Theresia Meinhardt, die Co-Vorsitzende der Fraktion der Grünen, nimmt die Umwandlung der Laurentiusstraße vorweg.

Die Ratsfraktion der Grünen begrüßt die Umwandlung der Laurentiusstraße zur Fahrradstraße. Die Umverteilung von Straßenraum werde die Straße beleben und die ganze Innenstadt attraktiver machen.

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat im gestrigen Ausschuss für strategische Stadtentwicklung und Mobilität (ASM)  zusammen mit den Koalitionspartnern von SPD und FDP die Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße entschieden. Damit wird nun eine der prioritären Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition umgesetzt.

„Damit erfüllen wir  den demokratischen Auftrag, den uns die Bevölkerung in der letzten Kommunalwahl erteilt hat“, so Maik Außendorf, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat.

Das bedeutet, dass Fahrradfahrer:innen dort in Zukunft Vorrang haben und die Straße in beide Richtungen befahren können. Anlieger:innen können die Straße weiterhin auch mit dem Auto befahren, für den Durchgangsverkehr und Pendler:innen wird sie jedoch gesperrt. Ausweichparkplätze bietet die Parkpalette im Buchmühlenpark.

Belebung der Innenstadt ist das Ziel

Das Ziel ist es, die Belebung der Innenstadt nachhaltig zu fördern, indem der Durchgangsverkehr beruhigt und damit die Aufenthaltsqualität verbessert wird.

Neben weiteren Maßnahmen gilt die Laurentiusstraße außerdem als ein Baustein zur Schaffung von Gleichberechtigung zwischen allen Verkehrsteilnehmer:innen, dem Autoverkehr, den Radfahrer:innen und den Fußgänger:innen.

„Wir legen diese Pendlerpumpe still und werden die Laurentiusstraße durch eine Aufwertung zur Fahrradstraße beleben. Und ja – es wird Verkehrsraum umverteilt, wegfallende Parkplätze werden dazu genutzt, die Straße für die Kundschaft und insbesondere Fußgänger:innen und Radfahrer:innen attraktiver zu machen“ , sagt Dr. Josef Cramer, Vorsitzender des Ausschusses für Strategische Stadtentwicklung und Mobilität.

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14 Kommentare

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  1. Natürlich werden die Radfahrer die Laurentiusstraße beleben. Sie will ja auch keiner weghaben. Aber muss deshalb eine Radfahrer Vorfahrtstraße her zu Lasten der Anwohner und anderer Verkehrsteilnehmer. Das Einzige was her muss, ist Vernunft und die Einsicht der Pedaltreter. Hier haben alle ihre Rechte. Die Autofahrer, die Radfahrer und die Anwohner.

  2. Erfüllung des demokratischen Auftrags???
    Es haben sich drei Parteien zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um eine Mehrheit zu haben; nun glauben jene drei Parteien, sie können nach gutdünken über die Köpfe der betroffenen Bürger hinwegentscheiden.
    Ich bin Anwohner! Wo soll künftig mein Besuch parken können? Und bitte nicht das Parkdeck am Buchmühlenpark nennen oder den Parkplatz an der Buchmühle; dort sind bereits aktuell keine freien Plätze zu bekommen. Bei Umsetzung dieses Schwachsinnsvorhabens wird es bedeutend schlimmer.
    Reine Symbolpolitik ohne jeglichen Sinn und Verstand, vorbei am Willen der Anwohner und ansässigen Geschäftsleute.
    Uns hat niemand gefragt und dann wird etwas von demokratischen Auftrag gefaselt.
    Möglicherweise greift das Ordnungsamt gegen die bekennende chronisch ordnungswidrig handelnde Grünenpolitikerin endlich mal durch!

  3. @Lennart Höring
    In der ASM-Sitzung ist richtigerweise gesagt worden, dass eine (nur) 6-monatige Testphase rein gar nichts bringt, weil sich Fahrgewohnheiten nicht von heute auf morgen verändern. Nur über einen längeren Zeitraum und im Verbund mit weiteren Maßnahmen lässt sich eine sinnvolle Aussage darüber treffen, ob ‚es funktioniert‘.
    Dasselbe gilt für die Buddestraße und viele weitere Änderungen.

