Zwar ist die Kulturverwaltung nach Ansicht der CDU-Stadtratsfraktion gut aufgestellt, doch in den Museen sei deutlich Luft nach oben. Daher schlägt die Fraktion zwei zusätzliche halbe Stellen für die Villa Zanders und das Bergische Museum vor – um die Museumspädagogik weiter zu bringen. Den entsprechenden Antrag stellt die Fraktion am Donnerstag im Finanzausschuss.

Eine gezielte Stärkung von zwei öffentlichen Kultureinrichtungen strebt die CDU-Stadtratsfraktion an. „Wir halten es sowohl für das Bergische Museum als auch für das Kunstmuseum Villa Zanders für angebracht, diese Einrichtungen mit je einer halben wissenschaftlichen Stelle zusätzlich auszustatten“, erklärt CDU-Kulturexpertin Birgit Bischoff, die auch Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport ist, in einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion.

Hoffen auf Unterstützung für Antrag

Über einen Antrag, der zur kommenden Sitzung des Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften am 4. März eingereicht wird, will sich die CDU-Fraktion für die Stellenausschreibung einsetzen – und hofft auf „breite Unterstützung“.

Seitens der Verwaltung sei der Kulturbereich „gut aufgestellt“, betont der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Dr. Michael Metten, unter Hinweis auf die neue Dezernentenstelle, auf die bewährte Leitung des für die Kultur zuständigen Fachbereichs sowie das gut funktionierende Kulturbüro. „Allerdings sollten wir an den Stellen vor Ort, an denen Kultur gestaltet und für die Bürgerinnen und Bürger wie für Schulen und Gruppen erfahrbar gemacht wird, wirkungsvolle Akzente setzen“, so Metten.

Anna Arnold, bis Herbst 2020 Volontärin im Kunstmuseum Villa Zanders, hinterließ zum Abschluss ihres Volontariats eine Reihe von spannenden Mitmachformaten wie das interaktive Kartenset „Papier-gestalten” – und eine große Lücke in der museumspädagogischen Arbeit des Museums

Auf- und Ausbau der Museumspädagogik

Kulturexpertin Bischoff erläutert: Unter der Leitung von Sandra Brauer habe das Bergische Museum eine „vorbildliche Entwicklung“ genommen, „weil sie viele Ideen umgesetzt hat und  es mit ihrem Verhandlungsgeschick versteht, öffentliche wie private Gelder für die Projektfinanzierung zu akquirieren“. Für neue museumspädagogische Konzepte brauche sie jetzt Unterstützung und den wissenschaftlichen Austausch.  

Im ebenfalls „hervorragend geleiteten“ Kunstmuseum Villa Zanders habe sich in den letzten zwei Jahren das Kunstvermittlungsprogramm für unterschiedliche Zielgruppen durch eine Volontärin etablieren können. Dieses Volontariat sei  zu 75 Prozent aus Bundesmitteln und zu 25 Prozent durch den Verein „Galerie+Schloss“ finanziert worden.

Bischoff: „Leider ist die Stelle im vergangenen Oktober – ohne die Möglichkeit einer Verlängerung – ausgelaufen. Um den Verlust zu kompensieren und das geschaffene Angebot aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln, wäre die Einrichtung einer halben wissenschaftlichen Stelle geeignet.“

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Stimmt es, dass SpD, Grüne und FDP diesen Vorschlag abgelehnt hat? Kultur hat wohl da weniger Lobby als der Baubereich…

  2. Durch Frau Brauer wurde das Bergische Museum in Bensberg mit viel Herzblut und unter Einbindung vieler Bürgerinnen und Bürger aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und hat sich auf einen vielversprechenden Weg gemacht. Es wäre schade, wenn die Stadt diese Chance nicht nutzen würde. Mehr Fachpersonal für das Museum zu fordern ist deshalb jetzt genau die richtige Maßnahme!