Seit einem Jahr leidet der Einzelhandel unter der Pandemie, der Online-Handel wächst gewaltig

Die Einzelhändler in der Stadtmitte und Bensberg sowie der Handelsverband halten weder die Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße noch einen möglichen Wegfall der Brötchentaste noch die Sperrung der Schlossstraße für eine gute Idee. Von Grünen, FDP und SPD, der neuen Mehrheit im Stadtrat, wünschen sie sich, früher einbezogen zu werden.

„Sehr befremdlich“ nennt es die Interessengemeinschaft Stadtmitte, erst aus den Medien von politischen Beschlüssen zu erfahren, die für den lokalen Einzelhandel von großer Bedeutung sind. Und auch bei den Bensberger Händlern ist die Verärgerung herauszuhören.

Hintergrund: Die IG bezieht sie sich auf den Beschluss des zuständigen Fachausschusses, die Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße umzuwandeln, die dann nur noch von Anliegern mit dem Auto zu befahren ist. Anlieger sind auch die Kunden des örtlichen Einzelhandels, Nutzer des Buchmühlenparkplatzes oder des MKH-Parkhauses.

Zudem hatte die Ampelkoalition einen Antrag der CDU abgelehnt, die kostenfreie Parkdauer der sogenannten Brötchentaste von 15 auf 30 Minuten zu verlängern. Die Grünen hatten erklärt, sich mittelfristig für eine Abschaffung einzusetzen, um das Geld für eine sinnvollere Form der Wirtschaftsförderung einzusetzen. Der KSTA hatte darüber falsch berichtet, eine Stellungnahme des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Maik Außendorf finden Sie unten in den Kommentaren.

Ein Antrag der Ampel, die Schlossstraße während des Bensberger Wochenmarktes zwischen den beiden Wendehammern zu sperren und dort die Stände aufzubauen, war in den Hauptausschuss vertagt worden.

IG Stadtmitte: „Überhastete Einzelaktionen”

Fahrradstraße und Brötchentaste seien schlechte Zeichen für den stationären Einzelhandel, erklärt die IG Stadtmitte.  

Die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Stadtrat sei in den letzten Jahren durch rege Kommunikation geprägt gewesen. Daher wundere es, „dass bei einer solchen richtungsweisenden Entscheidung weder Immobilienbesitzer, Anwohner noch Einzelhändler mit ins Boot genommen werden.“ Auch bei anderen Entscheidungen rückten die Parteien doch die Beteiligung der Bevölkerung in den Vordergrund – warum nicht hier?

Die IG Stadtmitte verschließe sich nicht den Veränderungen des Individualverkehrs. „Überhastete Einzelaktionen“ seien aber kein echtes Konzept für die Zukunft. In der aktuellen Situation müsse der stationäre Einzelhandel gegenüber dem Online-Handel deutlich gestärkt werden, sonst werde es „zu einem erheblichen Rückgang der Fachgeschäfte in den Innenstädten kommen“. Dazu gehörten eine gute Erreichbarkeit und Parkplätze.

IBH: Durchfahrt- und Parkmöglichkeiten „existenziell”

Auch die Interessengemeinschaft Bensberger Handel und Gewerbe (IBH) macht sich für die Brötchentaste stark. Sie sei für Kurzparker im gesamten Stadtgebiet ein bewährter und geschätzter Beitrag zur Stärkung von Handel und Gewerbe in den Stadtteilzentren.

Vehement lehnt die IBH den Vorschlag ab, die Schlossstraße an den Markttagen zu sperren. Die Durchfahrt- und Parkmöglichkeiten seien von „existenzieller Bedeutung“. Sie sei gegen „jedwede Schließung der Straße oder Nutzungseinschränkung des Parkraumes jetzt und in der Zukunft“. Das im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Bensberg gemeinschaftlich erarbeitete und vom Rat beschlossene Verkehrskonzepte müsse eingehalten werden.

Marcus Otto: Brötchentaste ausdehnen

Für den Handelsverband NRW – Rheinland weißt Geschäftsführer Marcus Otto darauf hin, dass der Handel in der Pandemie um die Existenz kämpfe, daher müsse es oberstes Ziel sein, den stationären Handel zu stärken. Konkret durch die richtigen Rahmenbedingungen „zum Verweilen, Flanieren und Einkaufen“.

Neben einer „gewissen Aufenthaltsqualität“ zählt Otto dazu die Erreichbarkeit der Geschäfte sowie die Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Autos aus den umliegenden Städten und Gemeinden: „Die Stadtteilzentren in Bergisch Gladbach müssen einkaufsfreundlich und erreichbar bleiben!“ 

Der Handel fordere daher, die Brötchentaste von 15 auf 30 Minuten als Fördermaßnahme für den Handel befristet auszudehnen und danach die 15 Minuten beizubehalten.

