„Die Mehrkosten sollen die Bürgerinnen und Bürger gängeln“, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionschef Christian Buchen. Foto: Thomas Merkenich

Der Vorschlag der Stadtverwaltung, die Gebühren an den Parkautomaten zu verdoppeln und so drohende Einnahmeverluste auszugleichen, stößt bei der CDU-Fraktion auf Widerspruch. Damit würden „grüne Umerziehungsgedanken vorangetrieben, heißt es in einer Erklärung.

Lutz Schade, CDU-Fraktionsmitglied und Sprecher im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen: „Wenn es nicht so viele Personen, sowie die Einzelhändler in Bergisch Gladbach während Krisenzeiten treffen würde, könnte man das Ganze als schlechten Witz verstehen! So ist es einfach nur eine bodenlose Unverschämtheit, weil den Menschen in Bergisch Gladbach unnötigerweise noch tiefer in die Tasche gegriffen wird.“ 

+ Anzeige +

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht als Plattform für alle Vereine, Initiativen, Parteien und Einrichtungen der Stadt zur Verfügung. Dieser Beitrag stammt vom Ortsverband der Grünen.

Unglaublich! In Zeiten von Inflation, Energiekrise, explodierenden Kosten, Lieferengpässen, Nachwirkungen der Coronapandemie und Konkurrenz durch den Onlinehandel plant die Verwaltung ab 1. Januar 2023 eine Verdopplung aller Parkgebühren in der Stadt.

Begründet wird dies mit einer Änderung der Besteuerung von Parkgebühren ab dem neuen Jahr. Doch das ist nur vorgeschoben. Denn bereits eine viel geringe Anpassung der Parkgebühren würde ausreichen, um diesen Steuereffekt auszugleichen. 

Mehr zum thema

Abenteuer Kita: So klappt es (vielleicht) mit dem Kita-Platz

Der Start in einer Kita oder der Kindertagespflege ist für Klein und Groß aufregend. Das Abenteuer Kita beginnt jedoch schon meist früher – mit der Suche nach einem Betreuungsplatz. Denn die sind rar. Da stellen sich einige Fragen: Wer sind die Anbieter, warum ist das Angebot so knapp, und was muss man tun um einen Platz in Bergisch Gladbach zu bekommen? Unsere Kita-Checkliste hilft Eltern bei der Planung!

Christian Buchen, stellvertretender Vorsitzender CDU Fraktion Bergisch Gladbach: „Der Löwenanteil dieser Gebührenerhöhung dient einem ganz anderen Zweck. Die drohenden Mehrkosten sollen die Bürgerinnen und Bürger nämlich gängeln. Unter dem Deckmantel der Parkgebührenerhöhung werden offensichtlich grüne Umerziehungsgedanken vorangetrieben – in Zeiten, wo Viele, insbesondere junge Familien und Ältere, jeden Euro zweimal umdrehen müssen.“ 

„Ideologisch geprägte Ideen schwarz auf weiß“

In der Beschlussvorlage der Verwaltung lassen sich die ideologisch geprägten Ideen schwarz auf weiß nachlesen: „Zum anderen ist die Anhebung der Gebühren ein lenkender Hebel zur Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl im Stadtgebiet. Höhere Parkgebühren steigern tendenziell die Bereitschaft, auf Bus und Bahn umzusteigen oder bestimmte Wege, soweit möglich, per Rad oder zu Fuß zu erledigen.“ 

„Das ist eine schallende Ohrfeige in krisenreichen Zeiten für den lokalen Handel und die vielen kompetenten Stimmen, auch aus der CDU-Fraktion in Bergisch Gladbach, die sich seit Jahren für eine Stärkung des stationären Einzelhandels einsetzen,“ fasst Lutz Schade zusammen.

Er ergänzt: „Dazu gehören eben auch eine gute Erreichbarkeit und Parkplätze. Weniger jedoch grüne Träume von einer Fahrradcity mit Lastenrädern und eine unattraktive Innenstadt mit Parkgebühren, die das Porto für eine Onlinebestellung bei weitem übertreffen.“ 


Hinweis der Redaktion: Der Beitrag des Bürgerportals zum Thema ist bereits intensiv debattiert worden, eine weitere kontroverse Diskussion läuft in unserer Facebook-Gruppe „Was Bergisch Gladbach bewegt“. Bitte reden Sie mit, aber bleiben Sie sachlich!

image_pdfPDFimage_printDrucken

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

54 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Es ist nicht leicht allen Bürgern von Bergisch Gladbach gerecht zu werden.
    Die CDU hatte in der Vergangenheit auch lange das Sagen.
    Waren da die Kommentare der Opposition oder der Bürger besser? Es ist wie bei 09 oder dem 1FC, es gibt einen Trainer und einen der die Entscheidungen trift.

  2. Liebe CDU,
    ich würde mir wirklich wünschen, dass Sie Ihre Sprache sowie den moralischen Kompass überdenken. Was sollen bitte „grüne Umerziehungsgedanken“ sein?
    Schön dass du, Christian Buchen, weißt, dass die geplante Gängelung der Bergisch Gladbacher*innen dahinter steckt.

    Ehrlich, ich fühle mich nicht gegängelt, wenn ich einen angemessenen Preis dafür bezahle, dass ich mein Auto im öffentlichen Raum abstellen darf.
    Man kann mit vielem nicht einverstanden sein, aber respektvoll miteinander umgehen, ist das zu viel verlangt?

    Und glaubt wirklich ein Mitglied der CDU, dass der Bergisch Gladbacher Handel von billigen Parktickets abhängig ist? Sollte dies wirklich der Fall sein, so hätte dieser noch viel gravierendere Probleme.

    „Weniger jedoch grüne Träume von einer Fahrradcity mit Lastenrädern und eine unattraktive Innenstadt mit Parkgebühren, die das Porto für eine Onlinebestellung bei weitem übertreffen.“

    Schade, dass Herrn Schade weder grüne Fahrradstädte noch Lastenräder gefallen. Für viele sind diese jedoch erstrebenswert, auch hier in Bergisch Gladbach. Und die Innenstadt ist mitnichten unattraktiv, weil Parkgebühren angeblich hoch sind, oder halten Sie sich dort gerne auf, weil es da so schön grau ist?

