Die Stationsstraße führt über das Brückenbauwerk hinaus zur Paffrather Straße

Der schlechte Zustand vieler Brücken in der Bergisch Gladbacher Nachbarschaft treibt die Fraktion der CDU im Stadtrat um. Daher fordert sie von der Stadtverwaltung Auskunft, wann die Sicherheit des Brückenbauwerks an der Stationsstraße zum letzten Mal geprüft worden ist.

„Ist die Sicherheit des Brückenteils der innerstädtischen Stationsstraße gewährleistet? Wann hat die letzte umfassende Expertenprüfung der Stahlkonstruktion dieser ab- und aufführenden Hochstraße stattgefunden?“ Diese Fragen will die CDU-Fraktion von der Verwaltung zeitnah beantwortet wissen.

„Mit Blick auf zahlreiche marode Brücken in der Nachbarschaft ist es notwendig, für den Unterbau der Stationsstraße jedwede Anzeichen von Materialverschleiß ausschließen zu können“, begründet der stellvertretende Vorsitzende Harald Henkel die Öffentliche Anfrage der CDU-Fraktion an Bürgermeister Frank Stein. „Mit Fakten belegte Antworten“ erwartet Henkel für die nächste Sitzung des Ausschusses für strategische Stadtentwicklung und Mobilität (ASM). 

Lutz Schade, Sprecher der CDU-Fraktion im ASM, verweist darauf, dass dieses Brücken-Teilstück in beiden Verkehrsrichtungen „täglich enormen Belastungen“ ausgesetzt sei. Schade: „Eine hohe Anzahl von Linienbussen ist auf diese Straßenführung vom und zum zentralen S- und Busbahnhof angewiesen. Auch für viele Personenfahrzeuge ist die Stationsstraße wichtig  – als Zubringer hin zum Parkhaus der Rhein-Berg-Galerie sowie als Strecke in Richtung Refrath und Köln.“

Der ASM-Sprecher der CDU-Fraktion geht „von einer weiteren Zunahme der Frequentierung aus, sobald die im Bau befindlichen Wohnareale auf dem Cox- und Steinbüchel-Gelände fertiggestellt sind“. Das müsse seitens der städtischen Verkehrsplaner bedacht werden.

Die Stationsstraße verbindet den Driescher Kreisel mit der Paffrather Straße. Foto: BergischSchön

Lucke und Schade mahnen Gesamtverkehrskonzept an

Schade und der CDU-Landtagskandidat Martin Lucke bemängeln in diesem Zusammenhang, dass bislang sowohl im Dreierbündnis als auch in der Verwaltung kein ernsthafter Wille zum Erstellen eines städtischen Gesamtverkehrskonzepts erkennbar sei.

„Verlassen Sie endlich die Phase der sich ständig wiederholenden Ankündigungen und beginnen Sie mit der Sanierung der mehrfach versprochenen Instandsetzung der maroden Straßen im Stadtgebiet“, fordert Lucke die Fraktionen von Grünen, SPD und FDP sowie die Verwaltungsspitze auf.

Zur Stationsstraße unterstreicht Lucke, der auch Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt, Sicherheit und Ordnung (AIUSO) ist: „Die Bevölkerung hat ein Anrecht auf sichere Straßen. Wer wie in Bergisch Gladbach die Grundsteuer B exorbitant anhebt, sollte sich an den Taten messen lassen.“

Schade: „Eine verantwortliche Verkehrspolitik ist erheblich mehr als die Umwidmung von Normalstraßen zu Fahrradstraße. Derzeit sprechen viele Anzeichen dafür, dass in Bergisch Gladbach ein Verkehrsinfarkt riskiert wird.“

image_pdfPDFimage_printDrucken

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

11 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ne, ich halte mich nicht für wichtig. Oberlehrerhafter Ton sehe ich eigentlich mehr bei Ihnen.
    Den letzten Satz haben Sie wahrscheinlich nicht gelesen.
    Lassen wir es gut sein.

  2. Hallo „Schildgen“,
    Sie müssen ja ein sehr wichtiger, einflussreicher Mensch in GL sein, wenn die Anonymität gewahrt sein soll. Ob Ihres oberlehrerhaften Tons habe ich so meine Vermutungen.

    Sich unter Pseudonym zu Wort melden, ist nach meinem Empfinden grundsätzlich richtig arm. Deshalb gibt es von mir auch nichts Konkretes zu „Schildgen“ oder „Drucker“.

    Nein, mir gehen die Argumente keineswegs aus. Ganz im Gegenteil!