Über die Fahrradstraße, so Otto, sollten alle Akteure miteinander reden. Das seien bei der Laurentisstraße auch die Anwohner und das Marien-Krankenhaus.  Welche hohe Bedeutung Parkplätze mit „Geschäftsnähe“ hätte habe zuletzt die Debatte über die Neugestaltung der Schlossstraße gezeigt.

Auch in Bensberg müsse der Handel in die Gespräche „zur Vereinbarkeit von fußgänger-, fahrrad- und einkaufsfreundlicher Einkaufsstraße samt Parkplatzmöglichkeit für den Individualverkehr mit einbezogen werden“, sagt Otto.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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25 Kommentare

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  1. An Mehmet Schneider: Ein wunderbarer Vorschlag, am Donnerstag ist autofreier Markttag in der Schlossstrasse! Wir werden sehen, vielleicht wünschen sich die Einzelhändler mehr davon.

  2. An Herrn Havermann,

    Sie schreiben: “Ich wiederhole mich gerne: Nur mit der Einbeziehung aller Verkehrsteilnehmer, auch des motorisierten Individualverkehrs, werden sich die Aufgaben lösen lassen, die Verwaltung und Politik jahrzehntelang ignorierte! ”
    Wenn Sie den finanziellen Aufwand der letzten Jahrzehnte in Bergisch Gladbach für die Wege für Fahrräder mit dem für Autostrassen vergleichen, würden Sie dann nicht zugeben, dass jahrzentelang die Belange des NICHT motorisierten Verkehrs ignoriert wurden? Was kostet 1 km Strasse, wieviel kostet 1 km Fahrradweg? Dieses Ungleichgewicht gilt es endlich auszugleichen. Jeder Bürger ist irgendwo Fussgänger! Wieviele können Rad fahren? Wieviele könnten auf das Auto verzichten, tun es aber nicht, weil die Radwege-Infrastruktur fehlt? Wer muss 1,7 to bewegen, um 500g Brötchen zu holen, alldieweil mit der Brötchentaste ihm das Abstellen das 1,7to Fahrzeuges von der Allgemeinheit alimentiert wird? Warum wurden jahrzehntelang die anderen Verkehrsteilnehmer nicht berücksichtigt?

  3. Welcher Besitzer von einem Grundstück in der Innenstadt wäre bereit 10qm davon kostenlos abzugeben? Wieviel qm braucht ein Parkplatz? Warum verlangen Autofahrer so einen kostenlosen Parkplatz? Warum die Einzelhändler?

    Wie viele Fahrräder könnten auf der gleichen Fläche abgestellt werden? Wieviele Fußgänger könnten sich an gleicher Stelle auf einer Bank ausruhen? Wieviel mehr Aufenthaltsqualität hätten Einkaufsstrassen, wenn die Autos im Parkhaus am Rande geparkt würden?

    Wenn Menschen zu Fuss den Einkauf geniessen können, statt sich an parkenden Autos vorbeidrängeln zu müssen, entsteht vielleicht auch beim Einkaufen so etwas wie Lebensfreude. Die Steigerung des Autoparkplatzes direkt vor dem Geschäft ist das Drive-Thru, mit dem Auto durch das Geschäft. Mac Donalds macht es uns vor – aber wollen wir das? Ich nicht.

  4. Dem Vorschlag von Herrn Schreiner, der auch an anderer Stelle schon angebracht wurde, kann ich viel abgewinnen:
    Warum nicht am Donnerstag zwischen Emilienbrunnen und unterem Wendehammer sperren?

    Auch Einzelhändlerinnen und Gastronomen könnten Stände vor ihren Läden aufbauen. Die gesamte Schloßstraße würde zur lebendigen, verkehrsberuhigten Zone, aus dem Markttag würde ein ‘Schloßstraßentag’.
    In den Parkhäusern und Tiefgaragen gibt es mehr als genug Stellplätze, um den Wegfall zu kompensieren.

    Gut Ding will Weil haben. Kurzfristig ist wichtig, dass der Markt wieder attraktiv gemacht wird.

  5. Herr Havermann,
    die von Ihnen beschriebene “Fahrradstadt” ist eine – meiner Meinung nach bewusste – Umdeutung der von den GRÜNEN präferierten “fahrradfreundlichen Stadt”. Das entscheidende Wort ist “freundlich”. In der Form dass ich z.B. als Radfahrer eine gute Infrastruktur vorfinde, keine Umwege fahren muss und mich im Straßenverkehr nicht in ständiger Lebensgefahr befinde. Es geht eben nicht um Bevorzugung, das ist ja genau das was es zu beenden gilt (die einseitige Bevorzugung des Autos).

