Bürgermeister Lutz Urbach nimmt zum ersten Todesfall aufgrund des Corona-Virus in Bergisch Gladbach Stellung – und appelliert an alle Menschen der Stadt, einen Beitrag zu leisten.

Liebe Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbacher,

der 19. März 2020 ist ein trauriger Tag in der Geschichte der Stadt. Trotz vieler Bemühungen, sich vor dem gefährlichen Corona-Virus zu schützen, ist eine 83-jährige Bürgerin verstorben.

Meine aufrichtige Anteilnahme gilt den Angehörigen.

Ich appelliere an alle Menschen in Bergisch Gladbach, bleiben Sie – wenn möglich – Zuhause, halten Sie sich an alle Empfehlungen. Schützen Sie damit vor allem die Risikogruppen, also Mitmenschen mit Vorerkrankungen und Ältere.

Das Leben ist unser aller höchstes Gut. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, die Verbreitung des Virus zu vermeiden!

Gleichzeitig möchte ich allen danken, die in dieser Krise für die Allgemeinheit im Einsatz sind. Es ist gut zu wissen, dass es diese Solidarität gibt.

Unsere Aufgaben werden in den nächsten Tagen und Wochen mehr werden, die Situation wird sich nicht entspannen, aber wir werden – symbolisch gesehen – zusammenrücken und uns der Aufgabe stellen.

Das war in der Flüchtlingskrise 2015 so und das wird auch 2020 sein. Davon bin ich überzeugt!

Ihr Lutz Urbach

Weitere Beiträge zum Thema

Umfrage: Was Corona mit uns macht

Das Virus beschäftigt jeden von uns, auch wenn jeder anders damit umgeht. Es verändert den Alltag und wohl auch die Gesellschaft. Wächst der Egoismus, oder der Zusammenhalt? Wir haben Bergisch Gladbacher:innen, die etwas zu sagen haben, um Antwort auf drei kleine Fragen gebeten. Die Antworten sind aufschlussreich. Und Sie?

Corona: Todesfall in Bergisch Gladbach

Eine 83-jährige Frau mit Vorerkrankungen ist an den Folgen einer Corona-Infektion im Krankenhaus gestorben, eine zweite Hochbetagte in einer zweiten Klinik ist schwer erkrankt – und im dritten Bergisch Gladbacher Krankenhaus ist ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert worden.

PDFDrucken

Lutz Urbach

ist Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach. Kontakt: l.urbach@stadt-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Bemerkenswert ist es u.E., daß wir Betagte auch von den neuen Mitbürgern, die 2015 als Flüchtlinge zu uns nach Bergisch Gladbach kamen, Hilfe und Unterstützung angeboten bekommen haben. Zusammen sind wir beide ca 140 Jahre alt und dankbar für die vielen Hilfsangebote auch von Freunden und Nachbarn, obwohl wir noch rüstig genug sind, uns selbst zu helfen.
    Umso ärgerlicher ist deshalb das trotzig dumme Verhalten gerade von Betagteren, die sich sonst oft gerne über die Untugenden der Jüngeren empört äußern. Solch gedankenloser Egoismus ist schlicht asozial.

  2. Auch ich hätte niemals gedacht, dass es in Deutschland -leider auch bei uns in Bergisch Gladbach – so viele offensichtlich ” DUMME” Menschen gibt !!!!

    Nochmal zum Mitschreiben : CORONA ist im Zweifel tödlich !!!!!

    Egal welches Alter, egal welche Ethnie, egal ob Mann, Frau, ob Kind, ob Großmutter, oder Großvater. DENKT doch alle mal ein wenig nach !!!
    Asoziales Verhalten ist weder BERGISCH noch DEUTSCH !!!!.
    Zum Gegenteil wurdet Ihr auch von Euren Eltern erzogen.

    Ihr verspielt neben Eurem eigenen Leben auch das der Anderen !!!

    Deutschland – und auch Bergisch Gladbach – hat viel für seine Bürgerinnen und Bürger getan – ist es verdammt noch mal so schwer etwas an Mitmenschlichkeit zurückzugeben ?

    Unsere Urgroßeltern, Großeltern und Eltern haben KRIEGE mit verheerenden Folgen erlebt.
    Meine Eltern haben mir erzählt wie es war – und welche Entbehrungen es für das ganze Land – auch hier in Bergisch Gladbach – gab. Ich brauchte nur zu zu hören.

    Es waren auch Eure Urgroßeltern, Großeltern und Eltern die uns ein wirklich schönes Stück Heimat aufgebaut haben. Wir können es nun alle GEMEINSAM verwalten und hoffen, dass die Corona Kriese irgend wann überstanden ist.

    Doch denkt bitte einmal darüber nach wie wir uns nach dem Ende der Corona Pandemie gegenseitig begegnen wollen: “War es nicht damals Eure Gruppe die dazu beigetragen hat das eine allgemeine Ausgangssperre verhängt wurde ? ”
    ” Habt Ihr nicht dazu beigetragen dass so viele MITMENSCHEN verstorben sind ?”

    Gladbacher vergessen nicht !!!! – Sie schweigen nur.
    Bleibt doch einfach mal zu Hause – und versucht Euch wenigstens jetzt mal an die wenigen Regeln zu halten !!!!
    Wenn es vorbei ist können wir GEMEINSAM immer noch Feiern und uns freuen, dass es uns überhaupt noch gibt !!!!!

    Norbert Müller

  3. Leider scheint der Egoismus mancher Menschen noch die Oberhand zu haben. Die schreien sozusagen nach einer Ausgangssperre. Aber wenn sie kommt, können wir uns genau bei diesen Menschen bedanken. Ich kann nur hoffen, dass die Strafen sehr empfindlich sein werden.