Der Ortsverein der Grünen hatte aufgerufen, im öffentlichen Raum Masken zu tragen und hatte eine Nähanleitung zur Verfügung gestellt. Die Resonanz ist groß, inzwischen haben die Grünen viele Masken, die sie an diejenigen weitergeben wollen, die sie wirklich brauchen.

Seit der Veröffentlichung der Anleitung haben die Nähmaschinen nicht stillgestanden, so dass die GRÜNEN nun viele Masken haben, die sie gerne den Bergisch Gladbacher*innen zur Verfügung stellen möchten.

Arztpraxen, Pflegeheime, soziale Einrichtungen und Initiativen, aber auch Einzelhandel- und Supermarktmitarbeiter*innen können sich bei Bedarf bei den GRÜNEN Bergisch Gladbach per Mail melden, um Masken zu erhalten.

So wollen die GRÜNEN einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen und so eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Behelfsmasken – eine sinnvolle Alternative

Die Mehrheit der Experten, darunter auch der Virologe Dr. Drosten, das Robert-Koch-Institut und die Ärztekammer, raten der Bevölkerung mittlerweile dazu, im Kontakt mit anderen eine Behelfs-Maske zu tragen.

Diese schützt den/die Träger*in zwar nicht vor einer Infizierung, verringert aber das Risiko, das jemand, der infiziert ist, den Virus weitergibt. Natürlich dürfen Infizierte das Haus nicht verlassen. Es ist jedoch oft der Fall, dass Covid-19-Infizierte keine Symptome zeigen. Sie wissen also gar nicht, dass sie infiziert und damit auch ansteckend sind.

Dementsprechend sollte jede*r in geschlossenen öffentlichen Räumen, wie zum Beispiel dem Supermarkt oder der Bahn, eine Maske tragen, um andere zu schützen. Weil medizinische Masken in medizinischen Einrichtungen dringend gebraucht werden, sind selbstgenähte Behelfs-Masken die sinnvolle Alternative.

Kräfte bündeln

Da nicht jede*r über die Fertigkeiten und die Zeit verfügt, so eine Maske selbst zu nähen, wollen die GRÜNEN Bergisch Gladbach ihre Kräfte bündeln und gemeinsam mit Mitgliedern und allen, die mithelfen wollen, dafür sorgen, möglichst viele Bürger*innen mit einer Maske auszustatten.

Mitnäher*innen werden noch gesucht. Wenn Sie also ebenfalls dafür sorgen wollen, die Ausbreitung des Virus in Bergisch Gladbach einzudämmen, schreiben Sie eine kurze Mail an solidaritaet@gruene-gl.de.

Und wenn Sie selbst, oder jemand den Sie kennen, in einer Einrichtung arbeitet, die Behelfs-Masken benötigt, melden Sie sich unter solidaritaet@gruene-gl.de. Die GRÜNEN Bergisch Gladbach werden dann mit Ihnen alles Weitere besprechen.

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7 Kommentare

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  1. Was für ein toller Service: heute mittag angefragt – am Nachmittag hatte ich schon eine Maske im Briefkasten :-) Ganz herzlichen Dank!

