Die Bebauung an der Malteser Komtureigehört zu den Themen, um die sich der Geschichtsverein intensiv kümmert. Foto: Thomas Merkenich

Der Bergische Geschichtsverein hat Lothar Eschbach zum neuen Vorsitzenden gewählt, Stefan Knecht wurde sein Stellvertreter. Der neue Vorstand bedankt sich bei den bisherigen Vorsitzenden Michael Werling und Peter Lückerath – und will nun nach vorne blicken.

Am vergangenen Samstag führte der Bergische Geschichtsverein Rhein-Berg mit Erfolg seine erste Mitgliederversammlung seit 2019 durch. Nachdem die Corona-Pandemie eine Zusammenkunft sowohl im März 2020 als auch im Frühjahr 2021 unmöglich machte, konnten nun weit über 60 engagierte Mitglieder im großen Saal des Bürgerzentrums Steinbreche in Refrath begrüßt werden. Um der Verantwortung gegenüber den Anwesenden gerecht zu werden, wurde sorgsam auf die Einhaltung der „3G-Regel“ geachtet.

Während der Versammlung wurde sehr deutlich, dass der BGV Rhein-Berg – wie viele andere Vereine auch – stark unter der Pandemie zu leiden hatte: geplante Veranstaltungen fielen ersatzlos aus, wichtige Einnahmen durch den Verkauf von Büchern im Geschichte Lokal brachen weg und das Vereinsleben insgesamt wurde auf eine harte Probe gestellt. Die dadurch entstandene wirtschaftlich schwierige Situation, aber auch die Altersstruktur des Vereins sind Anforderungen, die für den Verein als Ganzes eine enorme Anstrengung erfordern. 

Es zeigte sich jedoch schnell, dass der feste Wille besteht, diese Aufgaben als Team meistern zu wollen. Neben der Stärkung bisheriger Schwerpunkte in der Vereinsarbeit wie Denkmalschutz, gibt es viele Ideen für neue Konzepte, von der stärkeren Thematisierung der schützenswerten Bergischen Kulturlandschaft, auch in Verbindung mit dem Bensberger Erzrevier über eine zeitgemäße Außendarstellung bis hin zu intensiveren Bemühungen zur Mitgliederwerbung und Kooperationen mit anderen lokalen Akteuren. 

Vor dem Hintergrund des Teamgedankens ließ sich auch der mit großer Mehrheit gewählte Vorstand nicht von der herausfordernden Situation abschrecken. Personell wie inhaltlich steht er gleichsam für Erneuerung und Beständigkeit: 

Lothar Eschbach (l.) und seine Vorstandskolleg:innen.

Das Vorstandsteam besteht aus den alten und neuen Mitgliedern PD Dr. Ferdinand Peter Moog, Michael Müller, Eva Michels-Schwarz, Lothar Eschbach und Stefan Knecht. Die Kontinuität  in der Führung des Vereins ist vielleicht am besten ablesbar aus den fast 15 Jahren durchschnittlicher aktiver Vereinszugehörigkeit der Vorstandsmitglieder. Zugleich sollen auch neue Gedanken in die Arbeit des Vorstands einfließen, um den Verein bestmöglich im Sinne seiner Mitglieder weiterzuentwickeln. 

Der neue Vorstand bedankte sich ausdrücklich für die geleistete Arbeit der Vorgänger, bei Herrn Heinz-Bernd Padberg, Herrn Peter Lückerath und ganz besonders bei Herrn Professor Dr. Werling, der mit seinem großen Engagement und seiner fachlichen Expertise viele Projekte vorangetrieben hat. Gemeinsam schauen wir nun ermutigt in die Zukunft.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Das wurde auch Zeit!

    Mit dem richtigen Mann am Kopf + einem guten Team am Tisch kann der Geschichtsverein jetzt das Beste von Gestern in den Bau des Morgen fügen, dabei allen vakanten Gegenwartsthemen zur Zukunft GL‘s neue Lebendigkeit und profunde Substanz verleihen.

    Glückwunsch & Glückauf Lothar Eschbach samt seinem Team!

  2. Einzelne machen den (ermutigenden) Unterschied ! Chapeau !
    Danke Herr Eschbach und den anderen,dass SIE (!) übernehmen und die viele Ehrenamtsarbeit auf sich nehmen. Herrn Professor Werling sei Dank für die jahrelange unermüdliche fruchtbare Arbeit. Ich hoffe, dass Sie den neuen Vorstand mit Ihrem großen Sachverstand unterstützen.
    Gerne auch Zusammenarbeit mit den zum Teil verschnarchten Heimatvereinen.

  3. Der Geschichtsverein hat mit dem Kauf von Zanders durch die Stadt zusätzliche Bedeutung gewonnen. Ich wusste nicht, worin die langen Querelen bestanden, die sicher in 1. Linie personell begründet waren, aber mit einem neuen Vorstand sind die hoffentlich beigelegt.

    Mit Lothar Eschbach an der Spitze hat man einen Mann gewählt, der viele der Dinge, die in letzter Zeit im Argen lagen, zusammen mit seinem Vorstand angehen und lösen wird. Auch eine Verjüngung im Mitgliederbereich wird er sehr gerne vorantreiben. Für all diese Aufgaben wünsche ich ihm ein glückliches Händchen.