Hinweis der Redaktion: Dieser Liveblog für die Woche vom 12. bis 18.4. ist geschlossen. Die aktuelle Ausgaben finden Sie hier.

Das Wichtigste auf einen Blick

Sonntag, 18.4.
Kreis meldet keine Fallzahlen
19.185 Fälle bundesweit

Samstag, 17.4.
Zahl der Intensivpatienten verdoppelt
74 weitere Fälle, Inzidenz sinkt
7-Tage-R-Wert steigt weiter
23.804 Fälle bundesweit

Freitag, 16.4.
Kreis setzt Notbremse ab Montag in Kraft
Geschäfte müssen Montag schließen
Schulen bleiben auf Distanz
110 Fälle in RheinBerg
Inzidenz (seit gestern) über 200
25.831 Fälle bundesweit

Hier beginnt der Liveblog von Sonnstag, 17.4.2021

+ 18:30 Kreis stellte Verfahren für Datenmeldung um +

Laut Lagezentrum des Kreises gehen die Korrekturen der Inzidenzwerte durch das Landeszentrum Gesundheit am Samstag (s.u.) auf eine Umstellung auf ein neues Meldeverfahren zurück, teilt Landrat Stephan Santelmann auf Anfrage mit.

Bislang wurde die Fälle einfach dem Tag zugeordnet, an dem sie dem LZG gemeldet wurden. Jetzt werden die Fälle jeweils dem Tag zugerechnet, an dem das Labor das Ergebnis mitgeteilt hatte. Da das Labordatum einige Tage zurück liegen könne werden die Daten rückwirkend korrigiert,

+ 17:00 Click & Collect: So reagieren Händler in GL auf Notbremse +

Weite Teile des Einzelhandels bleiben ab Montag geschlossen. Viele Einzelhandelsgeschäfte bieten ihre Waren deshalb für Selbstabholer an: „Click and Collect” nennt sich das Konzept. Dabei zeigt sich der lokale Handel sehr erfinderisch. Das Bürgerportal listet auf, wer in Bergisch Gladbach was anbietet – und nennen die Kontaktmöglichkeiten.

+ 14:23 Die Steinmeier-Rede zu Nachlesen und Anschauen +

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Gedenkfeier an die fast 80.000 Menschen erinnert, die am Coronavirus gestorben sind. In seiner Rede sprach sprach er den Angehörigen und Erkrankten Mut zu – und rief die Gesellschaft zum Zusammenhalt auf. Das Gedenken war besonders den Hinterbliebenen gewidmet, die ihre Angehörigen nicht begleiten durften und denen wichtige Rituale der Trauer verwehrt blieben.

Sie können die ganze Rede hier nachlesen, ein Video der gesamten Gedenkfeier, bei der auch Angehörige von Corona-Opfer zu Wort kamen, können Sie zum Beispiel in der ZDF-Mediathek anschauen.

+ 9:43 Intensivstationen: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand”

Seit dieser Woche sind die Intensivstationen der drei Krankenhäuser in Bergisch Gladbach voll belegt. Stellvertretend erläutern die ärztlichen Direktoren der GFO Kliniken Rhein-Berg, warum diese dritte Corona-Welle die Intensivstationen vor ganz neue Belastungen stellt. Davon betroffen sind vor allem Patienten, die eine schwere Operation benötigen. Den ganzen Bericht finden Sie hier.

+ 9:15 Kreis stelle Datenmeldung am Wochenende ein +

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat am Sonntag keine Daten an das Landeszentrum Gesundheit NRWgemeldet. Daher wird die Zahl der Neuinfektionen mit 0 ausgewiesen, die offiziell und automatisch berechnete Inzidenz in Rhein-Berg sinkt damit auf 174. Auf die Notbremse, die in Rhein-Berg ab Montag gilt, hat das zunächst keine Auswirkungen.

Am Samstag hatte der Kreis zwar Daten gemeldet, gleichzeitig aber offenbar auch viele Fälle der vorhergehenden Tage. Daher hatte das Landeszentrum die Werte für die 7-Tage-Inzidenz erheblich korrigiert (siehe unten).

Das Datenloch am Wochenende ist eine Folge der Umstrukturierung des Pandemie-Managements im Kreishaus. Landrat Stephan Santelmann will den Krisenstab schrittweise auflösen und dessen Aufgaben in die normalen Strukturen der Kreisverwaltung integrieren. Der erste Schritt war die Auflösung einer eigenen Informationseinheit des Krisenstabs (BUMA Bürger- und Medieninformation); ihre Aufgabe hat die Pressestelle der Kreisverwaltung mit übernommen. Sie ist in der Regel am Wochenende nicht besetzt.

Das Bürgerportal berichtet nicht nur über Corona, sondern über alles, was in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis relevant ist: Lokalpolitik, Kultur, Wirtschaft, Sport, Vereine. Hier kommen Sie zu unsere Startseite. Und hier können Sie unseren täglichen kostenlosen Newsletter per Mail bestellen.

+ 9:03 RKI erfasst 19.185 weitere Corona-Fälle +

Das RKI hat für Samstag 19.185 Corona-Neuinfektionen gemeldet, vor einer Woche waren es 1.300 weniger. Zudem wurden 67 Todesfälle, vor einer Woche waren es 104.

Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, weil am Wochenende weniger getestet wird – und einige Gesundheitsämter am Wochenende keine Zahlen übermitteln. Dazu gehört zu ersten Mal auch der Rheinisch-Bergische Kreis (siehe oben).

Die 7-Tage-Inzidenz stieg bundesweit von 160,7 auf 162,3.

In NRW stieg die Inzidenz um drei auf 167 Fälle.

+ 9:00 Guten Morgen +

Der Liveblog startet. Für Sie heute im Dienst: Holger Crump und Georg Watzlawek.

Am Freitag hatte der Kreis die Lockerung der Notbremse wieder zurückgenommen, damit müssen ab Montag die Geschäfte über den täglichen Bedarf hinaus geschlossen bleiben. Die Schulen bleiben – mit Ausnahme der Abschlussklassen – im Distanzunterricht. Alle Details finden sie weiter unten, die neuen Regeln in diesem Beitrag.

Hier beginnt der Liveblog von Samstag, 16.4.2021

+ 15:10 Impfquote in Rhein-Berg unter Landesschnitt +

Zum ersten Mal weist der Rheinisch-Bergische Kreis in seinem Statistik-Dashboard eine Impfquote aus. Sie lag demnach gestern bei 17,5 Prozent, als Quelle gibt der Kreis die KVNO an. Landesweit lag die Impfquote bereits bei 19,7 Prozent. Insgesamt sind im Kreis bisher 49.588 Personen wenigstens einmal geimpft worden, knapp 16.000 sind bereits vollständig geimpft.

+ 13:43 Zahl der Intensivpatienten fast verdoppelt +

Über die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern gibt es keine Angaben. Das DIVI Intensivregister meldet auf den Intensivstationen der Kliniken in RheinBerg 15 Coronapatienten, sieben mehr als am Vortag. 37 der insgesamt 39 Intensivbetten seien belegt, 38 Prozent davon von Corona-Patienten.

+ 13:31 Inzidenz in Bergisch Gladbach bei 219 +

Grafik: Hilger Müller

Auf der Basis korrigierte Daten (siehe unten) ist die Inzidenz im gesamten Rheinisch-Bergische Kreis auf 197 zurückgegangen, nachdem sie am Donnerstag (unbemerkt) bereits den Wert von 219 erreicht hatte. In Bergische Gladbach geht die Inzidenz aktuell leicht von 224 auf 219 zurück.

Auch in Wermelskirchen liegt die Inzidenz über 200, in Odenthal wird der Schwellenwert gerade erreicht.

