Die Laurentiusstraße als Symbol: Markierungen und eine gegenläufige Spur sollen den Radverkehr erleichtern, der Straßenbelag ist eine Katastrophe, der moderate Umbau der Straße verzögert sich. Foto: Thomas Merkenich

Die FDP kritisiert die Kostensteigerung für den geplanten Umbau der Laurentiusstraße als „nicht vertretbar und nicht erklärbar“. Das „ehemalige Prestigeobjekt“ der Grünen sei ein organisatorisches und teures Debakel, für das der Beigeordnete Ragnar Migenda die Verantwortung trage. Er müsse zudem dafür sorgen, dass die vorlaufenden Arbeiten der Belkaw an den verzögerten Zeitplan der Stadt angepasst werden.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der FDP-Fraktion

Was ist aus dem ehemaligen Prestigeobjekt der Grünen in Bergisch Gladbach geworden? Ein organisatorisches und teures Debakel! Der Umbau der Straße wird zeitlich bis ins nächste Jahr verschoben, die Kosten steigen um 40 Prozent.

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Eine derartige Kostensteigerung ist nicht vertretbar und auch nicht erklärbar. Die erste Kostenkalkulation berücksichtigte doch angeblich von vornherein eine Preissteigerung. Der dafür zuständige Beigeordnete Migenda zeigt zum wiederholten Male, dass es organisatorische Mängel in seinem Zuständigkeitsbereich gibt.

Die Bürger in unserer Stadt müssen sich darauf verlassen können, dass solche Projekte im geplanten Zeitraum und zu vorab kalkulierten Kosten umgesetzt werden.

Der Starttermin der städtischen Arbeiten ist jetzt das Frühjahr 2025, die Belkaw als städtisches Unternehmen will aber bereits in diesem Herbst mit ihren Arbeiten in der Laurentiusstraße beginnen. Eine Anpassung der Belkaw-Arbeiten an den Zeitplan der Stadt müsste eigentlich vom Beigeordneten Migenda eingefordert werden, damit die Bürger unserer Stadt in den kommenden Monaten z. B. das Parkhaus des Marien-Krankenhauses ohne Umwege erreichen können und nicht mehrfach baustellenbedingte Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.

Aber Bürgerfreundlichkeit scheint in dieser Verwaltung kaum ein Kriterium zu sein! Eine vorzeitige Sperrung dieser wichtigen innerstädtischen Straße ist jedenfalls für die Bürger nicht hinnehmbar.

FDP-Fraktionschefin Dorothee Wasmuth. Foto: Thomas Merkenich

Schaut man in die Verwaltungsvorlage für den zuständigen Ausschuss in Sachen „Umbau Laurentiusstraße“, findet man am 27. August so gut wie nichts. Die vollständigen Unterlagen – so die Verwaltung – würden nachgereicht werden. Die Forderung der FDP nach einem Gesamtkonzept Verkehr wird nach wie vor ignoriert.

„In Zeiten knapper Kassen müssen sich die Bürger auf eine kostenbewusste und ideologiefreie Politik verlassen können. Deshalb fordern wir Herrn Migenda auf, im Rahmen eines Qualitätsmanagements die Kostenstruktur und die organisatorischen Prozesse für die Laurentiusstraße offenzulegen“, so Dorothee Wasmuth, Fraktionsvorsitzende der FDP Ratsfraktion.

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge.

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  1. Eine so massive Kostensteigerung sollte tatsächlich etwas genauer begründet werden, da muss ich der FDP zustimmen. Ungeachtet dessen bleibt zu hoffen, dass es in der Laurentiusstraße endlich “vorwärtsgeht” und die Pläne zügig umgesetzt werden. Sie wird seit Jahrzehnten stiefmütterlich behandelt – das hat die extrem zentrale und potentiell attraktive Straße nicht verdient!

    Offenbar haben Manche immer noch nicht mitbekommen, dass die geplante Umgestaltung Nullkommanix mit Radverkehr zu tun hat. Die Idee der Einrichtung einer ‘Fahrradstraße’ wurde längst aufgegeben; stattdessen liegt der Fokus auf Aufenthaltsqualität zum Wohle von Fußgängern, Geschäften und Anwohner:innen.

  2. Danke, Christian “sie sind anders”,
    endlich mal ein Oberlehrer, der die Fehler zu schnell geschriebener Texte rügt. Das braucht der wohl minderbemittelte Schreiber, der sich wünscht, auch mal die Fehler in den Texten der Redaktion aufgezeigt zu sehen, die wahrscheinlich auch der Schnelligkeit und der Menge der Texte geschuldet sind.

    Überigens weiß der aufmerksame Verfolger der Entwicklung von einer Umfrage bei den Anwohnern und Nutzern der Laurentiusstraße, die veröffentlicht wurde, von der Meinung derselben.

  3. Was soll das Gezänk um die Laurentiusstrasse!? Andere vielbefahrene Straßen in Bergisch Gladbach haben eine Sanierung viel nötiger und zwar zum Wohl der Radfahrer als auch der Autofahrer. Der Starrsinn einiger Politiker ist schon bemerkenswert! Und teuer für den Steuerzahler.

  4. wenn die FDP “ideologiefrei” sagt, dann meint sie meist “autofreundlich” – oder eher “autozentriert”. eigentlich auch nicht ganz ideologiefrei…

  5. Bisher immer nur ganz selten und schon gar nicht in der Bundespolitik stimme ich bei diesem Thema der FDP unumwunden zu. Der ganze Hype um die Laurentiusstraße, von den Grünen mit Magenda hochstilisiert zum unverzichtbaren Beweis, GL zu einer Fahrradstadt umzumodeln, bricht nun zusammen, weil per se das ganze Vorhaben völlig überfrachtet und widersinnig ist, durch diese eine Straße, deren Umgestaltung nun viel später und 40% teurer kommen soll, kaum ein nennenswerte Menge des MIV von der Straße kommt und von der Überzahll der Bevölkerung nicht gewollt ist. Dafür 1,4 Millionen zum Fenster rauszuschmeißen – was sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet – nur damit Herr Magenda sich damit unnützerweise brüsten kann, halte ich für enorm beängstigend.

      1. Doch, sowas kann man besser schreiben. Ein Anfang wäre z.B. Migenda statt Magenda und Überzahl statt Überzahll. Woher will man wissen, was die Überzahl der Bevölkerung will? Danke für nichts.