdowns.

  7. Sehr interessanter Bericht über eine Studie zu Konzerten in geschlossenen Räumen inmitten der Corona-Pandemie:

    Studie Uniklinikum Halle RESTART-19: Veranstaltungen in der Halle sind während Pandemie möglich
    http://www.mdr.de/wissen/experiment-restart-neunzehn-ergebnis-studie-102.html

    Übertragen auf Kinos: Reiner stiller Filmgenuss mit geschlossenem maskengeschütztem Mund, kein lautes, den Filmgenuss störendes Popcorn- und Nachogemümmel mit ständigem Mundöffnen und Husten nach dem üblichen Verschlucken…

  8. Meiner Meinung nach werden hier mit der Schließung Berufsgruppen
    bestraft die sich alle ein super Konzept mit Hygiene und Abstands Reglungen überlegt und auch durchgesetzt haben.
    Die Gruppe von Leuten die sich an nichts halten werden davon nicht betroffen.
    Ich will gar nicht sagen wie man es hätte besser machen können,aber ich glaube halt nicht das es was bringt,den Menschen jegliche Freude zu nehmen. Es kommt nur Einsamkeit Depressionen und Verzweiflung hinzu. Die alten Leute werden nicht an der Pandemie sondern an seelenschmerz und Einsamkeit sterben. Wie gesagt ich weiß nicht was man anders machen kann ich glaube nur das es der falsche Weg ist.
    Marianne Weingarten

  9. Dass wir ein Risikogebiet der Stufe 2 sind ist mir bewusst. Sie haben Ihren Artikel ja bereits angepasst. Zuvor sprachen Sie ja von der Gefährdungsstufe 1. Deshalb habe ich mich auch darauf bezogen.
    Nun denn. Auf ein neues. So wie ich die neuen Regeln verstehe dürfen sich künftig wieder nur noch zwei Personen treffen. Ausnahmen sind nur erlaubt bei zwei Haushalten. Also so wie es jetzt auch im Artikel steht.

  10. Lieber „Gladbacher“, ehrlich gesagt, nicht ganz. Seit dem 21.10. ist der Rheinisch-Bergische Kreis offiziell ein Risikogebiet der Gefährdungsstufe 2 mit einer Inzidenz über 50.

    Seither dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen treffen. Ausnahmen galten seither nur, wenn sie aus zwei Haushalten stammen.

    Die allgemeine neue Regel (maximal zehn aus maximal zwei Haushalten) ist hier also nicht relevant.

  11. Hallo, wenn ich das richtig verstehe haben Sie leider einen kleinen Fehler bei Ihrer Auflistung im Bereich Kontakte.
    Bislang durften bei einer Inzidenz von unter 50 bis zu 10 Personen aus im Grunde 10 unterschiedlichen Haushalten zusammen kommen. Jetzt ist aber die Rede von maximal 10 Personen aus zwei Haushalten. Heißt, dass im Grunde nur noch Treffen von zwei Personen erlaubt sind. Plus vielleicht ihrer Angehörigen. Aber halt keine Freundeskreise mehr. Ich hoffe Sie verstehen was ich meine ;)