+ 13:10 Gesundheitsamt weist 74 Fälle aus +

Das Gesundheitsamt weist in seinem Dashboard für Freitag im Rheinisch-Bergischen Kreis 74 Neuinfektionen aus. Davon entfallen 28 auf Bergisch Gladbach, 6 auf Burscheid, 3 auf Kürten, 6 auf Leichlingen, 0 auf Odenthal, 8 auf Overath, 10 auf Rösrath und 13 auf Wermelskirchen.

Die Zahl der akut Infizierten gibt der Kreis mit 1040 aus, am Vortag waren es 1017. In Quarantäne befinden sich 1587 Personen, am Vortag waren es 1.393.

Die schrittweise Auflösung des Krisenstabs und die Eingliederung seiner Aufgaben in die Kreisverwaltung ist für die Pressearbeit bereits vollzogen werden – und zwar in den „Regelbetrieb”. Das heißt, dass es am Wochenende keine Pressemitteilung mit den aktuellen Daten und Entwicklungen gibt. Die Daten finden sich nur im Dashboard.

+ 9:50 LZG korrigiert Statistiken erneut – 220 schon erreicht +

Das Landeszentrum Gesundheit hat wie bereits gestern seine Daten für den Rheinisch-Bergischen Kreis ein weiteres Mal erheblich korrigiert. Demnach hatte die 7-Tage-Inzidenz bereits am Mittwoch (14.4.) die 200er Grenze deutlich überschritten (siehe Grafik oben). Zunächst war der Wert mit 195 angegeben worden, gestern korrigierte das LZG auf 206 und heute ein weiteres Mal auf 212.

Auch die Inzidenz für Donnerstag (15.4.) wurde nachgebessert: an diesem Tag (an dem der Krisenstab abends über die Notbremse beriet), lag die Inzidenz nicht wie bislang bei 206, sondern schon bei 219 – bevor er am Freitag auf 197 zurückging.

Auch die Zahl der täglich erfassten Fälle wurde angepasst und weicht inzwischen erheblich von den zuvor gemeldeten Zahlen ab. Eine offizielle Erklärung für die Korrekturen gibt es bislang nicht, wir haben den Kreis um eine Erläuterung gebeten.

Bekannt ist allerdings, dass es zu Ostern und in den Tagen danach einen erheblichen Rückstau bei der zeitnahen Meldung der Daten an das LZG gab. Zudem hat der Landrat in dieser Woche begonnen, den Krisenstab abzubauen und seine Aufgaben in die normalen Strukturen der Kreisverwaltung zu integrieren.

+ 9:32 Landeszentrum Gesundheit meldet 67 Fälle in Rhein-Berg +

Für Freitag hat das Landeszentrum Gesundheit im Rheinisch-Bergischen Kreis weitere 31 Corona-Infektionen registriert, hinzu kommen allerdings 36 Nachmeldungen. Damit werden insgesamt 67 Fälle ausgewiesen.

Da die Fallzahl vor einer Woche, zum Teil aufgrund von Nachmeldungen, sehr hoch war, reduziert sich die 7-Tage-Inzidenz um neun auf 197 Fälle je 100.000 Einwohner. Auf die Entscheidung, ab Montag die Notbremse im vollen Umfang greifen zu lassen (siehe unten) hat das keine Auswirkungen.

+ 9:20 23,805 Neuinfektionen – Sieben-Tage-R-Wert steigt weiter +

Das RKI hat für Freitag 23.804 Neuinfektionen erfasst, vor einer Woche waren es 24.097. Zudem wurden 219 neue Todesfälle verzeichnet, zuvor waren es 246. Die Inzidenz erhöhte sich minimal von 160,1 auf 160,7.

Der Sieben-Tage-R-Wert erhöhte sich von 1,18 auf 1,24. 

In NRW stieg die Inzidenz um zwei auf 165 Fälle.

Hier beginnt der Liveblog von Freitag, 15.4.2021

+ 17:14 Land erlässt Allgemeinverfügung für Schulen +

Nach vielen Anfragen und Beschwerden von Kommunen knapp unter oder über einer Inzidenz von 200 über die unklaren Regeln des Schulministeriums (s.u.) hat das Land NRW eine Allgmeinverfügung erlassen, womit in 13 Städten und Kreisen der Präsenzunterricht für zunächst die kommende Woche weiter ausgesetzt wird. Dazu gehört auch der Rheinisch-Bergische Kreis.

+ 16:55 DRK eröffnet Testzentrum in der östlichen Innenstadt +

Der Second Hand-Laden des DRK an der Hauptstraße gegenüber der Gnadenkirche wird zu einem Testzentrum umfunktioniert. Ab Montag bekommt man dann auch hier einen der kostenlosen Bürgertests. Mehr Infos dazu hier. Alle Teststellen im Kreis-Rhein-Berg finden Sie hier.

+ 15:43 Nächtliche Ausgangssperre in Köln +

Die Stadt Köln führt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Das sei ein gravierender Eingriff, aber unumgänglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.  Ab Samstag dürfen die Kölner ihre Wohnungen zwischen 21 und 5 Uhr nur mit einem wichtigen Grund verlassen. Der Krisenstab geht davon aus, dass auch alle Supermärkte um 21 Uhr schließen. Zudem gilt in Parks und Grünanlagen ganztägig ein Verbot für Alkohol, Shishas und Grillen. Die Inzidenz liegt in Köln derzeit bei 162.

+ 14:12 Bürgermeister Stein begrüßt Kehrtwende +

Bergisch Gladbachs Bürgermeister Frank Stein begrüßt die Entscheidung des Kreises „uneingeschränkt”. Er hatte sich am 7. April zunächst für die Aufweichung der Notbremse durch die Testoption stark gemacht, aber jetzt sei die Lage eine andere. Daher sei es für ihn „absolut nachvollziehbar, dass der Anstieg der Inzidenzwerte in der aktuellen Dynamik keine Alternative zu den nun getroffenen Verschärfungen zulässt.“

+ 13:06 Kreis setzt Notbremse ab Montag in Kraft +

„Aufgrund des stark weiter steigenden Infektionsgeschehens” mit Inzidenzwerten von über 200 hat der Kreis Rhein-Berg beim Land um die Genehmigung gebeten, die Lockerung der Notbremse ab Montag außer Kraft treten zu dürfen. Zudem wurde entschieden, dass die Schulen für wenigstens eine weitere Woche im Distanzunterricht bleiben. Alle Infos zu den neuen Regeln finden Sie in diesem Beitrag.

+ 13:00 Inzidenz in Bergisch Gladbach steigt auf 224 +

Grafik: Hilger Müller

Die aktuellen Fallzahlen haben die Inzidenz nicht nur im Kreis, sondern inzwischen in fünf der acht Kommunen über 200 getrieben. An der Spitze liegt Wermelskirchen mit 230, Bergisch Gladbach mit 224 Fälle je 100.000 Einwohner knapp dahinter. Damit hat sich die Inzidenz innerhalb von nur zwei Wochen verdreifacht, der Spitzenwert der 2. Welle (233, am 1. November 2020) ist fast erreicht.

+ 12:56 Gesundheitsamt meldet 110 Fälle +

Das Gesundheitsamt hat für Donnerstag im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis 110 weitere Corona-Fälle bestätigt, drei mehr als das LZG sie am Morgen gemeldet hatte. In dieser Zahl sind aber auch Fälle von den Tagen zuvor enthalten, wie aus den LZG-Daten hervorgeht (s.u.).