    Was rechtliche Grundlagen angeht, ist leider immer wieder zu beobachten, dass die Verwaltung diese sehr selektiv einsetzt – siehe die absolut regelwidrige Neuordnung in der unteren Hauptstraße. Bei der Einrichtung von Fahrradstraßen hat der Gesetzgeber sehr bewusst der Politik Spielraum gegeben, was „…oder dies alsbald zu erwarten ist.“ genau bedeutet.

  4. Ich möchte mal den Artikel kontinuierlich abarbeiten:

    – Herr Außendorf hätte formulieren sollen e i n e n nicht „den“ demokratischen
    Auftrag der Wähler. Letzteres impliziert, es wäre nur der gewesen.
    – „Ausweichparkplätze bietet die Buchmühle“. Unsinn, da gibt es schon jetzt kaum
    Platz, was nach der Pandemie viel schlimmer wird.
    – „die Belebung der Innenstadtnachhaltig zu fördern.“ Mit einer Fahrradstraße?
    Das ist ob vieler hässlicher Ecken und stagnierendem Angebot ein Witz.
    – „Gleichberechtigung“ aller Verkehrsteilnehmer? Dann sollte man auch mal
    anfangen, die vielen Radfahrer zu disziplinieren, die sich vor Ampeln durch
    Autoschlangen winden, über Zebrastreifen rasen, Einbahnstraßen nicht
    anerkennen und bei Rot über Ampeln fahren. Dann kämen wir einer
    Gleichberechtigung näher.
    – Wo sind denn die Geschäfte, für deren Kunden die Fahrradstraße geschaffen
    werden soll (noch ist nichts entschieden), und wo die vielen Fußgänger?

    Abschließend darf ich noch erwähnen, dass Herr Außendorf im KSTA meinte, dass die Fahrradstraße „eine wichtige Entscheidung (wäre), mehr Radfahrer im Straßenbild sichtbar zu mache“. Also, es geht nur um Show, alle anderen Argumente scheinen nur den Wählerwillen beruhigen zu wollen.

    Unsere Verkehrsprobleme können nur gelöst werden, wenn man den Gesamtverkehr betrachtet und nicht mit Gewalt Autofahrer aufs Fahrrad setzen will. Und eins sei noch erwähnt. Wir hatten die GroKo, die alles mit ihren Stimmen im Rat durchboxte, Jetzt haben wir die Ampel – gleiches System nur andere Themen. Aber warten wir ab, andere Themen kommen schon noch.

  5. Lieber Felix Nagelschmidt, ich bin sehr gespannt, wie der Bürgermeister, als Verwaltungschef mit dem Prüfauftrag umgeht.
    Die unglaubliche Begründung, durch die Fahrradstrasse werde die Innenstadt belebter und attraktiver, muss man nicht verstehen.
    Was ist an einer Innenstadt attraktiv, wenn alle Einzelhändler und Inhabergeführten Läden vertrieben werden. In Bensberg wollen die Geschäftsleute an der Schlossstrasse unbedingt mehr Parkplätze haben, und in Gladbach wird es dem PKW Fahrer noch weiter erschwert die Parkplätze zu erreichen. Wenn weiterhin Anlieger die Strasse benutzen dürfen, um die Parkplätze des MKH, den Parkplatz an der Laurentiuskirche und die Elterntaxen, die ihre Kinder morgens zur Schule Am Broich bringen, frage ich nur mal einfach nach dem Sinn dieser Stassensperrung? Nur ein Beispiel: wie kommt ein Bürger aus Richtung Herrenstrunden in das Parkhaus des MKH? Man muss erst einmal durch die gesamte Stadt Richtung Leverkusen, dann am Driescher Kreisel wieder zurück Richtung Bensberg, am Busbahnhof vorbei ( der ja auch entlasstet werden soll) dann wieder Richtung Rathaus und in die Laurentiusstrasse zum Parkhaus. Über Vollmühlenweg, Am Broich und dann Laurentiusstrasse wäre nicht mehr möglich. Aber dieser neue Umweg spielt für diese geplante Maßnahme CO2 technisch überhaupt kein Rolle bei den Grünen.
    Jedenfalls wünsche ich Dir, lieber Felix viel Erfolg mit der Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit dieses Vorhabens.

  6. „Die Umverteilung von Straßenraum werde die Straße beleben und die ganze Innenstadt attraktiver machen. “

    Na ja, um die Innenstadt attraktiver zu machen müssten ganz andere Baustellen angegangen werden.

