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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

8 Kommentare zu “Schlossstraße: Stadt legt 30 Parkplätze oben drauf”

  1. Mit der Steigerung von ca. 50 % ( gegenüber der bisherigen Planung) bei den Parkplätzen rückt die Stadt ab von dem Versuch die große Menge an Autos im Zentrum von Bensberg in der Zukunft zu begrenzen. Bisher war dies eine der zukunftsweisenden Grundideen des geplanten “Boulevard der Begegnungen”.

    Dies zeigt, wie sehr sich unser Bürgermeister und seine Führungskräfte dem Handel und insbesondere den Eigentümern der Immobilien verpflichtet sehen, während die Meinungen der Bürger, die auf Einladung der Stadt bei der Entwicklung dieser Grundideen beteiligt waren, nicht mehr so interessant sind. Die Bürgerbeteiligung erscheint eher als schmückendes Beiwerk.

    Dies wird richtig deutlich, wenn Herr Honecker -wie vom Bürgerportal berichtet- sagt: “Ziel der ganzen Aktion Schlossstraße,…, sei es doch, die Einnahmen der Einzelhändler zu erhöhen und die Kosten der Immobilienbesitzer zu senken”. Es zeigt, warum die Immobilienbesitzer gar nicht die Notwendigkeit haben, bei Bedarf an der Steinstraße selbst für Parkraum sorgen. Die Stadt springt ein…und die vielzitierte Attraktivität der Schlossstraße für Bürger/innen und Familien spielt in letzter Konsequenz keine so große Rolle.

    Also: Doch eher alles beim Alten in Bensberg.

  2. Wenn die Berichterstattung schon mit einer solchen Schlagzeile startet: Stadt legt 30 Parkplätze oben drauf und das, obwohl von der Redaktion der ganze Prozess des integrierten Handlungskonzeptes über mehr als zwei Jahre begleitet wurde, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Ausrichtung in die Zukunft mit dem tollen Ambiente was Bensberg ganz natürlich zu bieten hat, wenn diese Ausrichtung auf die Anzahl der Parkplätze im öffentlichen Bewusstsein reduziert wird, als ob es ein Handel mit Parkplätzen sei.
    Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Erlebniseinkauf sollten neben weiteren Verbesserungen das Ziel des integrierten Handlungskonzeptes sein und die sind halt auf einem Parkplatz nur sehr eingeschränkt möglich oder aber nur für wenige Akteure darstellbar.
    Die für die Entscheidung politisch Verantwortlichen wissen das und werden bei ihrer Entscheidung die Wünsche aller Beteiligter berücksichtigen und vor allen Dingen den zukünftigen Veränderungen Rechnung tragen müssen.
    Wenn ich also weiß, dass bei möglicher schräg Anordnung der Fahrzeuge 25 % mehr Platzbedarf erforderlich ist für nur 10 zusätzliche Parkplätze bei den Stellmöglichkeiten, dann ist eben abzuwägen, ob das für alle Akteure, auch die flanierenden Besucher in einem zumutbaren Verhältnis steht zum Gesamtnutzen. Die zusätzlich entstehenden Einschränkungen wie Sichtbehinderung, Autobarriere beim queren der Straße, Verengung der Durchfahrt etc. sind bekannt. Zumal man sich weiter und weiter vom Siegerentwurf entfernt, den eigentlich alle gut finden.
    Schließlich geht es im Ganzen bei diesem Vorhaben um eine Investition öffentlicher Mittel von fast 16 mio € in den nächsten 5-8 Jahren, also um weit mehr als nur um Bensbergs Parkplaetze und diese Mittel sind Zweck gebunden.

  3. Der Fertigstellungstermin 2020 bezieht sich auf den 2. Bauabschnitt der Umgestaltung der Schlossstraße durch die Stadt. Die Schlossgalerie des privaten Investors Centerscape soll nach aktuellem Stand im Sommer 2019 fertig sein.

  4. Überaus traurig gestaltet sich nun der Zeitplan für die endgültige Fertigstellung von Schlosscenter und Schlossstraße. Sollte es 2020 wirklich werden, dann sind 15, in Worten fünfzehn, Jahre vergangen, bis aus Vorhaben, Planungen, Streitereien, Egoismus und gegen die Bevölkerung gerichtetes Denken etwas Herzeigbares wird. Sicher kann aber niemand sein – ob aus zeitlichen oder kreativen Gründen – denn der Streit geht weiter.

