Schematische Darstellung eines möglichen Baukörpers der Grundschule 21 an der Sander Straße. Foto: Sceenshot Machbarkeitsstudie, Ratsinformationssystem GL

Mit einer Machbarkeitsstudie hat die Stadt die ersten Vorarbeiten für den Bau einer neuen Grundschule an der Sander Straße erledigt. Das ehemalige Steinhaus-Gelände reicht demnach für eine dreizügig Schule plus Dreifachsporthalle aus. Die Schule soll nun jedoch etwas kleiner gebaut werden.

Trotz sinkender Kinderzahlen hält die Stadtverwaltung am Bau einer weiteren Grundschule fest. Für diese Schule 21 hatte sie das Steinhaus-Gelände an der Sander Straße gekauft und abräumen lassen. Eine sehr konkrete, vertiefte Machbarkeitsstudie kommt zum Ergebnis, das topographisch schwierige Areal reiche für eine dreizügige Schule mit Dreifachsporthalle aus. Auch die Einbindung in den Verkehr und das städtebauliche Umfeld sei möglich.

Das Steinhaus-Areal in einem ehemaligen Steinbruch ist inzwischen ganz abgeräumt. Foto: Sceenshot Machbarkeitsstudie, Ratsinformationssystem GL

Die Verwaltung will das Projekt jetzt jedoch auf eine zweistufige Schule mit Zweifachsporthalle reduzieren – mit der Option auf einen späteren Ausbau auf zweieinhalb Züge. Das geht aus einer Vorlage hervor, die am Mittwoch im Schulausschuss diskutiert werden soll.

Eine konkrete Begründung für die Reduzierung der Pläne nennt die Stadt nicht, sondern spricht nur von „aktualisierten Bedarfsanforderungen“. In den vergangenen Monaten war deutlich gewesen, dass die Zahl der Geburten und damit mittelfristig auch der Kita- und Schulkinder in Bergisch Gladbach zurückgeht. Die Schaffung weiterer Grundschulplätze, „insbesondere im Bereich der Innenstadt und angrenzender Stadtteile“, sei nach wie vor erforderlich.

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Die Bevölkerungszahl Bergisch Gladbachs geht zurück, die Zahl der Geburten liegt sogar auf dem niedrigsten Stand seit mindestens 40 Jahren. Das hat Auswirkungen auf die weitere Planungen der Stadtverwaltung – zunächst offenbar bei den Kitas, die gerade unter Hochdruck ausgebaut werden.

Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass die Verwaltung und die Schulbaugesellschaft nun weitere (geologische) Studien einholen und die Pläne vorantreiben. Alle alternativen Standorte – wie zum Beispiel auf dem Zanders-Areal – seien im Vorfeld geprüft und verworfen worden.

In der vertieften Machbarkeitsstudie wird ein Konzept für die künftige Schule an der Sander Straße skizziert. Die schematischen Illustrationen zeigen einen vielfach gegliederten Baukörper, der sich mit Lichthöfen, Rampen und Dachflächen auf mehreren Ebenen über das gesamte Gelände des früheren Steinbruchs erstreckt.

Auch ein brachliegendes Grundstück gegenüber wurde einbezogen; dort soll ein Parkplatz mit 24 Stellplätzen angelegt werden.

Für die dreizügige Schule, mit einer Nutzfläche von fast 7000 Quadratmeter, wird der Grobkostenrahmen auf rund 55 Millionen Euro veranschlagt. Für die geologische Absicherung des Steinbruchgeländes seien sieben Millionen Euro erforderlich. Wieviel mit einer kleineren Schule gespart werden kann, muss noch berechnet werden.

Dokumentation

Die vertiefte Machbarkeitsstudie

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Verstehe ich es richtig, dass die Grundschule *statt* der bis dato geplanten auf dem Zandersgelände gebaut werden soll? Dort sind Wohnungen für 3.000 Bewohner vorgesehen – wo sollen deren Kinder zur Schule gehen?
    Wozu eine Grundschule eine Zwei- oder Dreifachturnhalle braucht, ist mir unklar. Hätten die Kinder von einem größeren (und grüneren) Schulhof nicht wesentlich mehr?

    1. Auf Zanders sollten zwei Grundschulen gebaut werden: eine schnell für den bereits bestehenden Bedarf. Das war nicht möglich, weil im dafür vorgesehenen Bereich Hochwassergefahr besteht und die Baukosten immens hoch geworden wären. Dafür wird diese GS 21 jetzt an der Sander Straße gebaut.

      Für den Bedarf der Kinder des Zanders-Quartiers wird (voraussichtlich) eine weitere Grundschule (und Kitas, etc) notwendig werden, irgendwo auf dem Areal.