Der Spielplatz am Peter-Bürling-Platz ist neu gestaltet worden. Fotos: Stadt GL

Mit ein wenig Verspätung ist der neu gestaltete Spielplatz in Refraths Einkaufszone fertig gestellt worden. Rutschturm und Schaukel fehlen, doch es gibt moderne multifunktionale Spielgeräte, die alle Sinne ansprechen sowie Fantasie und kognitive Fähigkeiten der Kinder fördern. Zudem gibt es eine Symboltafel, die die Kommunikation über Sprachbarrieren hinweg anregen soll

Der neue Spielplatz am Peter Bürling-Platz in Refrath ist fertiggestellt. Seit Mitte Juni liefen hier die Umbauarbeiten. Der ursprüngliche Zeitplan konnte nicht eingehalten werden, da eines der Spielgeräte noch einmal auf die Gegebenheiten der Platzfläche angepasst werden musste. Nun wurde der Spielplatz nun feierlich eingeweiht.

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„Ein großer Dank gilt dem Verein Wir für Bergisch Gladbach, der sich mit einer großzügigen Spende an den Erneuerungsarbeiten beteiligte“, so Bürgermeister Frank Stein.  Ziel ist es insbesondere den Familien mit Kindern einen angenehmen Aufenthalt in der Fußgängerzone Refraths zu ermöglichen.

„Tante Emma“-Spielwand fordert und fördert

Das neue Spielangebot besteht aus einer Spielkiste mit Palettenstapel und Rutschenabgang sowie der Spielwand „Tante Emma“. Durch das Spielen und Ausprobieren erweitern die Kinder Fertigkeiten und Kenntnisse über den Zusammenhang verschiedener Sachverhalte. Geschicklichkeit und strategisches Denken werden angeregt.

Ziel ist die Fantasie und kognitiven Fähigkeiten der Kinder spielend zu fördern und gleichzeitig sämtliche Sinne des „Lernenden“ anzusprechen. Insofern handelt es sich um Multifunktionsgeräte mit einem hohen Spielwert.

Vorschriften verhindern Schaukel und Rutsche

Anwesende Bürgerinnen und Bürger bedauerten das Fehlen eines Rutschenturmes und einer standarisierten Schaukel auf dem überarbeiteten Spielplatz. „Hierzu ist jedoch zu sagen, dass diese Elemente auf dem vorhandenen Flächenzuschnitt nicht zu realisieren gewesen wären. Die Vorschriften für Sicherheitsabstände und Freispielbereiche haben sich in den vergangenen Jahren verändert“, sagt Christian Nollen, Abteilungsleiter StadtGrün.

Auf einen Sandspielbereich wurde in der Neuplanung ebenfalls verzichtet, da ausgespieltes Material die Sinkästen der Entwässerungseinrichtungen zusetzt. „Über alle Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sind wir jedoch sehr dankbar. Eine Ergänzung von Spielgeräten ist nicht auszuschließen“, so Nollen abschließend.

Kommunikationstafel installiert

Die Spielplatztafel mit 66 METACOM Symbolen erleichtert die Kommunikation auf dem Spielplatz sowohl für nichtsprechende Kinder wie auch für Menschen mit wenig Deutschkenntnissen.

Foto: Metacom, N. Hillig/C. Hirsch

Gemeinsam über die Tafel kommt man ins Gespräch übers Spielen, kann Konflikte beilegen oder ein Fangspiel initiieren. Die Anschaffung der Kommunikationstafel geht auf die Idee des Inklusionsbeirates zurück und ist ein großer Zugewinn im Sinne des Inklusions- und Integrationsgedankens.

„Eine wirklich tolle Sache. Mit Sicherheit wird es nicht die letzte Kommunikationstafel auf den Spielplätzen in Bergisch Gladbach bleiben“, ist sich Ferdinand Linzenich, Vorstandsvorsitzender des Vereins „Wir für Bergisch Gladbach“, sicher.

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9 Kommentare

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  1. Der Spielplatz ist wirklich ein schlechter Witz.Tante Emma Laden ohne Spielzeug und Sand,keine Rutsche;kein Klettergerüst. Welches Alter soll dieser vermeintliche Spielplatz ansprechen? Er war vermutlich teuer und erfüllt meiner Meinung nach,für keine Altersklasse seinen Zweck. Wirklich sehr traurig,dass unsere Kinder nun keinen Platz zum Spielen mehr haben. Mal wieder.