    Sie schreiben ganz richtig “Nur mit der Einbeziehung aller Verkehrsteilnehmer, auch des motorisierten Individualverkehrs, werden sich die Aufgaben lösen lassen”. Nachdem ich ja nun Ihre Einstellung zum Thema Fahrradmobilität hinlänglich kenne, frage ich mich inzwischen aber schon ob Sie nicht eigentlich meinen “Alle, außer Fahrräder”.

  6. Die sogenannte “Brötchen-Taste” – hochstilisiert zum Politikum und zur “heiligen Kuh” zur Rettung unserer Innenstädte!? Für und Wider sind in den vielfältigen Kommentaren bereits beleuchtet worden – die Ampel-Koalition hat allen „Nachreden“ zum Trotz bereits klar gemacht, dass wir aktuell in KEINE Richtung einen Handlungsbedarf sehen.

    Auch wenn mitunter das Narrativ kolportiert wird, der Ampel-Koalition sei “der Einzelhandel so ziemlich egal” … Der “Multiplikator-Faktor” des Handels und unserer Innenstädte für das Wohlergehen in unserer Stadt ist uns sehr wohl bewusst.

    Daher suchen und führen wir seit Monaten das Gespräch mit den Händlern und ihren Vertretern in der Bensberger Innenstadt und – seit der Wahl – auch mit den Händlergemeinschaften und den Fachleuten in den Verbänden und in der Verwaltung.

    Wir versuchen gerade in Bensberg, die Interessen der verschiedenen Beteiligten in Einklang zu bringen, kein leichtes Unterfangen, wie man beim Thema Marktstände sieht. – Wir gehen das Thema strukturiert, fokussiert und sehr ernsthaft an. Wir maßen uns nicht an, besser als diese und die Händler selber zu wissen, was ihnen und unseren Innenstädten nützt.

    Wir verfolgen mit großem Respekt, wie die Händler und Dienstleister während der Lockdownzeit mit viel Kreativität und Engagement diese schwierige Herausforderung anpacken. Wir betonen hier noch einmal, dass diese Aufgabe sehr hohe Priorität hat und dass wir alles Mögliche tun, um neue Ansätze zu fördern und deren Umsetzung zu ermöglichen.

    Auch wenn wir offenbar fallweise die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnten: Wir bitten sehr darum, uns nicht vorschnell miss zu verstehen oder uns gar Interessen zu unterstellen, die ideologiegetrieben seien oder denen der Händler zuwiderliefen! Wir sollten und wir wollen Gespräche führen, um gemeinsam voran zu kommen – nicht, um uns danach gegenseitig zu diskreditieren.

    Der Wahlkampf ist vorbei – jetzt ist es an der Zeit zu handeln und an einem Strang zu ziehen.

    Anita Rick-Blunck, FDP-Vorsitzende

  7. Wieso sperrt man die Straße an Markttagen nicht einfach am Emilienbrunnen?
    – Der Markt hat Platz
    – Kunden, die die Autos stören, können Ihren Einkaufstag auf Donnerstag legen
    – Wen das stört, der kauft nicht am Donnerstag ein.
    – Den Gastronomen und Händlern erlauben, mehr Außenfläche zu nutzen. Laufweg in der Mitte der Straße.

    Die Einfahrt von Mi 22:00 (wegen Restaurants und Imbissen) bis Do 19:00 (im Sommer 22:00) schließen.

    So wäre doch allen ein wenig geholfen und wer weiß, vielleicht zeigt sich ja dann ein Bild, dass niemand erwartet hätte.

  8. @Olaf Arlt
    1. Gehandelt wird immer! 2. Die Bedingungen ändern sich seit einiger Zeit grundlegend! 3. Angst ist ein schlechter Berater!

    zu 1. selbstredend ! zu 2. Online Business – geht nicht mehr weg, der Anteil wächst, Quantensprung auch weil durch Corona eine Lernkurve gemacht wurde, die Einbindung in lokale Konzepte wird noch wichtiger, alternde Bevölkerung – der Umsatz der Zukunft wird über das fachlich qualifizierte Angebot und die Aufenthaltsdauer erzielt, die Aufenthaltsqualität ist dafür entscheidend und der Angebotsmix, auch mit Besuch von X-Services (Massage, Arzt, Pflege, Stadtteilbüro, Restauration, etc.), Rahmenbedingungen lokaler EH, – durch Corona geschwächt, vom Onlinebusiness gebeutelt, durch den „Dauerumbau“ genervt, mit Sorge/Angst vor der Zukunft…..der Griff nach alten Konzepten …. Parkplätze, Brötchentaste…!
    zu 3. konstruktiver Vorschlag kann helfen!

