Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt: In Bergisch Gladbachs Partnerstadt Herrlisch Raubach wurde ein Radweg ausgebessert, der nun schwach anfängt und zum Ende hin stark nachlässt.

Platz 39 unter den 41 Städten, die sich um die Auszeichnung „fahrradfreundlich” bewarben, ließ in Herrlisch Raubach die Alarmglocken schrillen. Nur Hagen und Bergisch Gladbach waren noch schlechter. Aktionismus brach im Rathaus aus und nach monatelanger Planung wurde jetzt eine Mangelstelle in Angriff genommen.

Die Strecke von der Integrierten Gesamtschule Pfaffenrod über die Belldrücker Straße bis zum Schnepfenstock im Stadtteil Fuß sollte für Radler und Fußgänger sicherer und angenehmer gestaltet werden. Diese Gestaltung ist nun abgeschlossen.

Das Foto oben zeigt die erforderlichen Erdarbeiten, um den Trampelpfad am Schnepfenstock zu verbreitern und eine neue Lampe anzubringen.

Für die Auffahrt vom Schnepfenstock auf diesen Radweg hat man einen Restbestand abgesenkter Bordsteine aus dem Lagerbestand verwenden können, so konnte der Weg fast barrierefrei gestaltet werden. Rollstuhlfahrer wurden auf dem Stück Weg ohnehin noch nie gesichtet.

Auf den nächsten ca. zehn Metern hat man die Kosten für Pflastersteine nicht gescheut.

Danach ging unserer Partnerstadt für weitere Pflasterung das Geld aus. Man wollte das Projekt aber nicht sterben lassen und füllte den Weg mit wasserdurchlässigem Streugut auf.

Am Aufgang zum Philosophenhügel des Reporterhundes der Stadt waren die Mittel jedoch erschöpft und man gab das Projekt endgültig auf. Damit sich an dieser Stelle keine Stolperstufe bilden kann, hat man den nicht vorhandenen Höhenunterschied mit Asphalt ausgelichen.

Im weiteren Verlauf bis zur Belldrücker Straße muss der Weg vorerst bleiben wie er ist: defekter Asphalt mit zahlreichen, geflickten Frostbeulen.

Die Stadtverwaltung Herrlisch Raubachs hofft nun, dass der nächste Fahrradklimatest günstiger ausfällt und man dank dieser immensen Verbesserung einen Platz unter den ersten 35 Bewerbern erreicht.

Frau Wirrkopf

Manche sagen, der Name sei Programm. Aber besser heimlich schlau, als unheimlich doof.

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2 Kommentare

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  1. „Die Strecke von der Imprägnierten Gesamtschule Pfaffenrod über die Belldrücker Straße bis zum Schnepfenstock im Stadtteil Fuß sollte für Radler und Fußgänger sicherer und angenehmer gestaltet werden.“

    Ein völlig falsches Signal!

    Vielmehr fordert der VdSUVFdSF (= Verein der SUV-Fahrer des Stadtteils Fuß – zugleich Mitglied der ZZrIHRfdAvAuP = Zentrale Zivilisationsrettungs-Initiative Herrlisch Raubach für den Ausbau von Autobahnen und Parkplätzen), weder besagte Strecke noch wertvolles Straßenbaumaterial für den derzeit fatal grassierenden Velocipedismus zu verschwenden, sondern stattdessen hier ein entschieden asphaltenes Maniefest für Fochtschritt und Wackstuhm zu setzen:

    Zwischen der Belldrücker Straße und dem Schnepfenstock sollte jetzt die erste der künftigen Turbo-Traversen zwischen dem kommend inneren und äußeren Stadtautobahn-Ring Herrlisch Raubachs entstehen, um nicht nur, aber auch den Freien Fußer Fahrern*Innen von richtigen Fahrzeugen freie Fahrt in eine temporeiche Zukunft zu ermöglichen!

  2. Es ist eigentlich ganz einfach, beim Fahrradklimatest Plätze gutzumachen:
    Man muss nur dafür sorgen, dass weniger Städte teilnehmen!

    Danke für den Beitrag, habe mich sehr amüsiert beim Lesen! :-)