  2. Wie schon die vorausgegangene Verbreitung der Bastelanleitung finde ich auch diese Aktion der Grünen ganz toll. Statt immer sofort nach Vollversorgung mit Schutzmitteln durch die Behörden zu rufen können mündige Bürger ja zunächst einmal die Selbsthilfemöglichkeiten ausschöpfen. Im Netz gibt es zahlreiche Anleitungen eine einfache MNS aus Baumwollstoff herzustellen und man kann bei Ermangelung eigener Fähigkeiten ja auch wie hier solidarisch angeboten um Hilfe bitten. Also für einfache MNS aus Baumwollstoff gilt nicht „man kann nicht tragen was es nicht gibt“. Das Tragen von MNS habe ich in meinem Umfeld schon seit über vier Wochen (meist erfolgreich) propagiert und trage MNS seitdem während notwendiger Außeneinsätze wie zB in Supermärkten u. anderen geschlossenen Räumen (außerhalb der eigenen Wohnung). Bei einem Spaziergang oder Joggen im Freien, unter Kontaktvermeidung und Meidung stark belebter Plätze, selbstverständlich nicht. Die anfangs zögerliche Bewertung der Wirksamkeit einfacher MNS durch offizielle Stellen ändert sich ja gerade, Gott sei Dank, massiv und ich habe sie immer für eine Art „INFO-Triage“ trotz besseren Wissens gehalten, weil man versäumt hatte rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Ich ziehe meine persönliche Bewertung aus einfachen Plausibilitätsbetrachtungen: Solange die Fachmediziner nicht sagen können welche Mindestmengen Viren für eine Infektion ausreichend sind, halte ich den bisher ausschließlich beschriebenen Weg über die missverständliche sogenannte Tröpfcheninfektion nur für eine Halbwahrheit. Es ist meiner Ansicht nach unwahrscheinlich, dass sich die Mehrzahl der Infizierten so trivial über eine „brachiale Breitseite“, durch Anniesen oder Anhusten mit makroskopischen Tröpfchen angesteckt hat. Dagegen ist die Gefahr sich durch (unsichtbare) Viren-Aerosole anzustecken, die sich zwar mit geringer Virenzahl pro Schwebeteilchen aber wegen extrem niedriger Sinkgeschwindigkeit (1) über sehr lange Zeiträume in der Luft halten und anreichern können, als viel bedeutender einzuschätzen. Die können eine Schadwirkung vor allem in schlecht gelüfteten geschlossenen Räumen oder an sehr stark frequentierten Plätzen entfalten, weniger im Freien. Dagegen wirken alle geeigneten, zur Adsorption befähigten Barrieren vor dem Atemweg, zB auch einfache Baumwollmasken, nicht als höchstwirksamer aber als ein RELATIVER Schutz. Deshalb kam die Empfehlung zum Tragen auch von einfachen MNS meines Erachtens viel zu spät und immer noch zu zögerlich und immer noch mit der abschwächenden Einstufung als reiner Fremdschutz. Auch FFP2- u. FFP- 3-Masken bieten nur einen relativen Schutz. Eine vollkommen virenfreie Atemluft ist überhaupt nur mit extrem hohem nicht breit anwendbarem Aufwand zu bewerkstelligen aber auch für eine angemessene Senkung des Infektionsrisikos nicht nötig. Deshalb erfüllen die einfachen Baumwoll-MNS auch einen relativen Eigenschutz den man nicht zu sehr relativieren sollte. Eine chinesische Studien zeigt sogar eine Schutzwirkung für Baumwollmasken von 80% im Vergleich zum schutzlosen Zustand (2). Jeder Allergiker spürt zur Zeit wie weit und wie lange Pollen in der Luft bleiben können. Pollen sind zwischen 10 u. 100 Mikrometer groß, Viren ca 0,1 Mikrometer. Teilchen im Mikrometerbereich haben eine extrem niedrige Sinkgeschwindigkeit (ca 0,8m/Tag ohne Gegenstrom u. Aufwirbelung) und werden fast nur durch regnerische Auswaschung und Adsorption an Oberflächen reduziert.
    Auf ein weiteres, aber aufholbares Versäumnis sehe ich darin, dass trotz seit einiger Zeit schon als gesichert angesehener Erkenntnissen über den Infektionsverlauf neben häufigen Trinken nicht auch eine verstärkte Rachen-Hygiene in die offiziell empfohlenen einfachen Hygienemaßnahmen aufgenommen wird. Die Viren sollen sich nach diesen Erkenntnissen (3) in den ersten 3 -5 Tagen erst stark im Rachen vermehren bevor sie die Lunge angreifen und die Infizierten sollen gerade in dieser Zeit besonders ansteckend sein. Aber bitte jetzt keine medizinischen Produkte horten, Gurgeln mit bewährten Hausmitteln und Salbeitee geht wohl auch.
    Allen Lesern wünsche ich, bleiben Sie gesund, ob mit oder ohne Maske, aber besser mit.
    (Quellen: 1. zu Sinkgeschwindigkeit kleinster Teilchen: Seite 50, C. Rüger, “Die Wege von Staub“, bei Amazon, 2. zur Wirkung von Baumwollmasken Annals of Internal Medicine (2020; doi: 10.7326/M20-1342). 3. Zu Racheninfektion: Ärzteblatt 2.4.2020, Artikel „SARS-CoV-2, Viruslast im Rachen“)

  3. Egal, wie sicher oder unsicher – ich meine, diese selbstgenähten Masken sind besser als nichts. Wer möchte, kann innen eine weitere Lage Stoff aufnähen, diese seitlich offen lassen und als Filter ein zurecht geschnittenes Stück eines Staubsaugerbeutels einlegen, das aber nicht waschbar ist. Die Anleitung finde ich sehr hilfreich. Ich habe inzwischen ca. 30 Masken genäht und an Familie und Freunde verteilt. Es geht schnell und ich nehme Stoffreste oder Kissenbezüge, die wir nicht mehr verwenden. Für den Draht lasse ich oben eine Seite offen, sodaß man ihn vor dem Auskochen oder Waschen herausziehen kann. Das Wieder-Einfädeln gelingt am besten mit Eindrehen. Da ich kunststoffumwickelten Blumendraht nehme, ist das auch erforderlich. Wir betreten kein Geschäft mehr ohne diese Masken und kochen sie danach in 5 Minuten aus. Das soll reichen. Danke für diese wirklich einfache Anleitung!

