Uwe Pakendorf und Hermann-Josef Tebroke

Der Kreisparteitag der CDU hat Amtsinhaber Dr. Hermann-Josef Tebroke zum Kandidaten für die Bundestagswahl am 26. September bestimmt. Die Wahl fand zum ersten Mal in Form eines hybriden Parteitags der CDU Rhein-Berg statt. Für den Kreisvorsitzenden Uwe Pakendorf ist die Bundestagswahl eine Richtungsentscheidung.

Die Mitglieder wählten Dr. Hermann-Josef Tebroke ihn am Samstag mit 92,1 Prozent der Stimmen zum Direktkandidaten im Rheinisch-Bergischen Kreis. Dr. Tebroke, der seit 2017 Mitglied des Bundestages ist, bekam 164 Ja-Stimmen bei 14 Nein- und 3 Enthaltungen.

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Aufgrund der Pandemie hatte die CDU Rhein-Berg ihren ersten hybriden Parteitag veranstaltet. Offiziell fand dieser im Theatersaal des Bergischen Löwen statt – bestuhlt mit ausreichend Abstand für 70 Menschen.

Gleichzeitig wurde der Parteitag per Videokonferenz an angemeldete Teilnehmer übertragen, die so an den Regularien teilnehmen und den Vorstellungsreden folgen konnten. Über 100 Mitglieder nahmen so zunächst per Videokonferenz teil. Nur zum eigentlichen Wahlgang mussten Mitglieder persönlich in den Bergischen Löwen kommen.

Eine virtuelle Wahl ist rechtlich (noch) nicht erlaubt. So stellte die CDU sicher, dass nie mehr als die erlaubte Maximalzahl an Mitgliedern gleichzeitig im Bergischen Löwen war. Natürlich musste Maske getragen werden und auch Corona-Schnelltests wurden angeboten.

Corona: „Nicht alles sofort richtig gemacht“

Mit Blick auf Corona räumte Dr. Hermann-Josef Tebroke in seiner Rede ein, dass man nicht alles sofort richtig gemacht habe. Bei der Beschaffung von Impfstoffen und bei den Hilfsprogrammen für die Wirtschaft seien auch Fehler passiert.

Aber jetzt müsse der Blick nach vorne gerichtet werden. Aus Fehlern kann und muss man lernen und es in Zukunft besser machen. „Es kann auch etwas danebengehen, es darf nur kein zweites Mal passieren“ so Tebroke. Auch einen Blick auf den Koalitionspartner erlaubte sich der Kandidat. Die „Vernunftehe mit der SPD“ auf Bundesebene hält viel länger, als viele gedacht hatten.

Kompetenzen für Wirtschaft, Familie, Bildung, Klima und Nachhaltigkeit

Die CDU muss das Modernisierungsjahrzehnt der 20er Jahre – gemeinsam mit der CSU – mit dem Ziel angehen, Wohlstand, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, eine hohe Beschäftigungsquote und ein sehr gutes Bildungssystem zu erhalten und auszubauen. Experimente wie grün-rot-rot oder eine umgekehrte Ampel wären nicht gut für das Land.

„Wir als Union haben die Kompetenzen“, so Tebroke, „für Wirtschaft, Familie und Bildung und auch Klima und Nachhaltigkeit. Unsere Politik ist verlässlich.“

CDU-Kreisparteivorsitzender Uwe Pakendorf bekannte direkt nach der Rede: „Lieber Hermann-Josef, das hat gutgetan. Die Bundestagswahl ist eine Richtungsentscheidung für unser Land.“

Schon in seiner Begrüßung warb er für den Amtsinhaber, den der erweiterte Kreisvorstand bereits im Dezember 2020 einstimmig nominiert hatte, mit den Worten „Und wer könnte die PS der Sozialen Marktwirtschaft besser auf die Straße bringen als ein ausgebildeter Betriebswirt, ehemaliger Professor, Bürgermeister und Landrat!?. Wir sind stolz darauf, einen solchen Kandidaten zu haben.“

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2 Kommentare

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  1. Wir veröffentlichen anonyme Vorwürfe nicht, bevor wir eine Stellungnahme der Betroffenen eingeholt haben.

  2. Und hat auch direkt den ersten möglichen Skandal im Kreis.

    Ist Ihnen von der anonymen Quelle auch das Video des Vorsitzenden der JU Rhein-Berg zugespielt worden?

    Dies war gerade Thema bei Radio Berg.

    Während Pakendorf im Interview von „rechtem“ Gedankengut sprach, meint er sicherlich, dass es ein rechtsextremer Ausfall des JU Vorsitzenden war, wenn sich dies erhärtet.