Der Labortest auf eine Corona-Infektion bei einer Schülerin der Johannes-Gutenberg-Realschule hat das befürchtete Ergebnis gebracht. Daher verlängert das Gesundheitsamt die Schließung der Schule in Bensberg bis auf weiteres. Zudem werden jetzt alle Schüler getestet, die Symptome zeigen.

Das teilte die Kreisverwaltung am Samstagabend. Bis „bis auf weiteres“ finde an der Johnnes-Gutenberg-Realschule kein Unterricht statt. Die Schule war bereits vorsorglich am Donnerstag geschlossen worden. Auch die seitdem geltende häusliche Quarantäne der Schülerin, ihren Eltern, aller Schüler und aller Lehrer werde fortgesetzt.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel stammt vom 7.3. und ist nicht mehr aktuell. Hier finden Sie alle aktuellen Corona-Beiträge.

+ Anzeige +

Diese Quarantäne gelte jedoch nur für die Eltern der an dem Corona-Virus erkrankten Schülerin. Die Eltern und Geschwister aller anderen seien nicht betroffen und unterliegen keinerlei Einschränkungen, betont der Kreis.

Maßnahmen für das benachbarte Albertus-Magnus-Gymnasium kündigte die Kreisverwaltung nicht an.

Fünf Fälle in RheinBerg

Der erkrankten Person gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie ist eine Kontaktperson des ersten Corona-Erkrankten aus Bergisch Gladbach. Insgesamt sind im Rheinisch-Bergischen Kreis inzwischen fünf Coronafälle: Nach dem Ehepaar in Overath war heute ein Mann in Wermelskirchen gemeldet worden, der sich offenbar in einem Risikogebiet im Ausland angesteckt hatte.

Schüler mit Symptomen werden getestet

Gemeinsam mit der Schulleitung informiert der Kreis jetzt die Schüler und Eltern über weitere Maßnahmen. Das Gesundheitsamt werde bei denjenigen Schülern einen Abstrich vornehmen, die Symptome haben. Für diejenigen die symptomfrei sind, bestehe derzeit keine Notwendigkeit eines Abstriches. Ebenso nicht für die Eltern.

Die Schülerschaft werde noch heute über das Gesundheitsamt informiert und Personen die Symptome haben, erhielten noch heute einen Termin für den Abstrich am Sonntag.

Es werde eine zentrale Abstrichstelle eingerichtet, in der – unter Einhaltung der Hygienestandards – die Abstriche nach einem Terminplan abgenommen werden. Das Gesundheitsamt werde alle notwendigen Vorkehrungen treffen. Es sei sichergestellt, dass am Sonntag von 8 bis 18 Uhr alle notwendigen Abstriche abgenommen werden können.

Über das Bürgertelefon des Kreises erhalten die Eltern von Kindern, die die Johannes-Gutenberg-Schule besuchen und Symptome haben, einen Termin für den Abstrich. Dies wird zurzeit mit Unterstützung der Schulleitung organisiert. Alle Eltern sollen noch am Samstag kontaktiert werden. Das Bürgertelefon des Kreises ist zum Zwecke dieser Terminvereinbarung heute bis 22 Uhr besetzt und über die Rufnummer 02202 131313 erreichbar.

Hygienemaßnahmen beachten

Generell gilt, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. Dazu zählen beispielsweise das häufige und ausgiebige Waschen der Hände. Hygienisches Niesen und Husten ist wichtig, beispielsweise in ein Einweg-Taschentuch und wenn ein solches nicht greifbar ist, in die Armbeuge und danach sich gründlich die Hände zu waschen. Ansammlungen von großen Menschenmassen sollten gemieden werden.

Hintergrund: Wer ist Kontaktperson?

Bei Kontaktpersonen wird zwischen drei verschiedenen Graden unterschieden.

Eine Kontaktperson ersten Grades stand in direktem physischen Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person. Da der Übertragungsweg des Corona-Virus über Tröpfcheninfektion erfolgt,  ist der unmittelbare Kontakt entscheidend. Dazu gehört zum Beispiel ein mindestens 15-minütiger Gesichts-Kontakt, beispielsweise im Rahmen eines Gesprächs. Ein Infektionsrisiko ist hier gegeben.

Die Kontaktperson zweiten Grades stand hingegen in weniger engem Kontakt mit der infizierten Person. Beispielsweise hat sie sich mit der infizierten Person zwar  in einem räumlichen Umfeld aufgehalten jedoch hat der Kontakt nicht direkt und über einen Zeitraum hinweg bestanden. Das Infektionsrisiko ist in diesem Fall gering.  