Von den 110 Fälle wurde gezählt 43 in Bergisch Gladbach, 3 in Burscheid, 5 in Kürten, 19 in Leichlingen, 8 in Odenthal, 12 in Overath, 9 in Rösrath und 11 in Wermelskirchen.

Es gelten 84 weitere Personen als genesen, 1.017 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.393 Personen in Quarantäne, das sind 252 weniger als am Vortag.

Laut Gesundheitsamt sind 52 Corona-Patienten in einem der vier Krankenhäuser im Kreis in stationärer Behandlung, davon acht in intensivmedizinischer Betreuung und sieben an Beatmungsplätzen. Diese Zahlen liegen leicht unter dem Vortag.

Die lokalen Nachrichten, kompakt auf den Punkt, schicken wir Ihnen frei Haus. Morgens um 7:05 per Mail im kostenlosen Newsletter „Der Tag in GL“, oder auf Facebook oder Instagram.

+ 12:40 Ministerium: Schulen bei drei Tagen über 200 geschlossen +

Der Interpretationsstreit, wer wann über eine Schulschließung bei hoher Inzidenz entscheidet, ist voll entbrannt. NCG-Direktor Seven Hees spricht im WDR von Chaos. Die Anfragen des Bürgerportals im Bildungsministerium dringen nicht durch. Der WDR berichtet auf Basis eigener Informationen aus dem Ministerium, dass die Inzidenz in einem Kreis zunächst drei Tage über 200 liegen müsse. Dann könne der Kreis in Absprache mit dem Ministerium eine Schulschließung verfügen.

+ 10:45 LZG korrigiert Daten: 200er Grenze gestern überschritten +

Das Landeszentrum Gesundheit korrigiert seine Daten kontinuierlich, in der Regel ist das aber nur in geringem Umfang nötig. In der vergangenen Nacht hat das LZG jedoch 41 Fälle für den Rheinisch-Bergischen Kreis am Vortag nachgetragen. Daher war die 7-Tage-Inzidenz bereits mit den Fällen von Mittwoch über die Marke von 200 gestiegen, und nicht erst am Donnerstag.

Die folgende Tabelle zeigt die korrigierten Werte für die 7-Tage-Inzidenz in Rhein-Berg an:

Beim Ergebnis ändert sich nichts: Von den heute früh gemeldeten 107 Fällen gehören 41 zum Vortag und „nur” 66 zum Donnerstag. Auf Basis dieser Zahlen verändert sich die aktuelle Inzidenz nicht, sie war nur schon früher erreicht worden.

Allerdings hat sich damit die Datenbasis für die Sitzung des Krisenstabs gestern Abend verändert: demnach wusste der Krisenstab bereits, dass die Inzidenz im Kreis über 200 liegt.

+ 9.53 Hausärzte können zwischen Astrazeneca und Biontech wählen +

Die Arztpraxen dürfen selbst entscheiden, welchen Impfstoff sie verimpfen wollen. Sie können bei der Bestellung der Vakzine entscheiden, welche geliefert werden sollen, teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit. Die Praxen haben die Wahl zwischen 18 und 30 Dosen Biontech- und 10 bis maximal 50 Dosen Astrazeneca.

+ 9:22 Landrat entscheidet über Schul-Schließung +

Städte und Kreise mit einer Inzidenz über 200 sollen laut Gesundheitsministerium Gebauer die Schulen für den Präsenzunterricht schließen und nur noch eine Notbetreuung anbieten. Für Abschlussklassen könne es Ausnahmen geben. Konkret läuft das aber offenbar anders: Auf Nachfrage des WDR erklärte das Gesundheitsministerium, dass die Schließung nicht automatisch erfolgen müsse – sondern im Einzelfall vom Kreis entschieden und immer mit dem Ministerium besprochen werden. Die einschlägige Schulmail vom 14.4. lässt Details offen.

Der Krisenstab des Kreises hatte gestern Abend mit Landrat Stephan Santelmann über weitere Maßnahmen beraten; Anfragen zu den Ergebnisses wurden bislang nicht beantwortet.

+ 6:32 Inzidenz steigt in Rhein-Berg auf 206 +

Für Donnerstag hat das Landeszentrum Gesundheit in NRW weitere 107 Fälle gezählt. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz ein weiteres Mal deutlich um 15 auf jetzt 206 Fälle. Mit diesem Wert wird auch der Höchstwert der zweiten Welle (197) deutlich überschritten.

In Bergisch Gladbach war die Inzidenz schon gestern auf 211 gestiegen.

Bei Inzidenzwerten über 200 sollen in NRW die Schüler:innen (mit Ausnahme der Abschlussklassen) nicht in den Präsenzunterricht zurückkehren. Der Krisenstab hatte gestern Abend über weitere Maßnahmen beraten, Ergebnisse wurden bislang nicht veröffentlicht.

+ 6:23 RKI meldet 25.831 Neuinfektionen +

Das RKI hat für Donnerstag 25.831 Neuinfektionen erfasst, knapp 400 mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz wird unverändert mit 160 angegeben. 247 weitere Menschen starben. Der 7-Tage-R-Wert wird mit 1,18 angegeben.

In NRW erhöhte die die Inzidenz um vier auf 163.

Hier beginnt der Liveblog von Donnerstag, 15.4.2021

+ 18:30 Pilgerheim Weltersbach: 17 Infektionen trotz Impfung +

In dem Leichlingen Altenheim waren bei einem Schnelltest zahlreiche positive Ergebnisse registriert worden, bei einer Überprüfung per PCR-Test seien bei drei Mitarbeitenden und 14 Personen aus der Bewohnerschaft eine Corona-Infektion nachgewiesen worden, bestätigte die Kreisverwaltung auf Anfrage des Bürgerportals. Bis auf drei waren alle Personen bereits im Januar zweimal geimpft worden. Nach Angaben der Heimleitung zeigten die Betroffenen keine oder nur leichte Symptome.

Von ähnlichen Fälle war auch bereits zuvor berichtet worden. Die Impfstoffe schützen vor einer Erkrankung, aber nicht unbedingt vor einer Infektion, vor allem mit Mutationen. Nach wie vor ist auch nicht klar, ob Geimpfte andere Personen anstecken können. In Leichlingen untersucht nun das  Institut für Virologie der Uniklinik Düsseldorf gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Rhein-Berg, wie es zu den Infektionen kommen konnte. Ausführliche Bericht gibt es im WDR und in der Rheinischen Post (kostenpflichtig).

+ 18:02 Land NRW konkretisiert Impffahrplan +

Das Land will noch im April die Impfungen für alle Beschäftigte an Grund- und Förderschulen, in Kitas, der Kindertagespflege und im Gesundheitswesen abschließen. Schon ab Montag können sich zwei weitere Jahrgänge zur Impfung anmelden. Zudem stell das Land die Regeln für chronisch Erkrankte sowie für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen Personen klar. Die Details finden Sie in diesem Beitrag.

+ 17:23 Oberbergischer Kreis verfügt Ausgangssperre +

Der Kreis Oberberg hat eine Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr verhängt, gültig ab Samstag. Die Inzidenz liegt dort bei 209, alleine gestern waren 130 Fälle registriert worden. Zudem gilt in Oberberg die Notbremse ohne Test-Option, die Schüler:innen kehren am Montag nicht in die Schulen zurück.

+ Lehrer:innen fordern Impfung für alle Lehrer:innen +

Holger Stawitz, Lehrer am NCG, macht auf einen verbreiteten Irrtum aufmerksam: Bislang werden nicht alle Lehrpersonen, sondern nur die Kollegien von Grund- und Förderschulen geimpft. Wie wichtig die Impfung aber auch für die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen (Gymnasien, Gesamt-, Real- und Hauptschulen) sind, macht er an einer kleinen Rechnung deutlich: An jedem Präsenz-Unterrichtstag werde er (bei ca. vier Lerngruppen pro Tag) etwa 120 Kontakten ausgesetzt. Stawitz verweist auf eine Petition, die auf diesen Missstand aufmerksam macht.

