Fotos: Redaktion

Mit einer kleinen Verspätung ist der erste Abschnitt der Laurentiusstraße weitgehend fertiggestellt worden. Noch vor der eigentlich Öffnung der Baustellen wird die Straße bereits genutzt. Nun gehen die Bauarbeiten im zweiten Abschnitt weiter. Schauen Sie selbst.

Die Bänke sind bereits vor Ort, aber noch nicht fertig montiert, auch die Bäume und weiteres „Straßenmobilar“ fehlen noch. Ein Behindertenparkplatz ist vor der Caritas-Einrichtung im Laurentiushaus eingerichtet worden, die weiteren Stellplätze in dieser Parkbucht sind für den Lieferverkehr ausgezeichnet worden, die außerhalb der Geschäftszeiten als Parkplätze genutzt werden können.

Zum Vergleich: Fotos aus dem Archiv
Die Veränderungen im Detail

Der modernisierte Straßenraum soll allen Verkehrsteilnehmenden zugute kommen, hatte die Stadtverwaltung angekündigt:

  • Verbesserte Fahrbahn: Eine neue Asphaltdecke erhöht den Komfort für Kfz- und Radverkehr gleichermaßen und verringert zudem Schallemissionen.
  • Mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger: Der stadtauswärts führende Gehweg wird deutlich verbreitert und barrierefrei gestaltet.
  • Sicherer Radverkehr: Ein Radschutzstreifen in Gegenrichtung der Einbahnstraße verbessert die Bedingungen für Radfahrende.
  • Neue Aufenthaltsqualitäten: Zusätzliche Bäume, Grünflächen, Möglichkeiten für Außengastronomie und Sitzgelegenheiten laden künftig zum Verweilen ein.

Nach der offiziellen Freigabe wird der Verkehr über die Buchmühlenstraße abgeleitet, auch die Zufahrt zum Parkhaus des Marien-Krankenhaus erfolgt wieder vom Marktplatz her.

Im zweiten Abschnitt zwischen Buchmühle und Am Broich haben die Arbeiten bereits begonnen; dieser wird nach der Freigabe des unteren Abschnitts für den Verkehr gesperrt. Der dritte und letzte Abschnitt bis zur Odenthaler Straße schließt sich an, dafür gibt es bislang keinen genauen Zeitplan – spätestens am 1. September soll jedoch alles fertig sein, hatte die Stadt bei Start der Bauarbeiten angekündigt.

Leseempfehlungen zur Laurentiusstraße

„Vegan? Da biste hier verloren“

Der Kölner Gastronom Ralf Hötgen hat in der Laurentiusstraße ein Lokal eröffnet, das nicht leicht einzuordnen ist – und gerade deshalb eine Lücke füllt. Pommes spielen in seiner „Frittebud“ eine Nebenrolle. Stattdessen bietet die Karte anspruchsvolle Gerichte der gutbürgerlichen kölschen Küche und klassische Imbisskost. Zu erstaunlichen Preisen.

Café Almondie: Stullen im Wohlfühl-Wohnzimmer

Frühstücken kann man im Café Almondie in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach zu jeder Tageszeit. Die Karte lockt neben Kalorienbomben in Kuchenform auch mit Vitaminbomben, getarnt als Bowls. Was den Nachfolger des Café Tilda aber besonders macht, sind die üppig belegten Stullen, die in allen erdenklichen Variationen daherkommen.

Menschen in GL: Die Glücksbringerin

„Bergisch Gladbach ist ein Ort zum Glücklichsein“, davon ist Denise Amaral-Anders überzeugt. Deshalb hat sie ein Label gegründet, mit dem man die Liebe zu seiner Heimatstadt auf dem T-Shirt oder der Tasche zeigen kann: just Be. Glad. Wobei „Heimat“ für die 42-Jährige mehrere Bedeutungen hat. Im Interview erzählt sie von ihren Großeltern, die vor 60 Jahren als Gastarbeiter kamen, von der Sehnsucht, die sie immer begleitet, und von ihrem Laden-Atelier, das gerade in der Laurentiusstraße eröffnet.

„Ein bisschen wie Alchemie“

In der Laurentiusstraße wächst ein kleines Kreativ-Quartier heran. Mit Jörg Schwalfenberg hat ein weiterer Goldschmied ein kleines Atelier eröffnet. Dort weiht er Kinder und Erwachsene in die Kunst des Goldschmiedens ein. Und hofft, damit einen Beitrag zum Erhalt seines Berufstands zu leisten.


des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Eine Schlucht war es vor dem Umbau auch schon, wobei dies ihr subjektiver Eindruck ist. Haben sie die Radfahrer gezählt oder ist das auch nur eine Behauptung ihrerseits oder mal wieder eine ihrer häufigen Spitzen gegen Radfahrer, Radinfrastruktur etc.?

  2. Straße wie eine Schlucht, magerer Radverkehr, wie viel Jahre Planung? Bäume Fehlanzeige, für mehr Grün könnte man ja den wunderschönen Asphalt besamen.

    Dass man diese Straße im 1. Teil “ansprechend” nennt, mag einen Gang zum Optiker empfehlen, objektiv ist das keinesfalls.

    1. In den Ausschreibungsunterlagen sind insgesamt (drei allein vor dem Rathaus) zehn neue Bäume mit zusätzlichen Grünflächen im Verlauf der Laurentiusstraße vorgesehen. Auch im Artikel wird darauf hingewiesen, dass selbige aktuell noch fehlen.