  3. Vielleicht haben auch Sie die Möglichkeit eine der angebotenen Smartphone Apps zu nutzen. Mit denen kann man minutengenau die Parkgebühren abrechnen, wird vor Ablauf entsprechend gewarnt und kann die Zeit bei Bedarf, wenn es mal wieder länger dauert ;-), auch verlängern. Nutze ich seit Jahren und ist sehr einfach und intuitiv in der Anwendung. Die „Brötchentaste“ – 15 Minuten frei – wird selbstverständlich entsprechend berücksichtigt. Hilft auch vor dem Ordnungsamt. :-)

    Diese nutze ich. Es gibt aber auch andere. https://easypark.de/de
    15% der Parkgebühr (mind. 49 Cent) als zusätzliche Transaktionsgebühr

  4. Christian-Andreas ich hoffe, dass Sie alt werden und man sie dann mit Ihren Worten konfrontiert. Sie reden über das Alter, als wenn sie davon eine Ahnung hätten. Sie haben keine Ahnung, aber schämen sollten Sie sich für Ihre Ausführungen. Ich steige ein und bevor ich sitze, fährt der Bus los und es fällt mir schwer, mich festzuhalten. Warum sagen Sie nicht gleich, wir sollen ab in das Heim und nicht mehr vor die Tür. Diese Alten haben dafür gesorgt, dass es Ihnen gut geht. Das ist das, was Sie sagen wohl Ihre Dankbarkeit

    1. Ursula Schinkel, wie kommen Sie denn darauf, dass ich keine Ahnung hätte? Ich sehe bei jeder Busfahrt in die Stadt viele Senioren im Bus. Die machen auch einen ganz zufriedenen Eindruck. Insofern ist es bizarr, wenn man Busfahren als „hohe Barriere“ für Senioren bezeichnet. Außerdem halten die Busse direkt am Markt.

      Wie kommen Sie da auf nicht mehr vor die Tür gehen? Es ist schade, dass Ihnen der Bus zu scharf angefahren ist. Hier könnte man sicher den Fahrer kurz bitten weniger rasant zu fahren.

      Es kann Sie auch niemand daran hindern, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Die Kosten hierzu müssen Sie aber selbst tragen.

      Abschließend muss ich Sie zum Thema „gut gehen“ und „dankbar sein“ darauf hinweisen, dass für das Gutgehen der Bevölkerung im Ruhestand die werktätige Bevölkerung Sorge trägt. Warum sollte ich mich da schämen?

  5. Beim Bedienen der Parkuhr überlegt man sich genau wieviel Zeit man wohl für Erledigungen braucht und zahlt entsprechend geplant seine Parkgebühr.Sollte es dann mal ein paar Minuten später werden war mit Sicherheit schon das Ordnungsamt tätig!!! Parkknöllchen sind übrigens auch deutlich angehoben worden!

  6. Beim Bedienen der Parkuhr überlegt man sich genau wieviel Zeit man wohl für Erledigungen braucht und zahlt entsprechend geplant seine Parkgebühr.Sollte es dann mal ein paar Minuten später werden war mit Sicherheit schon das Ordnungsamt tätig!!! Parkknöllchen sind übrigens auch deutlich angehoben worden!

    1. Wenn Sie ein Handy besitzen, dann laden Sie sich die entsprechende Park-App herunter (die stehen an jedem Parkgebührautomaten), sparen im Gegensatz zum analogen Bezahlen noch Geld und können minutengenau abrechnen. Und den Weg zum Automaten haben Sie sich damit auch gespart.

  7. Schade, dass hier nicht ohne politische Schuldzuweisungen diskutiert wird. Dass die SeniorenUnion hier ihre Einwände zur Erhöhung der Parkgebühren äussert, ist doch genauso legitim wie die Einlassungen der Radfahrenden.

    Fakt ist aber doch, dass dies Maßnahme nicht dazu beiträgt unsere Innenstadt wieder etwas mehr zu beleben. Ältere Menschen, die nicht mehr bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad können oder aus egal welchen Gründe nicht mehr wollen, sollten doch auch die Möglichkeit haben die gastronomischen Angebot bequem zu erreichen, oder das ohnehin spärliche Einkaufsangebot zu nutzen. Das vorhanden ÖPNV Angebot ist ja nicht wirklich opulent. Wer z.B. aus den weiter entfernten Ortslagen, als Senior den Bus in Anspruch nehmen muss, der muss ja zunächst mal an die Haltestelle gehen, dort bei Wind und Wetter warten, und wenn er dann Glück hat kommt der Bus pünktlich bzw. fällt nicht aus. Da ist der PKW sehr viel angenehmer. Ein Taxi aus Bärbroich ist da keine erschwingliche Alternative. Und ein, hier immer wieder erwähntes Fahrrad schon garnicht.

    Aktuell wird auf die ältere Generation, die ganz entscheidend zu dem, noch vorhandenen Wohlstand in unseren 3 Innenstadtzentren beigetragen hat, überhaupt keine Rücksicht mehr genommen. “Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, def Mohr kann gehen. Es gibt nur noch Investitionen in Fahrradstrasse, und neue Fahrradwege- und Streifen. Diese hier, mit unser aller Steuergeld finanzierte Umerziehungsmassnahme wird immer wieder mit Klimawandelargumenten begründet. Aber was ist den damit gewonnen, wenn die immer noch vorhandenen PKWs riesige Umwege durch die ganze Stadt fahren müssen, weil überall Radstrassen den Verkehr behindern und intensiver machen.

    Die hier in Rede stehenden 200.000,-€ sind nicht zuletzt durch die Kosten eines 3. Beigeordneten entstanden, den unsere Umweltpartei, die Grünen unbedingt haben wollten. Der Verkehr wird nicht durch die Fahrradpriorisierung weniger.

    Also bitte im Sinne der Verhältnismässigkeit der nutzenden Bürger denken und unser Steuergeld einsetzen. Und nicht wer am lautesten Schreit, sondern alle Bürger müssen gleichberechtigt bedient werden.

    1. Hallo, ich finde es schwierig zu argumentieren, dass die ältere Generation „den Wohlstand aufgebaut“ hat. Dann kann die ältere Generation ja auch für den Atommüll, die dauerhafte Ausbeutung anderer Länder aufgrund fortbestehender kolonialer Strukturen und die verschlafene Abkehr von der fossilen Energieerzeugung haften. Z.B.

      Das erinnert mich immer an die Diskussionen mit meinem Großvater, der „Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut“ hat. Er war gerne Wehrmachtsoffizier, sagte er, und hat dann aus meiner Sicht auch irgendwie an der Zerstörung Anteil.

      Mein Vater hatte bei Interatom und danach einen sehr gut bezahlten Job. Wir haben beide dieselbe Qualifikation und ich weiß, dass er in der heutigen Arbeitswelt wahrscheinlich untergehen würde. Seine Arbeitsweise kann sich heute niemand mehr erlauben, ohne bald gekündigt zu werden. Andererseits muss man den Älteren auch zugestehen, dass sie nicht von Anfang an in diese verdichtete, schnelllebige, digitale Arbeitswelt hineingewachsen sind. Ich denke, dass das Berufsleben für einige Menschen im selben Job in den 60ern und 70ern entspannter war. Karrieren: Schlosser, Techniker, Bereichsleiter sind heute auch eher seltener geworden. Die Jüngeren heute können sich bezogen auf bestimmte Produkte (Miete, Skiurlaub z.B.) weniger vom Gehalt leisten.