+ 15:42 Weitere Jahrgänge können sich zur Impfung anmelden +

Die Terminvergabe nach Altersgruppen wird erneut erweitert: Ab Montag können sich in NRW auch die Geburtsjahrgänge 1946 und 1947 zur Impfung anmelden. Sie können für sich und ihre Lebenspartner (unabhängig vom Alter) einen Impftermin vereinbaren. Die Buchungen sind online und telefonisch möglich. Alle Infos zur Anmeldung und wer wann wo und womit geimpft wird lesen Sie im Corona-Kompass.

+ 15:20 Krisenstab berät über neue Maßnahmen +

Nach Angaben der Kreiswaltung berät der Krisenstab gemeinsam mit Landrat Stephan Santelmann heute am späten Nachmittag, mit welchen Maßnahmen der Kreis auf die konstant steigenden Inzidenzwerte reagieren wird. In der Sitzung gehe es darum, „die aktuelle Situation zu bewerten sowie über das weitere Vorgehen zu beraten, um den Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis eine Perspektive zu bieten”, heißt es in der Mitteilung.

+ 13:20 Inzidenz in Bergisch Gladbach erreicht 211 +

Aus den Daten des Gesundheitsamtes geht hervor, dass von den 80 Neuinfektionen am Mittwoch im ganzen Kreis 34 auf Bergisch Gladbach entfielen. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz in der Kreisstadt auf 211. Im gesamten Kreis liegt der Wert bei 190.

In Wermelskirchen stieg die Inzidenz sogar auf 233 Fälle, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner; Kürten, Odenthal und Overath liegen nur noch knapp unter der 200er Marke.

Die Grafik oben gibt die Entwicklung in der dritten Welle wieder, die folgenden Grafik bildet die gesamte Pandemie seit März 2020 ab.

+ 13:11 Kreis meldet fünf weitere Todesfälle +

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises hat zum ersten Mal seit einigen Fällen wieder Todesfälle als Folge einer Corona-Infektion gemeldet. Die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie stieg um fünf auf jetzt 124.

Bei den Todesfälle handele es sich um eine über 80-jährige Person aus Bergisch Gladbach, eine über 80-jährige Person aus Overath, eine über 80-jährige Person aus Wermelskirchen und zwei über 80-jährige Personen aus dem Senioren-Park Carpe Diem in Wermelskirchen.

Der Kreis macht keine Angaben, ob diese Personen bereits geimpft waren. Der Todeszeitpunkt liegt in der Regel lange zurück, manchmal Wochen, weil die Toten erst dann in die Statistik eingehen, wenn der offizielle Totenschein belegt, dass Corona die Todesursache war.

+ 12:45 Land verlängert Corona-Verordnung um eine Woche +

Das Land hat die aktuelle Corona-Schutzverordnung nicht neu geschrieben, sondern die alte Fassung vom 5. März mit minimalen Änderungen um eine Woche verlängert. Damit bleibt in NRW (fast) alles beim Alten, auch die Geschäfte bleiben für Kunden mit einem aktuellen Test geöffnet. Schließen müssen die Klettergärten und Minigolfanlagen unter freiem Himmel.

+ 6:30 Inzidenz steigt in Rhein-Berg weiter deutlich +

Das Landeszentrum Gesundheit hat für Mittwoch im Rheinisch-Bergischen Kreis 81 weitere Corona-Fälle gemeldet. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz ein weiteres Mal deutlich und liegt jetzt bei 190,6 Fällen je 100.000 Einwohner.

+ 6:23 RKI meldet 29.426 weitere Fälle +

Das RKI hat für Mittwoch 29.426 Neuinfektionen gemeldet, 9019 mehr als vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz steigt weiter von 153 auf 160. Zudem sind weitere 293 Menschen in Verbindung mit Corona gestorben.

Der bundesweite 7-Tage-R-Wert liegt bei 1,11 (Vortag: 1,08).

In NRW erhöhte sich die Inzidenz um zehn auf 159 Fälle.

Hier beginnt der Liveblog von Mittwoch, 14.4.2021

+ 18:32 Kreis Rhein-Berg baut Krisenstab ab +

In einer kritischen Phase hat der Rheinisch-Bergische Kreis formal keinen Krisenstab-Leiter mehr: Kreisdirektor Erik Werdel hat diesen „Nebenjob” Anfang der Woche niedergelegt. Nun soll die Bekämpfung der Pandemie in die normale Verwaltungsstruktur integriert werden. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie in diesem Beitrag.

+ 17:55 Rhein-Berg entscheidet sich für die Luca-App +

Trotz vielfacher Kritik an der Luca-App hat sich der Rheinisch-Bergische Kreis jetzt für die Nutzung dieser Smartphone-App zur digitalen Kontaktnachverfolgung entschieden. Nach der Entscheidung durch Landrat Stephan Santelmann seien bereits Vertragsverhandlungen mit der „Luca“-Initiative aufgenommen worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Das Vorhaben werden von den Bürgermeister:innen im Kreis unterstützt.

Der Kreis bereite sich aber auch darauf vor, mit anderen Apps zur Kontaktnachverfolgung in Gastronomie, Handel, Kultur und Sport zusammen zu arbeiten. Über das „IRIS Gateway“ zeichne sich eine bundesweite Lösung ab. Mehr Details finden Sie in diesem Beitrag.

+ 15:56 Intensivstationen in Bergisch Gladbach voll belegt +

Die dritte Corona-Welle ist auch in Bergisch Gladbach in den Krankenhäusern angekommen. Im Marien-Krankenhaus, im Vinzenz-Pallotti-Hospital und im EVK sind bereits keine Intensivbetten mehr frei, Neuzugänge müssen umverteilt, Operationen verschoben werden. Die Corona-Patienten werden jünger und bleiben in der Regel länger auf der Intensivstation, auch das Personal wird wieder knapp.

Einen detaillierten Lagebericht finden Sie hier.

+ 15:22 Wenig Betrieb in den Einkaufsstraßen +

Die Besucherfrequenz in der Innenstadt ist deutlich zurückgegangen. Rund die Hälfte der Geschäfte bieten Zugang mit Tests an, je ein Viertel hat Abholstationen eingerichtet oder bleibt ganz geschlossen. Wie angekündigt (s.u.) ist das Loewencenter zu, aber auch einige Mode-Filialisten. Vor den Teststellen gibt es keine nennenswerten Schlangen.

Das Bürgerportal listet auf, welche Geschäfte wie und wann geöffnet sind.

+ 15:10 Schüler:innen sollen ab Montag in die Schulen zurück +

Nach einer Woche Distanzunterricht sollen die Schulen in NRW ab Montag wieder den Wechselunterricht in Präsenz aufnehmen. Das teilte Schulministerin Yvonne Gebauer mit. Voraussetzung sei jedoch, dass die Inzidenz in den jeweiligen Kreisen unter 200 liegt. In Rhein-Berg war die Inzidenz in den vergangenen Tagen rasch gestiegen und liegt jetzt bei 176.

Alle Schüler:innen und Lehrer:innen sollen sich selbst in den Schulen zweimal in der Woche teste – sonst ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht nicht möglich. Alternativ können Eltern einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens 48 Stunden alt sein darf.

+ 12:45 Inzidenz steigt in Bergisch Gladbach auf 195 +

Grafik: Hilger Müller

Die erneut sehr hohen Fallzahlen erhöhen die Inzidenzen deutlich. Im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis erhöhte sich der Wert von 166 auf 176. In Bergisch Gladbach machte die Inzidenz einen weiteren großen Schritt um 16 auf 195 Fälle je 100.000 Einwohnern.