    …… Der Markt gewinnt allein durch die Verlegung an Attraktivität und kann sich bis zum Umbau der Straße in zwei Jahren frei und völlig anders entwickeln, als das an der bisherigen Stelle möglich gewesen wäre. Die lokalen Händler von Bensberg können durch die gesteigerte Attraktivität des Marktes und durch dessen Entwicklungsmöglichkeit erheblich profitieren (mithandeln). Abgesehen davon könnte durch gemeinsames „Handeln“ der „Bensberger Markttag“ sich zu einem Markenzeichen in der Region entwickeln. Ein Kinderkarussell u.a. vielleicht mit „Brötchentastengeld“ finanziert passte auch dazu.

    Am Donnerstag in Bensberg……..einschließlich regionaler Produkte.

    Warum es nicht geht, das wäre im Moment nicht so wichtig, sondern wie es geht.

  9. Herr Außendorf,
    dass Sie die Erklärungen von Händler*Innen usw. nicht verstehen können, verstehe ich. Sie geben sich gerne ahnungslos, wenn es nicht in Ihren Kram passt. Sie wollen mit einer flächendeckenden 0-Tolleranz gegen Autofahrer alle Parkplätze – möglichst hoch – bezahlen lassen und GL zur Fahrradstadt machen. Das Ziel mag edel sein, doch Sie werden das nicht mehr erleben. Mit Hau Ruck lässt sich ein derart riesiges Problem wie “Autos raus aus den Städten” und “Fahrräder first” nicht lösen. Es mag die Grünen wenig interessieren, aber die Automobilfertigung ist eine Schlüsselindustrie in Deutschland, die nicht in wenigen Jahren auf Jutesäcke-Fertigung umgestellt werden kann. Und was sollen € 200.000,00 den Hunderten von Händlern bringen? Die Bezahlung einer halben Reinigungskraft in der Woche? Sie laden zur “Ideenfindung” zur Ausgabe von € 200.000,00 ein ohne einen einzigen Vorschlag anzubieten. Sehr schwach aber gewohnt aus Ihren Reihen.

    Dass Sie immer noch die Fahrradstraße Laurentiusstraße verteidigen, die weder von Anrainern, Händlern noch dem Rest des Rates akzeptiert ist, führt weit fort von einer “Bürgerbeteiligung”, wie sie gerade auf der Fahne der Grünen steht. Diese Fehlentscheidung wurde im Koalitionsvertrag festgeschrieben und ist nun Selbstzweck, der unbedingt gegen die großen Widerstände durchgeboxt werden soll.

    Ich wiederhole mich gerne: Nur mit der Einbeziehung aller Verkehrsteilnehmer, auch des motorisierten Individualverkehrs, werden sich die Aufgaben lösen lassen, die Verwaltung und Politik jahrzehntelang ignorierte!

  10. @Maik Außendorf
    Wie man angesichts schon seit längerem sterbender Innenstädte noch mit 200.000 EUR “Kosten” für die Stadtkasse argumentieren kann, ist mir ein Rätsel. Die Verlagerung weg vom Einzelhandel hin zu Onlinehändlern ist durch Corona noch einmal weiter beschleunigt worden. Wenn der Trend so weitergeht, werden die Kommunen bald gar keine Parkgebühren mehr in den Innenstädten einnehmen, weil die Geschäfte dort alle geschlossen sind. Insofern bin ich sehr neugierig, von Ihnen einen Vorschlag zu hören, auf welche Weise Sie diese 200.000 EUR “gewinnbringender für die Händler*innen und Bürger*innen” zu investieren gedenken.
    Wer jetzt meint: “so schlimm wird es doch nicht”. Ab einem gewissen Punkt ist dann ein sich selbst beschleunigender Trend. Wenn drei oder vier wichtige Magneten in einer Einkaufszone weggefallen sind, reduziert sich der Strom an potentiellen Kunden dadurch weiter, was das Überleben der restlichen Händler weiter erschwert.

    Übrigens: wenn der Einzelhandel dicht gemacht hat, fallen der Stadt nicht nur die Parkgebühren weg, sondern auch die entsprechenden Steuereinnahmen. Denn amazon & Co. zahlen ihre Steuern (wenn sie überhaupt Steuern bezahlen) ganz sicher nicht an das Finanzamt Bergisch Gladbach.

  11. Ich halte die Verlängerung für die Brötchtaste nicht für die beste Lösung. Mein Vorschlag: es bleibt bei 15 Minuten. Wer aber länger bleiben möchte, sollte erst nach Ablauf der 15 Minuten zur Kasse gebeten werden. Mit dieser Lösung müssten alle beteiligten leben können.

  12. Ich kann diese Erklärung einiger Händler*innen und Interessensvertreter*innen überhaupt nicht nachvollziehen.

    Wir haben im Ausschuss am 23.2.2021 die Verlängerung auf 30 Minuten freies Parken abgelehnt und die derzeitige Regelung (15 Min. freies Parken bestätigt).