      Natürlich finde ich es schön und wichtig, dass die Cafes und Restaurants erhalten bleiben und jemand dafür von Spitze mit dem z.B. Renault Zoe in die Innenstadt fährt.

      Aber wir sind aus meiner Sicht weit davon entfernt zu sagen, dass Fahrräder oder andere umweltfreundliche Fortbewegungsarten überproportional in GL gefördert oder berücksichtigt würden. Ich glaube, dass heute viel mehr Auto gefahren wird als vor 30…40 Jahren. Ein Lehrling fuhr früher eher Mofa oder Bus statt VW Golf. Die älteren Mitbürger sind heute auch mobiler, was ja auch gut ist. Ein Führerscheintest ab 65 wäre sinnvoll.

      Es gibt viele gute Ideen, wie Tempo30 in den Städten. Oder zusätzliche Wahlstimmen für die Kinder junger Familien, damit nicht überwiegend aufgrund der Menge an Senioren Politik für diese Gruppe gemacht wird. Sicher wird sich einiges verändern. Wenn ich Rentner bin, werde ich vielleicht auch schimpfen.

  8. Richtig Herr Humbach, mindestens die Hälfte der Parkplätze sollten in Behindertenparkplätze umgewidmet werden, damit denjenigen, die wirklich auf einen Parkplatz angewiesen sind, dann auch einer zur Verfügung steht.

  9. Christian Buchen sollte sich einmal in seiner ideologischen, rückwärtsgewandten Wortwahl zügeln. Nicht alle Autofahrer sind behindert. Es passt nicht mehr in unsere Zeit, für Kurzstrecken primär das Auto statt das Fahrrad zu nutzen.

    1. Richtig Herr Thimme, würde ich auch gerne tun, wenn ich noch Fahrradfahren könnte. In unserer gewachsenen Stadt, muss der Verkehr durch Rücksichtnahme und Toleranz geregelt werden. Dazu sollten wir doch fähig sein.

    1. Soweit ich das verstehe, geht es darum, dass die öffentlichen Parkplätze teurer werden sollen. Das hat ja erstmal nichts direkt mit Fahrradfahren zu tun, wie manche Kommentare hier vermuten lassen.

      Die Parkhäuser wie zum Beispiel in der Rhein Berg Galerie sind davon nicht betroffen. Daher verstehe ich die Aufregung nicht so ganz. Man kann immer noch in den Parkhäusern parken. Wenn einem das zu umständlich ist, muss man halt mehr bezahlen. Aber es gibt in Bergisch Gladbach noch genug Möglichkeiten das Problem zu umgehen, es wird halt nur unbequemer.

  10. Bergisch Gladbach hatte seit dem Weltkrieg sicher viele Aufgaben zu bewältigen, der Verkehr wurde stiefmütterlich behandelt. Etliche der Forderungen, ob aus der hiesigen Politik, der großen Stadt Köln oder den Reihen der Bevölkerung, wozu ich die Fahrradlobby und den Autobahnzubringer e.V. nehme, oder aus der Wirtschaft, wo einst Krüger einen Monumentalbau mitten im Wald errichten konnte, wurden bevorzugt.

    Immer ging es um Einzelinteressen, wenn beispielsweise die Feuerwehr ein zusätzliches Grundstück benötigte (SPD), ein großes Unternehmen Platz beanspruchte (Krüger), Pläne zum Autobahn-Zubringer vollkommen undurchführbar waren (Krüger), Fahrradstreifen auf den Kölner Str. (Schmickler) etc., nie hatte man Verkehr und Gemeinwohl im Blick.

    Und nun? Die Ankündigungen der Ampel im Wahlkampf in verkehrstechnischer Hinsicht waren arg fahradlastig, dem adfc Wasser auf seine Mühlen, den grünsten Grünen ein unabänderlicher Vorsatz, den Fahrradherstellern eine willkommene Produktionserweiterung, wo sie dann gleich diese unsäglichen Lastenräder wieder erfanden, was adfc und Konsorten gleich als Messias-Tat glorifizierten.

    Und unisono die ganzen Drahtesel-Kohorten: „Die Autos müssen weg“, nicht „Wir suchen einen Konsens mit den Autofahrern“ nein, „Alle Welt darf nur noch Fahrrad, Tretroller oder Rollbrett fahren!“ Das ist natürlich übertrieben, aber Übertreibung macht deutlich und nicht viel geringer kommt es an.

    Was an den vielen Veränderungen, die man zugunsten Fahrradfahrern auf den Weg gebracht hat, ist denn nun als sinnvoll anzuerkennen?

    Die Fahrradstreifen auf der Kölner Str. :Zu schmal, zu gefährlich, Parkplatzchaos in den Nebenstraßen, KEINE Anbindung zum Busbahnhof!

    Versuch Buddestraße: Völlig irrige Vorstellungen vom Platzangebot, 2 Fahrradstreifen aufzumalen, reine Willkür, irgendetwas beweisen zu wollen, unnützer Einsatz von Geldern trotz vielseitigem Protest, dieser auch und gerade von Experten, über Nebenstraßen überhaupt nicht nachgedacht!

    Fahrradstraße zwischen 2 Kreisverkehren: Kombinierte Straße für Busse und Fahrradfahrer, ca. 300 m lang, weder Zu- noch Abfahrt auf Radwegen möglich, reines Stückwerk!

    Laurentiusstraße: Nun bald Fahrradstraße, was weder Anrainer noch Radfahrer noch Autofahrer mehrheitlich wollen, völlig unnötige Verkomplizierung des Verkehrs dort, weil kaum Radfahrer unterwegs, Probleme für die Anrainer und Menschen mit Behinderung bezüglich Parkplätzen. Migenda meinte, „man kann ja nicht alles haben“, eine Unverschämtheit, die zeigt, dass nur die Denke
    der Stadt wichtig ist!

    Odenthaler Str.: Im unteren Teil dann ohne Parkplätze aber mit einer breiten Radspur, für Menschen mit Behinderung, Eltern mit kleinen Kindern und Lieferfahrzeuge ein untragbarer Zustand. Anrainer sollen nun auf dem Buchmühlen-Parkdeck parken, OHNE Gebühren-Rückzahlung, ein willkürlicher Griff ins Portemonnaie!

    Und das will die Stadt ernsthaft Verkehrswende nennen?

    Wo sind die Anstrengungen, den ÖPNV aufzurüsten, wo die Anstrengungen, neue, weiterführende Schienenstränge zu legen, wozu man immer nur hört, dass dafür andere verantwortlich sind.

    Wo sind die Diskussionen mit Köln über eine Entlastung GLs per Autobahn oder -straße, wo das Konzept für die Altenberger-Dom-Str, an dem ebenfalls seit Jahren gestrickt wird, warum hat man Überlegungen über Seilbahnen viel zu schnell zu den Akten gelegt?