  2. Wieso können Kinder nicht einfach Kinder sein? Warum kann ein Spielplatz nicht einfach ein Platz sein, an dem Kinder einfach spielen können? Tafel mit Verständigungsregeln?! Das ist ziemlich diskriminierend, zumal sich Kinder auch ohne die gleiche Sprache zu sprechen, übers Spielen, verständigen können. Fragt sich nur, wo sie spielen können, da dieser Platz kein Ort zum Spielen ist. Man sieht auch kaum Kinder dort verweilen und das mit Recht.

      1. Die Kinder brauchen keine vorgegebenen Kommunikationshilfen…lasst sie einfach spielen! Zudem ist es eine Diskriminierung für die Eltern, es heißt ja auch, dass diese Kommunikationshilfen auch für Eltern gelten sollen. Jetzt fängt Diskriminierung auf dem Spielplatz an…

  3. Ich habe mir den Spielplatz unvoreingenommen angeschaut und komme insgesamt zu keiner guten Beurteilung. Als Schulnote würde ich ein Mangelhaft vergeben. Lediglich das Spielhaus rettet vor dem Ungenügend. Die Kritikpunkte wären:
    1. Die auf dem zweiten Foto im Bericht gezeigte Konstruktion „Palettenstapel mit Rutschenabgang“ hat einen schwerwiegenden Designfehler. Unter der Rutsche befindet sich ein Hohlraum, welcher kaum zugänglich ist und sich nicht reinigen lässt. Hier werden sich Laub, Müll und Speisereste von den umliegenden Schnellimbissen sammeln und Ungeziefer anziehen. Hoffentlich krabbelt da nie ein Baby rein, das müsste dann vielleicht von der Feuerwehr befreit werden. Die Bereiche zwischen den Palletten sehe ich auch als Müllfänger.
    2. Das auf dem ersten Foto im Bericht links gezeigte Element richtet sich wahrscheinlich an Kleinkinder, wird aber als Klettergerüst von größeren Kindern genutzt. Die beweglichen Teile werden dabei als Trittstufen genutzt und werden nicht lange halten.
    3. Die Kommunikationstafel ist kritisch zu hinterfragen. Die Symbole sind mit Erklärungen in deutscher Sprache versehen, was im Widerspruch zum Anspruch einer vermeintlich möglichen „Kommunikation über Sprachbarrieren“ steht. Kleinkinder haben aufgrund ihrer Körpergröße nicht die Möglichkeit, auf weiter oben liegende Symbole zu zeigen. Zudem gibt es (bereits überkritzelte) Symbole zu Spielgeräten, die auf diesem Spielplatz nicht vorhanden sind. Nun steht die Tafel nicht im Weg und stört im Grunde auch nicht. Andererseits wäre es realitätsfernes Wunschdenken zu glauben, dass damit den geschilderten Zwecken gedient wird. Behinderte Kinder können die typischen Spielplätze nutzen und kommen da auch mit nicht behinderten Kindern ins Spiel. Außengelände von integrativen Kitas kommen auch ohne solche Werkzeuge aus. Unterschiede werden hier meist erst nach der Einschuldung deutlich. Für größere Kinder bietet der Spielplatz ohnehin keine Geräte. Durch solche Werkzeuge kann es im Gegenzug eher zu einer unnötigen Hervorhebung einer Behinderung kommen. Auch ist es nicht notwendig, Sprachbarrieren unter Kindern durch irgendwelche Werkzeuge abzubauen. Jeder hat die Erfahrung gemacht, dass z.B. im Urlaub Kinder aus verschiedenen Ländern miteinander spielen. Kommunikation zwischen Eltern kommt eher über die Absurdität der Spielplatzgestaltung zustande. Ein weiterer Denkfehler ist, dass die Tafel stark vandalismusgefährdet ist. Wie oben erwähnt, ist sie bereits nach nicht einmal einer Woche bekritzelt.
    4. Die Argumente gegen einen Sandkasten kann ich nachvollziehen. Allerdings ist viel Sand im Bodenbelag ausgestreut worden. Wird dieser nicht auch weggespült und ggf. Kanalzugänge verstopfen?
    5. Vorher war ein Rutschenturm vorhanden. Den hätte man einfach sanieren können.
    Verbesserungsvorschläge: Rückbau des „Palettenstapel mit Rutschenabgang“. Bei der Spielplatzplanung sollte man auf bekannte und seit Jahrzehnten bewährte Elemente setzen. Diese wären z.B. Schaukel, Wippe, Rutsche, Klettergerüst.