    Gleichzeitig haben wir angekündigt, im Laufe des Jahres Gespräche führen zu wollen, ob und inwieweit die finanziellen Mittel für die Brötchentaste nicht effizienter im Sinne des lokalen Einzelhandels eingesetzt werden können. Ich bin (seit Jahren) der Auffassung, dass sich die ca. 200.000€, womit die Stadtkasse wegen der Brötchentaste jährlich belastet werden, anders gewinnbringender für die Händler*innen und Bürger*innen einsetzen lassen. Hierzu habe ich im Ausschuss die Beteiligten und Fraktionen zum Ideenaustausch eingeladen.

    Der Vorwurf, wir würden hier eine überhastete Einzelaktion ohne Absprache mit den Beteiligten durchziehen, entbehrt jeder Grundlage.

    Im Gegenteil: wir haben hier ja gerade zum Gespräch aufgerufen!

    Wir hatten in den letzten Wochen bereits gute Gespräche mit Frau Wisniewski und Herrn Otto, warum die beiden jetzt nicht nur den Aufruf zum Ideenaustausch ignorieren und zudem versuchen, mit einer auf falschen Behauptungen aufgebauten Kampagne Stimmung gegen die Ampel zu machen, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

    Zur Fahrradstraße: die Variante hatten wir schon vor der Wahl beantragt und dann erneut im Koalitionsvertrag vereinbart. Damit beleben wir die Innenstadt und sorgen für steigende Umsätze im Handel. In dem Zusammenhang verweise ich noch auf meinen Beitrag vom letzten Jahr: https://in-gl.de/2020/04/27/gruen-gelb-rot-will-die-innenstaedte-stuetzen/

  13. Eine scheinbar unendliche Geschichte, diese Schlossstraße in Bensberg, aber ein ganz entscheidender Moment für ihre Gestaltung, der (letzte) Moment.

    „Dreierkooperation stellt Antrag – Stadtplaner suchen das Gespräch mit Architekturbüro“ und das Ordnungsamt kommentiert: „Wir können noch keine Beurteilung abgeben“.

    Der Vorschlag von Grünen, SPD und FDP ist rundweg zu begrüßen. Nach nun mehrmaliger nicht verantwortbarer Zumutung für alle Beteiligten auf dieser teils beengten und treppenbewährten Hügellandschaft einen Markt abzuhalten, da kommt nun ein recht pragmatischer und schnell wirkungsvoller Vorschlag. Wechsel des Marktes auf die Straße und für die Zeit des Marktes Stopp des Durchgangsverkehrs.

    Bravo, als Kunde des Marktes und der lokalen Händler kann man nur Bravo rufen, in der Hoffnung, dass es die verantwortlichen Entscheider hören!!! Ein signifikanter Schritt in die richtige Richtung der Straße der vielen Begegnungen.

    Endlich eine hervorragende, schnell umzusetzende und zukunftsgerichtete Option und Chance für die gesamte Straße und ihre Kundschaft, ganz besonders mit Blick auf “nach Corona” und den Quantensprung im Online Business.

    Der Markt gewinnt allein durch die Verlegung an Attraktivität und kann sich bis zum Umbau der Straße in zwei Jahren frei und völlig anders entwickeln, als das an der bisherigen Stelle möglich gewesen wäre. Die lokalen Händler von Bensberg können durch die gesteigerte Attraktivität des Marktes und durch dessen Entwicklungsmöglichkeit erheblich profitieren. Abgesehen davon könnte durch gemeinsames „Handeln“ der „Bensberger Markttag“ sich zu einem Markenzeichen in der Region entwickeln. Ein Kinderkarussell vielleicht mit „Brötchentastengeld“ finanziert passte auch dazu. Am Donnerstag in Bensberg…..einschließlich regionaler Produkte.

    Es bleibt nun stark zu hoffen, wenn die Stadtplaner das Gespräch mit dem Architekturbüro nun suchen, dass grundsätzliches besprochen wird. Die Topographie an dieser Stelle, die ist seit je her vorhanden, die Frage ist, wie man mit ihr umgeht. Jedenfalls wenn man das gebaute Ergebnis sieht und daran lässt sich nicht viel ändern ohne Eingriff in die Konzeption, dann scheint der „Siegerentwurf“ für diese Topographie nicht die richtige Lösung zu sein.

    Da hilft keine künstlerische Freiheit, kein schön reden oder auch verschweigen. Bei geringfügigen Eingriffen kann man nur „Flickschusterei“ erwarten. Der erfolgte Hinweis im Ausschuss für strategische Stadtentwicklung und Mobilität (ASM) an die Verwaltung auf die DIN 18040, die offensichtlich bislang nicht bekannt war in dieser Diskussion, die dürfte nun das Gespräch zu einem vernünftigen Ergebnis führen, zumindest ist die Möglichkeit dazu gegeben.

    Ein kleiner Schritt für die Politik, aber ein großer Schritt für die Bensberger.