    Wer traut der Stadt noch zu, ein wirkliches Verkehrskonzept auf die Beine zu stellen, wenn es nicht mal eins für die Zukunft der Stadt gibt, wo sie hin soll oder will? Alles Bisherige ist nur Stückwerk, bis zur Nasenspitze gedacht, ohne etwas, was man tatsächlich Planung nennen könnte, was auch sehr gut an der Schlossstraße in Bensberg mitsamt aller geplanten Veränderungen zu sehen ist, oder am Bockenberg oder an der geplanten Grundschule am Reiser in Bensberg.

    Nicht nur, dass es etliche Fehplanungen gibt, sie ziehen sich auch noch in die Länge wie es in kaum einer anderen Gemeide möglich ist. Das ist besonders am Verkehr zu beobachten, der auf die bisherige Art niemals in GL weiterkommen wird.

    1. Lieber Herr Havermann, es geht nicht pauschal um „Autos müssen weg“, sondern in unserer nun wirklich PKW und LKW dominierten Stadt den Radfahrern und Fußgängern endlich mehr Platz und Rechte zu verschaffen. Das ist doch legitim.

      Die Dominanz des Auto(Verkehrs) ist ungebrochen, auch wenn mal paar Parkplätze zu Gunsten eines Radstreifens wegfallen. Machen Sie den Radstreifen an der Kölner Straße nicht schlecht, besser schmal als gar keinen. Ich fühle mich auf ihm ETWAS sicherer als vorher.

      Von Fahrradstreifen wie in Münster und anderen Städten können wir nur träumen. (für die Autolobby ein Albtraum ?). Ihr Eintreten für ein GESAMTKONZEPT ist natürlich richtig. Es gibt doch das teuer bezahlte 2016 verabschiedete MOBILITÄTSKONZEPT !?! Welche auch praktische Aktualität hat es (noch) ???

  11. Ich bin selbst Fahrradfahrerin und erlebe oft wie rücksichtlos sich Autofahrer verhalten. Da ist es richtig und erforderlich, dass sich die Stadt Gedanken um uns Radler macht. Nur sollten deren Aktivitäten sinnvoll und aus der Sicht der Radler stattfinden.

    Nur ein Beispiel: die untere Hauptstraße (von Gronau zum Kreisverkehr). Früher konnten die Radler den Gehweg zum Fahren benutzen, der auch breit genug ist und es keine Probleme mit den Fußgängern gab. Nun wurde dies verboten und wir müssen auf der Straße fahren. Dies bedeutet, dass wir uns großen Gefahren aussetzen, denn viele Autofahrer fahren nicht hinter uns her, sondern überholen auf der relativ schmalen Straße (rechts und links parkende Autos) oder sie drängeln so, dass dies die Radler verunsichert. Diese Regelung ist großer Quatsch.

    1. Das wäre grundsätzlich eine gute Idee Radfahrer und Fußgänger können wesentlich besser und gefahrloser miteinander umgehen und es wäre auch in den meisten Fällen sehr viel kostengünstiger.

  12. Ältere Mitbürger oft aufs Auto angewiesen: Senioren-Union kritisiert ideologisch motivierte Preiserhöhung für Parkgebühren

    Die Stadt Bergisch Gladbach beabsichtigt, die Parkgebühren in der Innenstadt extrem zu erhöhen: Im bisherigen Innenstadtbereich mit einer Verdopplung der Gebühren!

    Dazu kommt, dass der Parkplatz auf dem Zanders-Gelände auch zum Innenstadtbereich gezählt werden soll und hier eine Verdreifachung der Parkgebühren geplant ist.

    Eine solche Erhöhung ist in den Augen der CDU-Senioren-Union mit der künftigen Pflicht der Umsatzsteuerzahlung für einen Teil der städtischen Parkplätze nicht zu rechtfertigen.

    Ein Drittel der Einwohner unserer Stadt Bergisch Gladbach ist über 60 Jahre alt. Tendenz zunehmend. Da müssen sich politische Entscheidungen auch daran prüfen lassen, ob sie altengerecht sind. Das Vorhaben der Verwaltung, künftig die Parkgebühren in den Zentren von Gladbach, Bensberg und Refrath so massiv zu erhöhen, ist absolut nicht altengerecht. Ältere und behinderte Menschen sind in ihrer Mobilität oft eingeschränkt, sie müssen häufiger als jüngere Leute Ärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, Physiopraxen, Optiker und Hörgeräteakustiker aufsuchen und diese befinden sich besonders auch in unseren Stadtzentren. Gleiches gilt fürs hochwertige Einkaufen in der Innenstadt sowie für die Nutzung der vielen schönen Cafés, die inzwischen zur gewünschten Kommunikation untereinander einladen.

    Die geplante drastische Erhöhung der Parkgebühren trifft gerade die Älteren besonders stark. Ein vorgeschlagener Umstieg aufs (Lasten-)Fahrrad oder das Busfahren stellt für sie eine hohe Barriere dar und kann eigentlich nur als Ironie verstanden werden.

    Die Alternativen, die die Verwaltung auch mit dem Ziel, Autofahrer aus der Innenstadt zu vertreiben, als Ersatz fürs Autofahren vorschlägt, gehen an der Lebenssituation älterer Menschen vorbei. Zu befürchten ist, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben weiter eingeschränkt wird. Dazu kommt, dass Rentnerinnen und Rentner in der aktuellen Wirtschaftskrise in besonderem Maße von Altersarmut bedroht sind, so dass sie diese zunächst gering erscheinenden Mehrkosten nicht einfach wegstecken können. Die für Juli 2023 angekündigte Rentenerhöhung von 3,5 % gleicht bei weitem nicht die Inflationsrate von über 10 % aus, die bei Lebensmitteln noch deutlich höher bei über 20 – 25 % liegt. Die Tafeln berichten von einer großen Zunahme von Hilfebedürftigen im Rentenalter. Das Ignorieren der Lebenssituation der Älteren ist besonders verwerflich, weil unser heutiger Wohlstand nicht zuletzt der Lebensleistung der älteren Generation zu verdanken ist.

    Die Senioren-Union der CDU fordert nicht nur einen Verzicht auf die drastische Parkgebührenerhöhung, sondern fordert endlich eine altengerechte Politik auf allen politischen Ebenen – ohne ideologische Voreingenommenheit. Wir sind bereit zum Gespräch.

    Manfred Klein Helga Bernhauser

    1. Senioren brauchen kein Auto, sie können genauso wie junge Familien den Bus nehmen. Wer in diesem Vorschlag Ironie sieht, ist in seinem Denken durch „Virus Auto“ (H. Knoflacher) beinflusst. Was Senioren brauchen, sind Barrierefreiheit und neuartige Wohnkonzepte.