Inzwischen liegen alle Kommunen im Kreis deutlich über 100 Fälle, in Wermelskirchen sogar bereits über 200.

+ 12:32 Gesundheitsamt meldet 93 Neuinfektionen +

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag im Rheinisch-Bergischen Kreis 93 neue Corona-Fälle erfasst; das sind noch einmal fünf mehr als zuvor das Landeszentrum gemeldet hatte.

Im einzelnen waren es 46 in Bergisch Gladbach, 7 in Burscheid, 4 in Kürten, 5 in Leichlingen, 4 in Odenthal, 10 in Overath, 9 in Rösrath und 8 in Wermelskirchen.

Den Angaben zufolge gelten 13 weitere Personen als genesen, 943 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.345 Personen in Quarantäne, das sind 159 mehr als am Vortag.

Es befinden sich 59 Coronapatienten in stationärer Behandlung im Krankenhaus, davon zehn auf der Intensivstationen. Diese Zahlen haben sich seit gestern nicht verändert.

+ 8:11 Die neuen Regeln mit Notbremse und Testoption +

Seit heute gilt auch in Rhein-Berg die Corona-Notbremse, allerdings in der weitgehend aufgeweichten Version mit Test-Option. Damit ist der Zugang zu den meisten Geschäften und einigen Dienstleistungen nur noch mit einem tagesaktuellen Test möglich. Wir listen in einem aktuellen Beitrag alle Regeln auf und klären die Details.

+ 6:41 88 weitere Fälle in Rhein-Berg +

Das Landeszentrum Gesundheit hat für Dienstag im Rheinisch-Bergischen Kreis 88 Fälle registriert. Die 7-Tage-Inzidenz steigt erneut deutlich, um 9,5 auf jetzt 175,8 Fälle.

+ 6:30 RKI meldet 21.683 Neuinfektionen und 342 Tote +

Das RKI hat am Dienstag 21.683 Neuinfektionen gemeldet, mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche. Zudem wurden 342 Todesfälle verzeichnet. Die 7-Tage-Inziden stieg von 141 weiter auf 153.

In NRW erhöhte sich die Inzidenz um 13 auf 148.

Hier beginnt der Liveblog von Dienstag, 13.4.2021

+ 19:00 Am Ende des Tages: Diese Regeln gelten ab Mittwoch +

Die Landesregierung hat auch für den Rheinisch-Bergischen Kreis eine Corona-Notbremse angeordnet. Damit müssten die Geschäfte eigentlich ab Mittwoch schließen. Doch trotz hoher Inzidenz nutzt der Kreis die Test-Option: Mit einem aktuellen Test bleiben Einzelhandel, Nagelstudios & Co daher doch zugänglich, die Notbremse hat so gut wie keine Auswirkung. Der Handelsverband begrüßt die Entscheidung. Dagegen äußern einige Händler:innen und viele Bürger:innen Unverständnis. Alle Fakten, Regeln, Reaktionen und Hintergründe finden Sie in diesem Beitrag.

+ 17:45 Impftermine für Jahrgänge 1943 / 1944 ab Freitag buchbar +

Ab kommenden Freitag, 16. April, können die Geburtenjahrgänge 1943 und 1944 einen Impftermin buchen. Das erklärte das NRW-Gesundheitsministerium am Nachmittag. Möglich seien auch für sie Paarbuchungen, unabhängig vom Lebensalter der Partner. Die Buchungen sind online und telefonisch möglich. Weitere Details in unserem Beitrag. Alle Infos wer wann wo und womit geimpft wird lesen Sie zudem im großen Corona-Kompass.

+ 16:26 Einzelhandelsverband begrüßt Test-Option +

Die Lockerung der Notbremse in Rhein-Berg wird vom Einzelhandelsverband NRW-Rheinland begrüßt. Der Verband sei „sehr froh, dass Click & Meet ebenso wie Click & Collect über den morgigen Tag hinaus möglich sein können”, sagte Geschäftsführer Marcus Otto dem Bürgerportal mit Bezug auf das Einkaufen nach Terminvereinbarung bzw. der Abholung bestellter Ware.

Die Entscheidung des Kreises sei ein positives Zeichen für den Handel und die Region, so Otto. Die Händler befürworten nach seiner Einschätzung die Test-Option, weil sie eine gewisse Sicherheit gebe. Viele teilten das übergeordnete Ziel, mehr zu testen.

Ob sich Click & Collect bzw. Click & Meet für das einzelne Unternehmen rechne, sei pauschal nicht zu beantworten. Das hänge von vielen Faktoren ab, von der Branche, der Lage, vom Service und auch von der Unternehmerpersönlichkeit, sagt Otto.

+ 15:10 Land genehmigt Test-Option für Rhein-Berg +

Landrat Stephan Santelmann hat in Absprache mit den Bürgermeister:innen entschieden, „die Notbremse mit einer Allgemeinverfügung wieder zu lösen. Mit der sogenannten Test-Option ist es auch weiterhin möglich, mit einem aktuellen negativen Testergebnis Geschäfte, Bibliothek, Museen und Sportanlagen zu besuchen. Die Genehmigung durch das Land sei gerade im Kreishaus eingegangen, bestätigte ein Sprecher dem Bürgerportal.

Kurzfristige Schließungen der Geschäfte am Mittwoch, wenn die Notbremse bereits gilt, werde es daher nicht geben müssen. Einige Unternehmer hatten jedoch schon angekündigt, diese Option gar nicht nutzen zu wollen. Weil es betriebswirtschaftlich keinen Sinn macht bzw. weil sie es als ein Unterlaufen der Corona-Regeln verstehen (siehe unten).

Der Kreis argumentiert dagegen mit seiner Gesamtstrategie „Mehr Impfen – Mehr Testen”: die neue Regel schaffe einen weiteren Anreizen für die Bürger:innen, sich häufiger testen zu lassen.

+ 14:12 Anteil der britischen Virusvariante bereits bei 85 % +

Schon Ende März betrug der Anteil der Virus-Varianten an allen positiven PCR-Tests 85 Prozent. Das teilte das Gesundheitsamt jetzt mit. Seit Februar lässt der Kreis jeden positiven Test nachprüfen, seither ist der Anteil der Mutanten konstant gestiegen.

+ 13:46 Stadtverwaltung bietet Beschäftigten einen Test pro Woche +

Die Verwaltung der Stadt Bergisch Gladbach bietet ihren Beschäftigten seit Anfang April in der Regel einen Test pro Woche an. Bei einem akuten Verdacht oder bei Beschäftigten mit viel Publikumsverkehr gebe es aber die Möglichkeit, sich häufiger testen zu lassen, sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage. Zur Zeit hätten 60 Prozent der Mitarbeiter:innen mit einem IT-Arbeitsplatz die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten, die Nutzung schwanke jedoch.

+ 13:33 Geschäfte warten auf klare Regeln +

Viele Einzelhändler in Bergisch Gladbach warten auf eine Entscheidung des Kreises über die Test-Option, mit der sie ihre Geschäfte trotz Notbremse offen halten können. „Wir setzen um, was geht”, sagt Georg Daubenbüchel, um die Existenz seines Haushaltswarengeschäfts in Bensberg zu retten. Das gelte für die Test-Option, aber auch zu einer Rückkehr zu Click & Collect – wobei allerdings alle Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen müssten.

Die Buchhandlung Funk direkt gegenüber wertet die Test-Option dagegen als „Aushebelung notwendiger Schutzmaßnahmen” und bietet ab morgen wieder Click & Collect, den Onlineshop sowie seinen bekannten Lieferdienst an.