  4. Herr Havermann, Sie haben Recht, momentan herrscht viel Unsicherheit bezüglich dem Tragen von Masken. Wir haben uns in den letzten Tagen auch sehr viel mit dem Thema auseinandergesetzt und darüber gelesen. Das Problem, das man sich durch das Tragen einer Maske in falscher Sicherheit wägen kann, ist uns bewusst. Deshalb weisen wir auch immer ausdrücklich darauf hin, dass die Maske keinen Schutz vor Infektionen bietet, sondern lediglich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Außerdem sagen wir deutlich, dass auch mit einer Maske das Abstandhalten und das Händewaschen unerlässlich sind. Wir appellieren also an die Vernunft der Menschen, sich trotz Maske an die Verhaltensregeln zu halten. Denn wenn sie das tun, ist das Tragen von Masken effektiv.

    Herr Völler, schön, dass Ihnen unsere Aktion gefällt! Wir verwenden ausschließlich kochfesten Stoff und kochen die Masken ab, bevor wir sie abgeben. Die Masken können übrigens auch bei 80℃ für fünf Minuten im Ofen erhitzt werden, auch so werden mögliche Viren abgetötet.
    Wir verwenden unterschiedliche Drähte, je nachdem, was die Näher*innen im Haus haben oder irgendwo ergattern können. Von korosionsfreiem Blumendraht über Pfeifenputzer bis zum Draht aus einem Hefter ist also alles dabei. Es ist also durchaus möglich, dass der Draht irgendwann rostet. Falls das der Fall ist, sollte die Maske nicht mehr benutzt werden und wird von uns natürlich ersetzt. Ein Erhitzen im Ofen statt Abkochen kann dem eventuell vorbeugen.

    Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund,
    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bergisch Gladbach

  5. Der Kölner Stadtanzeiger schreibt heute (09.04.2020) in seinem morgendlichen Newsletter “Stadt mit K”:

    “Heute haben wir an dieser Stelle eine Frage für Sie, die Apotheker Thomas Preis beantwortet hat:

    Ich bin 64 Jahre und gehöre mit chronischer Bronchitis (gut eingestellt und fast symptomfrei) zur Risikogruppe. Bisher habe ich beim Einkaufen oder Spaziergängen keinen Mund- und Nasenschutz getragen. Die Diskussion hierüber mit Verwandten und Bekannten hat mich jedoch jetzt stark verunsichert. Mein Mann hat noch ein paar einfache Mund- und Nasenmasken im Keller gefunden (sicherlich nicht mehr die neuesten, aber im Pappkarton verpackt). Morgen muss ich z.B. zur podologischen Fußpflege und überlege, ob ich dann besser eine Maske tragen soll und künftig auch beim Einkaufen. Was raten Sie mir? (Gabi Elias)

    Die Meinung zum Tragen von Atemschutzmasken oder einem einfachen Mund- und Nasenschutz hat sich bei den Virologen in den letzten Wochen extrem geändert. Mittlerweile sind sich nahezu alle Experten einig, dass das Tragen von einem entsprechend Schutz sehr hilfreich sein kann. Deshalb würde ich Ihnen durchaus dazu raten einen Schutz zu tragen, gerade auch beim Einkaufen im Supermarkt. Insbesondere aber Ihre Fußpflegerin sollte selbst einen entsprechenden Mundschutz tragen. Denn der einfache Mund-und Nasenschutz schützt in erster Linie auch die andere Person, in diesem Fall Sie als Kundin der Fußpflege vor Ansteckung.”

  6. Und schon wieder wird sie iniziiert, die Unsicherheit. Die Grünen wollen in guter absicht Masken verteilen, der Expert, der heute im Stadtanzeiger Fragen beantwortet, rät davon ab. Wem soll die Bevölkerung glauben? Dem, der besonders viele “Experten” auflistet, von denen er seine meinung bezieht oder dem, der allen zugänglich veröffentlicht? Das Tragen einr Maske kann dazu beitragen, dass sich ihr Träger sicherer fühlt, was aber auf wacheligen Beinen steht. Der Infizierte, auch wenn er keine Kenntnis davon hat, könnte durch eine Maske andere vor Infektionen schützen. Was also zun?

  7. Das ist eine tolle Aktion der Grünen, großes Lob!

    Zwei Fragen habe ich aber noch:

    1) Ist der verwendete Stoff kochbar?
    Meines Wissens müssen die Stoffmasken bei 90 Grad ausgekocht werden.

    2) Ist der verwendete Draht korosionsfrei?
    Wenn der Draht täglich ausgekocht wird, müsste er doch korrosionsfrei sein. Denn wenn Draht rostet, wird er porös und kann brechen. Wenn er rostet und der Rost an den Stoff kommt, ist der Stoff vermutlich nicht mehr hygienisch.

    Ich bitte um Antwort. Vielen Dank.