In den Klärwerken der Stadt fallen sogenannte Störstoffe an

Ersatzprodukte können zur Verstopfung der Rohre führen und bringen die Klärwerke in Schwierigkeiten, warnt die Stadtverwaltung. Sie bittet um Rücksicht auf diese kritische Infrastruktur.

Durch Hamsterkäufe kommt es aktuell zu Engpässen beim Toilettenpapier. Und bekanntlich macht die Not auch erfinderisch: Aus diesem Grund greifen Bürgerinnen und Bürger gerne auf Ersatzprodukte zurück wie Küchenrolle, Taschentücher, Feucht- und Kosmetiktüchern oder sogar Zeitungspapier.

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Diese sind jedoch keine guten Alternativen für das stille Örtchen.

Die Haushaltspapiere besitzen eine viel größere und festere Beschaffenheit als Toilettenpapier. Die im Vergleich sehr dichten Strukturen lösen sich nicht wie das dünne Toilettenpapier im Wasser auf. Feuchttücher enthalten zudem neben Zellfasern auch Kunstfasern, die sich ebenfalls nicht auflösen und auch nicht ins Abwasser gelangen sollten.

Dies führt dann zu Verstopfungen in den Rohren der Haushalte. Im schlimmsten Fall muss ein Fachmann ran, um die Rohe wieder freizulegen.

Ersatzprodukte gehören in den Restmüll

Wenn trotzdem auf Ersatzprodukte zurückgegriffen werden muss wegen mangelndem Toilettenpapier, dann sollten diese Papiere nach der Benutzung nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll entsorgt werden.  

Die Kläranlagen haben mit Ersatzprodukten ebenfalls erhebliche Probleme. Die Papiere werden zwar während des Reinigungsprozesses in der Kläranlage zerkleinert, doch sie führen zu sogenannten „Verzopfungen“ und legen damit die Abwasserpumpen, Rührwerke und komplexe Anlagenteile im Klärwerk lahm. Die Folgen sind kostspielig – letztendlich für die Gebührenzahler.

Rücksicht auf Kläranlage und Kanalisation

Auch in den Zeiten der Corona-Pandemie sollte an einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource „Wasser“ gedacht werden. Die Kläranlage und auch die gesamte Kanalisation gehören zur kritischen Infrastruktur und müssen während dieser Krise unbedingt weiter aufrechterhalten werden.  

Alle Bürgerinnen und Bürger können durch ihr Verhalten Einfluss auf die Abwasserentsorgung nehmen. Wer sich unsicher ist, was nicht ins Abwasser gehört, kann dies in der „Kleinen Abwasserfibel“ der Stadt Bergisch Gladbach nachlesen. 

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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1 Kommentar

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  1. Danke für den Rat, dass Taschentücher und Küchenrolle wegen der festeren Struktur nicht in die Toilette gehören. Verrückt, dass einige Leute aktuell sogar Zeitungspapier verwenden. Bei uns im Ruhrgebiet ist das Toilettenpapier immer noch knapp. Bei uns wird nun eine Kanalsanierung nötig sein, da es zu einer größeren Verstopfung gekommen ist. Man sollte mehr aufklären.