      In der Tat besteht die Gefahr eines Konfliktes zwischen den Generationen. Dieser Konflikt muss aber angenommen und ausgetragen werden, damit auch unsere Kinder und Enkel noch gut leben können. Keinesfalls darf man zulassen, dass die Automobillobby unsere Gesellschaft in eine Sackgasse ohne Ausweg führt.

      Dieser Kommentar der Seniorenunion ist meiner Meinung nach eine moralische Bankrotterklärung. Zum einen ist der heutige Wohlstand in Deutschland nicht durch die Lebensleistung der heutigen älteren Generation bedingt, sondern durch die Lebensleistung einer bereits gestorbenen Generation und ferner das Ergebnis der Friedensdividende, welche wir nach dem Ende des kalten Krieges kassieren. Damit könnte demnächst aber Schluss sein. Im Gegenteil, durch die geringe Geburtenrate hat die ältere Generation uns ein wohlstandsgefährdendes Demographieproblem eingehandelt. Unabhängig davon darf keine Generation sich das Recht herausnehmen, als erste und letzte in Saus und Braus zu leben und die Lebenschancen der nachfolgenden Generation dabei zu zerstören.

      Hoffnungsvoll stimmt die Tatsache, dass sich nun auch Senioren (z.b. mein Vater) nach jahrzentelanger Stimmabgabe für die CDU nun von der CDU abwenden.

      1. DA BLEIBT MIR DIE SPRACHE WEG. DAS IST DOCH EINE UNVERSCHÄMTE AUSSAGE. Senioren brauchen keine Autos, die können doch mit dem Bus fahren. eine moralische Bankrott Erklärung ist ihr Beitrag.

        Sie Maßen sich an, zu wissen was unsere Senioren für Bedürfnisse haben! Es darf sich keine Generation herausnehmen Saus und Braus zu leben und die Lebenschancen der nachfolgenden Generation dabei zu zerstören, was ist das für eine anmaßende Aussage, aber Sie bestimmen, dass die heutige Generation bestimmt, was für die Zukunft gut ist.

        Wer hat den Ihrer Meinung nach den Wohlstand nach 1945 erarbeitet, wenn nicht genau die hier, von Ihnen genannten Senioren.

        Einfach nur unverschämt.

    2. Liebe Senioren-Union,
      dann setzen Sie sich doch bitte für sozialgerechte Bezahlung von Arbeitnehmern ein, setzen Sie sich dafür ein, dass insbesondere Frauen nicht von Altersarmut betroffen sind.
      Setzen Sie sich für eine soziale Gerechtigkeit sein, die alle mitnimmt aber hören Sie bitte auf, sich Ihre Interessengruppen nach Gutdünken auszusuchen. Bisher habe ich auf keiner politischen Ebene erlebt, dass sich die CDU oder interne Gruppierungen, für all diese Themen einsetzt.
      Aber wenn der Autofahrer einen Euro mehr bezahlen soll, da kommen Sie aus Ihrem Loch gekrochen und faseln etwas von altengerecht.
      Was machen Sie denn mit den Menschen, die sich gar kein Auto leisten können, die sich keinen Besuch im Café leisten können, die sich teilweise gar keinen regulären Einkauf im Supermarkt leisten können? Ich weiß, die sind Ihnen egal, weil die ja kein Auto haben…

  13. Es ist nicht das erste Mal, da sich die CDU dazu herablässt, anderen Parteien vorzuwerfen, sie würden ideologisch handeln. Die CDU reklamiert auf diese Weise einen Wahrheitsanspruch, den sie gleichzeitig den anderen abspricht: ideologisch (und populistisch) sind in ihren Augen immer die anderen, was das Nachdenken über die eigene Position unmöglich macht. Die CDU ist dabei vor allem durch den konservativen Impetus beseelt, dass die alten Konzepte immer noch die besten Lösungen bieten, in einer Welt die dynamisch wie nie ist. Gerade die Dynamik z.B. im Klimawandel ist mit den alten Mitteln der Reformanpassung an die Realität nicht mehr zu bewerkstelligen. Trotzdem versucht die CDU alle großen Probleme mit kleinen Reformen anzugehen, obwohl abzusehen ist, dass diese bei weitem nicht ausreichen werden. Mit diesem Beitrag hat sie sich einmal mehr disqualifiziert. Mit so einer Attitüde wird man heutzutage wahrscheinlich noch nicht mal mehr im ADAC aufgenommen: zu radikal und rückwärts gewandt!

  14. Eine Erhöhung der Parkgebühren bei der derzeitigen allgemeinen
    Kostenexplosionen ist nicht zu verstehen.
    Man bekommt den Eindruck, in Bergisch Gladbach geht es in erster Linie
    um das Wohl der „armen“ Radfahrer.

  15. Ohje, ohje, ohje …… aber Festhalten am Individualverkehr und dessen Förderung ist nicht ideologisch? Soll nicht erziehen zum Weggucken und Nichtweiterdenken?

    Das Wissen um die Endlichkeit von fossilen Energieträgern (und dessen Verbreitung in der Wissenschaft und Öffentlichkeit) ist mindestens so alt wie ich. Die Leugnung, Nichtbeachtung dieses Wissens und die Verschleppung möglicher rechtzeitiger Veränderungen verdanken wir – zumindest hier in Bergisch Gladbach- im Wesentlichen der CDU.

    Ich bin mit meinen kleinen Kindern 2000 nach Bergisch Gladbach gezogen und habe 10 Jahre per ÖPNV versucht in Langenfeld zu arbeiten. Was habe ich gehofft auf einen 10 Min-Takt der S11! Auf eine bessere Busverbindung für meine Schulkinder! Nun bin ich Oma, in Rente und die Kinder groß. Nun möchte ich mit dem Fahrrad und zu Fuß heil auf den Wochenmarkt und in die Innenstadt kommen! Bei Regen auch gerne mit dem Bus, aber auch gerne günstiger, als es das Parken wäre.

    An die Politik: Bitte, bitte schneller und drastischer lenken, schneller umbauen, mehr Fahrradwege und mehr von allen kreativen Ideen für eine zukunftsfähige Stadt.

    Belebt die Stadtteile! Schafft Behinderten-Pendelbusse, Einkaufs- oder Transportdienste, Quartiersbezogene Netzwerke!

    An die Redaktion: Bitte weniger davon, den ideologischen Stimmen der Konservativen ein Sprachrohr zu sein! Und weniger fragen, ob bei verhältnismäßig geringfügigen Änderungen schon irgendwem, irgendwas zu weit geht.

