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Kinder zwischen 5 und 11 Jahren können ab dieser Woche in NRW geimpft werden. Die Äußerung der Ständigen Impfkommission (STIKO) dazu hat jedoch bei Eltern für Verwirrung gesorgt. Die Kinder- und Jugendärztin Petra Zieriacks ordnet die Empfehlungen ein und berichtet vom Stand der Impf-Vorbereitungen.

Die Vorbereitungen für die Kinderimpfung der 5- bis 11-Jährigen laufen in der Praxis von Petra Zieriacks bereits seit zwei Wochen. Die Kinder- und Jugendärztin weiß aber erst seit Freitag, wie viele Ampullen des Impfstoffes geliefert werden.

„Den Impfstoff muss ich jedoch aufteilen“, berichtet sie. „Die Hälfte für die Erstimpfung, die andere für die Zeitimpfung der Kinder in drei Wochen.“ Wieviele Ampullen sie erhalten hat, lässt die offen.

Impfung außerhalb der Sprechstunde

Petra Zieriacks, Kinder- und Jugendärztin aus Bergisch Gladbach, erwartet keine Probleme bei den Kinderimpfungen

Zieriacks wird am Samstag den 18. Dezember in ihrer Praxis impfen, außerhalb der Sprechstunden. Probleme bei der Terminabsprache hätten sich ergeben, weil die Menge des Impfstoffes, der geliefert werden soll, so spät mitgeteilt wurde.

„Interessierte Eltern haben sich selbständig gemeldet“, die Termine habe sie entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission vergeben, berichtet Zieriacks.

Zunächst kommen Kinder mit Vorerkrankungen an die Reihe, dann Kinder mit Kontakt zu Personen, die schwere Krankheitsverläufe bei einer Corona-Infektion zu befürchten hätten. Das restliche Kontingent gehe dann an Kinder ohne Vorerkrankung, die auf Wunsch der Eltern geimpft werden sollen.

STIKO-Vorgehen bekannt

„Das Vorgehen der STIKO ist ähnlich wie bei den Impfempfehlungen für die 12- bis 17-Jährigen“, so ihre Erfahrung. Diese wurden auch zuerst für Kinder mit Vorerkrankungen ausgesprochen, ergänzt um eine „Öffnungsklausel“ für alle weiteren Interessenten. „Auch damals konnten Eltern ihre Kinder impfen lassen, auch wenn sie keine Vorerkrankung aufwiesen.“

Den Wortlauf der Stilo-Empfehlung finden Sie hier

Petra Zieriacks hält diese Option für wichtig, da bei der Impfung der Kinder zwischen 5 und 11 Jahren andere Aspekte als der Selbstschutz eine Rolle spielten. Der Verlauf einer Corona-Infektion sei in den meisten Fällen bei Kindern in diesem Alter harmlos.

„Neben gesundheitlichen Problemen spielen auch soziale Faktoren wie das Maskentragen oder Probleme mit der Organisation  des Schul- oder Kindergartenalltags mit regelmäßigen Quarantänefällen, Isolierung, Lernausfällen und Vereinsamung eine Rolle,“ sagt die Ärztin.

Es sei verständlich, wenn sich Eltern aus dieser Perspektive heraus für eine frühzeitige Impfung entscheiden würden.

Daten lassen auf gute Verträglichkeit schließen

Petra Zieriacks, die im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein Obfrau des Rheinisch-Bergischen Kreises sowie stellvertretende Landesverbandsvorsitzende ist, erwartet keine Probleme bei den Kinderimpfungen. Zwar lägen noch keine Langzeitdaten vor, weil Kinder in dieser Altersklasse noch nicht so lange wie ältere Personen geimpft werden. Aber Daten z.B. aus den USA mit dort schon mehr als fünf Millionen geimpften Kindern ließen auf eine gute Verträglichkeit des Impfstoffes schließen.

Petra Zieriacks unterstützt auch die Impfungen der 5- bis 11-Jährigen des Rheinisch-Bergischen Kreises. Ihr ist es wichtig, dass diese Impfungen von den Kinder- und Jugendärzt:innen durchgeführt werden. „Die Fachärzt:innen haben einfach mehr Expertise bei der Impfung dieser Altersgruppe“, sagt sie.

Der Kreis plant eine erste Impfaktion ab Samstag am Albertus-Magnus-Gymnasium. Diese Aktion ist im Online-Buchungstool des Kreises zwar schon aufgenommen, es stehen derzeit aber keine Termine zur Verfügung.

Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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1 Kommentar

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  1. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

    Die Terminvergabe für die Impfung der 5-11 jährigen Kinder am Wochenende im AMG wurde wieder freigeschaltet. Endlich!