    Die Ampel wird sicher noch toll abliefern, denn darum geht es ja! Obwohl die Zeit rasch verrinnt.
    Herr von Schildgen, tun Sie was für unsere Stadt.
    Schönen Abend wünscht Ihnen
    Josef Schlösser (CDU)

  3. Ach, Herr Schlösser, es ist schon merkwürdig, wenn die Argumente ausgehen, kommt die Keule des Anonymus….oder die ach so tolle Bilanz der CDU.
    Mal einfach über das Parteibuch hinausschauen, wahrnehmen und Verstehen. Könnte vielen in vielen Bereichen helfen.
    Und ja, auch ich schreibe anonym, das hat auch seine für mich guten Gründe.
    Kommunizieren kann man ja trotzdem, kommt halt auf den Ton an.

  4. Bevor dort Sanierungsarbeiten geplant werden sollte man im Rahmen der vorgesehenen Nutzung des Marktkauf-Gebäudes als Rathaus besser über den Abriss der Rampe und eine Überbauung der Stationsstr. mit fußläufigem Anschluss von der Paffrather Str. zur Innenstadt nachdenken. Der gesamte KFZ-Verkehr kann dann ebenerdig über den verbreiterten Bypass zum Kreisverkehr Joh. Wilh.Lindlar-Str./Jakobstr. geführt werden.

  5. Hallo Herr oder Frau Drucker,
    der CDU-Fraktion Untätigkeit zu unterstellen – das ist völlig daneben! Aber warum sich vor Ihnen, einem Anonymus, rechtfertigen und auflisten, was in den letzten beiden Ratsperioden Positives passiert ist? Jede Menge!
    Josef Schlösser (CDU)

  6. @Ulrich Gürster: Natürlich kann man auf dringende Notwendigkeiten hinweisen. Wenn man allerdings zuvor jahrelang in verantwortlicher Position mit gefalteten Händen hinterm Schreibtisch saß und untätig dabei zusah, wie die Notwendigkeiten immer dringender wurden, dann haben diese Hinweise doch einen reichlich merkwürdigen Beigeschmack.

  7. @Herr Gürster,

    aus meiner Sicht ist es keine besondere Empfindlichkeit, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger von Bergisch Gladbach an die Versäumnisse der CDU erinnern.

    Schließlich liegt hier eine wesentliche Begründung für den riesigen Nachholbedarf an Instandsetzung unserer Infrastruktur.

    Ich jedenfalls setze darauf, dass Ampel und Stadtverwaltung es nun erfolgreicher angehen als es unter der Regie der CDU über viele Jahre möglich gewesen ist.

    Und ich hoffe dabei, dass die CDU konstruktiv mithilft, anstatt sich auf öffentlichkeitswirksames Mahnen und Erinnern zu konzentrieren.

  8. Hallo zusammen,
    warum denn so empfindlich? Es ist doch nur richtig, dass die CDU als stärkste Fraktion aus der Opposition heraus auf dringende Notwendigkeiten hinweist.

    Die Instandsetzung sämtlicher Straßen hat nun mal die Ampel unter dem vollmundigen Slogan „Bergisch Gladbach kann mehr“ in ihren Koaltionsvertrag geschrieben. Ständig werden diese Absichtserklärungen wiederholt.

    Allein es fehlt an der Umsetzung – obwohl die Neuverschuldung im Etat exorbitant hoch ist. Geld ist also da. Nichts ist schlimmer als hohle Versprechungen. Kann die Ampel wirklich mehr?

  9. Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen: Aus der Opposition heraus kann man nun ganz bequem vollmundige Forderungen stellen und sich über all das empören, dem man in Zeiten eigener Verantwortung mit vornehmer Zurückhaltung begegnet ist.

    Die Fülle von Forderungen, Plänen und Konzepten hätte ich sehr gerne in all den Jahren gesehen, in denen die CDU sie selbst verantwortlich hätte ausführen können.

  10. Da kann man eigentlich nur noch mit den Ohren schlackern. Die Infrastruktur ist ja nicht plötzlich innerhalb von knapp einem Jahr so verfallen, das war eine Frage von Jahrzehnten der Vernachlässigung – Jahrzehnten mit einer fast durchgehend CDU-geführten Ratsmehrheit übrigens. Zudem drängt sich hier beim Thema „Gesamtkonzept“ mal wieder der Eindruck auf, dass aufseiten der CDU nach wie vor ausschließlich durch die Windschutzscheibe gedacht wird.

  11. Die Antwort auf die Frage: „Wann hat die letzte umfassende Expertenprüfung der Stahlkonstruktion dieser ab- und aufführenden Hochstraße stattgefunden?“ müsste die CDU doch am ehesten selbst beantworten können.
    Gibt es aus der Zeit der vom CDU geführten Rat keine Unterlagen mehr?
    Wie war bei der letzten Prüfung das Ergebnis?