    1. Liebe Frau Stölzel, meine Frau und ich sind schon 1994 nach GL gezogen, damals ebenfalls mit kleinen Kindern, und sind dafür noch nicht ganz Oma und Opa. Bis auf diese kleinen Unterschiede ging und geht es uns aber genauso wie Ihnen, insbesondere was die S11 und das Radfahren betrifft. Warum also „ideologisch“ sein soll, den Rad- und Fußgängerverkehr zu fördern (von einer Gleichstellung mit dem Auto ist ja noch lange nicht zu reden), ist uns daher ebenfalls nicht klar.

    2. Zu A. Stötzel „An die Redaktion“ – wollen Sie wirklich, dass die in-gl-Redaktion zensiert, wer hier schreiben darf und wer nicht???? Und nur die „ideologischen Stimmen der Konservativen“ sollen verboten werden? Schon mal was von Meinungsfreiheit ALLER Meinungen gehört? Diese Ihre Forderung macht sprachlos.

  16. Was bei der Diskussion der verschiedenen Verkehrsträger immer gerne vergessen wird: die Gesamtkostenbilanz des Autos für den Halter. Der ADFC schreibt, dass zum Beispiel ein VW Tiguan (eines der beliebtesten deutschen Autos) für den Durchschnittsfahrer im Monat 1019 € oder 81,5 Cent pro Kilometer kostet. Wer sich das leisten kann, kann sich auch beispielsweise 100 € Parkgebühren im Monat leisten, nehme ich an.

    Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die KFZ-Steuer für den Bau und Erhalt der Straßen nicht annähernd ausreicht.

    Eine Botschaft an die Wenigfahrer unter uns: für 1019 € im Monat kann man ziemlich viel Taxi fahren – ganz ohne Parkgebühren. Aber bitte nicht weitersagen.

  17. Es fällt schwer, bei diesen populistisch/hetzerischen Ausdrücken eine sachliche Diskussion zu führen. Ich will es trotzdem versuchen (vielleicht entschuldigt sich die CDU dann für ihre Ausdrücke).

    Von finanzpolitischer Warte aus:

    Von 2010 bis 2021 betrug die Inflation etwa 16 % – für dieses Jahr müssen wir mit 10 % rechnen – zudem kommt ab 1.Jan 2023 eine Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) von 19 % hinzu. Das allein begründet eine Steigerung um 45 %.

    Nun müssen die Parkgebühren auch noch verteuert werden – mit ungefähr 32% auf 145%. Also ergibt das eine weitere Steigerung um 45 %.

    Somit begründen allein Inflationsausgleich und Steuern eine Erhöhung um 90 %! (In Köln kostet eine Stunde Parken inzwischen 4 €).

    Wenn die CDU die vorgeschlagenen Anpassungen nicht mittragen will, muss sie sagen, wie die Einnahmeausfälle der Stadt kompensiert werden sollen – will sie erneut die Grundsteuer anheben?

    Jetzt zu den Umweltaspekten:

    Wer mit dem Bus zum Einkaufen fährt, muss für sein Ticket hin und zurück mindestens 4 € (Zone K) bezahlen, meist sogar 5 € (Zone 1). Das sollte (bei einem mehr als 1h Einkauf) günstiger sein als bequem mit dem PkW zu kommen, da Busfahrende (wie Radelnde und Fußgänger) die Umwelt schonen – bei dieser Diskussion wird auch die Frage der Belastung mit Feinstaub häufig vergessen.

    Wer nur für sich optimiert (hier: Bequemlichkeit), gefährdet das Leben seiner und unsrer aller Kinder: die Erderwärmung etc. wird deren Leben sehr hart und gefährlich machen (wenn er nicht schon selbst durch Feinstaub etc an Krebs erkrankt).

  18. Hat unsere Stadtverwaltung auch noch die älteren Bürger im Blick?
    Mit Fahrrad einkaufen für über 70jährige oder Einkäufe per Bus u. Bahn schleppen?
    Eine Zumutung!!!

    1. Mit einkaufen meinen Sie wahrscheinlich Lebensmittel. Nun, Supermärkte haben Parkplätze, die in der Regel nichts kosten und außerhalb des Zentrums sind. Die sind ja gar nicht betroffen. Und dann gibt es ja noch die Parkplätze in der Galerie oder im ehemaligen Hertie. Über die Preise (meiner Meinung nach ok) regt sich aber keiner auf.

    2. Offen gesagt: Wenn jemand mit dem Auto einkaufen fährt, weil er es mit dem Bus oder Fahrrad nicht mehr schafft, dann möchte ich bitte frühzeitig gewarnt werden, damit ich mich von desjenigen Fahrstrecke weiträumig fernhalten kann.

  19. Vorbemerkung: Kompliment: Im Gegensatz zu den gruseligen Pöbeleien in den sogenannten „Kommentaren“ auf Facebook geht es in diesem Forum sehr gesittet und meist ohne Schaum vor dem Mund zu. Viele nachdenkenswerte kluge Kommentare. Ich lerne einiges dazu: danke !

    Zur Sache: Ich bitte die CDU mit ihrer (bisher leider undifferenzierten) Wortwahl nicht populistisch die Wut des Stammtisches zu bedienen.

    Die jetzt versuchte Kampagne der CDU gegen höhere Parkgebühren wird ähnlich enden wie die in den 70er Jahren peinliche und misslungene CDU Kampagne GEGEN den Autogurt. („Freie Fahrt für freie Bürger“ – schon vergessen ??)

    Natürlich ist es für viele ärgerlich bis bitter, dass (gefühlt) „alles“ teurer wird, aber für 2/3 von uns ist es möglich, (mich eingeschlossen) den Konsum etwas zurückzufahren und erhöhte Parkgebühren zugunsten einer mal endlich erfolgenden Mobilitätswende in Kauf zu nehmen. (von der CDU als „Umerziehung“ denunziert).

    Obwohl immer beschworen, sind wir von besagter Mobilitätswende aber leider leider noch weit entfernt. Das Abendland wird mit erhöhten Parkgebühren NICHT UNTERGEHEN.

  20. Wenn Autos ähnlich emotionslos behandelt würden wie Heizungsanlagen, sähe unsere Welt anders aus. Eine Heizungsanlage darf nicht überdimensioniert werden. Beim durchschnittlichen Auto hieße das: mehr Leistung als nötig ist, um 5 Personen mit Richtgeschwindigkeit 130 zu befördern, würden nicht verkauft. Dann hätten unsere Autos maximal 50 PS und würden im Schnitt ca. 4 Liter pro 100 km verbrauchen.

    Das ist kein Argument gegen die Autoindustrie. Diese könnte ihren Beitrag zum Bruttosozialprodukt auch mit (für unser dicht bevölkertes Land sinnvolle und sehr effiziente) Fahrzeugen erwirtschaften.

    Letztlich entscheiden das aber wir, die Käufer. Die Industrie baut die Fahrzeuge, die gekauft werden. Ford wird den Fiesta und den Fokus einstellen und statt dessen SUV anbieten – das ist unsere Entscheidung.