  14. Es ist im Ansatz erst einmal erfreulich, dass die neue Ratsmehrheit angekündigte Projekt, wie z.B. die Verbesserung des Fahrradverkehrs – hier Laurentiusstraße – nun auch aktiv angeht und die Umsetzung vorbereitet. Für den Leser ist nicht direkt nachvollziehbar, ob und in welchem Umfang der Einzelhandel in die Diskussion einbezogen ist. Befremdlich ist gleichwohl dieses ewige Festhalten am Auto, den Parkmöglichkeiten quasi vor der Tür. Das heißt am Ende doch nur ein Festhalten an Blechlawinen in der Innenstadt. Und noch einmal: Eine lebenswerte Stadt sieht anders aus. Es ist dringend überfällig, für den Fahrradverkehr und auch für den Fußgänger Bewegungsräume zu schaffen. Die Laurentiusstraße ist dafür m.E. ein geeigneter Raum, damit eine möglichst gefahrlose Querung des Stadtzentrums für Fahrräder endlich möglich wird. Und – lieber Einzelhandel – auch Fahrradfahrer und Fußgänger sind Konsumenten. Und die Orientierung an den Einkaufsmöglichkeiten vor Ort – und deren Anziehungskraft – richtet sich wohl mehr nach der Angebotsqualität als nach der Ausrichtung der Parkplätze. Der Blick nach Bensberg und der dortigen Einkaufsmeile reicht doch, um sich eher abzuwenden, da ein Schaufensterbummel -flaniert von Blech – nun wirklich jeder Anziehungskraft entbehrt. Es scheint schwer zu sein, sich ein Stadtbild vorzustellen, dass deutlich weniger durch Verkehrslärm und parkende Autos geprägt ist als durch frei Räume für Radfahrer und Fußgänger. Die jetzige Ratsmehrheit kann ich nur ermutigen, ihre Zielsetzungen für eine lebenswertere Stadt weiter zu verfolgen.

  15. Der lokale Handel verdient in dieser schwierigen Zeit Unterstützung.

    Wenn dazu gehört, dass kostenlose Parkgelegenheiten für Autos für eine begrenzte Zeit nicht reduziert werden, wäre das bestimmt richtig.

    Nach der Pandemie müssen vertagte, grundsätzliche Diskussionen dann aber nachgeholt werden. Das Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept soll ja nach Aussage der Verwaltung ohnehin überarbeitet werden.

    Besonders freue ich mich dann auch auf (weitere) Ansätze der politischen Ampel-Parteien für eine Verkehrswende in Bergisch Gladbach. Diese scheint erstmals möglich!!!

    Die von Herrn Otto angesprochene „Aufenthaltsqualität“ in den Stadtzentren und ihre Bedeutung für den Wettbewerb gegen den Online-Handel wird dann bestimmt ebenfalls zur Sprache kommen. Die Ansichten über diese Qualität gehen dabei derzeit weit auseinander, zumindest wenn ich mich an die Diskussionen zur Schloßstraße in Bensberg erinnere.
    Und: Wie Herr Otto in diesem Fall von „Einkaufsstraße“ spricht, klingt darüber hinaus erst einmal ganz anders als das mit der Bürgerschaft gemeinsam zu Grunde gelegte Konzept, dem „Boulevard der Begegnungen“. Klingt eher nach Einkaufs-Pflicht als nach Qualitäts-Vergnügen…

    Ganz aktuell hoffe ich (Herr Kleinert hat es bereits angesprochen), dass die Händler des Wochenmarktes auf der Schloßstraße bei der Stange bleiben, trotz der „schrägen“, tatsächlich widrigen baulichen Umstände und ihrer Enttäuschung darüber. Obwohl der Markt den BürgerInnen sehr wichtig ist, haben diese Händler offenbar keine Lobby.

  16. Dass die IBH sich derart gegen den vielbesuchten Bensberger Wochenmarkt ausspricht, finde ich befremdlich.
    Ohne Sperrung der Schloßstraße an Markttagen wird dieser in eine kleine Ecke gequetscht, quasi an den ‘Katzentisch’. Und das ausgerechnet in Corona-Zeiten. Wenn er so unattraktiv gemacht wird, kann er auch gleich abgesagt werden.

    Ein Wegfall der Brötchentaste steht nicht zur Debatte. Dass in 30 Minuten Parkzeit ein größerer Einkaufsbummel erfolgt, kann mir kein Mensch erzählen. Was dem Einzelhandel tatsächlich hilft, ist eine gute Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Als Kinder haben wir in der Schloßstraße gespielt, während unsere Eltern eingekauft haben. Wie soll das heute gehen?

