Im Wohnheim der Yeni Camii-Moschee in Bergisch Gladbach hat sich ein großer Teil der Schülerinnen mit dem Corona-Virus infiziert. Dadurch ist auch das Berufskolleg betroffen. Das Gesundheitsamt organisiert eine Testaktion – und bietet Impfungen vor Ort an.

Bereits gestern hatte die Kreisverwaltung von einer Infektionskette in einem Wohnheim für Schülerinnen berichtet; heute bestätigte sie, dass es sich dabei um das Wohnheim der Moschee am Refrather Weg handelt.

Von 23 Schülerinnen seien 15 positiv auf das Virus getestet worden, ein Testergebnis stehe noch aus. Alle vorliegenden Testergebnisse der Betreuenden seien bislang negativ, auch hier fehle noch ein Testergebnis. Das Wohnheim wurde per Allgemeinverfügung unter Quarantäne gesetzt.

Das Wohnheim gehört zu einer Ausbildungsstätte für angehende muslimische Theologinnen an der Moschee. Vor genau einem Jahr hatten sich doch schon einmal alle damaligen Bewohnerinnen infiziert, trotz eines mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.

Die betroffenen Schülerinnen besuchen insgesamt drei Klassen im Berufskolleg in Heidkamp. Eine Testaktion für die übrigen Schüler:innen und Schüler dieser Klassen sei eine Testaktion geplant, so der Kreis. Ohnehin würden in den Klassen jeden zweiten Tag Schnelltestungen durchgeführt.

Das Gesundheitsamt teilt bei solchen Fällen nicht mit, wieviele der Betroffenen geimpft waren. In diesem Fall waren sie es offenbar nicht, denn der Kreis kündigt an, in der kommenden Woche vor Ort Impfangebote zu machen. Infektionen trotz Impfungen, die sogenannten Impfdurchbrüche, kommen zwar vor, sind aber gerade bei jungen Personen selten.

Hintergrund: Yeni Camii-Moschee

Die Moschee am Refrather Weg besteht seit 2003 und umfasst neben Gebetsräumen auch Sozialbereiche und die Ausbildungsstätte mit Wohnheim. Die Gemeinde, die bereits seit 1976 existiert, hat rund 80 bis 90 Mitglieder und spricht Muslime von Mülheim/Dellbrück über Burscheid bis Overath an. Träger der Moschee ist der Bergischen Verein für Bildung und Integration e.V..

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Mir ist völlig neu dass es hier in.GL einen Ausbildungsgang und ein Wohnheim für islamische „Theologinnen“ gibt. Sind das wirklich Frauen oder gendert man hier ?
    Gibt es denn wirklich Gemeinden in denen es weibliche Imame gibt ? oder welche Aufgabe haben sonst ausgebildete Frauen in einer Moscheegemeinde ?
    Besorgniserregend finde ich dass offenbar niemand geimpft war. Das zeigt in welchen Milieus die Impfkampagne grosse Probleme hat.