Hermann-Josef Tebroke. Foto: Thomas Merkenich

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann-Josef Tebroke hat als neuer Kreisvorsitzender auch die Neuaufstellung der CDU in Rhein-Berg übernommen. Für die anstehenden Aufgaben räumt er sich ein knappes Stundenpensum ein und setzt auf eine Teamleistung. Zu zwei brisanten Themen äußert er sich nicht.

Mit 92 Prozent ist Hermann-Josef Tebroke zum Kreisvorsitzenden der CDU gewählt worden und übernimmt nach dem Rückzug von Uwe Pakendorf eine schwierige Aufgabe. In seiner eigenen Vorstellungsrede, aber auch in den Wortbeiträgen vieler Mitglieder des „Teams Tebroke“ und zuvor bei der Wahl des Landtagskandidaten war immer wieder angeklungen, dass die CDU auch in Rhein-Berg vor einem Neuanfang steht.

Gleichzeitig steht die Partei vor dem nächsten Wahlkampf: Die Vorbereitung des Landtagswahlkampfs steht daher ganz oben auf seiner inhaltlichen Agenda, berichtet Tebroke jetzt auf Nachfrage. Die Kreispartei wolle sich aber auch bei der Vollendung des neuen CDU-Grundsatzprogrammes aktiv beteiligen, unter Einbindung der Mitglieder und der interessierten Öffentlichkeit.

Die weiteren Punkte auf Tebrokes To-Do-Liste sind organisatorischer Art: Aufstellung einer Agenda des Vorstands für die kommenden zwei Jahre, die Vorbereitung einer Klausurtagung und die Aufgabenverteilung im neuen Vorstandsteam.

Das Team und „insbesondere die Stellvertreterin und die Stellvertreter“ (Erika Gewehr, Christian Buchen, Maurice Winter, Christian Klicki) spielen für ihn eine besondere Rolle, erklärt Tebroke. Denn er wolle die anstehenden Aufgaben auf die ganze Mannschaft verteilen.

Hermann-Josef Tebroke (2.v.r.) mit dem neuen Vorstand

Daher rechne er damit, dass sich die Aufgaben des Kreisvorsitzes gut seiner Haupttätigkeit als Bundestagsabgeordneter vereinbaren lassen. „Ich gehe für mich von einem zusätzlichen Zeitbedarf von rund 5 bis 10 Stunden pro Woche aus“, sagt Tebroke.

Zum Erbe von Vorgänger Pakendorf gehören auch interne Konflikte und Probleme. Dazu will sich Tebroke vorerst nicht öffentlich äußern.

Das gilt zum einen für die Frage, wie der Konflikt in der Spitze der Kreisverwaltung gelöst werden soll – die Rolle von CDU-Landrat Stephan Santelmann ist ungeklärt, eine professionelle Mediation zwischen dem Wahlbeamten und der Verwaltungsführung läuft seit Monaten.

Ungeklärt sind auch die Vorwürfe gegen Fabrice Ambrosini, der offiziell seine Ämter in der Jungen Union und in der CDU auf Stadt- und Kreisebene ruhen lässt. Im Frühjahr war ein Video öffentlich geworden, auf dem er im jugendlichen Alter mit einem Hitler-Gruß zu sehen ist.

Die Vereinbarung zwischen Ambrosini und dem Kreisvorstand, wonach die Vorwürfe zunächst juristisch geklärt werden müssten, gelte unverändert, stellt Tebroke klar.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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