  17. Um den lokalen Handel bei uns in Bergisch Gladbach zu stärken und zu unterstützen, werden wir in der Kommunalpolitik in Zukunft mehr machen müssen als bislang. Das habe ich auch zum Thema Wirtschaftsförderung in der letzten Sitzung des Verwaltungsrates des Stadtentwicklungsbetriebes deutlich gesagt. Es wird dabei um verschiedene Bausteine gehen, die sich um drei wesentliche Elemente drehen: 1. Attraktivität des Einkaufens (Einkaufserlebnis), 2. Erreichbarkeit und 3. Verknüpfung des stationären Handels mit Online-Angeboten.

    Niemand, der/die bummeln gehen möchte, verwendet die Brötchentaste. Das ist korrekt. Aber zu wissen, dass man für einen schnellen zielgerichteten Einkauf 30 Minuten kostenlos Parken kann, zahlt dann doch wieder auf das wichtige Element “Erreichbarkeit” ein und lockt Menschen in die Geschäfte vor Ort. Daher ja auch die hier eindeutig zu lesende Rückmeldung der Händlerinnen und Händler, die sich ebenso wie wir als CDU Fraktion eindeutig für die Brötchentaste aussprechen.

    Ich bin ehrlich gesagt erstaunt über Ihren Kommentar Herr Dr. Bacmeister. Sie schreiben: “so haben wir vor Weihnachten einen Einkaufsgutschein eingeführt”. Wen meinen Sie mit “wir” genau? Ich mag es ja nicht, wenn man sich mit fremden Federn schmückt. Mit Verlaub, die Einführung des mit 10% finanziell durch die Stadt unterstützten Einkaufsgutscheins wurde noch vor der Kommunalwahl auf Antrag und Drängen der CDU beschlossen. Warum ich das genau weiß? Weil ich im August den Antrag selbst geschrieben habe und in der ersten Sitzung, wo er beraten wurde, noch gegen massive Bedenken aus Richtung der Ampel argumentieren musste, bevor er am Ende dann beschlossen wurde.

  18. Als im doppelten Sinn “grünes” Ratsmitglied: wir wollen die Innenstädte beleben – und den lokalen Handel stützen (der ist grüner als Amazon & Co!).

    Und das soll sinnvoll geschehen: so haben wir vor Weihnachten einen Einkaufsgutschein eingeführt – 10% von Einkäufen in Bergisch Gladbach zahlt die Stadt – das gilt noch bis Ostern.

    Das ist deutlich zielgerichteter eine Stützung des lokalen Handels als eine Brötchentaste: wie richtig bemerkt wurde, fördert die “Brötchen”taste nur das kurze Halten, um einen kleinen Einkauf abzuwickeln – der sich für den Handel meist kaum lohnt.

    Im Übrigen sind die Parkgarage unter dem Löwen und andere Parkplätze in der Innenstadt kaum genutzt.

  19. Kompromiß-Vorschlag zur Laurentiusstraße:
    Nur Teil-Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße von der Odenthaler Straße bis zur Straße Am Broich. Dabei Umkehrung der bisherigen Fahrtrichtung für Auto-Anliegerverkehr auf neue Einbahnstraßenrichtung von Odenthaler zu Am Broich. Fahrradspuren ab Einmündung Am Broich über die Straße Am Broich bis zur GGS. Dort den vorhandenen Fußweg neben der GGS fahrradgerecht verbreitern und auf die Buchmühlenstraße münden lassen.
    Vorteile:
     Auto-Durchgangsverkehr würde an der Einmündung Am Broich vollständig abgefangen und über Am Broich auf die Odenthaler geleitet.
     Gesicherter Fahrradverkehr über diesen Teil der Laurentiusstraße in beide Fahrtrichtungen statt über den für Radfahrer gefährlicheren Teil der Odenthaler Straße.
     Zufahrten zum Parkhaus Marienkrankenhaus und Buchmühle blieben erhalten.
     Von Odenthaler bis Am Broich käme es auf diesem Teil der Laurentiusstraße zwangsläufig nur noch zu reinem Auto-Anliegerverkehr.
     Die Nutzung des Buchmühlenparkplatzes für Kunden der Ladengeschäfte in der Innenstadt bliebe ungehindert erhalten.
    Falls Anliegerparkplätze wegfallen müssen, böte sich auf dem großen ungenutzten Hanggrundstück 41 vor dem Parkhaus Marienkrankenhaus noch die Möglichkeit des Baues einer Anwohner-Tiefgarage mit aufgestockter Wohnbebauung. Vielleicht könnte die Stadt hier evtl. interessierte Investoren unterstützen.

  20. @Knipper
    Die Laurentiusstraße soll Fahrradstraße plus “Anlieger frei” werden. Wenn Sie z.B. Parkplatz oder MKH-Parkhaus ansteuern, sind Sie Anlieger und dürfen da mit dem Auto rein.

  21. Wenn die Laurentius Straße für Autos gesperrt wird, wie kommt man dann auf den Parkplatz Buchmühle? Am Lautentiushaus. Gohrsmühlenstrasse, irgendwo drehen um dann in die obere Hauptstraße zu kommen um zum Parkplatz zu fahren???