  4. An diesem Spielplatz waren auf jeden Fall keine Eltern oder Kinder beteiligt . Die nette Tafel zur Verständigung hängt so hoch, dass Kinder garnicht dran kommen. In einem Kaufladen gibt es nix zu kaufen, keinen Sandkuchen, keine Holzschnitzel, kein Ast um die Suppe zu rühren. Keine Wippe um neue Freude zu finden.

    Ich denke die Zeit wird zeigen, ob die Kinder trotzdem etwas damit anfangen können, denn klar, die Kinder könnten auch auf einem leeren Platz fangen spielen.

    Aber es frustriert einen als Eltern schon, dass da viel Geld in die Hand genommen wird und Kinderwünsche nicht erfragt werden. Wir bringen mal ein paar Murmeln mit, vielleicht geht da ja was.

  5. Wir sind auch mehr als enttäuscht vom neuen Spielplatz, ebenso wie alle anderen Eltern und Kinder, mit denen wir in unserer Kita oder aus dem Freundeskreis gesprochen haben. Ich kenne tatsächlich keine Familie, die dem neuen Spielplatz positiv gegenübersteht.

    Es mag schick aussehen, aber der “hohe Spielwert” muss hier in der Theorie liegen und auf dem Weg in die Praxis verloren gegangen sein. Die vorigen Spielgeräte waren nicht mehr neu, aber unsere Kinder würden sie sofort wieder gegen die Neuen eintauschen, weil sie einfach viel kindgerechter waren und die Kinder dort wirklich spielen konnten.

    Es wirkt fast, als wollte man den neuen Spielplatz schicker und weniger zum Verweilen der Kinder gestalten. So schade, gerade weil es ohnehin so wenig schöne Spielplätze in der Umgebung gibt.

    Weshalb wurde nicht zu Beginn der Planung ein Aufruf zur Mitgestaltung gemacht, mit Aushängen am Peter-Bürlig-Platz? Dann hätten Eltern und Kinder ihre Ideen einbringen können und ich bin sicher, dass der Spielplatz dann heute anders aussehen würde. Wenn über Ergänzungen nachgedacht wird, ist dies vielleicht eine Idee für die weitere Planung?

  6. Ja, ein Sandkasten macht mehr Arbeit, ja, für eine Rutsche, eine Wippe, ein Kletterturm und eine Schaukel muss im Vorfeld mehr Verwaltungsarbeit geleistet werden. Ja, diese Spielgeräte lieben alle Kinder und jeder saß doch irgendwann selbst auf einer Schaukel, wippte mit anderen Kindern, kletterte hoch auf eine Rutsche oder spielte stundenlang im Sandkasten.

    Aber dies ist alles nicht mehr möglich! Oder nur in Bergisch Gladbach. Sind unsere Kinder anders? Kaum nachvollziehbar. Jetzt wird mal Geld in die Hand genommen und dann kommt sowas dabei raus. Schade.

    Wurden Kinder mit ihren Wünschen bei der Planung einbezogen? Es wird ein Platz zum kurzweiligen Ausprobieren und nicht zum ausgiebigen spielen, klettern, wippen, rutschen.

    In Refrath gibt es nur noch vereinzelte alte richtige Spielplätze, die alle ihre besten Zeiten gesehen haben. Ich hoffe nur, dass diese nicht so schnell erneuert werden. Denn wenn sie so aussehen wie auf dem Peter-Bürling-Platz, am Kahnweiher oder an der Grillhütte, dann wird’s langweilig. Die Spielplatzschilder sollten zudem ausgetauscht werden. Die Spielgeräte auf den Schildern gibt es nicht mehr.

  7. Der alte Spielplatz war die Rutsche und der Sandkasten. Meine Tochter war sehr enttäuscht vom neuen Spielplatz und „das ist jetzt ja nur noch für Babies“. Kann ich verstehen, meines Erachten hätte man den Spielplatz so planen müssen das eine große Rutsche möglich ist.