Flächen, die von der Papierfabrik Zanders nicht mehr gebraucht werden, sollen neu genutzt werden.

Die Freien Wähler begrüßen den Vorstoß der NRW-Landesregierung, das Recycling industrieller Flächen zu fördern. Daraus ergebe sich für Bergisch Gladbach die Chance, bei Zanders nicht mehr genutzte Flächen für den Wohnungsbau herzurichten. Dazu seien mehr Informationen über mögliche Altlasten erforderlich.

Die FWG Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach begrüßt die Fördermaßnahme der NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser für mehr Bodenrecycling bei industriellen Brachflächen.

Obwohl der Förderbetrag von insgesamt sieben Millionen Euro für ganz NRW relativ gering ist, eröffnet die Maßnahme nach Ansicht der FWG im Zusammenhang mit der Regionale 2025 eine Chance, das von der Stadt erworbene, nicht für die Produktion genutzte Zandersgelände zu sanieren und dann für den Wohnungsbau zu nutzen.

Dazu sind aber Informationen über Altlasten auf dem Gelände notwendig, die zum Teil vorliegen, aber bis heute nicht veröffentlicht wurden. Dies wäre auch von wesentlicher Bedeutung für die angelaufene Bürgerbeteiligung. FWG-Vorsitzender Benno Nuding: „Bergisch Gladbach soll diese Chance wahrnehmen und die Möglichkeit einer Förderung schnellstens prüfen.“

Die FWG zeigt sich grundsätzlich erfreut darüber, dass das CDU-geführte Ministerium davor warnt, für die Ausweisung neuer Wohngebiete weitere Grünflächen in Anspruch zu nehmen, wenn gleichzeitig Brachflächen ungenutzt bleiben.

23,6 Prozent der Fläche von NRW sind bereits mit Straßen und Siedlungen belegt. NRW nimmt hier im bundesweiten Durchschnitt, gemessen an der Gesamtgröße des jeweiligen Bundeslandes, den Spitzenplatz ein. (Quelle Stat. Bundesamt 2019)

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5 Kommentare

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  1. Soweit ich mich erinnen kann, sind die Produktionsflächen/-gebäude bei Zanders ziemlich weit verstreut über das Betriebsgelände, auch Klärteich und Stromerzeugung liegen nicht unmittelbar neben der Produktion. Hat man schon Pläne, wie die Wohngebiete auf dem Zandersgelände an die derzeiten Gegebenheiten der Papierproduktion angepasst werden? Sollen die neuen Häuser unmittelbar neben den Produktionsstätten bzw. zwischen ihnen stehen oder handelt es sich um eine Randbebauung?

  2. Ein möglicher neuer (Innen-)Stadtteil „GL-Zanderspark“ (auf den weiten Brachflächen) ist oder wäre das Master- / Musterprojrkt für eine intelligente Stadtentwicklung auf Höhe der Zeit bzw. in Richtung Zukunft!

    Ein Projekt mit ordentlich „Wumms”:

    Denn sämtliche Schwierigkeiten und „Schwierigkeitenmacher”, alle Probleme und Bremser ballen sich hier zusammen
    mit Perspektiven, Potentialen und dem Panorama einer in jeder Hinsicht „neuen Stadt”:

    Bauweise, Energieversorgung, Verkehrsanlage und -anbindung, (Mehrgenerationen-)Mischkonzept „Wohnen-Arbeiten-Kultur” etc.

    Die FWG macht sich hier zurecht stark für ein zeitig konzentriertes Nutzen aller „Schwungmöglichkeiten” und eine effektive Bürgerbeteiligung als Kompetenz- und Kreativpool beim Realisieren des Stadtteils von Morgen.

    Jetzt braucht es „nur noch” eines entschlossenen und Langlauf-tauglichen BM, einer zukunftsbewegten Ratslandschaft sowie einer entsprechend „entflammten” Verwaltung,

    damit wir in 10 Jahren nicht auf einen privat bewirtschafteten Riesen-Parkplatz mit individueller Massen-Taxiverbindung in die Innenstadt schauen …