    Zu den Emotionen: Auch ein schickes eBike oder Fahrrad kann Besitzerstolz wecken …

    1. Das ewige meckern gegen SUV genannte Fahrzeuge geht mir auf den Senkel! Es gibt Menschen, die es einfach bequemer finden in ein hoher gebautes Fahrzeug einzusteigen. Die Auswahl zwischen z. B. Opel Mokka und Audi Q8 trifft der Käufer nach unterschiedlichen Kriterien.

      1. Mit Einschränkungen einverstanden. Es gibt nicht pauschal „die“ SUV Fahrer. Es muss aber möglich und erlaubt sein, zumindest Kritik an „überdimensionierten“ SUV-Panzern zu üben bzw. an SUV Fahrern, die schon mal wegen der Breite ihrer SUVs gleich zwei Parkplätze blockieren. Gerade wegen unterschiedlicher Interessen müssen wir alle differenziert und damit fair diskutieren und am besten uns auch mal gegenseitig überzeugen.

      2. Ich z.B. finde es bequem, wenn ich mal mit meinem Auto irgendwo parken muss, auch noch neben einem überdimensionierten SUV Platz zu finden. Wenn ich einen etwas höheren Einstieg bequem finde, mir dafür ein Fahrzeug zulege, welches das für meine Beförderung angemessene Gewicht sowie die Ausmaße in Länge, Breite und Höhe deutlich übersteigt, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn es Menschen gibt, die mich egoistisch finden.
        Der Platz ist beschränkt und es sollten alle aufeinander Rücksicht nehmen, meiner Ansicht nach!

  21. Ich freue mich sehr, wenn der Autoverkehr etwas abnimmt. Jede Person, die das Auto nehmen muss, sollte aber nicht behindert werden.

    Es ist aus meiner Sicht möglich, viele Wege in der Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Evtl. ist es erstmal ungewohnt. Dann kann es aber sehr schön sein: man trifft wieder Nachbarn, lernt seine Umgebung kennen, erlebt die jahreszeitliche Veränderung. Durch Bewegung, draußen, kann man sich gesünder und fitter fühlen.
    Das fehlt mir sehr beim Autofahren.

    Es kann guttun, z.B. 2x20min zu Gehen. Und es ist für viele/ mich selbstverständlich geworden, viel Zeit täglich mit z.B. Internet/Fernsehen zu verbringen. Wahrscheinlich brauche ich das nicht in der Menge.

    Aber jede Person soll es immer so machen, wie es für sie passt.

    Wenn Parkplätze wegfallen oder teurer werden, wird die Auto-Mobilität in GL aus meiner Sicht trotzdem noch gut möglich sein. Ich stimme folgendem zu: Innenstädte werden oft unattraktiv wegen zu vieler Autos.

  22. Ob das Festhalten an dem bisherigen Mobilsystem falsch ist, muss sich erst noch erweisen. Festhalten allerdings kann man die Erkenntnis, auch der Automobil Industrie verdanken u.a. Jahrzehnte langer Wohlstand in unserem Land.

  23. Was mich abstößt ist die Wortwahl in diesem und auch anderen Beiträgen der CDU, hier z.B. „bodenlose Unverschämtheit“ „schallende Ohrfeige“.
    Früher habe ich die CDU als Vertreterin bürgerlicher Werte der Mitte gesehen und gewählt. Zu diesen Werten zählt meiner Meinung nach auch eine gewisse Zurückhaltung, die solche sprachlichen Entgleisungen eigentlich nicht zulässt. Mit diesem Sprachstil ist die CDU für mich zumindest auf der kommunalen Ebene bis auf Weiteres unwählbar.

    1. Das ist eben das Dilemma einer Opposition in der Lokalpolitik: Da die meisten Dinge ohnehin durch Verwaltungsvorschriften und Notwendigkeiten gesteuert werden, greift man nach den kleinsten Banalitäten und versucht sie mit möglichst starken Worten zu geißeln. Und da in der Lokalpolitik häufiger mal Leute auf Posten aufsteigen, die eigentlich oberhalb ihrer Kompetenzen liegen, kommt es auch schneller zum sprachlichen Fehlgriff.

  24. Antonio Guterres sagte heute auf der Weltklimakonferenz COP27 in Sharm El-Sheikh die einfache Wahrheit: „Wir kämpfen den Kampf unseres Lebens – und sind dabei zu verlieren“.
    Auch wir in Bergisch Gladbach tragen globale Verantwortung und sollten uns dieser stellen! Das sind keine ideologischen Ideen – schön wärs- sondern ein mini mini Beitrag zum Klimaschutz.
    Wenn dies als Argument für die CDU nicht zieht, helfen vielleicht der Hinweis, dass die Parkgebühren schon ewig nicht erhöht wurden und diese nun an den Gebühren der privat bewirtschafteten Flächen ausgerichtet werden. Zudem drohen durch den Umsatz- und Körperschaftssteuer-Aufschlag der Stadt Ausfälle von ca. 200.000€ (und nicht „nur“ 20.000€ wie der KSTA fälschlicherweise berichtete). Vielleicht kann die CDU mal sagen, wie wir diese nicht unerhebliche Summe an anderer Stelle einsparen sollen?

    1. Hallo Frau Meinhardt, zu den Steuerausfällen fehlen mir Informationen, aber den Rest Ihres Kommentars will ich gerne unterschreiben. Freundliche Grüße von einer alten Radfahrerin!

      1. Danke für den Link von gestern Abend, liebe Redaktion :-)
        Ihr seid wirklich *immer* serviceorientiert!

    2. Die Überlegung, eine Erhöhung von Parkgebühren stelle einen mini mini Beitrag zur globalen Klimaverantwortung dar, halte ich für zu kurz gesprungen. Man müsste sich schon sicher sein können, dass hiermit Autoverkehr reduziert wird. Für wahrscheinlicher halte ich doch eher, dass die Menschen mit ihren Fahrzeugen einfach in die umliegenden Städte und Gemeinden fahren, wenn sie die Innenstadt von GL aufgrund von Parkgebühren oder anderer Umstände für unattraktiv halten.

      Dies wäre natürlich mit Blick aufs Klima ein mini mini Beitrag in die falsche Richtung und mit Blick auf eine belebte und dadurch attraktive Innenstadt ebenfalls wohl ein Schritt ins Gegenteil. Denn eine Innenstadt braucht auch Menschen, die dort hingehen, bzw. derzeit noch gerne hinfahren.

      Das eigentliche Problem der heutigen Zeit ist es doch eher, den Satz von Herrn Guterres in die Köpfe der Menschen zu bekommen. Dies schafft man aber nicht mit der Erhöhung von Parkgebühren oder anderen Maßnahmen zur Förderung der Unattraktivität des Autofahrens.