Als Kontaktperson dritten Grades wird vom Robert-Koch-Institut medizinisches Personal angesehen, welches adäquate Schutzkleidung getragen hat und einen Kontakt von weniger als zwei Metern geführt hat. Hier geht das Infektionsrisiko gegen Null.

Einzel- und Sonderfälle

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises betrachtet immer den Einzelfall. Dann wird über weitere konkrete Maßnahmen entschieden. Bisher wurden in den bekannten Corona-Fällen im Kreis die Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt und in häusliche Quarantäne gestellt. Die Situation auf den Einzelfall bezogen, ist natürlich bei einer Schule anders zu bewerten. Daher wurde die Realschule als Vorsichtsmaßnahme am Donnerstag.

Weitere Informationen 

Weitere Informationen des Robert-Koch-Institutes mit häufig gestellten Fragen zum Coronavirus hält der Rheinisch-Bergische Kreis auf seiner Internetseite.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

8 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Wie sollen sich die schützen, die im Einzelhandel arbeiten und an der Kasse sitzen?

  2. Silke vergisst zwar Satzzeichen, aber Recht hat sie. Geht die individuelle Freiheit, die nur zu einem überschaubarer Zeitraum eingeschränkt wird) über die Gesundheit der Gesellschaft. Vermutlich verlaufen die meisten Fälle mild, aber Kranke und Alte sind Risikopatienten.
    Virologen empfehlen den Cut jetzt!! Wirtschaft geht vor. JGR Schüler sind, seit sie schulfrei haben, überall in Bensberg anzutreffen. Supermärkte, usw. !! Auch symptomfreie Menschen übertragen !!

  3. Ich finde es persönlich so schlimm was hier gerade passiert das kann er das ganze auch wirklich ernst nimmt ich finde es müssen die kompletten Schuhen zugemacht werden und Kindergärten um diesen Virus nicht noch weiter zu verbreiten aber ich höre laufen immer nur die Wirtschaft die Wirtschaft die Wirtschaft aber ich höre nicht einmal dass es hier auch um Menschenleben geht und Kinder die man jeden Morgen in die Schule bringt auch unter anderem kleine Kinder Erstklässler die einfach in die Schule geschickt werden weil die Eltern arbeiten müssen aber es wird nicht daran gedacht dass die sich eventuell mit die Virus infizieren könnten darauf wird hier einfach nur geschissen Nachbarn von uns sind nach Spanien gereist andere fliegen nach Ägypten das müsste alles zurzeit untersagt werden um diesen Virus nicht noch mehr zu verbreiten ich verstehe diese ganze Scheiß Politik und Gesundheitsreform nicht

  4. „Hätte man die richtigen Maßnahmen ergriffen, wäre es nicht soweit gekommen.“

    Was meinen einige mit „richtige Ma#nahmen“ ? Menschen gegen Ihren Willen einzusperren ist immernoch Freiheitsentzug und so einfach gottseidank auch garnicht so einfach möglich. man hätte vielleicht die die Einreise von Reisenden besser kontrollieren können, aber sich als Land komplett zu isolieren ist doch garnicht möglich. wir leben nicht in einer Polizeistaatlichen Diktatur, in der alles 24/7 auf totaler Überwachung und totaler Kontrolle der Zivilbevölkerung ausgerichtet ist.

    „Wer bereit ist, Freiheit zu opfern, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder das eine noch das andere, und wird am Ende beides verlieren“
    – Benjamin Franklin

  5. Wenn Sie die beiden Fällen in Overath meinen: Das Gesundheitsamt hatte schon vor Tagen gemeldet, dass es Ihnen (bis bislang allen lokalen Fällen) schon nach wenigen Tagen wieder besser ging. Wenn jemand in Deutschland oder gar hier in RheinBerg an Corona stirbt, werden Sie es erfahren, bislang ist kein einziger Fall bekannt. Mehr Infos zu Overath: https://in-gl.de/2020/03/02/21-personen-in-overath-in-quarantaene/

  6. Guten Morgen, ich hätte gern gewusst wie geht’s den Mitarbeiter von webasto ?hat er sich erholt ?oder ist er verstorben ?wie geht’s seine Frau?warum nennt man das epidemie? In zwischen sind über 60 Länder betroffen warum nicht Pandemie?lg

  7. Ihr regt mich auf mit dem scheiß. Hätte man vorher richtige Maßnahmen getroffen wäre es nicht soweit ausgebrochen.