Nahezu jedes Einkaufszentrum fordert Sie derzeit am Eingang auf: Nur mit Einkaufswagen betreten. Ohne Wagen kein Zutritt. Warum eigentlich?

Es macht auf den ersten Blick wenig Sinn. Jetzt wo viele Artikel ohnehin nur in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden. Sie wissen schon, welche Produkte wir meinen.

Die Lösung ist ganz einfach: Pro Supermarkt wird aus Schutzgründen nur eine begrenzte Zahl an Käufern hineingelassen. Nehmen wir als Beispiel 50 Kunden. Wie soll dies möglichst einfach überwacht werden?

Während der Corona-Krise ändern sich fast täglich die Regeln im öffentlichen Raum. Wir erklären die wichtigsten oder auch erstaunlichsten Vorgaben und bringen Sie auf Stand. Sie haben Alltagsfragen rund um Corona? Schreiben Sie der redaktion@in-gl.de

Nun, der Supermarkt stellt einfach nur 50 Einkaufswagen bereit. Jeder Kunde muss einen Wagen nehmen. Wenn alle Einkaufswagen aus dem Sammelbereich verschwunden sind, sind genau 50 Käufer im Supermarkt.

So sparen sich die Betreiber das umständliche Führen von Strichlisten. Ganz nebenbei sorgen die Einkaufswagen für etwas Abstand. Und die Griffe lassen sich direkt reinigen, bevor sie wieder an Käufer ausgegeben werden.   

Foto: Gino Crescoli auf Pixabay

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Die Theorie ist gut, die Praxis weniger: Das Problem dabei ist, dass das Angebot der Einkaufswagen nun oft niedriger als die Nachfrage ist, wodurch die Einkaufswagen erst gar nicht mehr in den Pool gelangen, sondern direkt Hand in Hand übergeben werden, wobei sich die Kunden gefährlich nahe kommen.
    Eben so fragwürdig wirken die Streifen am Boden vor den Kassen, um die Leute in der Warteschlange HINTER EINANDER auf Abstand zu halten, auch wenn die Nachbarkasse ebenfalls geöffnet ist und somit beide Warteschlangen bedenklich nahe NEBEN EINANDER stehen (gesehen im Kaufland).
    Auch bedauerlich, wenn ein dursichtiger Spuckschutz an der Kasse durchgezogen wird, statt unter der Kopfhöhe eine Durchreiche offen zu lassen. So sind die Kunden nicht nur beim beladen des Einkaufswagen gezwungen neben dem Spuckschutz zu stehen, sondern auch während der Bezahlung, bei der man den Kassierer direkt anschaut. Das geht auch anders (siehe Tankstellen). Auf den ersten Blick wäre es ideal, man würde auch die Warenausgabe einer Kasse mit Spuckschutz versehen. Hier müsste man allerdings im unteren Teil mit flexiblen, durchsichtigen Materialien arbeiten, die als breite Bänder herabhängen, um auch sperrige Waren durchreichen zu können. Das Problem wäre nur, die Kunden kämen somit nach einander damit in häufigen Kontakt, was auch wieder fragwürdig wäre.