      Solche Maßnahmen sind zwar einfach umzusetzen und kosten relativ wenig Geld. Sie erzeugen jedoch bei Autofahrern, die wohl derzeit noch keine Minderheit unserer Gesellschaft sein dürften, nur Frust und fördern die Unlust sich mit dem Thema überhaupt auseinanderzusetzen.

      Es müssen daher dringend kreative Ideen her, wie man alternative Mobilität so gestalten kann, das sie für viele Menschen der Attraktivität eines Autos nahe kommt. Hier sehe ich leider bislang keine wirklichen Ansätze mit Ausnahme des Versuchs, den ÖPNV finanziell attraktiv zu gestalten.

    3. Einsparmöglichkeiten gibt es z.B. bei der völlig unnötigen Umwandlung der Laurentiusstrasse in eine Fahrradstrasse, die gescheiterten Fahradpriorisierungsanstriche auf der Buddestrasse, die Vergabe von Planungsaufträgen an Verkehrsplaner die ausschliesslich auf flache Grossstädte mit viel Fahrradverkehr spezialisiert sind, hier wurden bereits zigtausend Euro verbraten für unbrauchbare Konzepte (siehe Schildgen).

      Ein ganz teuere Maßnahme war die Erweiterung der Stadtverwaltung um einen zusätzlichen Beigeordneten, der nur die Abschaffung des Autoverkehrs in unsrer Stadt als Ziel von den Grünen vorgegeben bekommen hat – und damit die letzten noch vorhandenen UST zahlenden Einzelhändler und Gastrobetriebe vertreibt.

      Fazit: Die absolut übertriebene Ideologie in Richtung Klimawandel und Umweltschutz lässt uns den Kampf verlieren.

  25. Stimmung machender Populismus des Autolobbyvereins CDU. Ich bin selber Autofahrer und mit der Erhöhung der Parkgebühren sehr einverstanden. Die CDU spricht also nicht im Namen DER Autofahrer.

  26. Durch den Wegfall von 26 Stellplätzen auf der Laurentiusstraße bzw. Norm Rathaus fehlen in der Stadtkasse ca.40..50000€ pro Jahr …also muss das woanders herkommen…

  27. Man spricht von „ideologisch geprägten Ideen (sic!)“, was wohl eine negative Zuweisung sein soll. Darauf man auch erstmal kommen muss.

    Übrigens ist das vehemente Festhalten an einem nicht zukunftsfähigen Mobilitätssystem meiner Meinung nach auch ideologisch und eine Kompetenz ist für mich hier nicht erkennbar.

    Ob die Parkgebühren höher als Versandgebühren einer Online-Bestellung sind, dürfte fallabhängig und nicht allgemein wahr sein.

    Wahr ist tatsächlich, dass die Innenstadt unattraktiv ist. Das liegt hauptsächlich an der hohen PKW Dichte.

    1. Ob das Festhalten an dem bisherigen Mobilsystem falsch ist, muss sich erst noch erweisen. Festhalten allerdings kann man die Erkenntnis, auch der Automobil Industrie verdanken u.a. Jahrzehnte langer Wohlstand in unserem Land.

      1. Ich möchte einfach einmal etwas Ruhe in die Auseinandersetzung bringen. Es wird uns,der Senioren Union harte Wortwahl vorgeworfen. Wie wird denn in denStadtratssitzungen der CDU Mitgliedern umgegangen. Einige der Wortwahlen in Kommentaren der Nicht CDU Anhänger sind auch nicht gerade friedlich. Wir sollten alle einmal etwas mehr Zurückhaltung an den Tag legen und menschenfreundlich miteinander umgehen. Doch der unterstellte Egoismus bei den CDU Wählern führt auch nicht zum Erfolg. Wo bleibt denn die Stadtführung,wenn die Gewerbesteuer der Händler nicht mehr in die Stadtkasse fliessen und stattdessen nach Köln oder Leverkusen kommen. Dann können die nicht notwendigen neuen Radwege auf der oberen Odenthaler Strasse auch nicht mehr finanziert werden. Bitte einmal vorher überlegen wie mit Andersdenkenden umgegangen wird.

    2. Zitat „Wahr ist tatsächlich, dass die Innenstadt unattraktiv ist. Das liegt hauptsächlich an der hohen PKW Dichte.“

      Was zählt denn da zur Innenstadt? Gemeint ist vermutlich das Drumherum? Da stimme ich ein. Ich vermeide die Durchfahrt wo es nur geht. Die hohe Verkehrsdichte liegt aber meiner Meinung nach nicht am Verkehrsaufkommen, sondern an der Verkehrsführung. Nehmen wir mal die Fahrt zum Marienkrankenhaus. Findet man oben am Friedhof keinen Parkplatz, kann man durch halb Gladbach fahren, um unten ins Parkhaus zu kommen.

      Möchte ich zum PC Doc in der Laurentiusstrasse (ich weiß nicht, ob es den noch gibt) und brauche einen Parkplatz in der Nähe, da ich nicht so weit schwer tragen kann, muss ich auch wieder um den ganzen Pudding rum.

      Ich bin viele Jahre mit dem ÖPNV zur Arbeit gefahren. Als das Jobticket dann 70 Euro kosten sollte (gestartet mit 30 Euro) und ich manchmal 3 mal so lange unterwegs war wie mit dem Auto für eine Strecke, bin ich wieder umgestiegen auf das Auto. Irgend einen Vorteil sollte man schon haben bzw nicht nur Nachteile, von der Beförderung wie in einem Viehtransporter ganz zu schweigen. Gelegentlich fuhr der Bus auch wegen Überfüllung einfach vorbei.

      Vor 10 Jahren etwa hatte ich mir dann der Umwelt zuliebe ein gebrauchtes, Gas betriebenes Auto gekauft (CNG) . Hier in Bergisch Gladbach gab es gleich 2 Tankstellen! Andernorts musste man diese leider suchen. Reichweite ca 400 km. Eine Urlaubsfahrt nach Holland gerade so möglich, aber mit Risiko (geplant angefahrene Tankstelle hatte zu), nach Frankreich aufgrund fehlender Tankstellen unmöglich.

      Dann war mal ein Auto dieser Bauart explodiert und plötzlich konnte man gar nicht mehr tanken bis zur Aufklärung des Vorfalls.

      Ich habe mich nie damit beschäftigt, warum sich CNG nicht durchgesetzt hat, sehe aber eine parallele zu den E-Autos. Da wird viel Fördergeld ausgegeben für Menschen, die es sich sowieso leisten können, ein neues Auto zu kaufen und die Infrastruktur ist nicht vorhanden.

      Uns werden scheinbare Vorteile dieser Autos vorgegaukelt, als käme der Strom aus der Steckdose.

      Sorry, etwas vom Thema abgekommen. Aber was ist denn schon „wahr“? Wahr ist, dass die Wahrheit für jeden anders aussieht.