    Die Einzelhändler knatschen, weil sie “nur” 95 statt 165 (oder 142?) Parkplätze bekommen sollen und darin ihren Untergang sehen. Die Immobilieneigentümer sehen lieber den Müllplatz hinter Ihren Behausungen an der Steinstraße als dort eine Parkpalette zuzulassen. Die Stadt beharrt auf dem prämierten Entwurf und sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, man hätte die Händler nicht ins Boot genommen, sie dafür aber weitgehend ignoriert.

    Alles Humbug.

    Einzelhandel, Immobilieneigentümer und natürlich die Stadt saßen von Anfang an am selben Tisch. Das wird nur gerne vergessen, weil keine Seite ihr Idealbild verwirklichen konnte. Der Handel bangt um seine Existenz bei weniger als 105 Parkplätzen, vergisst aber, dass andere Faktoren als ausgerechnet Parkplätze zu ihrem Niedergang führten wie die Hässlichkeit der Schossstraße, zu viele Parkplätze dort statt in einem Parkhaus an der Steinstraße, gegenseitige Eifersüchteleien, kein gemeinsames Öffnungszeiten-Konzept etc.. Welches Geschäft lädt denn zum Erlebniskauf ein, wo gibt es den Service, auf den man sich freuen würde, wo sind die eigenen Ideen zur Verbesserung der Lage? Mit 3 oder 4 Straßenfesten ist es nicht mehr getan, die gibt es in ähnlicher Zahl überall in der Peripherie.

    Die Vermieter der Läden sorgen für starke Fluktuationen und Leerstände durch überhöhte Mieten. Lieber 1/2 Jahr keine Miete, dafür dann aber 20% mehr als vorher, was sich nach 5 Monaten schon rechnet. Das ist reine Willkür und hat mit betriebswirtschaftlichen Belangen – außer Gewinnmaximierung – nur noch wenig zu tun, und mit Sorge um die Schlossstraße schon gar nicht.

    Die Stadt kommt immer wieder nicht aus dem Quark. Dass Herr Flügge jetzt mit den Eigentümer der Immobilien, die rückseitig an der Steinstraße liegen, reden will, um die Parkpalette doch noch umzusetzen, kommt im Angesicht der vergangenen Jahre fast einer Verweigerung gleich. Während der “Planungsphase” für das Schlosscenter kamen immer wieder Versäumnisse zum Vorschein, die man mit sorgfältiger Prüfung hätte viel früher vermeiden können.

    Die Liste der Dinge, wegen derer man sich mal an die eigene Brust hätte klopfen sollen, lässt sich leicht verlängern. Alle bemühen immer wieder die Sprüche, wie wichtig die Schlossstraße und die Einkaufsmöglichkeiten für Bensberg sind. Der Bürgermeister wollte sich nach seiner 1. Wahl besonders für Bensberg einsetzen. Genügend Denkanstöße und Vorplanungen hat es gegeben. Bis dann die entsprechenden Abteilungen des Rathauses tatsächlich mit Planungsberechnungen begannen, verging schon zu viel Zeit. Als Pläne standen, waren sie mangelhaft. Ich hätte mir da und dort und gerade auch jetzt ein Machtwort vom Bürgermeister gewünscht, um seine “Chefsache” voranzutreiben.

  5. Sehr enttäuschend, wenn der Bürgerwille, der in einem mehrjährigen Abstimmprozess formuliert und dokumentiert wurde nun ignoriert wird und einseitig hinter verschlossenen Türen zwischen Stadt und einer Handvoll Händlern faule Kompromisse ausgehandelt werden. So wird das nie etwas mit dem Anspruch an eine Schlossstadt Bensberg, die zum ErlebnisShopping und Verweilen einlädt. Da wird nichts aufpoliert, sondern der bestehende Rostfras wird entgegen dem artikulierten Bürgerwillen konsequent fortgeschrieben

  6. Um mal einen neuen Vorsschlag in die Diskussion um Parkplätze einzuwerfen:

    Wie wäre es denn mit einer riesengroßen Tiefgarage mit 2400 unterirdischen Parkplätzen? Aufzüge könnten dann die riesiggroßen Besucherströme direkt in die einzelnen Geschäfte fahren.

  7. Aufenthaltsqualität geht anders. Wer verbringt seine Freizeit schon gerne auf einem großen Parkplatz? Welche Eltern gehen mit ihren Kindern am liebsten zwischen Autos und Abgasen bummeln? So wird das nie was, liebe Händlerschaft.

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