      Die Behauptung – gerne und oft in den Diskussionen von Radverkehrsinfrastruktur-Investitions-Kritikern gewählt – es gäbe keinen oder nicht genügend (wie viel Radfahrende pro Stunde/Tag/Woche wären eigentlich ausreichend?) Radverkehr erscheint doch einmal mehr vorgeschoben, denn belegbar.

      Unabhängig davon ging bzw. geht es beim Umbau der Laurentiusstraße vor allem um breite und barrierearme Gehwege und Querungshilfen und die Steigerung der Aufenthaltsqualität. Von der Sanierung der maroden Fahrbahn partizipieren final alle Verkehrsteilnehmenden.

      Also eigentlich überhaupt kein Grund sich einmal mehr am Radverkehr abzuarbeiten.

    2. Hallo Rolf Havermann, sobald die Straße dort mit Leben gefüllt ist wird sie auch ansprechend sein.
      Und Sie haben Recht, meist sind die Fahrradfahrer mager (mager=fettarm, dünn). Da sie sich viel bewegen.

  3. Wenn im zweiten Abschnitt die Straße zwischen Buchmühle und Hornstraße gesperrt wird, kommen die Anwohner denn noch in die Tiefgaragen?

    1. Na, da können wir ja froh sein, dass die Baufirmen und Planer nicht dafür abgezogen wurden und werden, Schlaglöcher zu beseitigen oder gar substanziell auszubessern.

      1. Das machen nicht Baufirmen und Planer, sondern der städtische Bauhof. Ganz andere Abteilung.

    2. moin.
      der zweite Abschnitt liegt meinesWissens nach zwischen Buchmühlenstraße und Am Broich.

  4. Schöner neuer Asphalt.
    Es ist aber auch auf den Fotos zu erkennen, dass es ziemlich eng ist.
    Kann ich als Autofahrerin denn überhaupt die 1,5 Meter Abstand zu den entgegenkommenden Radlern einhalten, oder muss ich bei entgegenkommenden Radlern anhalten?
    Und wie ist die Situation, wenn ich einen langsamen Radler (fahren ja nicht alle schnelle E-Räder) überholen will – es geht ja schließlich bergauf, darf ich dann den Schutzstreifen für den entgegenkommenden Radverkehr befahren?
    Und wäre es nicht sinnvoll gewesen, die Laurentiusstrasse gleich in eine Fahrradstrassen umzuwidmen?
    Antworten bitte nur auf meine ersten beiden Fragen, die letze konnte ich mir einfach nicht verkneifen :-)

    1. @Claudia,

      Der ADAC schreibt dazu:

      Gilt der Abstand von 1,5 Metern innerorts auch, wenn es einen Fahrradstreifen bzw. einen Schutzstreifen auf oder neben der Straße gibt?

      Bei einem Schutzstreifen muss mindestens 1,5 Meter Seitenabstand eingehalten werden, weil Schutzstreifen für Radfahrer Teil der Fahrbahn sind. Gegenüber Radfahrern auf Fahrradstreifen gilt dies ebenso, auch wenn der Fahrradstreifen nicht Teil der Fahrbahn ist – und zwar wegen des allgemeinen Rücksichtnahmegebots.
      Wann und wie dürfen Autofahrer den Schutzstreifen nutzen?

      Rechtlich ist es Autofahrern nur in Ausnahmefällen erlaubt, auf dem Schutzstreifen zu fahren, zum Beispiel, um bei schmalen Straßen einem Bus im Gegenverkehr auszuweichen oder zu einem Parkstreifen zu gelangen. Radfahrer dürfen dadurch nicht gefährdet werden. Ist der Schutzstreifen durch einen Radfahrer belegt, müssen Autofahrer warten und mit ausreichendem Sicherheitsabstand hinter dem Radfahrer bleiben, bis sich die Situation geändert hat. Parken und Halten ist auf dem Schutzstreifen für Autofahrer verboten.
      Gilt der Überholabstand auch im Gegenverkehr?

      Der gesetzlich vorgeschriebene Abstand gilt nur beim Überholvorgang durch Kraftfahrzeuge. Aber auch wenn Radfahrer auf der Gegenfahrbahn unterwegs sind, sollte ein ausreichender Seitenabstand eingehalten werden. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen und gegebenenfalls warten bis der Radfahrer vorbeigefahren ist.

    2. Das war ja der Plan das es eine Fahhradstraße wird aber CDU und FDP haben dies abgewürgt. Außerdem ist es in meinen Augen so dass dort das Überholen nicht möglich ist (und das ist auch gut) besonders weil die Piktogramme in der Mitte der Fahrbahn platziert sind und so klar gemacht wird hier darf man bezüglich Dorings in der Mitte fahren.

  5. Der Termin des letzten Abschnitt kann sich aber aufgrund der zu erwartenden Energie und Rohstoff Preisen wohl noch etwas verschieben.
    Oder gibt es da für die Baufirmen ein Sondervermögen.
    Die Preise ziehen jetzt ja wohl an.
    Die Bauern klagen heute morgen schon über Diesel und Dünger.
    Da wird die Straße ja auch betroffen sein.
    Energie, Rohstoff, Material,… nicht das der Bauunternehmer sagt er kann für den Vereinbarten Preis nicht mehr Liefern.

    Fragen wir mal nach???

  6. Hut ab – das ging mal richtig schnell und sieht sehr ansprechend aus!
    Als einzigen Kritikpunkt hätte ich mir noch mehr Grünflächen gewünscht. Ja, die Bepflanzung kommt noch – aber die Hitzesommer auch, und da werden wir uns über jeden schattenspendenden Baum in der Stadt freuen!