Schwierig ist auch die Lage auch für große Einkaufszentren. Die RheinBerg Galerie warte dringend auf eine Entscheidung des Kreises, berichtet Centermanagerin Bettina Wisniewski. Die ständig wechselnden Regeln seien für viele Geschäfte nicht mehr nachvollziehbar.

Das Loewencenter in Gladbach wird am Mittwoch erst einmal schließen. Click & Collect mache für das große Haus wirtschaftlich keinen Sinn, zudem gehe die Kundenfrequenz mit jeder neuen Maßnahme zurück, berichtet Inhaber Udo Kellmann. Er hoffe, dass dies „keine Schließung für immer” sei. Aber die Überbrückungshilfe sei immer noch nicht angekommen, die Reserven schwinden.

+ 12:17 Inzidenz steigt in GL auf 179 +

Mit den 55 Fällen alleine am Montag ist die 7-Tage-Inzidenz in Bergisch Gladbach von 148 auf 179 erneut stark gestiegen. In Wermelskirchen wurde jetzt sogar die 200er Marke überschritten. Inzwischen weisen alle acht Kommunen einen Wert über 100 aus, im Südkreis liegen alle über 150.

Im gesamten Kreis liegt der Wert bei 166.

+ 12:10 Alleine in Bergisch Gladbach 55 Fälle an einem Tag +

Das Gesundheitsamt bestätigt für Montag im Rheinisch-Bergischen Kreis 129 Neuinfektionen; drei weniger, als zuvor vom Landeszentrum Gesundheit gemeldet.

Davon entfallen allerdings 55 Fälle alleine auf Bergisch Gladbach. Eine besondere Häufung oder eine besonders betroffene Einrichtung nennt das Gesundheitsamt nicht.

Die anderen Fälle wurde wie folgt registriert: 1 in Burscheid, 14 in Kürten, 9 in Leichlingen, 9 in Odenthal, 12 in Overath, 8 in Rösrath und 21 in Wermelskirchen.

Den Angaben zufolge gelten 16 weitere Personen als genesen, 868 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.186 Personen in Quarantäne, das sind 93 mehr als am Vortag.

59 Corona-Patienten werden in den Krankenhäusern im Kreis stationär behandelt. Das sind fünf mehr als am Samstag, als der Kreis zum letzten Mal dazu Zahlen genannt hatte. Die Zahl der Intensivpatienten liegt weitgehend unverändert bei zehn, allerdings müssen davon neun invasiv beatmet werden.

+ 11:46 Bundesregierung verabschiedet Bundesnotbremse +

Das Bundeskabinett hat sich auf eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt, das eine sogenannte Bundesnotbremse enthält und bundesweit einheitliche Regeln beim Erreichen eines bestimmten Inzidenzwertes vorsieht. Ab einer Inzidenz von 100 müssten alle Geschäfte, die nicht den täglichen Bedarf bedienen, geschlossen werden. Eine Test-Option, wie sie derzeit in NRW möglich ist, ist dort nicht vorgesehen. Details hat die ARD.

+ 10:51 Positive Schnelltests bei geimpften Pflegeheim-Bewohnern +

Nach Angaben des WDR sind im Pilgerheim Weltersbach in Leichlingen 17 Bewohner:innen per Schnelltests positiv auf Corona getestet worden. Laut Heimleitung seien sie bereits zweimal geimpft worden. Das Kreisgesundheitsamt überprüfe die Schnelltests jetzt durch reguläre PCR-Tests. Die Pflegedienstleitung hatte alle Bewohner:innen eines Hauses getestet, nachdem eine Person leichte Symptome gezeigt hatte. Die meisten positiv Getesteten zeigten aber gar keine Krankheitserscheinungen.

+ 9:40 Land ordnet Notbremse an, mit Wirkung ab Mittwoch +

Das Land NRW hat die Notbremse mit härteren Corona-Regeln wie erwartet für den Rheinisch-Bergischen Kreis angeordnet. Überraschend ist allerdings, dass die Notbremse bereits ab Mittwoch gilt. Der Kreis hatte eine zweitägige Frist erwartet und gerät jetzt unter Zeitdruck, die angestrebt Test-Option rechtzeitig in Kraft zu setzen.

Alle Informationen zum Thema finden Sie in diesem Beitrag.

+ 6:34 LZG meldet für Rhein-Berg 132 neue Fälle +

Das Landeszentrum Gesundheit hat für Montag im Rheinisch-Bergischen Kreis mit 132 Fällen einen extrem hohen Wert verzeichnet. Die 7-Tage-Inzidenz springt um 36 auf jetzt 166 Fälle je 100.000 Einwohner.

+ 6:21 Inzidenz steigt bundesweit auf 141 – 294 Todesfälle +

Das RKI hat für Montag 10.810 Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz erhöhte sich mit einem Plus von elf deutlich auf jetzt 141 Fälle.

In NRW erhöhte sich die Inzidenz um knapp fünf auf 135. In Oberberg liegt sie inzwischen bei 192, in Remscheid bei 245

Hier beginnt der Liveblog von Montag, 12.4.2021

+ 18:12 Vorerst keine Notbremse in Rhein-Berg +

Das NRW-Gesundheitsministerium hat bislang keine Notbremse für den Rheinisch-Bergischen Kreis angeordnet. Laut Verordnung steht das an, nachdem die Inzidenz drei Tage über 100 liegt. Das war formal heute der Fall, „danach” wäre morgen. Sollte die Anordnung am Dienstag eintreffen könnte sie frühestens am Donnerstag in Kraft treten.

Parallel dazu arbeitet die Kreisverwaltung an einem weiteren Ausbau der Teststruktur in der Region und bereitet eine Allgemeinverfügung für die sogenannten Test-Option vor, sagte ein Sprecher des Kreises dem Bürgerportal.

In Abstimmung mit dem Land würden damit die Bestimmung der Notbremse ein Stück weit aufgeweicht: Besucher:innen mit einem „tagesaktuellen” Test (24 Stunden gültig) könnten dann weiterhin in Geschäfte und Museen eingelassen werden. Im Prinzip bleibe damit das meiste, wie es jetzt ist, so der Kreissprecher, nur mit Test.

Mehr Details dazu finden Sie in diesem Beitrag.

+ 17:45 Landesstipendien für freie Künstler +

Das NRW-Kulturministerium vergibt erneut an bis zu 15.000 freischaffende Künstler:innen Stipendien im Volumen von 6.000 Euro. Antragsteller für das Programm „Auf geht’s” müssen bis zum 31.5. eine Kurzbeschreibung ihres geplanten Projektes liefern.

+ 17:23 Kölner Kliniken setzen Notruf ab +

In den Intensivstationen der Kölner Krankenhäusern werden derzeit mehr Patienten behandelt als zum Höhepunkt der zweiten Pandemie-Welle, berichtet der Krisenstab der Stadt. Schon jetzt seien weniger als vier Prozent der Betten frei. Die Stadt schickte einen dringenden Hilferuf an Ministerpräsident Armin Laschet. Die Stadt benötige mehr Spielraum für weitere Maßnahmen.

Sowohl in ganz Deutschland (Grafik links) wie auch in NRW (rechts) nähert sich die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen wieder den Höchstwerten der zweiten Welle.

+ 15:40 Arbeitsminister will Unternehmen zu Tests verpflichten +

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Unternehmen per Verordnung verpflichten, ihren Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Dies sieht der Entwurf für eine Änderung der Arbeitsschutzverordnung vor, die am Dienstag dem Kabinett vorgelegt werden soll.

