Birte Thimm beim Freiwurf für die Rheinland Lions - die in der nächste Saison in der ersten Bundesliga spielen. Foto: Florian Knechten

Die Frauen der Rheinland Lions sind in die erste Bundesliga aufgestiegen, das Team des BBZ Opladen behauptet sich schon seit Jahren gut in der zweiten Liga. Nun gehen beide Teams eine Kooperation ein, um die Spielerinnen beider Seiten optimal weiter zu entwickeln – und weitere Talente aus der Region zu integrieren.

Bereits im vergangenen Jahr entstand und reifte die Idee, im Großraum Köln ein neues, kommunen- übergreifendes Projekt für den Nachwuchs- und Leistungsbasketball im weiblichen Bereich auf den Weg zu bringen. Erste sehr offene und respektvolle Gespräche wurden geführt und ein Szenario entwickelt, welches zum richtigen Zeitpunkt aus der Schublade gezogen werden kann.

In den letzten Wochen entwickelten die Verantwortlichen Idee und mögliches Szenario – auf persönlichem und zuletzt auch digitalem Wege – weiter und füllten dies konkret mit Leben. Es wurde klar, dass nun der Zeitpunkt für die nächsten Schritte gekommen war.

Denn endlich hat die Metropolregion mit PLZ-„5“ (Rheinland) wieder einen Erstligisten in der 1. Toyota- Damen-Basketball-Bundesliga: die Rheinland Lions, ansässig in Bergisch Gladbach. Das Team um Trainer Mario Zurkowski hat sich zum Ziel gesetzt, nach diesem Aufstieg nicht als Alleinunterhalter den Spielbetrieb in der 1. Liga zu betreiben, sondern natürlich auch Talente aus der Region weiter zu entwickeln.

Diese Philosophie verfolgt man beim BBZ Opladen bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der 2. Toyota DBBL. Auch in der abgelaufenen Saison wurde mit einem rein deutschen Team aus jungen Talenten erneut der vierte Platz erreicht. Folgerichtig ist dann die Zusammenarbeit beider DBBL- Vereine für die kommenden Saison beschlossen worden.

Die Idee, zu kooperieren, war schnell gereift, weshalb sich die Verantwortlichen beider rheinischen Clubs nach der Saison 2020/21 kurzfristig digital zusammengeschlossen und ein gemeinsames Konzept erarbeitet und als Agenda aufgestellt haben: Das gemeinsame Ziel der benachbarten Rheinland Lions und des BBZ Opladen ist es, den Spielerinnen beider Teams eine optimale Weiterentwicklungsmöglichkeit zu bieten.

Die beiden Coaches Mario Zurkowski und Grit Schneider haben nun in vielen gemeinsamen Gesprächen begonnen, die Kooperation zu detaillieren, indem sowohl die konzeptionelle Ausrichtung als auch die praktische Umsetzung geplant wurde. Über allem steht, den Bundesliga-Spielerinnen die für sie beste individuelle Förderung zugute kommen zu lassen mit dem Ziel, sie sportlich nach und nach für den Einsatz in der 1. Toyota DBBL zu qualifizieren.

Aber auch die Talente aus dem nördlichen Rheinland (auch Niederrhein und Ruhrgebiet) werden bei diesem Konzept natürlich nicht außenvor gelassen und können sowohl bei BBZ in der 2. Toyota DBBL Nord, als auch bei entsprechendem Leistungsniveau bei den Rheinland Lions gezielt gefördert werden.

Die Rheinland Lions sind begeistert von den sehr offen, vertrauensvoll und konstruktiv geführten Gesprächen mit BBZ Opladen: „Es ist fantastisch, mit Opladen einen Partner an unserer Seite zu haben, dem es genau wie uns vor allem um eins geht, nämlich den deutschen Talenten die optimale Leistungsperspektive im Rheinland zu bieten. BBZ hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass man dies dort nachhaltig und erfolgreich tut,“ sagt Dominik Potthast. Er ist der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft TRB (Team Rheinland Betriebs UG), die wieder Inhaber der DBBL-Lizenz der Bergischen Löwen ist.

Potthast führt weiter aus: „Mit der geografischen sowie strukturellen Nähe stellen wir nun ein Konstrukt, das Talente eine regionale Perspektive für die deutsche Elite-Liga bietet. Bei uns Lions kümmert sich ein extrem professioneller, erfahrener Trainerstab, aber auch ein sehr homogener und erfahrener Staff um die jungen Athletinnen. Wir im Rheinland wollen Vorreiter sein, um jungen Basketballerinnen eine Profi-Karriere ermöglichen zu können, dabei aber stets auch die berufliche Weiterentwicklung maximal zu unterstützen. Dieser Ansatz ist aus unserer Sicht sehr exklusiv“, sagt Posthast: „Mit dem Erstligaaufstieg ist der erste Schritt vollzogen, an den nächsten Schritten arbeiten wir bereits hart und intensiv.“

Auch auf Seiten des BBZ Opladen geht man voller positiver Energie die neue Zusammenarbeit an: „Den Spielerinnen eine Option zur Weiterentwicklung auf höchstem Niveau anzubieten und diese in der 2. DBBL mit Spielpraxis zu stabilisieren, kann nur eine gute Sache sein. Jungen deutschen Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, die ersten Schritte im Bundesliga-Bereich zu gehen und gleichzeitig unsere zweitliga-erfahrenen Spielerinnen den nächsten Step zu ermöglichen, ist eine tolle Erweiterung unseres seit Jahren bestehenden Konzeptes. Die Gespräche mit Mario sind von den gleichen Motiven und großem Vertrauen geprägt“, freut sich BBZ-Trainerin Grit Schneider auf die gemeinsame Arbeit mit ihrem Pendant auf Seiten der Rheinland Lions.

Fest steht auch, dass BBZ weiter autark in der 2. Toyota DBBL spielen wird und auch die eigenen BBZ- Spielerinnen weiterhin in der Regionalliga und 2. Toyota DBBL entwickeln werden. Basis hierfür ist die gute Arbeit im eigenen Jugendbereich, die seit letzter Saison durch die sehr gute Kooperation mit den Rhein-Stars Ladies Hürth in der WNBL erfolgreich ergänzt wurde.

Auch die Rheinland Lions werden in Kürze weitere Informationen zu ihren konzeptionellen Ansätzen im Jugendbereich veröffentlichen.

RheinLand Lions

Aus den Basketballabteilungen des TV Herkenrath, des TV Bensberg und des TV Hoffnungsthal ist 2015 die Spielgemeinschaft Bergische Löwen entstanden, mit inzwischen 400 Spieler:innen in 27 Teams. Die 1. Mannschaft spielt in der 2. Basketball-Bundesliga und nennt sich seit Juni 2020 Rheinland Lions. Dazu...

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