Wie auch in anderen Lebensbereichen und anderen Sportarten war 2020 ein Jahr, in dem die TuS-Korfball-Teams aus Schildgen immer wieder pausieren mussten. Dennoch lohnt ein kleiner Jahresrückblick.

Das Jahr 2020 begann sehr positiv für die TuS-Korfball-Teams. Die TuS S1 ging als ungeschlagener Tabellenführer der höchsten Liga ins neue Jahr, ebenso die TuS S2 in der Oberliga.

Im Januar stand dann sofort ein besonderes Event auf dem Terminplan: die TuS-Korfballer organisierten den EuroShield 2020, das zweitwichtigste Turnier für europäische Vereinsmannschaften. Acht Teams aus sieben Ländern zeigten in der Halle der IGP vor vollen Zuschauerrängen Korfball auf Spitzenniveau.

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Die TuS S1 belegte am Ende einen „unglücklichen“ 5. Platz. Julius Peekhaus, im Vorstand des TuS verantwortlich für Korfball: „Die Nervosität war in den beiden ersten Gruppenspielen zu hoch und dadurch die Trefferquote nicht auf normalem Niveau.“ Aber dennoch war dieses Turnier eine tolle Werbung für den Korfballsport!

Weiter ging es zunächst auch im Ligabetrieb. Die TuS S2 gewann weiter und festigte Rang 1 in der Tabelle, die TuS S1 gewann und verlor jeweils zwei Partien und rutschte auf Tabellenplatz 2 ab. Aber im DTB-Pokal kamen drei TuS-Teams eine Runde weiter und auch die Jugendkorfballer des TuS waren erfolgreich.

Mitte März dann das Aus für den Spielbetrieb. Die Meisterschaften wurden erst unter-, dann abgebrochen. Am grünen Tisch entschieden die Staffelleitungen über Meister und Auf- und Abstieg.

Die TuS S1 qualifizierte sich als Vizemeister wieder für den internationalen Wettbewerb (der Anfang 2021 stattfinden sollte, aber nun ebenfalls abgesagt wurde), die TuS S2 stieg ohne Verlustpunkt als Oberligameister in die Regionalliga auf, die TuS S3 belegte Rang 2 in der Oberligatabelle.

Und auch die A-Jugend des TuS wurde ungeschlagen DTB-Meister. Auf RTB-Ebene wurde die TuS-Hobby Meister, außerdem wurden in den Jugendligen die TuS-Teams aus der B-, D-, E- und F-Jugend RTB-Meister. Hier konnten dann leider die Saisonhöhepunkte um den Deutschen Jugendcup und Jugendshield nicht stattfinden.

Während Individualsport ab Ende Mai wieder erlaubt war, gab es für die Korfballer weiterhin keine Erlaubnis zum Mannschaftstraining, da „Kontaktsport“.

Aber die Korfballer des TuS waren dennoch individuell weiter aktiv, u.a. mit Live-Workouts, und organisierten als Wochenchallenges eine Rad- und eine Laufchallenge gegen den Korfball-Rivalen SG Pegasus. Beide Challenges wurden klar gewonnen.

Insgesamt optimistisch startete man dann die neue Saison 20/21. Egal ob jung oder älter, alle waren voll motiviert, endlich wieder „richtig“ Korfball spielen zu können. Zwar gab es Einschränkungen rund um den Trainings- und Spielbetrieb wie Begegnungen vor leeren Rängen, Teambesprechungen im Freien, keine Nutzung der Duschen u.a..

Aber auch hier waren die TuS-Korfballer wieder aktiv und kreativ: die Spiele der Regionalliga wurden erstmals live übertragen. Ein Angebot, das sehr gut von den Fans angenommen wurde.

Aber die Freude dauerte nur knapp drei Wochen. Zwei Siege für die TuS S1, der Derbysieg der TuS S2 über Pegasus S2, einzelne Spiele und Siege in der B- und D-Jugend … Nach den Herbstferien war wieder Schluss für den Sport allgemein, also auch für Korfball.

Mit Live-Workouts, Übungen aus dem Korfball-Adventskalender auf www.tus-schildgen.de und digitalen Meetings hält man sich nun fit und bleibt in Kontakt. Aber alle sehnen wieder „normale“ Zeiten herbei.

„Inwieweit sich diese langen Unterbrechungen ohne Korfball-Angebote und ohne sonstige Angebote, insbesondere für die Kinder, kurz- und langfristig auswirken, können wir noch gar nicht abschätzen. Gerade Randsportarten werden große Probleme haben, sich nach dem Lockdown wieder zu präsentieren“, so Julius Peekhaus.

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