+ 15:00 Grundschulen mit Nasenabstrichtests beliefert +

Die Grundschulen der Stadt sind nach Informationen des Bürgerportals mit Nasenabstrichtests für Schüler:innen und Lehrer:innen beliefert worden. Damit sollen die Corona-Tests durchgeführt werden, die zweimal wöchentlich an den Schulen des Landes vorgesehen sind. Aktuell werden diese zur Testung der Kinder und Betreuuer in der Notbetreuung eingesetzt.

Vergangene Woche hatte Bildungsministerin Yvonne Gebauer noch darauf verwiesen, dass für die Grundschüler:innen des Landes derzeit – wie für alle anderen, weiterführenden Schulen auch – nur Spucktests verfügbar seien. Man bemühe sich um Alternativen. Die Spucktests hatten zu Kritik aufgrund der Durchführbarkeit in Grundschulen geführt.

+ 11:30 Inzidenz steigt in den Kommunen weiter an +

Die 7-Tage-Inzidenz im gesamten Kreis liegt bei 130, in einzelnen Kommunen aber noch deutlich höher. So ist der Wert in Bergisch Gladbach weiter von 145 auf 148 Fälle je 100.000 Einwohner geklettert.

In Wermelskirchen liegt er inzwischen bei 161, in Rösrath sogar bei 160. Mit Kürten und Leichlingen liegen nur noch zwei der acht Kommunen unter der 100er Marke.

+ 10:35 22.000 Schnelltests in einer Woche +

In der vergangenen Woche (KW 14) wurden in den Schnellteststellen im Rheinisch-Bergischen Kreis 22.036 Corona-Schnelltests durchgeführt, teilt das Gesundheitsamt mit. Das sind nur 500 mehr als in der Vorwoche, obwohl die Zahl der Teststellen noch einmal deutlich gewachsen ist. Die Zahl der durchgeführten Selbsttests, die inzwischen weithin verfügbar sind, ist nicht bekannt.

In der vergangenen Wochen fielen 119 der Schnelltests positiv aus, eine Woche zuvor waren es 73. Sie werden zunächst mit einem regulären PCR-Test überprüft, bevor sie in die Statistik eingehen.

+ 10:13 Gesundheitsamt bestätigt 29 weitere Fälle +

Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurden am Sonntag 29 weitere Corona-Fälle bekannt geworden, vier mehr als zuvor vom Landeszentrum gemeldet. Sie verteilen sich wie folgt: 10 in Bergisch Gladbach, 2 in Burscheid, 1 in Kürten, 5 in Leichlingen, 2 in Overath, 6 in Rösrath und 3 in Wermelskirchen.

Den Angaben zufolge gelten 24 weitere Personen als genesen, 760 als aktuell infiziert. Es befinden sich 1.093 Personen in Quarantäne, das sind 37 mehr als am Vortag.

Zur Zahl der der stationären Patienten im Rheinisch-Bergischen Kreis macht der Kreis heute keine Angabe. Laut DIVI Intensivregister befinden sich alleine auf den Intensivstationen der vier Krankenhäuser im Kreis elf Corona-Patienten, davon müssen acht invasiv beatmet werden.

+ 9:17 Aerosol-Forscher: Gefahren lauern drinnen, nicht draußen +

Führende Aerosolforscher haben einen Kurswechsel bei den Pandemie-Maßnahmen gefordert. Die Gefahr einer Ansteckung gebe es eigentlich nur in Innenräumen, argumentieren die Forscher in einem Brief an die Bundes- und Landesregierungen. Daher seien Debatten über Spaziergänge oder Biergärten kontraproduktiv. Sie kritisieren auch Ausgangssperren, weil es dadurch Anreize für heimlichen Treffen in Innenräumen gebe.

Gefahr bestehe vor allem in Innenräumen. Hier sei das Risiko einer Clusterinfektion etwa in Alten- und Wohnheimen, Schulen, bei Veranstaltungen, Chorproben oder während einer Busfahrt am größten.

+ 7:10 Notbremse greift allerfrühestens am Mittwoch +

Die sogenannte Notbremse greift in NRW, nachdem die 7-Tage-Inzidenz in einem Kreis drei Tage lang über 100 liegt, was heute in Rhein-Berg der Fall ist. Allerdings muss nun das Land formal die Notbremse verhängen, dann tritt sie am übernächsten Werktag in Kraft – also frühestens am Mittwoch, wahrscheinlich erst am Donnstag. Was das bedeutet – und wie die Test-Option die Notbremse wieder außer Kraft setzen kann erläutern wir in diesem Beitrag.

+ 6:25 LZG meldet weitere 25 Fälle in Rhein-Berg +

Nach Angaben des Landeszentrum Gesundheit wurden am Sonntag 25 Neuinfektionen im Rheinisch-Bergischen Kreis registriert. Seit Donnerstag wurden damit 252 weitere Fälle im Kreis erfasst, die 7-Tage-Inzidenz erhöhte sich auf 130 Fälle je 100.000 Einwohner. In Bergisch Gladbach war die Inzidenz bereits gestern auf 145 gestiegen.

+ 6:15 RKI registriert 13.245 Neuinfektionen +

Das RKI hat am Sonntag bundesweit 13.245 positive Corona-Tests erfasst. Die Inzidenz stieg von 129 auf 136. Zudem starben, weitere 99 Menschen. Der 7-Tage-R-Wert liegt bei 1,02 (Vortag: 0,9).

In NRW erhöhte sich die Inzidenz um sechs auf 131 Fälle.

Auch in ganz NRW erhöhte sich die Inzidenz um zehn auf 125.

Frühere Ausgaben des Liveblogs … 

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13 Kommentare

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  1. Welchem Kalkül mag die Auflösung des Krisenstabes unterlegen sein? Wie kommt SPD-Stein dazu, sich als Leader der meistens CDU-Gegner des Lockdowns aufzuspielen? Warum folgt der Rest der Ampel Steins Intentionen?

    Alles Fragen, deren Beantwortung durch die Notbremse Santelmanns nicht einfacher werden. Und Stein erweist sich innerhalb 3 Tagen als Opportunist FDPlerischen Zuschnitts. Die haben wir doch schon – wenn auch kaum zu bemerken.

    Nun die ersten Probleme, wenn eine Kreisverwaltung die Funktionen eines Krisenstabes übernehmen soll. Mitten in einer der größten Krisen unserer Nation begeht die Kreisverwaltung des Rheinisch Bergischen Kreises ihr für Beamte wohlverdientes Wochenende. Shame on you, Santelmann. Eine Verhöhnung all jener, die sich der Pandemie wegen aufopfern und ein weiterer Beweis, wie stark wir den Vorgänger vermissen!

  2. Es ist ein Desaster für die CDU, was da im Kreishaus passiert und es scheint nicht nur ein Landrat Santelmann-Problem.

    Egal, ob es der Druck der Bürgermeister war oder der Druck der Wirtschafts-nahen Lobby oder die nicht bereinigten Personalprobleme, auch die eigene Unfähigkeit, die den klaren Blick auf die Pandemie vernebelt hat.

    Eigentlich reichte der Druck der aktuellen Zahlen zur Pandemie, um die bestmögliche Sicherheit für die Menschen im Kreis zu veranlassen.

    Die Pandemie erfordert keine Bedenkenträger, keine Weissager und auch keine Lobbyisten, die Kenngrößen sind nach mehr als einem Jahr bekannt und es sind nur wenige, nach denen Kaskadenförmig die Maßnahmen eingeleitet werden können und müssen. Auch wenn es schmerzt, alle schmerzt.

