(v.l.): Klaus Farber, Volker Lindlar, Herbert Kurek mit Paket.

Auch in der polnischen Partnerstadt Pszczyna steht die Corona-Ampel auf Rot. Die Versorgung mit Hygeneartikeln wurde eng, Hilfe war dringend erforderlich. Der Partnerschaftsverein schnürte umgehend ein Hilfspaket mit Masken, die dem Krankenhaus in Pszczyna übergeben werden konnten.

Nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, auch im Nachbarland Polen sind die Corona-Infektionszahlen nach wie vor sehr hoch. Im Verwaltungsbezirk Schlesien, in dem die Bergisch Gladbacher Partnerstadt Pszczyna (Pless) liegt, steht die Corona-Ampel seit Wochen wieder auf Rot.

Bereits im Oktober meldete das dortige Kreiskrankenhaus über Internet, dass die volle Auslastung erreicht sei und Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden, um den Betrieb zu unterstützen. Außerdem sei die Versorgungslage mit Hygieneartikeln eng, und man bitte auch um Spenden aus der Bevölkerung. 

Der Vorstand des Partnerschaftsvereins erfuhr davon und beriet, was man von Bergisch Gladbach aus zur Abhilfe beitragen könne. Die Vorstandsmitglieder Volker Lindlar und Herbert Kurek schritten daraufhin zur Tat: Aus einer Kölner Spende wurden 1000 OP-Masken locker gemacht und für die Partnerstadt reserviert. Weitere 120 FFP2-Masken und 100 Alltagsmasken wurden hinzugekauft und ein großes Paket geschnürt. Dieses kam mittlerweile in der Partnerstadt an und wurde mit Freuden an das Kreiskrankenhaus weitergeleitet.

Der Bürgermeister der Partnerstadt, Dariusz Skrobol, war selbst ernsthaft an Covid-19 erkrankt und ist mittlerweile wieder bei guter Gesundheit an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt. Die coronabedingten Einschränkungen in Polen entsprechen ungefähr unseren, also ein weitgehender Lockdown für Kultur, Gastronomie und Tourismus.

Zusätzlich ist der Präsenzunterricht an den Schulen ausgesetzt, und für die öffentlichen Verkehrsmittel gelten Auslastungsgrenzen zwischen 30 und 50 Prozent. In Lebensmittelgeschäften werden Senioren exklusive Einkaufszeiten eingeräumt.

Müßig zu erwähnen, dass die Partnerschaftsaktivitäten zur Zeit brach liegen; nicht abgebrochen ist trotzdem der Kontakt zwischen beiden Städten. Vereinsvorsitzender Klaus Farber hält die Zurückhaltung bei den Partnerschaftsaktivitäten für unerlässlich, freut sich aber auch schon auf bessere Zeiten:

„Im zu Ende gehenden Jahr haben wir auf zwei Bürgerreisen, mehrere Kochabende, Literatur- und Musikabende verzichten müssen. Diese Pläne warten ungeduldig darauf, im nächsten Jahr in die Tat umgesetzt zu werden. Die guten Beziehungen zu den Freunden in Polen werden unter der Zwangspause nicht leiden, da bin ich mir ganz sicher!“

Pressestelle Stadt BGL

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