  22. Aber entfernt sich die Politik wirklich von den Bürgerinnen und Bürgern? Die Ampel, allen voran die Grünen, sind gewählt worden, weil sie sich für Themen stark machen, die in den letzten Jahren vernachlässigt worden sind. Dazu gehört zu einem großen Teil die Verkehrswende; es wird also das umgesetzt, was vorher im Wahlkampf thematisiert wurde. Das man damit nicht allen Bürgerinnen und Bürgern gerecht werden kann, ist klar. Jetzt meine subjektive Meinung zu den hier aufgeführten Punkten: Ich kenne niemanden, den es auch nur in irgendeiner Art und Weise interessiert, ob die Brötchentaste 15 oder 30 Min kostenfreies Parken erlaubt. Mit einer Verlängerung die Innenstädte retten zu wollen ist m.E. vollkommen illusorisch. Ich für meinen Teil würde viel eher in die Innenstadt fahren, wenn ich eine bessere Radwegverbindung in die Innenstadt hätte. Die “großen” Probleme müssen angegangen werden, das Gehanpel wegen der Brötchentaste nervt nur noch. Die Fahrradstraße in der Laurentiusstraße ist da vielleicht gar kein schlechter Anfang.
    Was die Situation der Schlossstraße in Bensber angeht, denke ich gerne an Die Zeit zurück, als dort die Straße noch für den Verkehr gesperrt war. Zum Einkaufen war das deutlich! angenehmer als die jetzige Situation. Ich hoffe, dass man nach Fertigstellung der Neugestaltumg wieder gerne dort hingehen möchte.

  23. Tja, auch hier im Kleinen zeigt sich wieder, dass die Politik sich immer mehr von den Bürgern und deren Belange entfernt. Es ist traurig.

  24. Wer will sich denn in diese abgasverseuchten Einkaufsstraßen begeben? Durch die Autos kein Einkaufserlebnis keine Aufenthaltsqualität, kein Flair. Da bleibe ich doch lieber bequem im Sessel zu Hause und bestelle bei Amazon.

  25. Zur Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße möchte ich mich gar nicht äußern, weil ich da nicht genug im Thema bin. Mein Heimweg führt da zwar meist lang, weil es zu diesen Uhrzeiten fast immer einen Rückstau am Turbokreisel gibt, aber was soll’s, da finde ich schon einen anderen Weg nach Hause.

    Was ich aber gerne mal loswerden möchte ist mein absolutes Unverständnis, warum man um diese „Brötchentaste“ regelmäßig solch einen Affentanz veranstaltet. Seit vielen Jahren predigen alle Fachleute davon, dass man das Ambiente in den Innenstädten aufwerten muss, dass man den Kunden ein Einkaufserlebnis bieten muss, dass der Sortimentsmix in den Fußgängerzonen stimmig und ausgewogen sein soll, und dass man ein adäquates Gastronomieangebot vorweisen muss. Und das alles nur zu einem Zweck, um nämlich die Aufenthaltsqualität und damit die Verweildauer unserer Kunden in den Innenstädten zu erhöhen.

    Wer in der RheinBerg-Galerie, bei Peek & Cloppenburg, bei Hennes & Mauritz oder in meinem bescheidenen Kaufhaus „shoppen geht“, der soll nicht nach zehn oder zwanzig Minuten dazu animiert werden, fluchtartig das Haus wieder zu verlassen, weil irgendwo sein Parkticket abläuft. Gerade im derzeit arg gebeutelten Mode- und Textil-Einzelhandel können wir nämlich nicht davon leben, unseren Kunden nur das zu verkaufen, was sie unbedingt brauchen. Wir brauchen Raum, Zeit und Gelegenheit unseren Kunden all das zu zeigen, von dem sie noch gar nicht wissen, dass sie es brauchen.

    Die Brötchentaste aber richtet sich nur an eine ganz spezielle Klientel. Wie der Name es fast schon vermuten lässt nämlich an die, die nur mal eben was beim Bäcker oder in der Apotheke kaufen möchten. Wer aber fährt extra mit dem Auto in die Innenstadt, nur um ein paar Brötchen oder ‘ne Packung Aspirin zu kaufen? Das bekommt er doch alles auch außerhalb der Innenstädte, und dazu meist mit kostenlosen Parkplätzen direkt vor dem Bäcker oder der Apotheke.

    Es ist natürlich zu begrüßen, wenn unsere Politiker sich um die Zukunft des innerstädtischen Einzelhandels sorgen, denn das ist dieser Tage bitter, bitter nötig. Das Gehampel mit der Brötchentaste nutzt uns da aber herzlich wenig. Ich persönlich würde ihr keine Träne nachweinen…