    Allein die immer wiederkehrende Argumentation mit fehlenden, den nicht vollständigen oder auch den gar nicht vorhandene Zahlen. Nach über einem Jahr Pandemie ist das eine gegen Bezahlung nicht mehr zumutbare Situation, der durch das Virus und die behördlich verordneten Verwirrungen gestressten Bevölkerung.

    Kein “weiter so”, das muss ein Ende haben. Diesmal können die Grünen im Kreis nicht so tun, als seien sie nicht dabei gewesen.

  3. Will Stephan Santelmann mit der fehlenden Meldung der Zahlen von den Samstagen bewirken, dass die Corona-Notbremse nicht gezogen werden muss bzw. schnell wieder gelöst werden kann? …

    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die fehlende Meldung der Zahlen von einem Tag an das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG NRW) zur Folge, dass die Regelung “bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an 3 aufeinanderfolgenden Tagen muss die Corona-Notbremse gezogen werden” prima umgangen werden kann.

    Wer vertraut noch Stephan Santelmann?… Oder Armin Laschet? Gut, dass die Bundes-Notbremse endlich in Sicht ist.

  4. Ausgangssperre in Köln Ab 21 Uhr . Mein Wohnsitz ist in Berg Gladbach ist es erlaub zb. Dass ich mit Auto ab 22 Uhr durch Köln nach Düsseldorf fahren ?

    Ich muss morgen nach Düsseldorf und ich weiß nicht ob das erlaub sind oder nicht . K

  5. Auch ich habe zwei Enkelkinder um die ich mir große Sorgen mache. Aber nach acht Jahrzehnten weiß ich auch, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Und was in der Suppe drin ist, wissen wir auch nicht immer. Also abwarten und eine Tasse Tee trinken. Jedenfalls, wenn mit dem Hund nach neun Uhr Abends gassi gehen verboten wird und das eine positive Einwirkung haben soll, dann scheint der Virus nicht so leicht zu besiegen. Aber, ” Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei”.

  6. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man nur noch darüber lachen, dass das Schulministerium nicht in der Lage ist, eine Verordnung zu schreiben, die die Details eindeutig regelt. Man könnte fast meinen, es sei gar nicht gewollt. Nach über einem Jahr Pandemie immer noch nur Hinhalten, auf Sicht fahren und irgendwie hoffen, dass sich das Virus in Luft auflöst. In der Zwischenzeit verkündet der Landesgesundheitsminister “man müsse sich an höhere Inzidenzen gewöhnen” und offenbar meint er, man solle sich endlich an den Gedanken gewöhnen, dass Familien einfach nicht geschützt werden.

  7. Meiner Einschätzung nach bauen wir zur Zeit mit den Schnelltest stark die Dunkelziffer im Infektionsgeschehen ab. Das ist sehr gut so, hätte schon früher beginnen müssen und muss dringend auf verpflichtende Test in Betrieben und Schulen ausgebaut werden. Das hat aber auch Folgen für die Bewertung der Dynamik des Infektionsgeschehens die nicht mehr in gleicher Weise wie vor den Schnelltest erfolgen kann. Innerhalb der letzten 6 Wochen ist die Positivrate der PCR-Teste von 6 auf 12% angestiegen. In diesem Zeitraum ist aber auch die Zahl der Schnellteste rapide angestiegen. Die positiven Testergebnisse der Schnellteste werden mit PCR-Test überprüft und nur die positiven PCR-Testergebnisse führen zu den dokumentierten Zahlen für Neuinfektionen und Inzidenz. Wenn man den positiven Schnelltest einmal eine 50%ige Treffergenauigkeit einräumt führen wir den PCR-Testungen jetzt also eine neue Prüfmenge zu bei der die Positivrate durch diese Vorauswahl bei ca 50% liegen sollte. Auch bei unveränderter Infektionsdynamik (was ich hier keinesfalls behaupten will) muss es so rein mathematisch zu höheren Positivraten bei den PCR-Test kommen die ohne Schnelltest-Überprüfungsfälle bei ca 6% lag. => Dazu eine Beispielrechnung für die letzten 6 Wochen (9.-14.KW2021) => PCR-Testungen blieben bei ca 1.000.000/w konstant. => Es kam zu einer Zunahme der PCR-Positivrate von 6 auf 12%, dh Verdoppelung der entdeckten Neuinfektionen von 65.000 auf 120.000 Fälle. Wenn in der 14.KW beispielsweise 850.000 wie bisher nach üblichen Kriterien (Kontaktpersonen,Verdachtsfälle) veranlasste PCR-Test weiterhin eine Positivrate von 6% haben und jetzt neu hinzukommende 150.000 Überprüfungsfälle aus den positiven Schnelltestbefunden mit einer ca 50% Positivrate hinzukommen, ergibt sich eine verdoppelte Gesamt-Positivrate von 12%. Dabei gehe ich also davon aus, dass nur die Hälfte der positiven Schnelltestergebnisse durch PCR-Test bestätigt wird. Auch wenn die Schnelltest-Ergebnisse noch unzuverlässiger sein sollten, oder der Anteil der Überprüfungsfälle geringer sein sollte musste sich die resultierende PCR-Positivrate bzw. die Zahl der entdeckten Neuinfektionen über die zusätzliche Vorauswahl durch Schnelltest zwangsläufig deutlich erhöhen. Also ohne dass sich die reale Dynamik des Infektionsgeschehens hätte dramatisch ändern müssen.
    Was ist mein Anliegen => Alle durch PCR-Test nachgewiesenen Fälle sind real, aber die Beurteilung der Zunahme des eigentlichen Infektionsgeschehens wird durch massenhafte Schnelltest schwieriger, weil wir dabei eine unbekannte Dunkelziffer reduziert haben. Das ist prinzipiell sehr positiv und spricht für die Teststrategie mit massenhaften Schnelltest aber verlangt dann auch eine andere Bewertung der so ermittelten Inzidenzwerte. Um ein sauberes Bild von der realen Dynamik des Infektionsgeschehen zu bekommen müsste man eigentlich eine repräsentative Gruppe von > 1.000 Personen regelmäßig ohne Anlass mit PCR testen.
    Meine Einschätzung/These könnte man verifizieren oder verwerfen, wenn man 1. die Menge der mit PCR überprüften Schnelltest wüsste und 2. die bisher für positive Schnelltestbefunde festgestellte PCR-Bestätigungsrate kennt.

  8. Die Formulierung ist korrekt, das wird im verlinkten Text auch ausführlich erläutert: Das Land hat die Notbremse angezogen, der Rheinisch-Bergische Kreis hat sie gelöst.

    Was aus unserer Sicht immer schlimmer wird ist die Unsitte, hier anonym Dampf abzulassen. Oft fehlen ganze Nachnamen. Wenn Sie konstruktive Kritik äußern wollen, sehr gerne. Sie können uns auch direkt anschreiben, wenn Sie Hinweise haben: redaktion@in-gl.de

    Und schließlich können Sie auch für unsere Leistungen etwas zahlen, freiwillig:

    https://in-gl.de/unterstuetzen/

  9. “Rhein-Berg löst Notbremse” ……
    Wenn ich die Bremse löse am Auto kann ich weiterfahren.
    Ich denke aber “Rhein-Berg zieht die Notbremse” wäre richtiger.
    Wird immer schlimmer mit den Fehlern bei der Berichterstattung.
    Oft fehlen ganze Wörter, verdrehte Sätze …. liesst den keiner mehr Korrektur ?

  10. Das der Kreis und die Stadt ausgerechnet eine Woche vor der Notbremse noch schnell gegen den Bund schießen, zeigt ja, wie recht Frau Merkel hat, wenn sie ihnen die Handhabe entzieht…Auch in Bergisch Gladbach werden die Intensiv Betten knapp!