  7. Die CDU hätte den Verwaltungsvorschlag ohne wenn und aber mitgetragen: Einen Fahrradschutzstreifen installieren, damit Radfahrer gegen die Einbahnstraßen-Fahrtrichtung in Richtung Konrad-Adenauer-Platz fahren können. Sogar die Fahrradverbände hätten damit leben können. Wäre rechtssicher, relativ einfach und vergleichsweise schnell und günstig machbar gewesen. Damit hätten die Fahrradfahrer diese Straße nutzen könne und das heute krasse Verhältnis Fahrrad:PKW zu ihren Gunsten verändern können. Wollte außer uns aber offenbar keiner. Auch die rechtlichen Bedenken wurden nicht gehört und so wurde auch unser Vorschlag, mal eine 6-monatige Testphase einer Fahrradstraße abgeschmettert. Dann hätte man nämlich sehen können, ob es funktioniert. Ich bin gespannt, ob die Bedenken der Ordnungsbehörde, die sogar aus der StVO zitiert hat, vom Bürgermeister mitgetragen werden. Dann wäre der Beschluss nämlich zu beanstanden und das Thema würde von neuem diskutiert werden. Davon hätten die Fahrradfahrer auch nichts.

  8. In Ergänzung zu Lutz Voß und für Herrn Nagelschmidt vielleicht aus professioneller Sicht interessant: Als meine Frau und ich vor wenigen Jahren eine Wohnung suchten, war in der Laurentiusstraße ein recht ansprechendes Objekt im Angebot. Wir haben das aber wegen der unruhigen Verkehrslage dort nicht weiterverfolgt. Bei einer verkehrsberuhigten Straße, wie jetzt geplant, hätte das anders ausgesehen.

  9. Lieber Mehmet Schreiner, offene Augen sind auf der Straße generell von Vorteil, egal mit welchem Verkehrsmittel mensch unterwegs ist.

    Dass Manche auf Biegen und Brechen jeden Fortschritt blockieren wollen, werde ich nie verstehen. Städte mit hohem Radverkehrsanteil landen bei Untersuchungen zur Lebensqualität immer auf den vordersten Plätzen. Und der Einzelhandel profitiert sowieso.

    Es wäre der Debatte förderlich, wenn gewisse Grundlagen einfach akzeptiert würden. Dann könnten wir konstruktiv über das ‚Wie‘ streiten: Was muss passieren, damit in Gladbach mehr Fahrrad gefahren wird? Welche Maßnahmen sind möglich, welche sind besonders geeignet? Gute Vorschläge sind immer willkommen, aber da kommt von CDU & Co. leider weniger als nichts.

  10. Lieber Herr Nagelschmidt, warum wollen Sie denn immer zu den ewig gestrigen gehören. Ihr Pamphlet, welches Sie uns ungefragt in alle Briefkästen gesteckt haben wird doch nur von einem einzigen Händler hier – den ich übrigens sehr schätze – offen im Schaufenster geliked… Neben den Händlern gibt es in der Laurentiusstr. nämlich auch ein paar Anwohner; die sind jetzt positiv überrascht ganz zufrieden mit der Entscheidung des ASM. Sie wohnen doch gar nicht hier !?
    So, und jetzt noch einen Rechtsstreit vom Zaun brechen ? Na denn, viel Spaß !
    Sie machen doch in ImMobilien, dann lassen Sie uns doch die Mobilität in unserer Stadt verbessern. Fahrräder sind in der Stadt unschlagbar, haben Sie eins ? Falls nicht, ich schenke Ihnen eines, Ehrenwort ;-)

  11. Bin gespannt, wann es an der Treppe zum ersten Zusammenprall mit einem Radler kommt. Bei Rechtsfahrgebot von unten kommend hat man da einen halbwegs guten Überblick.
    Nun muss man immer um die Ecke spinksen, ob nicht jemand angeschossen kommt mit 25-30 km/h beim e-bike.

  12. Ergänzung zur Bildunterschrift: .. und verstößt damit – wie leider viele Radfahrer – unter Mißachtung von Verkehrsschildern gegen geltende Regeln.

  13. Schöne grüne Traumwelt von Dr. Cramer, die Händler mit Ausnahme des Fahrradhändlers leider komischerweise alle ganz ganz anders. Eine Anwaltskanzlei ist seit heute morgen mit der rechtlichen Prüfung beauftragt, um die Umsetzung zu stoppen.